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Die Charakter-Lüge: Warum die Suche nach Tiefe oft an der Oberfläche scheitert


So****

Empfohlener Beitrag

Vor 39 Minuten , schrieb TotalPowerExchange:

Wenn ich bedenke das wir uns auf einer Fetisch/BDSM Plattform befinden wo wirklich alle immer betonen wie wichtig gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind, habe ich zu deiner Sichtweise eine andere Meinung.
Wem beim Klick auf “kein Interesse“ schon ein Zacken aus der Krone bricht, dem sollte man mit einem Anschreiben auch keine Zeit rauben.
Zum Rest, insbesondere deiner Art zu kommunizieren, sage ich lieber nichts. Auf dieses typische Domme Getue habe ich keine Lust und reagiere  da nicht drauf.

Aber du reagierst doch gerade drauf🤷🏻‍♀️😂

@TaliX "Getippte Zeilen sind auch eines der besten Mittel, um tatsächlich den Charakter kennenzulernen. Null Pheromone im Raum. Man kann den Klang der Worte, ohne Verzerrung durch die Stimme, auf sich wirken lassen und das, was zwischen den Zeilen mitschwingt, wie man selbst damit resoniert - oder eben nicht."
Bei mir ist da eher das komplette Gegenteil der Fall. Was einer hier tippt, kann komplett erstunken und erlogen, aber trotzdem total glaubwürdig formuliert sein. Wenn ich allerdings nicht nur geschriebene Worte vor mir habe, sondern auch eine Stimme dazu, einen Sprech- bzw. Atemrhythmus, Klangfarben und alles, was zum Sprechen dazugehört, und das alles in Echtzeit, ohne die verdammte Zeitverzögerung durch's Tippen - ich weiß nicht, aber das verrät doch alles viel mehr über mein Gegenüber als das ganze Geschreibsel hier???

No offense, aber das klingt schon irgendwie frustriert.
Ich sortiere sehr schnell aus, wenn jemand respektlos ist, sexualisiert oder in der Kommunikation inkonsistent.
Tiefe ergibt sich oder nicht, erzwingbar ist es nicht. Wer sich über einen längeren Zeitraum auf oberflächlich einlässt, ist mit schuld. Kommunikation ist definitiv steuerbar und wer darin geübt ist, erkennt das meist früh.
Zur Lüge wird es nicht, nur weil es nicht passt. Auch hier spricht gekränktes Ego?
Es gehören immer mindestens zwei Parteien zu einem Gespräch, außer man ist schizophren 😉

Vor 59 Minuten , schrieb StefanArtist:

@TaliX "Getippte Zeilen sind auch eines der besten Mittel, um tatsächlich den Charakter kennenzulernen. Null Pheromone im Raum. Man kann den Klang der Worte, ohne Verzerrung durch die Stimme, auf sich wirken lassen und das, was zwischen den Zeilen mitschwingt, wie man selbst damit resoniert - oder eben nicht."
Bei mir ist da eher das komplette Gegenteil der Fall. Was einer hier tippt, kann komplett erstunken und erlogen, aber trotzdem total glaubwürdig formuliert sein. Wenn ich allerdings nicht nur geschriebene Worte vor mir habe, sondern auch eine Stimme dazu, einen Sprech- bzw. Atemrhythmus, Klangfarben und alles, was zum Sprechen dazugehört, und das alles in Echtzeit, ohne die verdammte Zeitverzögerung durch's Tippen - ich weiß nicht, aber das verrät doch alles viel mehr über mein Gegenüber als das ganze Geschreibsel hier???

Das kommt darauf an, wie gut man in Textanalyse ist, darin, Muster zu erkennen.

Und sämtliche Leute, die einen ausnutzen möchte, sind geübt darin, charmant und betörend zu erscheinen - Trickbetrüger, notorische Fremdgänger, Narzissten und Psychopathen sind i.d.R. charmanter und charismatischer als "Normalos". Sie beherrschen nicht nur Sprache, sondern auch Mimik, Gestik, und lenken wie Zauberer ab, dass man es nicht mitkriegt.

Sie sind vor allem auch gut darin, einen live unter Druck zu setzen, in einen Sog zu ziehen.

Und wir alle bilden uns ein, anhand zwei, drei täppischen Lügnern, die wir irgendwann mal durchschaut haben, gute Menschenkenner zu sein - sind es aber nicht.

@TaliXLustig. Schon haben wir ein Beispiel für Probleme in der schriftlichen Kommunikation. Meine Formulierung "komplett erstunken und erlogen" war wohl ein bisschen zu krass und kam bei dir viel härter an, als ich das eigentlich gemeint habe. Ich meinte eigentlich keine Trickbetrüger und Psychopathen, eher so das ganz handelsübliche "sich selbst im besten Licht erscheinen lassen". 

Für mich ist das einfach so, dass ich mich am leichtesten tue, mein - mir noch unbekanntes - Gegenüber einzuschätzen, wenn ich so viele Informationen bekomme wie eben möglich. Wenn ich also nur den Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation betrachte, der dem gegenseitigen Kennenlernen dient, dann habe ich am liebsten den anderen Menschen live und in Farbe vor mir sitzen und rede mit ihm. Telefonieren wäre da nur die zweitbeste und miteinander schreiben halt die drittbeste Option.

Aber eigentlich gibt's dazu schon threads ohne Ende hier...

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