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Sprachen


La****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)

(Jack:)

Am 11.6.2026 at 18:17, schrieb LadyViolet_:

Wie ist es für euch?

Bei mir ist es so, dass ich in meinem bisherigen Leben mehrheitlich Sexpartnerinnen hatte, die nicht deutschsprachig waren. Kleinster gemeinsamer Nenner war dann Englisch. Und ja, Verbalerotik hat in diesem Kontext schon was für sich, vor allem was das Französische oder Osteuropäische angeht. Da könnte mir jetzt eine Frau auch ihre Einkaufsliste auf Russisch runterstöhnen, allein der Klang hat schon etwas, das Gesagte muss ich dabei nicht zwangsläufig verstehen.

Im BDSM sieht es anders aus. In Englisch bin ich zwar gut bewandert, allerdings ist Deutsch im Vergleich sprachlich durchaus vielseitiger und facettenreicher. Es galt ja nicht umsonst mal als die Sprache der Dichter und Denker; ich mag unsere Sprache sehr und umso mehr macht es mich traurig, wie nachlässig und ideologisiert mit diesem unserem Kulturgut mittlerweile umgegangen wird. Durch den relativ kargen, schroffen Klang kann manches auch noch fieser klingen. Also ja, hier bevorzuge ich Deutsch, würde aber auch Englisch sprechen wenn mein Gegenüber mich sonst nicht verstehen würde.

bearbeitet von jackXjacqueline

Ich bin sehr sprachaffin, eine schöne Stimme ist mir wichtig. Da ich bilingual bin und öfter Partner habe, die Native Speaker oder mit einer anderen Sprache aufgewachsen sind, aber Englisch auch beherrschen...ist mir mit denen Englisch lieber. Grammatikfehler oder eigentümliche Aussprache wären ein Turnoff. Deutsche mit Dialekt gehen für mich gar nicht - entweder schönes Deutsch oder Englisch. Es steht ihnen frei, mich auch in Sprachen anzureden, die ich überhaupt nicht verstehe. Hatte auch mal Sexting mit einem Deutschen mit arabischen Background, der es heiß fand, dass ich Scharmuta (Sch!ampe) die übelsten Beleidigungen in seiner Sprache kann.

Sprache hat auch ab und ab mal den Ausschlag gegeben, dass nach Sprachnachricht oder Telefonat mein Interesse erlischt. Dann war da auch dieses denkwürdige Date mit jemandem, von dem ich eh wenig angetan war, der dann am Ende fragte, ob er auf Bilder von mir wichsen darf. Ausgerechnet beim Wort wichsen verlispelte er sich, und ich musste einen Ausdruck des Ekels unterdrücken. Mir egal, wer sich auf mich einen runterholt, aber bei wicksfssen war Ende Gelände.

Die Nuancen des Englischen beherrsche ich - grammatikalisch und von der Aussprache werde ich manchmal ein bisschen dämlich klingen:) Was ich nett finde im Kontrast mit einem Native Speaker mit arrogant klingendem Britisch. Rollende Rs eines Hispanics sind auch nice, oder der harte Klang von Russisch oder Arabisch.
Manche Begriffe finde ich in anderen Sprachen treffender/krasser/sexier.

Übrigens - in der Muttersprache ist man näher an seinen Gefühlen, das eignet sich für Therapie besser. Aber manchmal möchte man sich auch von den Gefühlen distanzieren, da ist die Zweitsprache hilfreich.

Und ich mag die Distanzierung vom Alltag. Deshalb höre ich auf Feierabend nur englische Podcasts etc., ich schalte besser ab.
Mit Native Speakern als Freunden oder bei Dates habe ich schlicht Spaß daran, mit der anderen Sprache zu spielen.
Ich kann über alles sprechen, worüber ich sonst sprechen kann, daher geht nichts verloren von wichtigen Inhalten.
Und ich komme gern entgegen, weil ich viele Nuancen benutze, die mein Gegenüber auf Deutsch nicht mitbekäme, und ich mich auf einer barrierefreien Ebene verständigen können möchte.

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