Jump to content

Rund um's Seil


FE****

Empfohlener Beitrag

jack@jackXjacqueline:

Keine Frage, aber zu Rund ums Seil ist ein eigener Erfahrungsbericht sicherlich auch nicht ganz verkehrt.

Meine Praxiswerte: 3-fach gedrehtes Hanfseil in 6 mm, leicht gebrochen und abgeflammt, ansonsten unbehandelt. Längen 3, 5 und 10 Meter. Taljereepsknoten an den Enden. Polyhanf als wasserbeständige Alternative. Das Einfetten übernimmt der Körper der Sklavin, ich wische sie allenfalls von Zeit zu Zeit mal mit einem leicht feuchten Tuch mit neutralem Spülmittel ab. Reicht völlig, nach Jahren keine Hautprobleme oder dergleichen, und manche trägt sie täglich über Nacht. Die Seile sind aber auch exklusiv und werden nicht geteilt. Für Haarfesselungen oder Zehen zusätzlich noch 2 mm Juteschnur. Oder Kokosgarn wenn es hier und da etwas kratziger werden soll. Für zukünftige Seilflogger überlege ich mal auf 5 mm zu gehen, ansonsten hat sich das bewährt. Ich habe mal ein Hanfseil probeweise gewaschen und gespannt, fand das Ergebnis am Ende aber etwas zu labberig und weich. Die würde ich auch nicht mehr belasten wollen. Das raue hat schon seinen Charme, weich wird es durch das Körperfett in einem gewissen Maß, das ich akzeptabel finde. Und Jute empfand ich noch fusseliger als Hanf, und auch die Haptik gefällt mir nicht ganz so gut.

Ich praktiziere reines Bondage, kein Shibari, davon lasse ich mich allenfalls inspirieren, übernehme was mir gefällt oder leite eigenes davon ab. Shibari schaue ich mir bei Gelegenheit gerne an, hauptsächlich wegen der Ästhetik und auch nur wenn es nicht zu theatralisch inszeniert wird. Mit dem spirituellen/meditativen Aspekt dahinter kann ich nicht wirklich etwas anfangen, bei mir ist das mehr praktisch orientiert, auch wenn meine Sklavin hin oder wieder in ihren "Seilspace" kommt, wegen der Fesselung allein oder weil es eine schmerzhafte Variante ist, so unterscheidet sich das Aftercare hier nicht wesentlich von dem in anderen Belangen, wie z.B. SM. Und in einfachen Fällen ist das auch meist nicht erforderlich. Hier sollte sich ein jeder auch Gedanken darüber machen: mit welcher Motivation möchte ich fesseln bzw. gefesselt werden, in welche Richtung möchte ich gehen?

Wo wir an dieser Stelle dann auch zu der Erkenntnis kommen, dass es hier keinen ultimativen Weg gibt, sondern sehr viele individuelle Herangehensweisen. Von daher würde ich in diesem Sinne die Frage, die von Anfängern ja oft kommt, "welches Material soll ich verwenden?" auch damit beantworten, dass man sich die gänigen Varianten anschaut, ggf. zeigen und probieren lässt, und sich dann dafür entscheidet, was einem am besten gefällt.

Meine zwei Cents dazu.

×
×
  • Neu erstellen...