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Viele Subs haben eine schlechte Erwartung vorher gehabt ?


Empfohlener Beitrag

HeinrichVonLustnauer

Ich habe nun leider schon öfter gehört, daß BDSM von immer mehr, meist männlichen Personen, als Vorwand für übergriffiges und mißbräuchliches Verhalten, genutzt wird.

vor 10 Minuten, schrieb HeinrichVonLustnauer:

Ich habe nun leider schon öfter gehört, daß BDSM von immer mehr, meist männlichen Personen, als Vorwand für übergriffiges und mißbräuchliches Verhalten, genutzt wird.

Immer mehr nutzen BDSM als Vorwand für Mißbrauch? Es hat deiner Meinung nach hier eine Veränderung gegeben? Und was glaubst du woran das liegen könnte?

Vor 3 Stunden, schrieb LaLaLausemädchen:

Also ich hab jetzt nicht alles komplett gelesen, aber ich frage mich, ob hier nicht auch ein Wahrnehmungseffekt eine große Rolle spielt. Gerade im BDSM-Bereich wird ja vergleichsweise offen über Sexualität, Grenzen, Trigger, frühere Beziehungen und Erfahrungen gesprochen. Dadurch erfährt man vermutlich viel häufiger von Dingen wie Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen als in einem klassischen Vanilla-Umfeld, in dem solche Themen ggf. nicht so früh im
Kennenlernen, oder auch überhaupt nicht zur Sprache kommen. Aus „ich höre das hier häufig“ würde ich deshalb noch keinen Zusammenhang zwischen BDSM und früheren Gewalterfahrungen ableiten.

Das hier. Diverse Erfahrungen, Traumata etc. können, nicht zwingend müssen, einen Einfluss auf das Erleben im BDSM haben, können Grenzen definieren oder Tabus. Wenn Menschen zu Fawning, Freezing etc. in bestimmten Situationen neigen, ist es wichtig, dass die Beteiligten davon wissen und entsprechend handeln können.
Ich bin allerdings ebenfalls auf dem Standpunkt, dass häusliche Gewalt nicht eine Neigung entwickeln lässt. Ähnlich wie homosexuelle Paare in Filmen Kinder nicht homosexuell machen, sondern eher aufzeigen, wenn diese Sexualität schon vorhanden war.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Neigungen sehr gut und sehr tief begraben sein können und erst sehr spät wahrgenommen werden. Ich merke erst im Nachgang, dass es durchaus bei mir frühere Hinweise gab - die ich so einfach nicht erkannt habe. Meine Traumata Geschichten haben da definitiv keinen Einfluss drauf 🤣 Außer das mir sehr bewusst ist, wie wichtig Konsens ist und das in den Sexualkunde Unterricht gehört... Damit wären einige Sachen vielleicht gar nicht passiert.

Und ich glaube auch, dass grundsätzlich darüber einfach mehr gesprochen wird, einfach auch, weil das so ein weit verbreitetes Klischee ist, dass es da immer einen Zusammenhang geben soll. Und ebenso einfach kritisch betrachtet wird, inwieweit BDSM Menschen gut tut. Bsp. wird sich häufiger mal die Frage gestellt, ob ***sopfer dies wirklich in einem CNC ***play ausleben sollten in Hinsicht auf Risiko der Retraumatisierung oder inwieweit BDSM ausleben den Mensch psychisch gut tut - im Kontext von Nein sagen, Grenzen setzen etc. Mir tun die Seile sehr gut auch im neurodivergenten Kontext, Co-Regulation etc. Ich habe darüber sogar mit meinem Thera.peuten gesprochen. Grenzen haben, Grenzen setzen, Konsens Bewusstsein, wirklich richtig Nein sagen und das auch dürfen - alles learning ab BDSM Zeit. Vorher nahm ich an, dass sich das halt so sozial gesellschaftlich gehört bei Unlust trotzdem mitzumachen und anzunehmen, was gegeben wird.

Aber ich vermeide diverse andere Themen aufgrund von traumatischen Erlebnissen. Ich weiß auch, dass ich, wenn mein Kopf seinen Film abspielt, anstatt dazu sein ins Fawning oder Freezing kippen kann und im schlimmsten Fall kein Abbruch mehr von meiner Seite aus möglich ist, stellenweise merke ich Stunden/Tage später erst, was da war - Menschen, die mit mir zu tun haben und dort ein Risiko besteht, sind entsprechend informiert und können zustimmen mit mir etwas im BDSM Kontext zu machen oder auch nicht. Es betrifft auch nur Teilbereiche in ganz bestimmten Situationen, wo das über Umwege passieren kann - das wusste ich auch erst, als es passierte. Sprich ich kann diese Gebiete auch komplett streichen.
Weder nutze ich BDSM als The.rapie, noch um SVV nachzugehen.
Und als Randinformation: Ich bin bsp eine der Personen, die Inhaltswarnungen praktisch findet, da ich bestimmte emotional geladene Themen an bestimmten Tagen dann vermeiden kann - muss nicht einmal mein Trauma betreffen, manches ist an unangenehmen Tagen einfach zu viel. Allerdings muss ich hier dann als Person auch selbst mich dazu bringen nicht weiter zu lesen, schauen, hören etc.

Es gibt aber Menschen, die BDSM wirklich nutzen um so sich von anderen selbstverletzen zu lassen oder eben Täterpersonen, die hier absichtlich in diesen Bubbles nach passenden Opfern suchen. Das dies bekannter wird, liegt aus meiner Sicht auch daran, dass wir mittlerweile weltweit miteinander vernetzt sind und sich so etwas eher verbreitet - und dadurch auch noch leichter Opfer gefunden werden können. Und Flüsternetzwerke funktionieren ...
Zusätzlich haben Wellen wie #metoo für mehr Sichtbarkeit gesorgt und ggf., dass kann ich jetzt nicht belegen, hat dies auch dafür gesorgt, dass mehr zur Anzeige gebracht wird. Mal abgesehen davon, dass immer mehr Leuten bewusst wird, was Täterverhalten ist, was Missbrauch, was eine ***, was ein Übergriff etc. ist. Ich glaube, dass Gesetz bezüglich *** in der Ehe ist auch noch ganz frisch. Selbst Geschichten von männlichen Opfern sind mehr präsenter, obwohl es immer noch ein Tabuthema ist...

In der Zeit ohne Internet war da vermutlich nicht so eine Präsenz, es hat sich nicht so verbreitet. Du bekamst in Karlsruhe nicht zwingend mit, was in Berlin bei einer Location alles passiert ist. Jetzt kriege ich sowas bsp via anderer Plattform mit, ohne das es dazu Zeitungsartikel, Kontakte oder dergleichen Bedarf. Und negatives verbreitet sich im Internet sehr sehr schnell.

Vor 2 Stunden, schrieb HeinrichVonLustnauer:

Ich habe nun leider schon öfter gehört, daß BDSM von immer mehr, meist männlichen Personen, als Vorwand für übergriffiges und mißbräuchliches Verhalten, genutzt wird.

Mit wie vielen Männern verkehrst Du immer mehr? Oder wie groß ist die von Dir angelegte Studie und mit welcher älteren Studie vergleichst Du die Zahlen nach welcher wissenschaftlichen Methode?

Vor 2 Stunden, schrieb HeinrichVonLustnauer:

Ich habe nun leider schon öfter gehört, daß BDSM von immer mehr, meist männlichen Personen, als Vorwand für übergriffiges und mißbräuchliches Verhalten, genutzt wird.

Ja leider. Durch den höheren Zugang zu BDSM aber auch Pornos und auch weil gewisse Menschen solche verteidigen. Auch hier gerne. Erinnere nur mal an den Typen der Epstein als wahrer BDSMler darstellte und nur den Frauen und ***ager gegeben hat. Was sie wollten. Weitere User dann auch diesen Typen der das hier behauptet hat verteidigen. Oder User/in NC als CNC darstellen usw.

vor 8 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

 

Ja leider. Durch den höheren Zugang zu BDSM aber auch Pornos und auch weil gewisse Menschen solche verteidigen. Auch hier gerne. Erinnere nur mal an den Typen der Epstein als wahrer BDSMler darstellte und nur den Frauen und ***ager gegeben hat. Was sie wollten. Weitere User dann auch diesen Typen der das hier behauptet hat verteidigen. Oder User/in NC als CNC darstellen usw.

Früher war also alles besser und das aus deinem Munde . 

HeinrichVonLustnauer
Vor 2 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Immer mehr nutzen BDSM als Vorwand für Mißbrauch? Es hat deiner Meinung nach hier eine Veränderung gegeben? Und was glaubst du woran das liegen könnte?

Laut den Betroffenen tatsächlich an der 50 Shades Welle, "weil die nur geilen Sex ohne Regeln suchen".

HeinrichVonLustnauer
(bearbeitet)

Keine Männer. Die Betroffenen sind Frauen und die Samplerate ist zugegeben Recht gering, geht aber gegen 70-80%.

bearbeitet von HeinrichVonLustnauer
Gerade eben, schrieb HeinrichVonLustnauer:

 

Laut den Betroffenen tatsächlich an der 50 Shades Welle, "weil die nur geilen Sex ohne Regeln suchen".

Genau darauf habe ich gewartet. 50 Shades.

Es wird langsam lächerlich für das Ding alles herhalten muss. Man erzählt irgendwas und hängt einfach hinten an: 50 Shades.

Ich sollte es mir mal angucken. 

HeinrichVonLustnauer
Vor 2 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Immer mehr nutzen BDSM als Vorwand für Mißbrauch? Es hat deiner Meinung nach hier eine Veränderung gegeben? Und was glaubst du woran das liegen könnte?

Einmal war aber auch die Rede von 24h nicht-konsesuellem Freiheitsentzug und Körperverletzung.
Wurde wohl sogar zur Anzeige gebracht, aber erfolglos, da sie es ja "offensichtlich so wollte" 😡

HeinrichVonLustnauer
Vor 16 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Ja leider. Durch den höheren Zugang zu BDSM aber auch Pornos und auch weil gewisse Menschen solche verteidigen. Auch hier gerne. Erinnere nur mal an den Typen der Epstein als wahrer BDSMler darstellte und nur den Frauen und ***ager gegeben hat. Was sie wollten. Weitere User dann auch diesen Typen der das hier behauptet hat verteidigen. Oder User/in NC als CNC darstellen usw.

Bodenlos und absolut widerlich!

HeinrichVonLustnauer
Vor 22 Minuten , schrieb TaliX:

Mit wie vielen Männern verkehrst Du immer mehr? Oder wie groß ist die von Dir angelegte Studie und mit welcher älteren Studie vergleichst Du die Zahlen nach welcher wissenschaftlichen Methode?

Und wenn du meinen Kommentar gelesen hättest, hättest du erkennen können, daß ich mich bei "immer mehr" auf die Aussagen der Betroffenen beziehe. Erfahrene Subs teilweise über 20 Jahre in der Szene.

Jetzt wird das Thema also benutzt - um sich aufzuspielen, als DER wahre und DIE wahren.....

HeinrichVonLustnauer
Vor 8 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Jetzt wird das Thema also benutzt - um sich aufzuspielen, als DER wahre und DIE wahren.....

Wer tut das?

HeinrichVonLustnauer
Vor 13 Minuten , schrieb TaliX:

Bin seit über 20 Jahren in der Szene. Täter:innen waren damals genauso aktiv. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, immer gewesen, und hat nichts mit nem schlechten Roman zu tun. Allenfalls haben ein paar mehr Leutchen festgestellt, dass Kabelbinder nicht bequem sind.
Wir reden seit #metoo nur wesentlich offener. Deine Beobachtung ist null repräsentativ, Deine Schlussfolgerung albern-elitär ("echte BDSMler üben nie nich Gewalt aus, aber die bösen Nachmacher")

Welche Schlußvolgerungen? Gesammelte Erfahrungsberichte.

Vor 4 Minuten , schrieb HeinrichVonLustnauer:

Welche Schlußvolgerungen? Gesammelte Erfahrungsberichte.

Wie viele 100? Dass Du meinst, irgendeine Tendenz ableiten zu können?
Ich war mit nem halben Dutzend Kampfkünstlern, die mehr als 4 Sprachen fließend beherrschen, zusammen - nur bin ich nicht so blöd, dass BDSM oder einem Werk der Popkultur zuzuschreiben. Weil's Anekdoten sind, wer und was mir begegnet.

HeinrichVonLustnauer
vor 19 Stunden, schrieb TaliX:

Wie viele 100? Dass Du meinst, irgendeine Tendenz ableiten zu können?
Ich war mit nem halben Dutzend Kampfkünstlern, die mehr als 4 Sprachen fließend beherrschen, zusammen - nur bin ich nicht so blöd, dass BDSM oder einem Werk der Popkultur zuzuschreiben. Weil's Anekdoten sind, wer und was mir begegnet.

Ich leite gar nix ab. Ich schlußfolgere nicht. Ich habe nur geschrieben, was mir zu Ohren gekommen ist, über die Entwicklung von nicht-konsensueller Gewalt im BDSM. Du schlußfolgerst, und projezierst das auf mich und willst dann statistische Studien von mir, über deine Phantasie?
°°°

vor 19 Stunden, schrieb TaliX:

Leider kann ich lesen. Wie Rosenrot82 finde ich es aber haltlos, vereinfachend, minimierend. Und vor allem klassisches Feindbild, nach außen projizieren "Wir BDSMler sind nicht so! Das kam NIE vor bis die verdammten, dreckigen Soft-BDSMler hier eingedrungen sind".
Es kam genauso vor. Es wurde weniger darüber geredet.
Von den Betroffenen ist das eben nur ein Versuch, BDSM als Safespace zu behalten, und das Schlechte kommt von außen. Das ist ein typischer Mechanismus - aber ist Realitätsflucht. Häusliche und sexuelle Gewalt ziehen sich repräsentativ durch alle geseölschaftlichen Schichten. Anzunehmen, "echte" BDSMler wären viel heiler und besser, ist supersüß naiv.

Es geht ja nicht darum, dass es das nie gab sondern mehr geworden ist. Wo ich schon mitgehen würde. Weil BDSM einfach eine größere Akzeptanz in der Gesellschaft genießt. Was erst mal ja gut ist aber alles hat zwei Seiten. Mehr Akzeptanz bedeutet auch mehr Menschen die es ausleben. In welcher Form auch immer und mehr Menschen die es ausleben, bedeutet nun mal auch. Das mehr Potential für Täter da ist. Ob durch falsche Vorstellungen durch Pornos oder weil Es Täter sind.

Vor 12 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Es geht ja nicht darum, dass es das nie gab sondern mehr geworden ist. Wo ich schon mitgehen würde. Weil BDSM einfach eine größere Akzeptanz in der Gesellschaft genießt. Was erst mal ja gut ist aber alles hat zwei Seiten. Mehr Akzeptanz bedeutet auch mehr Menschen die es ausleben. In welcher Form auch immer und mehr Menschen die es ausleben, bedeutet nun mal auch. Das mehr Potential für Täter da ist. Ob durch falsche Vorstellungen durch Pornos oder weil Es Täter sind.

Es gibt keinen Beleg dafür. Das ist gefühlte "Wahrheit".

Vor 1 Minute , schrieb TaliX:

Es gibt keinen Beleg dafür. Das ist gefühlte "Wahrheit".

Das die BDSM Welt größer geworden ist? Doch dazu gibt es durchaus Belege und es ist dann auch klar. Dass die reine Anzahl an täter bei einer größeren community ebenfalls steigt.

Vor 4 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Das die BDSM Welt größer geworden ist? Doch dazu gibt es durchaus Belege und es ist dann auch klar. Dass die reine Anzahl an täter bei einer größeren community ebenfalls steigt.

Für einen größeren Täteranteil (prozentual gesehen) gibt es keinen Beleg, durch 50 Shades oder sonstwas.
Diese These ist so haltlos wie "mehr misshandelte Frauen im SM".

Vor 8 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Das die BDSM Welt größer geworden ist? Doch dazu gibt es durchaus Belege und es ist dann auch klar. Dass die reine Anzahl an täter bei einer größeren community ebenfalls steigt.

Da muss ich aber auch mal intervenieren 🤷‍♀️ das gab es schon immer in der ausgeprägten Form. War nur anders verlagert. Ich find die Aufarbeitung und die Arbeit der KAPA diesbezüglich sehr aufschlussreich.

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