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Was bedeutet eigentlich Gentledom???


Wu****

Empfohlener Beitrag

Vor 15 Minuten , schrieb AmiaNyoka:

Ich kann nur das Beispiel nennen, was ich selbst erlebe und auch sehe wie andere Frauen darauf reagieren.
Das was man unter Gentle DOM versteht oder kategorisiert, sind eigentlich nur bestimmte stärker ausgeprägte Prinzipien und Herangehensweisen.
Man fühlt sich gesehen, begehrt, auf Händen getragen und mit emotionaler Fürsorge begegnet. Eigentlich was man sich als Frau von einem Mann erwünscht, aber im Alltag und Beziehungschaos kürzer kommt.
Es besteht zwar ein Machtverhältnis, aber es ist vorallem auch eine vollumfängliche Zuneigung die hier im Vordergrund steht. Mehr Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, dass Augenmerk liegt meistens darin LUST zu schenken und den SUB zu verwöhnen.
Und auch andersherum. Es ist nicht nur ein geben sondern auch ein nehmen auf Augenhöhe. Ein Gentle DOM kann mehr "annehmen und zulassen" ohne sich in seinem EGO gekränkt zu fühlen.
Hier steht die Selbstkontrolle an erster Stelle, Geduld, Ausgeglichkeit, ruhige aber bestimmende Ausdrucksweise, die Klangfarbe ist bestimmend, geht aber eher wie Gänsehaut über und unter die Haut. Die "Alarmsignale" auf Befehle bleiben aus.
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Die Frage die im Raum stand war ja "Welche Art DOM bevorzuge ich und ist Gentle überhaupt was für mich?"
Da ist ja die Überlegung was möchte man von seinem DOM?
Beide können Dominieren und ihre Rollen ausfüllen. Nur wie es bei einem ankommt macht den Unterschied.
Entweder man mag die Raue, Laute, befehlsende Art, die Erniedrigung, das grobe, dass unterdrückende? Und für sich selbst, was will man fühlen? Sich unterordnen, über sich bestimmen lassen, gehorchen, sich ausliefern? Will man verführt werden oder nicht? Wie soll mit einem umgegangen werden?
Ein Gentle ist bestimmend und sanft, Verführung und liebkosung steht im Vordergrund. Auch hier kommt Unterwerfung und Unterdrückung gut herüber. Aber man wird sich immer "gewertschätzt" fühlen.
Während normerweise viele auf Schmerzen und Degradierung stehen, und man sich auch runtergemacht fühlen kann. Ist beim Gentle das wohlfühlen an erster Stelle und das geborgensein.
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In meinen Rollenspielen gibt es Charaktere die sowohl das eine als auch das andere verkörpern. Je nachdem wie hart ich die psychische Komponente finde.
Als gentle kann ich viele harte spiele sogar noch mehr genießen, weil das perfide daran ist, dass man es gar nicht so wirklich wahrnimmt. Harte Situation zu angenehmen Berührungen. Ich mag diesen Kontrast total.
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Aber auch gentle ist für jeden eine andere Spannbreite an Repertoire. Wenn man sich dafür interessiert, muss man herausfinden was andere darunter verstehen und ausleben.

Super beschrieben. Ich sehe es ganz ähnlich, finde aber, dass Schmerzen/Demütigung etc. auch mit Gentledom zusammenpassen können. Nur wird er es vermutlich mit liebevoller Strenge umsetzen.

Vor 1 Stunde, schrieb WienerBen:

Super beschrieben. Ich sehe es ganz ähnlich, finde aber, dass Schmerzen/Demütigung etc. auch mit Gentledom zusammenpassen können. Nur wird er es vermutlich mit liebevoller Strenge umsetzen.

Definitiv. Da gebe ich dir Recht. Die Intension ist aber eine andere. Die Demütigung bei. Gentl geht anders unter die Haut. Ist meistens nicht grob aber dennoch Gänsehaut pur. Genauso mit Schmerzen. Ich stehe nicht so auf physischen Schmerz. Aber bei harten triggern bitte ich meinem DOM darum mir zu helfen und er knetete dann meinen Körper auf eine sehr ruhige und bedächtige und sehr kontrollierte Art, dass der Schmerz immer ganz nah an meiner Toleranz Grenze liegt, damit ich den Schmerz genießen kann und es eher Erleichterung gibt, statt die Flucht davor. Dass ist total berauschend.

Hat einen sehr großen Reiz. Kenne jemanden der genau diese Eigenschaften hat. Wenn ich nur nicht so feige wäre. :/

Vor 21 Stunden, schrieb DarkPulse:

Ein Gentledom zeichnet sich dadurch aus das er im Gegensatz zum klassischen Dom sein Augenmerk mehr auch eine fürsorglichere Erziehung legt, das Wohlbefinden der Sub liegt an erster Stelle, an stelle von strengen oder schmerzhaften Bestrafungen mehr Lob und ermutigend sowie Belohnungen, verzicht auf Intensive bis starke schmerzen sprich Sadismus, Kommunikation ist sehr ausgeprägt, intensive Gespräche, in denen nichts ausgelassen wird, um Größtmögliches vertrauen auszubauen, der Gentledom ist höflich und respektvoll und formuliert befehle dementsprechend.
Zusammengefasst, anstatt von Härte, Schmerz oder Demütigung zeichnet sich ein Gentledom durch Respekt, Empathie und Fürsorge aus.
Sollte ich was vergessen haben oder ein Fehler drin sein korrigiert mich bitte.

Ich wurde minimal einhaken. Mit Sadismus vertragt sich ein GentleDom auch. Der Sadismus kommt bei uns schon im Play auf seine Kosten, aber der Rahmen und das Grundverhalten des Doms bleiben recht fürsorglich. Demutigung/Scham haben auch ihren Platz, können sich aber so äußern, dass die Sub vor dem Dom nichts zu verstecken hat, das kann es sehr intim machen.

Meiner Meinung nach sind Gentledoms was großartiges, es handelt sich weder um verweichlichte Doms, noch um Gentlemen auserhalb des Schlafzimmers; im Gegenteil ja fast Gentlemen IM Schlafzimmer.

Wenn ich hier so lese, durch welche positiven Eigenschaften so ein Gentledom hervorsticht in Abgrenzung zu den "normalen", müssen diese anderen ja ziemlich toxische und dumme Menschen sein, die ohne jede Emotionen rücksichtslos prügeln und sich in der Öffentlichkeit nicht benehmen können... 🤔

 

vor 1 Minute, schrieb Ropamin:

Wenn ich hier so lese, durch welche positiven Eigenschaften so ein Gentledom hervorsticht in Abgrenzung zu den "normalen", müssen diese anderen ja ziemlich toxische und dumme Menschen sein, die ohne jede Emotionen rücksichtslos prügeln und sich in der Öffentlichkeit nicht benehmen können... 🤔

 

Nein, das interpretierst du völlig falsch - meiner Meinung nach. Es sind für mich eher feine Nuancen im Unterschied. Es liegen keine Welten dazwischen.

Vor 20 Stunden, schrieb Fanusia:

Das seh ich genauso 🙂

dem kann ich mich nur anschließen 😊👌🏼

Am 19.9.2026 at 12:52, schrieb SirTorben:

Ein Gentledom ist zunächst eine Unterform eines "Pick Me Doms". Jemand, der eigentlich ganz selbstverständliche Eigenschaften besonders betont, zu einer Besonderheit hoch stilisiert. Um damit ausdrücken, er sei anders und implizit natürlich besser,  als andere Doms.

Ob die durch diese Selbst-Identifikation ausgedrückten vorgeblichen Eigenschaften aber dann in der Realität und einer realen Beziehung tatsächlich vorhanden wären und selbst wenn, ob dies dann Deinen Neigungen und Vorstellungen entsprechen würde, kannst Du ggf. nur selbst heraus finden.

Jemand der ohne Zwang derart angriffslustig auf derartige Definitionen eingeht hat vielleicht einfach große Angst bei einer häufig an positiven Assoziationen mit derartigen Begriffen im Vergleich vor Subs schlechter dazustehen und daher, ohne Not Unbekannte schlecht zu reden. 
Das ist dann mehr so der insecure Dom. 🙄 

Aber hey, wir feiern Vielfalt und auch derartige Schwächen zu zeigen ist ja eine Form von Stärke, bravo. 👏🏻 (auch wenn man da an der Art und Weise noch arbeiten sollte)

vor 21 Minuten, schrieb Toy4her:

Jemand der ohne Zwang derart angriffslustig auf derartige Definitionen eingeht hat vielleicht einfach große Angst bei einer häufig an positiven Assoziationen mit derartigen Begriffen im Vergleich vor Subs schlechter dazustehen und daher, ohne Not Unbekannte schlecht zu reden. 
Das ist dann mehr so der insecure Dom. 🙄 

Aber hey, wir feiern Vielfalt und auch derartige Schwächen zu zeigen ist ja eine Form von Stärke, bravo. 👏🏻 (auch wenn man da an der Art und Weise noch arbeiten sollte)

Leider zeigst Du hier nur wieder, dass Du nicht über fundierte Kenntnisse im BDSM-Bereich verfügst, aber dies sehr gut versuchst mit Unterstellungen und Diffamierungen zu kompensieren. Tatsächlich ist das Gegenteil deiner Unterstellungen zutreffend, was vielleicht im Folgendem deutlich wird.

Normalerweise würde ich darauf gar nicht eingehen, aber da dies hier das Unterforum Kink-Akademie ist, möchte ich gerne, für diejenigen, die sich vielleicht für Hintergründe und Basisverständnis interessieren gerne Folgendes ausführen.

Ich bin länger im BDSM-Bereich als dieser Begriff „Gentledom“ existiert.

Dieser Begriff ist dadurch entstanden, dass sich jemand selbst so bezeichnet hatte und dann eine gleichnamige Internet-Präsenz aufgebaut hat. Angefangen mit einer einfachen Web-Seite, die mehr der Selbst-Profilierung diente, bis hin zu einer Web-Präsenz mit unterschiedlichen Bereichen nach einem Re-Launch.

Das Ganze geht also auf eine Person zurück, die sich im Rahmen der eigenen Profilierung natürlich möglichst positiv darstellen und sich selbst auch von anderen abgrenzen wollte.

Als BDSM populärer wurde ist alles in diesem Bereich populärer geworden auch diese Web-Präsenz. Daher verwundert es nicht, dass z.B. Doms, die in dieser Phase zu BDSM gefunden haben, aber selbst vielleicht unsicher waren, was denn dieses „Dom sein“ bedeutet, dann auch einige diese Konzepte übernommen haben und sich in der Folge als „Gentledom“ bezeichnet haben. Natürlich vor dem Hintergrund, dass es eben auch Subs gab, die diese Konzepte ganz gut fanden.

Wie man an den Beiträgen hier sieht hat das auch gut funktioniert, denn es war ja von dem ursprünglichen, eigentlichen Gentledom und Namensgeber beabsichtigt, sich positiv zu profilieren und anscheinend wird dieser Begriff von Einigen tatsächlich wie eine Art Qualitätsmerkmal interpretiert.

Alles ok, jede/r wie sie/er mag.

Was ich allerdings gar nicht ok finde, ist, dass dadurch ein Klischee geschaffen wird und zwar in der Form, dass dem Gentledom klischeehaft gewisse Eigenschaften zugeordnet werden und damit oft implizit ausgedrückt wird, dass Doms, welche sich nicht entsprechend bezeichnen oder dies gar aus guten Gründen ablehnen, dann gegenteilige Eigenschaften hätten.   

Das kann man hier in Beiträgen auch gut nachvollziehen, in denen der Nicht-Gentledom dann implizit z.B. als der Raue, Laute, Erniedrigende, im Befehlston um sich brüllende, unterdrückende, Schmerzen zufügende Dom, dem das Wohl seiner Sub völlig egal ist, umschrieben wird.

Abgesehen davon, dass es bei dem Begriff Dom eigentlich um Dominanz gehen sollte aber hier die wichtige Differenzierung Dom/Sad fehlt, Dominanz und Sadismus mal wieder munter vermischt werden (was für eine Partnerwahl fatal sein könnte) wird dem einem Klischee ein anderes Klischee gegenüber gestellt.

Beide Klischees haben zumindest gemeinsam, dass diese nicht die Individualität jedes einzelnen Doms berücksichtigen.

BDSM gab es schon bevor sich jemand als „Gentledom“ bezeichnet hatte und demzufolge gab es schon vorher fürsorgliche Doms wie auch (dominante) Voll-Sadisten.

Der Gentledom ist so gesehen ein Internet-Phänomen und es wäre naiv zu glauben, dass Doms die sich entsprechend bezeichnen, tatsächlich die vermeintlich positiven Eigenschaften haben, die mit diesem Begriff klischeehaft assoziiert werden. So wie es naiv ist, anzunehmen, dass Doms, welche sich nicht entsprechend bezeichnen oder dies bewusst ablehnen weil sie z.B. nicht Konzepte einer Internet-Seite kopieren wollen, diese Eigenschaften nicht hätten oder gar gegenteilige Eigenschaften haben.

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