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Kink vs. politische Ansicht


MenueSurprise

Empfohlener Beitrag

An und für sich gehe ich mit meiner politischen Ansicht nicht hausieren. Das mache ich zu genüge außerhalb meiner Kinksphäre. Allerdings bin ich auch recht aufmerksam, wenn jemand etwas über sein/ihr Welt- und Menschenbild preisgibt oder ich - in meinen Augen - fragwürdige Äußerungen wahrnehme.

Im Falle eines lockeren, unverbindlichen Kontakts würde ich je nach Situation gleich oder später nochmal das Gespräch darüber suchen und der Person die Möglichkeit geben, dies zu erklären. Wahrscheinlich wird sich mein Interesse an weiteren Treffen mit dieser Person stark in Grenzen halten.

Mir ist nicht wichtig, dass wir in allen Themen identische Meinungen haben. Ich denke aber auch, dass Menschen, die politische Richtungen unterstützen, die meine Lebensweise "kritisch sehen", nicht das Potenzial zum Crush hätten. Ich denke nämlich nicht, dass die neben mir laufend auf der Straße gesehen werden wollen.

Sollte das dann doch mal bei einem Crush der Fall sein, würde ich es ansprechen und meine Position dazu äußern. Je nachdem, wie das Gespräch dann weiterentwickelt, kann es unser letztes Treffen gewesen sein oder ich würde es - in der Hoffnung auf eine*n Mitläufer*in getroffen zu sein - noch versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten.

Wenn ich sowas lese hier "Politik lenkt ab. Im Hintergrund ziehen andere die Strippen" werde ich gleich mal politisch: so ein bullshit nennt man "strukturellen Antisemitismus"! Abgesehen davon, ist NIEMAND, wirklich NIEMAND "neutral". Sowas gibt es nicht. Wer das von sich behauptet, ist einfach nur naiv oder hat kein Rückgrat.
Zu dem Posting: ich selber bin politisch. Und ich werde einen Teufel tun, meine politischen Ansichten meinen Kinks unterzuordnen. Und ich finde, wer das nicht so sieht ist auch nicht überzeugt von seiner politischen Einstellung. Interessanter ist doch die Frage, darf man kinks Politisieren? Muss man ein "schlechtes Gewissen" haben, wenn man Dom ist und in Sessions weibliche Subs erniedrigt obwohl man an feministischen Veranstaltungen teilnimmt und deren Interessen vertritt.
Sollte man darüber reden inwiefern das Patriarchat sexuelle Kinks, in diesem Falle Erniedrigung bzw devote Frauen etc, geprägt hat und es heute als gegeben hingenommen wird? Fetische aus einer gesellschaftlichen politischen Seite zu analysieren empfinde ich spannender, da für mich hier die Antworten weitaus schwieriger sind. Das ist aber auch nur meine Meinung.

Ich verstehe die Frage nicht. 🤭

Selbst wenn alles, wirklich alles andere matcht, wäre so eine Situation für mich immer ein KO-Kriterium.
Dann bin ich raus. 🤷🏻‍♂️

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