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Was hast du zu bieten?


Vi****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)

jack@jackXjacqueline:

Am 8.4.2026 at 22:25, schrieb Igel:

Ich finde die Überlegungen darüber, was ich denn zu bieten habe, sind eine super Frage zur Selbstreflexion. 

Sich selbst über seine Stärken und Schwächen bewusst zu sein, möchte ich gar nicht in Abrede stellen. Und ich sehe mich auch als einen sehr reflektierten Menschen. Ich weiß, was ich kann und was nicht, was ich habe und was nicht. Nur sehe ich wenig Sinn darin, damit hausieren zu gehen, weil der andere mich trotzdem immer aus seiner Perspektive kennenlernen sollte und es dabei vielleicht gar nicht darauf ankommt, worin ich meine Vorzüge und Defizite sehe. Ich weiß ja, wer ich bin. Und der andere sollte sich sein eigenes Bild von mir machen, und zwar unabhängig davon, wie ich mich sehe. Auf der Grundlage, wie er mich sieht.

Mag sein, dass andere gerne mit Stolz ihre Vorzüge äußern und womöglich auch ihre Diskrepanzen erwähnen. Völlig legitim. Ich möchte andere allerdings nicht darin beeinflussen, mich auf eine neutrale Weise kennen zu lernen. So, wie der Millionär seinen Wohlstand vielleicht auch nicht offenbaren möchte, um beim anderen keine Klischees zu befeuern, ein falsches Bild zu erzeugen, oder Gefahr zu laufen, dass man ihn nur aufgrund der damit verbundenen Vorzüge schätzt oder ihn deswegen ablehnt.

bearbeitet von jackXjacqueline
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