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Wenn die Gesundheit alles ändert


Fr****

Empfohlener Beitrag

Du hast überlebt, bist stärker geworden, körperliche Einschränkungen kommen früher oder später mit dem Alter sowieso, lass die Menschen die dich provozieren, in die Ecke treiben wollen usw. an dir vorbei ziehen! Das ist dein Leben, dein Fetisch, lass dir das Alles nicht wegnehmen! Gehe mit deinen Infos sorgfältiger um und teile nur die, mit den Menschen die dir Wärme geben und dich nicht aussaugen. Es ist am Anfang nicht leicht, du lernst es mit der Zeit, welche Menschen dir gut tun und welche nicht. Es ist bei manchen Menschen einfach festzustellen ob die für gut tun oder nicht, nach, während eines Gesprächs, Kommunikation solltest du dich wohl fühlen, eine gewisse Wärme spüren und keine Lehre oder Kälte, wenn du die Wärme spürst, kannst dich langsam öffnen und nicht alles gleich von dir Preis geben, unser Hirn akzeptiert nur kleine Veränderungen, kleine Infomenge, lass es einfach auf dein Gegenüber langsam einwirken und beobachte seine Reaktion. Ich habe es aus der Hölle geschafft, ohne große Veränderungen, der Weg war lang und schwer, manche haben das Glück nicht gehabt, nicht aufgeben, einfach weiter machen und deine Neigungen kannst langsam, mit Geduld neue entdecken, es geht, nie aufgeben, kleine Schritte machen!

Ich denke Menschen im bdsm sind ja ohnehin jeglicher "Querschnitt" der Gesellschaft. Ein Anteil dieser hat eben besondere Neigungen. Es gibt Doms im Rollstuhl, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Krankheiten, körperliche wie psychische, Depressionen usw. 

Dagegen ist ja niemand geschützt. Wenn dies schon bekannt ist, kann man das kommunizieren und für jeden Topf findet sich ja ein Deckel. Es brauchen und wollen ja auch gar nicht alle ein "high level" bdsm. 

Wenn so etwas sehr plötzlich eintritt und vorher intensiv bdsm gemacht hat, fällt man sicher sehr in ein Loch. Aber Lösungen lassen sich auch dann finden und womöglich Reize im bdsm, die man noch machen und entdecken kann, vielleicht sogar ganz andere Richtungen. Bdsm muss ja auch nicht körperlich immer Maximum sein. 

Wenn Menschen bestimmte Krankheiten nicht tragen können oder wollen, ist das auch ihre Entscheidung. Aber natürlich kann jeder bdsm machen. 

vor 12 Stunden, schrieb Frau_Lust:

„Du hast hier nichts mehr verloren“ konfrontiert wird, nur weil er seine gesundheitlichen Grenzen schützt.

Sowas geht natürlich absolut gar nicht! Die Gesundheit ist schon ein wichtiges Gut. Auch Tabus nicht zu akzeptieren. Man muss sich auch mal vorstellen, dass man selbst in eine solche Lage kommen kann! 

Oh Ich geh lieber damit offen in die Konfrontation 🤔

Ich Pack meinen Koffer aufn Tisch wer den nicht tragen kann rennt besser 😁 spart Zeit 😁 

(bearbeitet)
vor 13 Stunden, schrieb Frau_Lust:

Ich hatte neulich einen sehr intensiven Austausch, der mich lange nicht losgelassen hat. Es ging um den Moment, in dem die „Navigation des Lebens“ plötzlich umschlägt. Ich meine damit die Momente, die alles verändern: Ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, eine schwere Form der Epilepsie oder chronische Krankheiten wie Multiple Sklerose. Von heute auf morgen ist nichts mehr, wie es war.
Das Schwierige daran ist: Im Grunde bleibt man ja derselbe Mensch mit denselben Neigungen und derselben Leidenschaft. Aber je nachdem, wie schwer es einen getroffen hat, kann es sein, dass sich alles grundlegend ändert. Man muss schauen, wo die neuen Grenzen liegen – oder ob gewisse Dinge schlichtweg gar nicht mehr möglich sind. Man muss das alles erst mal verarbeiten und annehmen, dass es eben nicht mehr so wird wie früher. Man ist letztendlich froh, dass man das überlebt hat, dass man lebt, aber man muss eben mit einer völlig neuen Realität klarkommen.
Jeder geht damit anders um. Einige machen weiter wie bisher, andere haben schwer damit zu kämpfen, und wieder andere haben das Pech, dass sie sich völlig neu entdecken oder sogar komplett umorientieren müssen. Es ist ein Prozess, sich von alten Anteilen der eigenen Erotik zu verabschieden, wenn der Körper nicht mehr so mitspielt, wie man es gewohnt war.
Was mich dabei besonders nachdenklich gemacht hat: Wenn Betroffene hier sind, für sich klare, neue Tabus entdeckt haben und diese auch offen kommunizieren, erleben sie leider oft, dass Chatpartner das als „verschiebbare Grenzen“ abtun. Es ist unbegreiflich, wenn man dann noch mit Verachtung oder Sätzen wie „Du hast hier nichts mehr verloren“ konfrontiert wird, nur weil er seine gesundheitlichen Grenzen schützt.
Mich würde eure ehrliche Perspektive dazu interessieren. Wie geht ihr damit um, wenn euch ein Schicksalsschlag getroffen hat und ihr wisst: Es wird nicht mehr so wie vorher? Wie habt ihr den Weg der Neuorientierung erlebt oder wie reagiert ihr, wenn andere kein Verständnis für eure Grenzen haben und euch sogar das Recht absprechen, Teil dieser Plattform zu sein?
Vielleicht ist ein Erfahrungsaustausch hier ganz gut – auch für andere, die ebenfalls betroffen sind, sich aber vielleicht nicht trauen, das öffentlich zu machen, was ich sehr gut nachvollziehen kann

Gebe nichts auf die, die dich hier weghaben wollen. Aus Erfahrung, das sind genau die, die mit jedem Wind segeln. Hier, auf einer anderen Seite, im RL. Das ist nicht Stärke oder Ambiguitätstoleranz, sondern einfach gelebte Schwäche. Das sind keine sinnvollen Orientierungspunkte, wenn es um Konsens oder Beständigkeit in schweren Zeiten geht. Die sind zuerst weg. Aber genau du gehörst hier her. 

Viele merken irgendwann, dass das Leben nicht immer gleich leicht ist. Und hier haben schon einige super konstruktive Antworten gegeben. Pragmatismus. Das, was geht nimmt man mit. Eine andere Wahl hat man nicht, aber man resigniert nicht. Stellt sich der neuen Situation. Und oft ergeben sich sogar neue Kinks, die nun erfüllend sind. Viel läuft im Kopf ab. Und da kann man nun mehr Fokus drauf legen. 

Hatte erst vor kurzem ein Gespräch über Kopforgasmen, wieviel heftiger teilweise als körperliche Orgasmen sind. 

Zauberformel habe ich nicht. Aber bitte habe weiterhin den Mut, mit der Veränderung umzugehen. Das wünsche ich dir von Herzen dann werden sich auch neue Wege öffnen. 

bearbeitet von HirnHerzHumor

Wenn jemand Tabus ob gesundheitliche oder andere Tabus als verschiebbare Grenzen versteht dann hilft nur eins. Ignor Knopf. Dumm Dom und dumm Sub verdienen nichts anderes. Sorry not sorry.

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