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Die Verantwortung der Subs


Aberration

Empfohlener Beitrag

Verantwortung isr keine Einbahnstraße. 'Nur' weil jemand einer anderen Person die Verantwortung, ob temporär oder dauerhaft, überträgt, bedeutet es ja nicht, das Verantwortung endet und alles weitere wird von der anderen Person schon geregelt.

Verantwortung bedeutet erstmal, sich und seinem Gegenüber bewusst zu sein, Achtsam zu sein und auch einen Blick auf den anderen zu haben.

Wenn es 'nur' um Dinge geht, die den emotionalen Part außen vorhalten, dann ist Sub trotz all der Machtüberlassung nicht raus aus der Verantwortung. Erstmal gegenüber sich selbst. Also im Rahmen der Gesunderhaltung und des Eigenschutz. Und auch gegenüber Dom gibt es eine Verantwortung.

Wer hoch fliegt kann sehr tief fallen und das ist etwas, wofür beide Seiten immer in der Verantwortung sein sollten, um sich gegenseitig zu unterstützen und auch zu schützen.

Vor 3 Minuten , schrieb tuXsumisa:

Aus meiner Sicht gehört dazu vor allem Ehrlichkeit. Ehrlichkeit über die eigenen Wünsche, Grenzen, Ängste und Bedürfnisse. Wer sich hingibt, übernimmt die Verantwortung, diese Dinge klar zu kommunizieren und nicht zu erwarten, dass der dominante Part Gedanken lesen kann.
Ebenso wichtig ist Selbstreflexion. Eine Sub sollte sich bewusst darüber sein, warum sie bestimmte Dynamiken sucht, was ihr guttut und wo ihre persönlichen Grenzen liegen. Hingabe bedeutet für mich nicht, Verantwortung vollständig abzugeben, sondern sich bewusst und freiwillig in die Hände eines anderen Menschen zu begeben.
Verantwortung zeigt sich auch in Vertrauen und der Bereitschaft, nach einer "Session" offen über Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Wenn etwas unangenehm war oder Unsicherheiten entstanden sind, sollte das angesprochen werden, damit beide daraus lernen können.
Für mich entsteht eine gesunde BDSM-Dynamik dann, wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen: Der Dom für Führung, Sicherheit und Fürsorge und die Sub für ehrliche Kommunikation, Selbstkenntnis und Vertrauen.
Letztlich basiert BDSM nicht auf Macht allein, sondern auf gegenseitigem Respekt, Offenheit und einem tiefen Verständnis füreinander.

Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

Ohne gegenseitige Verantwortung kann aus Hingabe keine wirklich gesunde und vertrauensvolle Dynamik entstehen.

Ich bin dafür verantwortlich ehrlich zu kommunizieren was XY mit mir macht. Ich bin dafür verantwortlich auch Dom ein sicheres Umfeld zu geben. Grenzen und Tabus von Dom zu achten und respektieren. Aber auch meine. Ich bin dafür verantwortlich Probleme zu kommunizieren. Probleme in Session wie kribbeln in den Händen durch fesselung aber auch Probleme im Vorfeld. Waren z.B. die letzten Tage psychisch anstrengend muss ich das sagen. Das gehört auch alles zum sicheren Raum hinzu.

Vor 25 Minuten , schrieb tuXsumisa:

Ohne gegenseitige Verantwortung kann aus Hingabe keine wirklich gesunde und vertrauensvolle Dynamik entstehen.

Das verstehen leider manche nicht und schieben jegliche Verantwortung auf Dom. Um so wichtiger ist das Thema.

Vor 4 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Das verstehen leider manche nicht und schieben jegliche Verantwortung auf Dom. Um so wichtiger ist das Thema.

Das war eben auch einer meiner Gedanken. Es wird eben sehr, sehr viel über die Pflichten und die Verantwortung der Doms diskutiert, aber die umgekehrte Perspektive wird häufig ausgeblendet. War aus meiner Sicht in der Vergangenheit erstaunlich, wie knapp Antworten zu dem Thema ausfallen können oder gelegentlich völlige Ratlosigkeit anzutreffen ist.

Um mal außerhalb der Session zu argumentieren. Ich bin auch dafür verantwortlich Dom den Rücken frei zu halten und zu stärken. Ich bin dafür verantwortlich zuzuhören aber auch zu sprechen. Ehrlich und Situationsbedingt. Nicht zwingend Rollen bedingt. Auch Sub muss mal sagen können ,,sag mal? Bist du total bescheuert XY zu machen?''. So als extrem Beispiel. Denn auch wenn es sich um beispielsweise eine TPE Beziehung handelt. Im Alltag ist man ein Team. Ja Sub wird bestimmt mehr Haushalt machen. Trotzdem ist man im Alltag ein Team und Sub ist auch dafür verantwortlich. Auch mal Dom zu sagen, wenn er oder sie absoluten misst gebaut hat. Sub hin oder her. Das schafft auch wieder Vertrauen und Verbundenheit. Wenn man weiß, dass man sich auf dem gegenüber verlassen kann und nicht nur nach dem Mund redet. Weil Sub... Ich bin auch dafür verantwortlich das ich rede und nicht abhaue. Wenn die Beziehung schwierig wird. Gestern noch bei einer Hochzeit rede gehört und es stimmt. Redet miteinander. Lasst Raum aber findet wieder zueinander. Und es stimmt! Auch in BDSM Beziehungen.

Vor 10 Minuten , schrieb Aberration:

Das war eben auch einer meiner Gedanken. Es wird eben sehr, sehr viel über die Pflichten und die Verantwortung der Doms diskutiert, aber die umgekehrte Perspektive wird häufig ausgeblendet. War aus meiner Sicht in der Vergangenheit erstaunlich, wie knapp Antworten zu dem Thema ausfallen können oder gelegentlich völlige Ratlosigkeit anzutreffen ist.

Und selbst wenn man es in Themen mit einbezieht. Kommen irgendwelche dumm Sub und vertreten ungesundes BDSM. Schieben Verantwortung komplett auf Dom oder denken dieser könne die Tabus von Sub bestimmen. Nicht umgekehrt. Das wahre Dom all das könnten selbst wenn sie dazu z.B. unter Alkohol nicht mehr in der Lage sind. Denn wahre führungspersonen können ja selbst unter Alkoholvergiftung führen und so ein selbstzerstörerischer Quatsch. Auch Sub trägt Verantwortung. Das ist wichtig! Für beide. Ansonsten ist man irgendwann innerlich ausgebrannt oder hat Traumata. Was keinem was bringt.

@DreamGirlYuki Schön gesagt, sehe ich genauso. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dies bei einigen ausgeschlossen ist, da solche Kommunikation nicht als mit dem Machtgefälle vereinbar angesehen wird. Auch aus meiner Sicht eher Quatsch. Gibt sicherlich Ausnahmen, bei denen es auch anders funktioniert, aber für mich ist sowas essenziell und sollte Teil des Selbstverständnisses sein.

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