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Porno-geprägt vs. unverfälschte Lust - Erleben der Fantasie zw. Frau und Mann


girlsday

Empfohlener Beitrag

Ich habe Erotika gelesen. Pornos machen mich nicht an, ich bin kein visueller Typ. In Fanfiction-Foren schreiben jede Menge Frauen und Queere Romantisches bishin zu extremen gewalttätigen Pornohandlungen. Die Zeiten, dass Fräuleins von älteren Typen überredet-verführt zu Sexualität werden, sind seit Jahrzehnten vorbei, falls das je auf große Teile der Gesellschaft zutraf. Ich wichse zu dem Kram, der mich angemacht hat, bevor ich mit anderen sexuell aktiv wurde. Da ist kein Inprint meines ersten Lovers - meine ersten Beziehungen waren Vanilla und ich habe mir damals konsequent was Spannendereres vorgestellt, als die unbeholfene Kuschelnummer.

Die Betonung liegt hier zum einen ganz klar auf: in der Regel. Was zum anderen missverständlich formuliert ist (danke last_of_us), es sind eher Pornos gemeint, die es einfach machen in eine Fantasie abzutauchen, die kaum bis gar nicht in der Realität erreicht werden können. Also mal die OG Porns (80, 90er, 2000er) ausgenommen, ist die Frage dennoch bewusst offen gehalten, um den Unterschied in dem Prozess des Kreierens von Vorstellungen von Fantasie zw. Mann und Frau und das Ausleben dieser gemeint. Ist die Fantasie von Männern durch moderne Pornos verfälschter als die von Frauen – und macht sich das für euch bemerkbar?

(bearbeitet)

Naja, ich würde deiner Hypothese bzgl. der ersten sexuellen Kontakte von Frauen widersprechen wollen.

Heutzutage sind Pornos ja superleicht für Alle zugänglich. Wie von meinen Vorschreiberinnen bereits erwähnt spricht viele Frauen Literatur eher an als Pornos.

Gerade in den letzten Jahren hat das ja sehr stark zugenommen. Angefangen mit Fifty Shades of Grey hin zu dem aktuellen Boom an "Literatur" Kategorien wie Dark Romance etc.

Es gibt dazu auch Untersuchungen, wie sich das Ganze(Pornos, Literatur,... ) auf das sexualverhalten von ***agern auswirkt, und meines Wissens nach sind die Erkenntnisse, dass all das sehr wohl einen Einfluss auf das Sexualleben von jungen Frauen hat.

Also werden nicht nur Männer dadurch geprägt, sondern Frauen ebenfalls, ergibt ja auch Sinn.

Hier ist ein - wie ich finde - sehr unterhaltsames Video, was tangential das Thema betrifft.
https://youtu.be/XZ3OPifyQZ8?is=BSuxEbczlnBKBktC
Also ja, Frauen werden auch vor ihrem ersten realen sexuellen Kontakt durch Medien beeinflusst.
 

bearbeitet von Just_Open_Minded

Ich sehe auch kein Problem beim Konsum von Pornos, weder von Männern, noch von Frauen.

Wie bei allen Dingen halt in Maßen. Wenn man keinen mehr hoch bekommt, weil man von Pornos abgestumpft ist, und die Realität zu weit von der Fantasie entfernt ist, dann sollte man so selbstreflektiert sein um das zu ändern 😄.

Klar haben die Pornos etc. ggf. auch einen Einfluss auf das Sexualleben, ich sehe das aber eher positiv, als Ideenspender.

Es gibt aber sicherlich auch problematische Fälle. Ich erinnere mich da an einen Fall (bei Interesse kann ich nach dem Video Suchen, gerne eine PM schicken) bei dem jemand dadurch in die Sissy Richtung abgedriftet ist, obwohl es ihn nicht glücklich gemacht hat. Diese "Pipelines" haben so früher sicherlich nicht existiert, da weniger Leute mit der Thematik in Kontakt gekommen sind.

vor 18 Minuten, schrieb Just_Open_Minded:

Wie bei allen Dingen halt in Maßen. Wenn man keinen mehr hoch bekommt, weil man von Pornos abgestumpft ist, und die Realität zu weit von der Fantasie entfernt ist, dann sollte man so selbstreflektiert sein um das zu ändern 😄.

Selbstreflektion bei einer Suchterkrankung?

Vor 7 Minuten , schrieb last_of_us:

Selbstreflektion bei einer Suchterkrankung?

Klar ist das bei einer Suchterkrankung nicht möglich. Aber die meisten sind ja nicht davon Betroffen. Macht sicherlich auch einen Unterschied, wie stark die Impulskontrolle vorhanden oder nicht vorhanden ist. Ist individuell sehr unterschiedlich und es gibt auch da Besonders betroffen Menschen.

vor 1 Stunde, schrieb TaliX:

Ich habe Erotika gelesen. Pornos machen mich nicht an, ich bin kein visueller Typ. In Fanfiction-Foren schreiben jede Menge Frauen und Queere Romantisches bishin zu extremen gewalttätigen Pornohandlungen. Die Zeiten, dass Fräuleins von älteren Typen überredet-verführt zu Sexualität werden, sind seit Jahrzehnten vorbei, falls das je auf große Teile der Gesellschaft zutraf. Ich wichse zu dem Kram, der mich angemacht hat, bevor ich mit anderen sexuell aktiv wurde. Da ist kein Inprint meines ersten Lovers - meine ersten Beziehungen waren Vanilla und ich habe mir damals konsequent was Spannendereres vorgestellt, als die unbeholfene Kuschelnummer.

Ich würde gerne schreiben, wann ich meinen ersten Sex haben musste und dass danach immer der gleiche Porno folgte aber ich glaube das wäre OT. 

vor 3 Minuten, schrieb Rosenrot82:

Ich würde gerne schreiben, wann ich meinen ersten Sex haben musste und dass danach immer der gleiche Porno folgte aber ich glaube das wäre OT. 

Nō, wäre es nicht. Passt zum Thema und da gibt es ganz andere Beiträge, die OT sind. 

Gerade eben, schrieb last_of_us:

Nō, wäre es nicht. Passt zum Thema und da gibt es ganz andere Beiträge, die OT sind. 

Glaub mir, es wäre OT.

vor 32 Minuten, schrieb Just_Open_Minded:

 

Klar ist das bei einer Suchterkrankung nicht möglich. Aber die meisten sind ja nicht davon Betroffen. Macht sicherlich auch einen Unterschied, wie stark die Impulskontrolle vorhanden oder nicht vorhanden ist. Ist individuell sehr unterschiedlich und es gibt auch da Besonders betroffen Menschen.

Entweder ist der Konsum unproblematisch oder wir befinden uns in einer Suchtfalle. 

Dazwischen seh ich keinen Graubereich. 

(bearbeitet)
vor 15 Minuten, schrieb last_of_us:

Entweder ist der Konsum unproblematisch oder wir befinden uns in einer Suchtfalle. 

Dazwischen seh ich keinen Graubereich. 

Für die meisten Erwachsenen ist es unproblematisch. Bei Menschen mit gering ausgeprägter Impulskontrolle oder bei anderen Anfälligkeiten kann es problematisch sein. Die Menschen und die Lebensumstände sind sehr unterschiedlich. Wo ist das der Wiederspruch?

Bei Suchterkrankungen gibt es außerdem oft  andere Ursachen und die konkrete Ausprägung wird als Verdrängungsmechanismus oder als Ersatz für etwas gewählt. Das betrifft ja nicht nur Pornos.

bearbeitet von Just_Open_Minded

Wirklich gute Impulse. Jetzt kommt die Krux...wenn wir das Gedankenspiel weiter treiben. Vor allem im Bereich Sissy/Femboy geht es heutzutage schnell in Richtung KI generierte Idealvorstellungen (stories die den Verwandlungsprozess beschreiben, mit Texten hinterlegte Situationen, hypnotische Bildabfolgen). Sind wir ehrlich, nach dem Orgasmus fällt es bei vielen ab, fast schon mit Scharm-Behaftung und ein harter Rückwurf in die Realität (siehe Sissy, die eigentlich gar nicht damit glücklich war). In der dystopischen Vorstellung vom Metaverse, werden sich viele genau darin verlieren, anstatt reale Erfahrungen zu sammeln.

Vor 18 Minuten , schrieb girlsday:

Wirklich gute Impulse. Jetzt kommt die Krux...wenn wir das Gedankenspiel weiter treiben. Vor allem im Bereich Sissy/Femboy geht es heutzutage schnell in Richtung KI generierte Idealvorstellungen (stories die den Verwandlungsprozess beschreiben, mit Texten hinterlegte Situationen, hypnotische Bildabfolgen). Sind wir ehrlich, nach dem Orgasmus fällt es bei vielen ab, fast schon mit Scharm-Behaftung und ein harter Rückwurf in die Realität (siehe Sissy, die eigentlich gar nicht damit glücklich war). In der dystopischen Vorstellung vom Metaverse, werden sich viele genau darin verlieren, anstatt reale Erfahrungen zu sammeln.

Phantasie haben hat dafür immer gereicht. Realität liefert Impulse - Phantasie war aber immer schöner und besser als Realität. Der überwältigende Großteil meiner Erfahrungen kam da nie entfernt ran. Selten mal ein Abglanz. Ganz, ganz rar, das irgendetwas so interessant oder interessanter als die Welt in meinem Kopf ist.
KI käme auch nie daran.

vor 2 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Ich würde gerne schreiben, wann ich meinen ersten Sex haben musste und dass danach immer der gleiche Porno folgte aber ich glaube das wäre OT. 

Ich vermute, das wäre weniger OT sondern eher regelwidrig. 

***

Zum Thema kann ich nicht wirklich was beitragen. 

Ich wurde meiner eigenen sexuellen Entwicklung beraubt und darum entsprechen meine Erfahrungen nicht einem natürlichen Verlauf.

Aber vielleicht macht der 'kleine' Unterschied zwischen Erotik und Porno die Fantasien der Geschlechter aus?

 


Ich bin ohne Porns aufgewachsen. Mein sexuelles Erwachen war früh, mit 11 Jahren habe ich festgestellt dass mir gewisse Schmerzreise Lust bereiten. Mit 14 -21 Jahren ging es um Benutzung, Würgen, Fixierungen, Wachsplay, öffentliches Ausleben und sowas wie Hard Touch. Auch da stand Pornkonsum nicht auf meiner nice to watch list.

Meine Fantasie hat als Wixxx😉vorlage immer gereicht und die war mit Erlebnissen und Wünschen gespickt.

Porn war immer mal in meiner Ehe interessant. Ich wurde zum Porn Skipper. Gibt nichts langweiligeres für mich als den Bums durch zu bingen 😆 es wurde interessant, da ich sexuell gesehen nicht mehr auf meine Kosten kam. Ich habe sehr viel GB Porns gesehen, da ich die Männer objektifiziert habe und Sperma ein Fetisch meinerseits ist. Diese Porns waren zweckdienlich und haben meine Sexualität nicht beeinflusst, denn die Vorstellung einen GB umzusetzen löst absoluten Ekel in mir aus.

So und immer dann wenn meine Sexualität im Lot ist brauche ich nicht skippen. Ich lese auch keinen Smud. Ich schreibe eher eigene BDSM Kurzgeschichten, die auch wahre Erfahrungen und Wünsche beinhalten.

Ich bin dagegen eine geschlechterspezifische Prägung der Sexualität vorauszusetzen. Insofern sehe ich da keine feste Diskussionsgrundlage, weil ich von sehr viel differenzierteren Ausgangsvoraussetzungen ausgehe. 
 

Selbst wenn viele Männer mehr Pornos schauen sollten als Frauen sagt das für mich nix aus. Konsum muss ja nicht zwangsläufig auch immer eine gleiche Wirkung (Denkweise/ Verhaltensänderung) hervorrufen. Ich würde eher davon ausgehen, dass der eigene Weg zum Entdecken der persönlichen Sexualität sehr individuell ist. Das muss erstmal an sich nicht schlecht sein. 

Falls es wen interessiert, Montgomery Hyde hat ein Buch geschrieben: Geschichte der Pornografie, fyi.

Pornos sind kaum die eigene Phantasie, wir lassen uns auf eine Proxy-Phantasie ein, welche dann tendentiell unsere Basis werden könnte, oder eher ein sehr prägender Referenzrahmen.

Daher ist das eine eher Konditionierung durch Assoziation mit Pornos, während die organische Sexualität, eine Art von gesellschaftliche Konditionierung darstellt die sehr viel indirekter ist und auch viel weniger sexualisiert intendiert gewesen war, wohingehend die Pornos natürlich sehr stark sexualisieren und auch weniger Raum lassen zur eigenen Entwicklung von Phantasien, was Männer deutlich scheidet vom Weg der Sinnlichkeit und auch der ruhigen Annäherung an eine genehme Dame.

Wodurch auch die spontane Entwicklung der Phantasie und der Herantretung im Handeln, mit jener Phantasie, bei der Dame, um einen ersten subtilen oder direkten erotischen Reiz zu stimulieren, deutlich eingeschränkter ist.

Wenn meine Imagination geschult darin ist sich einer individuellen Frau anzunähern und sich im Flirtgespräch all jene Szenarien vorzustellen, welche weniger der Pornoindustrie und direkter Nacktheit entspricht, sondern dem Hier und Jetzt, dieser exakten Frau und Umgebung, dann ist mein Drang zu flirten stärker, wie auch mein Drang ihr zu zeigen wie sehr sie mir gefällt, ob es denn in dem Augenblick zu mehr kommt oder nicht, ist dann sogar sehr viel weniger bedeutend, da ich weiß, wie die Phantasie mir meinen Raum füllen wird.

Wenn ich jedoch scheinbar nur genau das will was ich in den Pornos sehe, dann fehlt mir nicht nur der Übergang von Flirten, Annähern, Herummachen, bis hin zum richtigen Akt.

Wir begegnen unserem Selbst viel mehr, was auch unser Selbstbewusstsein fördern 'kann', wenn wir weniger abhängig sind von externen Tools, die dies für uns übernehmen.

In dem Sinne würde ich eher sagen, dass Pornos starke Dysfunktionalität unterstützen, sogar ziemlich kritisch, da einem soviele Videos auch vorgeschlagen werden und es vielen dabei geht immer schneller zum Orgasmus zu kommen, wodurch viel mehr Fokus auf Orgasmen gelegt wird und es dann auch schnell ausartet und der Hedonismus, wie bei einem Drogenabhängigen, immer schneller zum "Schuss" zu kommen, stark gefördert wird.

Das baut nur Dissonanz auf in einer richtigen Begegnung, da es an Substanz fehlt und auch an Integrität, weshalb es sehr schwierig ist eine authentische Begegnung zu haben, wenn das jeweilige Individuum sich selbst kaum begegnet, sondern eher externen Strukturen in sich den Raum lässt eine Priorität im Denken und daraufhin im Handeln zu erhalten.

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