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Wie geht ihr mit Themen um, die euch persönlich triggern?


Ei****

Empfohlener Beitrag


Schwierig zu beurteilen. Ich bin der Meinung, wenn man auf etwas stößt, was einem absolut nicht passt, scrollt man weiter auf dem Stamm schwieriger. Ich hatte auch mal den Fall, dass ich ein Bild postete, auf dem ich getackert wurde. Da auch hin meinte jemand einen Roman zu schreiben wie pervers und abartig das wäre. Das gibt es halt immer wenn es nicht passt. Der kann ja weiter scrollen. Zu mindestens halte ich das so.

Ich gehe mit solchen Themen getriggert um… weil sie mich persönlich triggern…

Es hängt ja auch voll von den Umständen ab. Sprichst du ein Thema an wo du weißt das triggert die Person gegenüber? Sprichst du über das/ein Thema mit denen alleine oder in einer Gruppe? Ist dir das Wohlbefinden des Gegenüber wichtig?
Wenn jemand getriggert wird, wird diese Person das dir mitteilen und du kannst dich entschuldigen. So hab ich das zumindest immer gemacht wenn es in einem Dialog passiert ist. Wenn es in einer Gruppe passiert ist habe ich um Entschuldigung gebeten und höflich darauf hingewiesen dass es vll besser wäre wenn diese Person nicht weiter lesen sollte wenn es ein wunder Punkt von ihnen ist.

mh, klar im RealLife kann man einem Thema nicht so leicht ausweichen, wie in einem Forum.
Wenn der Stammtisch groß genug ist, kann man die Gesprächsgruppe wechseln, eventuell auch durch einen Platzwechsel. Bei kleineren Gruppen, würde ich drauf hinweisen, dass mir das Thema nehe geht und böse Erinnerungen bzw. Gefühle weckt. Da sollte dann auch Verständnis sein

Ich habe keine Themen, die mich triggern. Ich habe selbst in mehreren Themenbereichen, die andere Menschen typischerweise triggern und die oft zensiert werden, Dinge erlebt, über die ich komplett emotionslos und sachlich reden kann, während es eher anderen meist schwer fällt, zuzuhören. Wenn jemand anderes ähnliches erlebt hat und im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung oder ähnlichen ernstzunehmenden psychologischen Effekten getriggert wird, gehe ich verständnisvoll mit der Person um und nehme Rücksicht. Wenn jemand ohne eine solche Belastung getriggert ist und mit „getriggert“ gemeint ist, dass die Person sich als Moralapostel aufspielt und mir den Mund verbieten will, ignoriere ich diese Forderungen. Es liegt dann in ihrer Verantwortung, sich zu entfernen, wenn sie meine Berichte nicht hören will, da ich auch ein Recht habe, meine Erfahrungen durch Aussprechen zu verarbeiten und zu neutralisieren.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob es darum gehen sollte, wie jeder einzelne damit umgeht.

Es herrscht ja kein Anspruch darauf, dass einem jedes Thema oder Argument in einer Runde gefällt. Da sollte es auch Anspruch der Gruppe sein, dass einzelne Personen sich der Gruppe auch mal unterordnen. Sollte man sich dadurch gestört fühlen, ist man offensichtlich in der falschen sozialen Umgebung. Genauso ist es, wenn Minderheiten in einer Gruppe ihre Themen platzieren wollen. Die passen auch nicht in die Gruppe, wenn die Mehrheit daran kein Interesse hat. Ein soziales Umfeld sollte immer von Toleranz und einem Gemeinschaftswillen geprägt sein. Also auch dem Willen zur Gemeinschaft. Das ist etwas anderes als Vorträge zu halten. Gerade die Diversität von Sichtweisen, Interessen und Meinungen kann auch bereichernd wirken. Es ist jedenfalls gut, geistig auch etwas herausgefordert zu werden. Und wenn es wirklich nicht geht, dann sollte man für sich in irgendeiner Form aktiv werden. Das ist dann aber weder gut noch schlecht. So wie die Gruppe ihren Anspruch hat, hat man natürlich auch selbst einen Anspruch auf Freiraum und Abstand.

So wie man sich hier nicht jede Diskussion geben muss, kann man sich Themen in der Realität ja auch wertfrei entziehen. Eine rauchen gehen, sich erleichtern und zur Not den Abend einfach umplanen und ein anderes Mal wiederkommen. Ich glaube, man neigt dazu Handeln zu schnell zu bewerten. Menschen müssen aber nicht immer agieren oder Position beziehen. Man darf ihnen auch einfach mal Freiraum geben. Zum Nachdenken oder was auch immer. Sollte man diesen Freiraum benötigen, weil Themen unangenehm sind, sollte man diesen für sich auch in Anspruch nehmen.

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