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Doms und wie sie sich inspirieren - originale und geklaute Gedanken


La****

Empfohlener Beitrag

Nach meiner Erfahrung hat sich BDSM stark verändert im Laufe der Zeit. Offensichtlich scheint ein starker Wunsch nach Ritualen und Regeln sich durchzusetzen. Das ganze soll strikt und konsequent sein, gleichzeitig aber die Wünsche von sub umsetzen.
Zwischendrin finde ich es sehr viel attraktiver unten zu spielen, da ich mich einfach nur berieseln beziehungsweise bespielen lassen muss. Die Informationen über Vorlieben und Wünsche kommen immer als erstes . Die Ansprüche an die Kreativität von Top sind gewaltig. Sub träumt von einem top wie Mister Gray . Der mit dem Hubschrauber kommt zur Bestrafung sechs leichte Hiebe auf den Hintern gibt und dann mit ihr schläft etc.
Warum sollte top das wollen?
Persönlich habe kein Problem mit Perversion oder schwierigen Praktiken. Allerdings wäre es nett, wenn es meine wären. Ich fühle mich mittlerweile als Dienstleisterin

Dann direkt zur letzten Frage.

Ich weiß nicht, ob ich der erste bin, der zum Beispiel auf die Idee gekommen ist, einen Wand mit einem Wartenbergrad zu kombinieren und das quasi wie eine Tätowiermaschine zu benutzen. Sehr wahrscheinlich eher nicht.

Wenn ich mir Spielzeug baue, dann hab ich oft etwas ähnliches schonmal gesehen und wollte das nur einen Tick schlimmer haben. Ich hab da auch mal einen Quirt aus Rohhaut gemacht und fand das eine tolle Idee - etwa ein halbes Jahr später hab ich dann erfahren, dass das in Mexiko die traditionelle Art ist, die zu bauen.

Aber ich hab auch nicht den Anspruch an mich selbst, immer etwas Neues erfinden zu müssen - es soll unterhaltsam für mich sein und ich möchte nicht groß nachdenken, während ich etwas mache.

Anfängerfragen zu Ideen beantworte ich selten, wenn die zu allgemein gestellt sind - "welche Aufgaben/ Strafen habt ihr so?" Ist mir viel zu oberflächlich, als das ich dazu etwas sagen wollen würde - was jemand vielleicht noch von mir lernen könnte wäre auch nicht irgendeine Liste die ich hab.

Es ist wie in der Musik. Über 95% ist das altbekannte, Mainstream halt. Aber die 5% sind mit neuen Elementen, zum teil mit alten beats kombiniert. Man kann das Rad nicht neu erfinden, aber mit seinem Fusto schmücken.

Mein Herr ist schon kreativ. Er hält mich gerne als Kettensklavin und die hat er so modelliert, wie er es gut findet. Die Schrittkette darf nicht fehlen. In den Keuschheitsgürtel hat er Strom gebaut, es gibt aber auch noch einen Gurt. Da hat er aus den USA noch ein Teil bestellt. Am unteren Rücken an der Wirbelsäule schmerzt das auch sehr. Im Sommer geht er gerne spät Abends im See mit dem KG und angeleint mit mir schwimmen. Er mag Spiele mit Schnüren und Gewichten, Sachen wo Sub sich nach einiger Zeit selbst den Schmerz zufügt, da sie eine Position nicht mehr halten kann und ein Gewicht fällt. Andere Spiele mit durch den Raum gespannten Schnüren. Drunter durch kriechen, was davon angeln usw. Mit dem Mund Sachen apportieren oder bauen, mit der Nippelkette was transportieren, er hat immer mal wieder Ideen. Er mag seine selbst gemachte "Demutskugel". Die kommt unter das Kinn... Und darf nicht runter fallen. Sub neigt den Kopf schön. Daran ist eine Schnur, für verschiedene Zwecke... Seine selbst ausgedachte "Ponydressur", ein Tier kann ich auch mal sein... Dann wird ein Trog auf dem Boden aufgebaut. Oder er behängt mich mit Glocken, die nicht klingeln dürfen. Können auch angetackert werden. Einen Eisblock schmelzen, selbst eingefrorene Eisdildos oder eine Latexhand. Auf ähnliche Dinge kamen andere aber auch schon... 

Er mag auch "Spiele", manchmal überlegt und konstruiert er was, manchmal ganz spontan. Das letzte war eine "Erdnusssuche". Dabei hatte er Schalen mit Erdnüssen im Raum verteilt und ich habe die mit verbundenen Augen gesucht und ihm gebracht. Er saß im Sessel, ich kniete davor und er hat sie gegessen. Für meine musste ich auf allen Vieren erneut los, aber durfte nur einzelne Erdnüsse vom Boden suchen und essen. Dass er also mal größere Gefäße oder Schalen hat und ich mir eher mühsam was ersuchen muss, sowas kann sein. Mit einzelnen Erdnüssen hat er mich dann netterweise noch aus seinem Sesel heraus gefüttert. Aber nur ein paar... 

Rohrstockmikado haben wir gespielt. Weil wir viele haben, welche aus Kunstmaterial, geschälte und ungeschälte Manila, dicke, dünne...😅 Ich hoffe, dass die "schlimmeren" nicht übrig bleiben...

Wir machen sehr viele Dinge auch, wie sie andere bdsm'ler machen. Ein Halsband gehört für viele dazu. Ihr Halsband ist aber für jede besonders und sie hat es individuell erhalten usw. Es macht also nichts, zu kopieren, wenn man Dinge gut findet und fühlt. 

Er hat kein Sklavenoutfit. Meine Grundstellung soll ich nackt einnehmen. Außer er sagt ein Outfit. Er mag mich in Ketten, Nacktheit total, aber auch in feinen und eleganten Outfits.

Wenn es auf Veranstaltungen Vorgaben gibt, ist das für uns kein Problem, da wir ohnehin selbst facettenreich sind und mein Herr verschiedene Reize hat. Somit richten wir uns dann gerne auch nach irgendwelchen Vorgaben... Nur ist mein Herr authentisch Anzugträger. Mit bunt und "body positiv" oder wie das heißt, kann er nicht. Ich kann die Kritik verstehen, dass doch grundsätzlich jeder kommen kann, wie er möchte. Aber auch Kleidung sorgt für einen entsprechenden "Flair" und einen gelungenen Abend, weil sich bestimmte Richtungen treffen und andere fern bleiben. Aber da gibt es ja genug Auswahl... 

Lediglich bei einer Verkleidungsparty hatte er mal überlegt als "beduinischer Sklaventreiber" zu kommen...😅 Er war mal in Afrika und hat da so ein Gewand. Ich hätte es lustig gefunden... Aber da waren wir dann doch nicht. 

vor einer Stunde, schrieb ichbinAnna:

Persönlich habe kein Problem mit Perversion oder schwierigen Praktiken. Allerdings wäre es nett, wenn es meine wären. Ich fühle mich mittlerweile als Dienstleisterin

Das kann ich verstehen @ichbinAnna. Das sollten dann ja schon Sachen sein, die du gut findest. Sonst hat man ja erst gar keine Lust da aktiv zu werden... Dass Sub sich einlässt, finde ich schon wichtig. 

Geht es nicht eher dabei , wenn man von Kreativität dabei spricht, das es keine vorgegebens muster ist, sondern das was passiert, dies ist was für beide in den abgespeckten Rahmen passt und der Dom Part aber nach seinen Wünschen und Gelüste in dem Moment entscheidet was passiert. Das kann ähnlich sein wie 20 mal davor, aber auch plötzlich eine ganz andere Wendung geben, weil Miss anstatt jetzt gerade schlagen kitzeln will. Es gibt doch hier kein so muss es sein.. jetzt kann ich nur für mich reden da für mich ein grosser trigger ist, wenn ich spüre das die Dame gegenüber es genießt das ich das genau so spüre wie ich erlebe, weil Sie es in dem Moment für mich so will. Das kann für mich, Lust Schmerz, Frust oder sonst eine Mischung davon sein. Es ist das nicht wissen was passiert. Es kann total sanft sein, es kann im nächsten Moment Schmerz sein. Es bewirkt im Kopf..... es sind oftmals die Kleinigkeiten.

vor 22 Stunden, schrieb LadyViolet_:

Schon seitdem ich auf BDSM Seiten unterwegs bin, hörte ich den Vorwurf an junge Doms, die sich über Möglichkeiten informieren wollten, dass sie ja kein richtiger Dom seien und niemals sein würden, da richtige Doms kreativ sind und sich alles selbst ausdenken.

Und dann sah ich doch überall das Gleiche: Halsbänder, Manschetten, Rituale, Strafen, Flogger, Rohrstöcke, ledernde Outfits usw.

Hat da etwa jemand die Idee ein seinem Sub ein Halsband anzulegen, von wo anders abgeguckt? Und zum Spanking ein Paddle zu verwenden, war doch auch kein originaler Gedanke?! 

Und dann kommen die Erwartungen der Subs die man in castet: Sie erwarten so viele Klischees, aber bitte als originale kreative Ideen, die aber so aussehen wie das was im Porno läuft.

Was ist denn nun eine wirklich originale kreative, selbst geschmiedete und erdachte Idee und wie viel Inspiration darf sie haben?

 

Ich muss sagen, das ist für mich kein Maßstab. Ich habe von Anfang an Dinge gesehen und gehört, die ich interessant fand und es gab Dinge, die wollte ich auch mal probieren, weil ich dachte "Das klingt nach Spaß" Also eine richtige schlimme Nachmacherin. Und so habe ich mehr und mehr rausgefunden, durch erproben, durch Begeisterung und Faszination die mich ergriffen hat, was ich mag, oder was ich erforschen will. Und dann erst hatte ich Ideen, selbst diese lauter geklauten Elemente, Toys, Spielideen nach meiner Vorstellung zu kombinieren.

Meine Kreativität hängt dabei sehr stark von Dynamik ab, das heißt wenn ich Spaß habe, wenn ich darin aufgehe, dann ist das ein Feuer, eine Begeisterung, das mich auf viele Ideen bringt - und doch verwende ich super viel Sachen die ich irgendwo gesehen habe und ich toll fand und geeignet sie einzuflechten. Wie eine kleine diebische Elster, immer auf der Suche nach funkelnden, spannenden neuen Dingen. 

 

Und für alle die den Text übersprungen haben hier nochmal die Frage:


Was ist denn nun eine wirklich originale kreative, selbst geschmiedete und erdachte Idee und wie viel Inspiration darf sie haben?

Ich nehme an, dein Posting ist durch den Beitrag "Rituale" entstanden/inspiriert?

Ich finde es gut wenn jemand sich für Praktiken interessiert oder sich über eventuelle Gefahren die miteinhergehen informiert.  

Was mir hingegen übel aufstößt, sind diese Sachen "wie ist man dominant?", "wie führe ich?".... und dann eine Liste hat und andere kopiert. Deren Wesen versucht zu kopieren. Das ist für mich als Bottom ganz übel.

Eine Erfahrung die ich machen musste und die mich richtig abgestoßen hat, war ein "Kennenlernen" eines Mannes der sich Dom nannte und bei jeder Kleinigkeit seinen Freund anrufen musste um zu erfahren was er jetzt machen solle. 

Wer war diese Person? Was soll das? Und wo agiert so jemand aus seiner selbst heraus?

Also ich finde es abstoßend, wenn selbst das innersten Wesen, geklaut ist. Dominanz kommt aus der Person selbst. Der Flow, der Vib, das miteinander agieren, die DYNAMIK!!!!!!

vor 1 Minute, schrieb Rosenrot82:

Eine Erfahrung die ich machen musste und die mich richtig abgestoßen hat, war ein "Kennenlernen" eines Mannes der sich Dom nannte und bei jeder Kleinigkeit seinen Freund anrufen musste um zu erfahren was er jetzt machen solle. 

Das klingt tatsächlich gruselig!

Aber woher kommen Ideen doch auch von Dinge wo man irgendwo anders gesehen hat sie machen einen neugierig man probiert es aus. Es ist dann ja für sich selbst ja trotzdem was neues.....

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