
*** - Die “unanständige” Nässe
Vor mehr als zehn Jahren ging ich zum ersten Mal eine sexuelle Beziehung mit einem Menschen ein, dessen Vorlieben sich deutlich von meinen unterschieden. Grundsätzlich war ich schon damals bereit, mit ihm einiges an neuen Praktiken auszuprobieren. Doch eine Frage hat mich an meine Grenzen geführt: „Möchtest du mir bitte mal in den Mund pinkeln?“
Eine krasse Frage
Selten vorher hat mich eine Frage dermaßen verstört und aufgewühlt. Zu einem klaren: “Nein, nicht mit mir!”, konnte ich mich ebensowenig durchringen wie zu einem: “Ja, los gehts!” Was ***-Spiele betrifft, fühlte ich mich zwischen Faszination und Abwehr gegen diesen Fetisch hin und her gerissen.
Eine erregende Vorstellung: ***
Was macht ihn an der Vorstellung, meinen Urin zu trinken, so horny? Ist das sein Fetisch? Will ich das überhaupt? Und natürlich: “Was erregt mich selbst an der Vorstellung, ihm eine *** zu verpassen?
Der Weg zur ***
Ich versuchte zu ergründen, welche Praktiken für mich den Einstieg in das Spiel mit *** erleichtern könnten. Muss es gleich das Pinkeln in seinen Mund sein? Wie kann ich mich beim Wasserlassen sexy fühlen, wo Toilettengänge für mich eine sehr private Angelegenheit darstellen? Und: Ist eine *** gesundheitlich unbedenklich?
Eine ***-Entwicklung
Damals konnte ich ihm den Wunsch nicht erfüllen. Allerdings ließ mich das Thema *** und *** nicht mehr los. Besonders meine Mitgliedschaft in unserer Fetisch.de-Community hat mir bei der Auseinandersetzung geholfen. Ich habe festgestellt, dass es viele gibt, die eine *** so richtig anturnt. Sie leben damit ein Gefühl von Unterwerfung oder Dominanz aus und beschreiben den Reiz an ***-Spielchen beispielsweise so: Ein Spiel mit Erniedrigung. Jeden Milliliter des Saftes auszuscheiden, zu schmecken, zu riechen und aufzunehmen...
***-Spiele: Eine Herausforderung
Für mich wäre es damals einfacher gewesen, langsamer an die ***-Praxis herangeführt zu werden. Vielleicht mir beim Pinkeln zusehen zu lassen. Ihn damit anzumachen, dass er in meinen warmen, goldenen ***-Strahl fassen darf, während ich auf der Toilette sitze. Später dann: Ihm auf den Bauch pinkeln, während wir in der Wanne sind. Das Spiel mit dem gelben Fetisch also langsam anbahnen, bis ich schließlich bereit bin, ihm in den Mund zu urinieren.
Ein paar ***-Erfahrungen
***-Fans berichten im Fetisch-Forum vom Reiz, bei den Pinkel-Spielen bestimmte Klamotten zu tragen. So beschreibt „Ruhrgebietspaar“ ihr ***-Erlebnis folgendermaßen:
„Also kam es dazu, dass er mir sagte, ich solle mir weiße Klamotten anziehen, Shirt oder Bluse etc. und hat mich dann hinknien lassen und mich das erste Mal ange***t - erst auf die Brüste, was ich sehr angenehm und anregend fand und dann hat er meinen Kopf festgehalten und den Strahl nach oben gezogen - er musste mir nicht mal sagen, dass ich den Mund aufmachen soll - ich war durch das Gefühl, etwas zu "unanständiges" zu tun, so geil, dass ich auch direkt geschluckt habe!“
Andere berichten, welche devoten Bedürfnisse ***-Spiele bei ihnen befriedigen. In jedem Fall wird deutlich, dass ein *** für einige ein absolutes no go ist, für andere aber eine ultimative sexuelle Extase bedeuten kann. Dazwischen liegt, wie so oft im Fetisch-Kosmos, ein “vielleicht mal probieren, wenn es passt.”
***: Ein Gesundheitsrisiko?
Die gesundheitlichen Risiken werden bei der Aufnahme von *** als eher gering eingeschätzt. Urin ist zwar ein Abfallprodukt des Körpers, aber er gilt als steril, wenn der Ausscheider gesund ist, also nicht z. B. einer Blasenentzündung leidet.
Ein Gerücht: *** for Mr. President
Über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump wurde im Wahlkampf kolportiert, er habe in Moskau Prostituierte für ***-Spiele bezahlt. Die Reichen und Mächtigen mögen guten, versauten Sex also auch (und wenn das Gerücht stimmt, bezahlen sie sogar für ihren ***-Fetisch).
Welche ***-Erfahrungen hast du gemacht und wie war dein Einstieg? Ist *** dein Fetisch oder hattest du nur ein einmaliges ***-Erlebnis?
Text: Lexie Bauer


