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Woran erkennt man aus eurer Sicht, ob jemand besser aussteigen sollte? Und was hat euch oder anderen geholfen, trotz vorhandener Unsicherheiten in der Szene zu bleiben. Habt ihr Ähnliches erlebt oder beobachtet?


Sl****

Empfohlener Beitrag

Da ist deine Situation natürlich extrem gefährlich.
Allerdings sehe ich darin kein Problem, du musst dir nur den richtigen Herrn aussuchen, für den du an erster Stelle stehst und der das beste für dich im Blick hat.
Demjenigen kannst du Dich völlig hingeben.
Wähle aber nicht zu voreilig und mit bedacht.

dieses in der szene sein hat doch nichts mit einer beziehung zu tun, denn genau das ist eine D/s Dynamik nunmal. Für mich als Dom gibt es kein "ungeeignet" , da man zusammen erstmal herausfinden sollte wie sich das spiel entwickelt. meine frau dachte auch sie könnte niemals sub sein bis sie mich kennengelernt hat und ich ihr klargemacht habe, dass einige ihre position ausnutzen für dumm blinden gehorsam. duch nicht nach einem besitzer sondern einem partner. der rest entwickelt sich dann. du hast eine fantasie die eine starke person an deiner seite vorraussetzt die dich erden kann, damit du dich nicht selbst über deine grenzen bringst.

Danke für deine Einschätzung. Wie würdest du an meiner Stelle vorgehen, um das Risiko zu reduzieren? Gibt es für dich konkrete Kriterien oder Rahmenbedingungen, die über „nicht zu voreilig wählen“ hinausgehen?

Hallo Belle.
Ich sage immer alles kann, nichts muss. Es gibt immer jemanden der dich gewissenhaft führen kann und dich nicht ausnutzen würde. Aber es gibt sadisten die froh wären jemanden, die so gefügig ist wie du, in die Finger zu bekommen. Wenn du merkst dass es dir nicht gut tut was anderen mit dir machen und du keinen Weg siehst es zu stoppen, wäre es vielleicht gut sich selbst zu trainieren etwas selbstbewusst zu werden. Einem dom Grenzen aufzeigen. Versuch einen dom Workshop zu besuchen und für dich einzustehen. Ich würde nur im äußersten Notfall die Reisleine und mich aus der Szene zurückziehen. Wenn dein Leben auf dem Spiel steht oder so. Werde dir über deine Limits bewusst. Was möchtest du auf keinen Fall. Und kommuniziere die dann. Gib nicht auf es gibt auch gute, liebevolle Menschen die dom sind. Wenn du nicht sow weit weg wohnen würdest, würde ich dich zum Beispiel wahnsinnig gern kennenlernen. Pass immer auf dich auf und setz dich etwas mehr für dich ein auch in einer bdsm Beziehung.
Liebe Grüße und Kopf hoch, das wird schon werden.
Max 🌹🖤⛓️

Vor 9 Minuten , schrieb Herr-Rgbg:

Da ist deine Situation natürlich extrem gefährlich.
Allerdings sehe ich darin kein Problem, du musst dir nur den richtigen Herrn aussuchen, für den du an erster Stelle stehst und der das beste für dich im Blick hat.
Demjenigen kannst du Dich völlig hingeben.
Wähle aber nicht zu voreilig und mit bedacht.

Sorry, wenn ich dir da widerspreche, aber gerade bei der beschriebenen Persönlichkeit ist dieses " wähle bedacht" sehr schwierig.
Das Problem liegt aber meines Erachtens weniger bei ihr, als bei uns. Vertrauen und Verlässlichkeit sollte im Vordergrund stehen und das tut es eben oft nicht und genau da liegt die Gefahr für jemanden wie SlaveBell.
Ich drücke ihr jedenfalls die Daumen, dass sie leben kann was sie möchte.

(bearbeitet)

Mal eine andere Perspektive: Wenn mehrere Personen dich als naiv und manipulierbar einschätzen, ist das erst einmal eine Perspektive, die du nicht vernachlässigen solltest.

Das hat aber kaum etwas mit der „Szene“ zu tun. Gaslighting, Manipulationen, emotionale Erpressung etc. sind alles Dinge, die du auch ganz wunderbar in „normalen“ Beziehungen erleben kannst.

Ein Ausstieg wird dich dort also nicht schützen.

Natürlich kann so etwas in einer BDSM-Dynamik noch einmal anders geschehen - Umgekehrt sind aber viele Doms sich durchaus der Risiken bewusst und achten sehr auf das Wohlergehen der subs.

Natürlich gibt es auch manipulierende Arschlöcher als Doms.


Da musst du halt regelmäßig für dich hinterfragen, ob du den richtigen Partner erwischt hast. Aber wie gesagt: Das Problem ist nicht Szene-typisch.

bearbeitet von Sunstone_1983
vor 5 Minuten, schrieb SlaveBelle:

Danke für deine Einschätzung. Wie würdest du an meiner Stelle vorgehen, um das Risiko zu reduzieren? Gibt es für dich konkrete Kriterien oder Rahmenbedingungen, die über „nicht zu voreilig wählen“ hinausgehen?

BDSM sollte nicht im vordergrund des kennenlernens stehen. die normale chemie bildet die grundlage nicht ein katalog an BDSM vorstellungen. leider sind viele doms so festgefahren in ihren vorstellungen das sie schlicht vergessen haben wie man jemanden wirklich die nähe gibt als devoter part in der rolle aufzugehn

Vor 13 Minuten , schrieb Herr-Rgbg:

Da ist deine Situation natürlich extrem gefährlich.
Allerdings sehe ich darin kein Problem, du musst dir nur den richtigen Herrn aussuchen, für den du an erster Stelle stehst und der das beste für dich im Blick hat.
Demjenigen kannst du Dich völlig hingeben.
Wähle aber nicht zu voreilig und mit bedacht.

In ihrer Naivität sieht du keine Gefahr wenn sie einfach nur " den richtigen" findet? Bitte was?
Wie soll sie ihn denn in ihrer Situation finden und das selber richtig einschätzen können?
Es gibt zu viele manipulierende möchtegern "Doms" die sich über ihre Situation und ihr.....mindest freuen und das schamlos zu ihrem Vergnügen ausnutzen würden und werden. Aber das ist für dich natürlich kein Problem. Alles klar.

Hallo Wolfsburg.hat das schon sehr gut beschrieben.
Ich seh das auch so.
Es gibt Gespräche wo man drüber spricht wie weit du als sklavin dich hingibt.
Und eine Dynamik entsteht mit der zeit.
Dominanz ist in meinen Augen auch nicht nur härter und Bestrafung.
Aftercare ist für mich als dom unverzichtbar.
Das gibt Sicherheit und Vertrauen.
Du musst für dich einen dom finden der annähernd zu deiner Erfüllung passt und mit ihm zusammen wachsen.
LG marco

Gerade in deiner Situation ist Szene etwas, das dir etwas mehr Sicherheit geben kann. Wenn du freundschaftliche Kontakte in die Szene hast, kannst du dir Einschätzungen anderer einholen, die deine potenziellen zukünftigen Partner schon länger persönlich kennen.

Ausstieg und Isolation bieten halt keinen Rückhalt - deshalb schau nicht nach Partnern sondern Netzwerken in der realen Szene. Entweder wirst du rechtzeitig vor den Falschen gewarnt oder mit einem Richtigen verkuppelt oder zumindest auf die Guten hingewiesen...

Auch wenn ich dir nicht so ohne Weiteres dazu raten möchte, auf deine beiden Bekannten zu hören, möchte ich dennoch auf die offensichtlichen Gefahren hinweisen, die in diesen Dynamiken stecken, insbesondere, wenn es über die Bettkante hinaus geht. Wenn ich es richtig verstanden habe, bist du eher an 24/7 oder sogar TPE interessiert.
In solchen Dynamiken stecken ja grundsätzlich einige Risiken. Diese kann man natürlich dadurch minimieren, indem man sich die Person, mit der man sich auf eine solche Konstellation einlässt, zuvor sehr genau und über einen längeren Zeitraum hinweg anschaut, sodass man sich erst langsam und Stück für Stück in diese Abhängigkeit begibt.

In dieser Zeit ist es dann entscheidend, auf Warnsignale zu achten. Ist der Kerl reflektiert, kritikfähig und zeigt er Empathie? Oder ist er vielmehr launisch, selbstgerecht und vielleicht sogar narzisstisch? Es mag nicht allen hier gefallen, aber ein gewisser Prozentsatz derjenigen, die sich hier tummel, scheinen eben eher in letztere Kategorie zu zählen. Das mag eine Minderheit sein.

Aber wenn man dann von Beginn an nicht in der Lage ist, sich davor zu schützen, besteht meines Erachtens durchaus die Gefahr, dass man sich mit einer derart ***n und intensiven Dynamik -- entschuldige bitte -- ziemlich in die Scheiße reiten kann.

Ich denke diese Eigenschaften sind in der Vanilla Welt nicht weniger gefährlich als in der BDSM Welt. Ein Vanilla Freund kann dich genausogut manipulieren. Ein Dom dagegen kann dir direkt klare Erwartungen und Anweisungen stellen ohne das hinter einem Vanilla Erscheinungsbild zu verstecken. Für was denken deine Ex Doms denn du würdest dich instrumentalisieren lassen? Lass dir von ihnen helfen klare Grenzen aufzustellen und kommunizier diese mit zukünftigen Doms direkt und klar.

Ich wurde sowieso nicht einfach so die Sub oder Sklavin eines Doms. Dafür braucht es aus meiner Sicht sehr viel Kommunikation und klare Absprachen. Ich bin sehr detailorientiert und gehe deshalb grundsätzlich keine Dynamik ein, ohne einen Dom/Sub Vertrag, in dem ausführlich Grenzen, Erwartungen und Rahmenbedingungen festgehalten sind.
Gleichzeitig habe ich schon erlebt, dass sich Doms genau diese Mühe machen, sie wirken geduldig, kommunikationsbereit und verantwortungsvoll, nur um jemanden in die Finger zu bekommen. Sobald es dann zusammenbricht, weil meine Mentoren im Hintergrund stehen, die mitdenken und nachfragen, kommt oft das wahre Gesicht zum Vorschein. Was vorher als Fürsorge verkauft wurde, war gelogen. Plötzlich geht es um Zurichten, Abhängigkeit, Druck oder sogar Erpressung. Manche wollen mich schon bei der ersten Session „brechen“, oder ändern den Ton radikal, sobald sie merken, dass man nicht allein und wehrlos ist. Der Vertrag und die Kommunikation sind für mich keine Garantie, sondern nur ein Mindeststandard. Und selbst der reicht nicht immer, wenn jemand bewusst so tut, als würde er ihn ernst nehmen.

Eure Ansichten und Perspektiven finde ich bisher sehr interessant, das werde ich mir noch alles genauer durchlesen. Vielen Dank schon einmal, das ist wirklich nett.

Was er oder sie sagt und tut. Das bezieht sich auf alles. Beobachte die Menschen einfach.

vor 2 Minuten, schrieb SlaveBelle:

Ich wurde sowieso nicht einfach so die Sub oder Sklavin eines Doms. Dafür braucht es aus meiner Sicht sehr viel Kommunikation und klare Absprachen. Ich bin sehr detailorientiert und gehe deshalb grundsätzlich keine Dynamik ein, ohne einen Dom/Sub Vertrag, in dem ausführlich Grenzen, Erwartungen und Rahmenbedingungen festgehalten sind.
Gleichzeitig habe ich schon erlebt, dass sich Doms genau diese Mühe machen, sie wirken geduldig, kommunikationsbereit und verantwortungsvoll, nur um jemanden in die Finger zu bekommen. Sobald es dann zusammenbricht, weil meine Mentoren im Hintergrund stehen, die mitdenken und nachfragen, kommt oft das wahre Gesicht zum Vorschein. Was vorher als Fürsorge verkauft wurde, war gelogen. Plötzlich geht es um Zurichten, Abhängigkeit, Druck oder sogar Erpressung. Manche wollen mich schon bei der ersten Session „brechen“, oder ändern den Ton radikal, sobald sie merken, dass man nicht allein und wehrlos ist. Der Vertrag und die Kommunikation sind für mich keine Garantie, sondern nur ein Mindeststandard. Und selbst der reicht nicht immer, wenn jemand bewusst so tut, als würde er ihn ernst nehmen.

wenn du einen vertrag brauchst dann lass es lieber. solche dinge distanzieren dich nur mental und sagt schon aus das du selbst an deiner progression arbeiten musst.

Ich brauche keinen Vertrag, um mich zu binden, ich nutze ihn vielmehr, um vor einem ersten Treffen Klarheit über Grenzen, Erwartungen und Verantwortung zu gewinnen. Für mich ist das keine mentale Distanz, sondern eher ein Zeichen von Sorgfalt. Ich dachte, ich lerne einen Dom auf diesem Weg ein bisschen besser kennen, bevor es persönlich wird. Das scheint sich wohl nicht zu bestätigen.

Vor 10 Minuten , schrieb SlaveBelle:

Ich wurde sowieso nicht einfach so die Sub oder Sklavin eines Doms. Dafür braucht es aus meiner Sicht sehr viel Kommunikation und klare Absprachen. Ich bin sehr detailorientiert und gehe deshalb grundsätzlich keine Dynamik ein, ohne einen Dom/Sub Vertrag, in dem ausführlich Grenzen, Erwartungen und Rahmenbedingungen festgehalten sind.
Gleichzeitig habe ich schon erlebt, dass sich Doms genau diese Mühe machen, sie wirken geduldig, kommunikationsbereit und verantwortungsvoll, nur um jemanden in die Finger zu bekommen. Sobald es dann zusammenbricht, weil meine Mentoren im Hintergrund stehen, die mitdenken und nachfragen, kommt oft das wahre Gesicht zum Vorschein. Was vorher als Fürsorge verkauft wurde, war gelogen. Plötzlich geht es um Zurichten, Abhängigkeit, Druck oder sogar Erpressung. Manche wollen mich schon bei der ersten Session „brechen“, oder ändern den Ton radikal, sobald sie merken, dass man nicht allein und wehrlos ist. Der Vertrag und die Kommunikation sind für mich keine Garantie, sondern nur ein Mindeststandard. Und selbst der reicht nicht immer, wenn jemand bewusst so tut, als würde er ihn ernst nehmen.

Mentoren sind übrigens ein gutes Stichwort.

Am Ende besteht immer das Risiko, an einen falschen Partner zu geraten. Manchmal erkennt man das selbst zu spät oder gar nicht.

Da hilft eben ein soziales Umfeld, Freunde oder eben Mentoren, die von extern deine Beziehung betrachten und dir ggf. auch einen Ausweg bieten.
Also, bevor du eine Beziehung eingehst, bau dir ein soziales Umfeld auf und höre auf deine Freunde/Mentoren.
Das ist eigentlich das wichtigste, um toxische Beziehungen zu beenden.

Vor 2 Minuten , schrieb SlaveBelle:

Ich brauche keinen Vertrag, um mich zu binden, ich nutze ihn vielmehr, um vor einem ersten Treffen Klarheit über Grenzen, Erwartungen und Verantwortung zu gewinnen. Für mich ist das keine mentale Distanz, sondern eher ein Zeichen von Sorgfalt. Ich dachte, ich lerne einen Dom auf diesem Weg ein bisschen besser kennen, bevor es persönlich wird. Das scheint sich wohl nicht zu bestätigen.

du lernst niemanden kennen weil etwas auf einen stück papier steht. jede neue beziehung ist völlig neu und genauso sollte man auch gemeinsam herausfinden wo die reise hingeht. mit dem richtigen partner werden dinge möglich die du vielleicht ausgeschloßen hast, mit dem partner dann aber reizvoll werden

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Gerade eben, schrieb SlaveBelle:

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vor 1 Minute, schrieb SlaveBelle:

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Gerade eben, schrieb Wolfspaar3101:

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Ahhh 😅 vielen Dank

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