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Die Charakter-Lüge: Warum die Suche nach Tiefe oft an der Oberfläche scheitert


So****

Empfohlener Beitrag

@TaliX "Getippte Zeilen sind auch eines der besten Mittel, um tatsächlich den Charakter kennenzulernen. Null Pheromone im Raum. Man kann den Klang der Worte, ohne Verzerrung durch die Stimme, auf sich wirken lassen und das, was zwischen den Zeilen mitschwingt, wie man selbst damit resoniert - oder eben nicht."
Bei mir ist da eher das komplette Gegenteil der Fall. Was einer hier tippt, kann komplett erstunken und erlogen, aber trotzdem total glaubwürdig formuliert sein. Wenn ich allerdings nicht nur geschriebene Worte vor mir habe, sondern auch eine Stimme dazu, einen Sprech- bzw. Atemrhythmus, Klangfarben und alles, was zum Sprechen dazugehört, und das alles in Echtzeit, ohne die verdammte Zeitverzögerung durch's Tippen - ich weiß nicht, aber das verrät doch alles viel mehr über mein Gegenüber als das ganze Geschreibsel hier???

@TaliXLustig. Schon haben wir ein Beispiel für Probleme in der schriftlichen Kommunikation. Meine Formulierung "komplett erstunken und erlogen" war wohl ein bisschen zu krass und kam bei dir viel härter an, als ich das eigentlich gemeint habe. Ich meinte eigentlich keine Trickbetrüger und Psychopathen, eher so das ganz handelsübliche "sich selbst im besten Licht erscheinen lassen". 

Für mich ist das einfach so, dass ich mich am leichtesten tue, mein - mir noch unbekanntes - Gegenüber einzuschätzen, wenn ich so viele Informationen bekomme wie eben möglich. Wenn ich also nur den Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation betrachte, der dem gegenseitigen Kennenlernen dient, dann habe ich am liebsten den anderen Menschen live und in Farbe vor mir sitzen und rede mit ihm. Telefonieren wäre da nur die zweitbeste und miteinander schreiben halt die drittbeste Option.

Aber eigentlich gibt's dazu schon threads ohne Ende hier...

Vor 57 Minuten , schrieb StefanArtist:

@TaliXLustig. Schon haben wir ein Beispiel für Probleme in der schriftlichen Kommunikation. Meine Formulierung "komplett erstunken und erlogen" war wohl ein bisschen zu krass und kam bei dir viel härter an, als ich das eigentlich gemeint habe. Ich meinte eigentlich keine Trickbetrüger und Psychopathen, eher so das ganz handelsübliche "sich selbst im besten Licht erscheinen lassen". 

Für mich ist das einfach so, dass ich mich am leichtesten tue, mein - mir noch unbekanntes - Gegenüber einzuschätzen, wenn ich so viele Informationen bekomme wie eben möglich. Wenn ich also nur den Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation betrachte, der dem gegenseitigen Kennenlernen dient, dann habe ich am liebsten den anderen Menschen live und in Farbe vor mir sitzen und rede mit ihm. Telefonieren wäre da nur die zweitbeste und miteinander schreiben halt die drittbeste Option.

Aber eigentlich gibt's dazu schon threads ohne Ende hier...

Bei mir kam nichts hart an; ich wollte nur verdeutlichen, dass wir alle blend- und manipulierbar sind. Als Frau kann das ein bisschen gefährlicher sein, wenn wir mit dem falschen Gegenüber zusammen kommen, ich hatte einige unschöne Begegnungen und suche solche zu meiden.
Ich bin auch schon mal tatsächlich einem Pickup Artist begegnet, der die ganzen Psychotricks an mir abfeuerte. Da ich mir den eigentlich schon als ONS ausgeguckt hatte, war das eigentlich an mich verschwendet. Später habe ich den dann stehen gelassen, als er mir zu sehr Druck machte und mir Schuldgefühle einflößen wollte, damit ich sofort Sex mit ihm habe.
Schriftlich hätten all die Tricks nicht funktioniert.

(bearbeitet)

 

@StefanArtist

Du weisst gar nicht wie gut Personen mit Depressionen lügen können... 

Muss man lernen weil es (immer noch) kaum anerkannt wird... 

Stell dich nicht so an. 

Denk doch (einfach) positiver 

Etc pp... 

Lass uns auf nen Kaffee und ich erzähle dir 7 Wahrheiten und 3 lügen... Selbst ein Profi konnte es nicht trennen... Wenn ich will merkst du nix ich habe 30 Jahre verstellen hinter mir und arbeite erst seit 10 Jahren dran das abzulegen... 

Aber Baby... Ich switch sofort in die Arschloch tussi die den größten Lügner als Schu*kind da stehen lässt (vielleicht hoch gegriffen aber ein Psychologe ist meine Referenz der aufgegeben hatte als *Profi *) 

Ist nix worauf man stolz sein sollte... 

Es ist traurig wenn Familie und damalige Freunde einen nicht ernst nimmt bei der Diagnose... Schon immer deine individuelle Persönlichkeit unterdrücken... 

Sei nicht so anstrengend, dich MUSS jeder mögen... Höre auf schwierig zu sein... 

Weil nicht erkannt wurde das man neurodivers ist mit Legasthenie... 

Ich wurde zum lügen erzogen... Und bin nicht mal ein Psychopath oder Betrüger... 

Ich hab gelernt mich mit Lügen zu schützen, Normalität vor zu gaukeln. 

Fängt ja schon bei der größten Lüge an... 

Mir geht's gut. 

bearbeitet von Alexiel_Mistress

Ich finde schon, dass man(n) in erster Linie übers schreiben schon diverse Charakterzüge erkennen kann und ich rede jetzt nur aus meiner Sicht. Aus meinem Blickwinkel. Wenn man mit jemandem schreibt und man im Flow ist, derjenige dann plötzlich verschwindet und nach 3 Tagen dann mal wieder ein "hey wie gehts" kommt, dann sagt das schon viel aus. Das ist kurz und knapp zusammengefasst meine Erfahrung hier. Natürlich hat auch jeder ein analoges Leben und mir ist klar, dass man nicht 24/7 schreiben kann, aber es fehlt oftmals der Anstand. Ein Indikator ist immer, wie offen jemand ist und auch privates von sich preis gibt. Aber wie oft bekommen wir Frauen hier kopierte Erstanschreiben!? Wie oft wurde ich schon mit einem vollkommen anderen Namen angeschrieben?
Es ist nun mal eine online-Welt und es haben sich ja auch schon 100te gefunden, also muss es ja irgendwie klappen. Das man hier die Nadel im Heuhaufen sucht, sollte jedem klar sein. Und nur weil zwei Menschen gut zusammenpassen würden, heißt noch lange nicht, dass die zwei das auch merken.
Long story short... Natürlich ist der Charakter wichtig. Wer will denn ein gutaussehendes A****-loch?

"Charakter" ist eine billige Untertreibung von "Persönlichkeit". Hier sind, ich würde sagen, 50% angemeldet, um aus dem sicheren Versteck zu sondieren und agieren dabei oft unter der Selbsttäuschung einer geborgten Persönlichkeit. Den Charakter auch nur in Ansätzen während der ersten Nachrichten zu erfassen wollen, ist dumm, aber man bekommt Bildungsgrad und kulturelles Umfeld geliefert. Den Rest muß man eh selbst abschmecken.

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