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Auf deinen Feierabend đŸ„‚


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Geschrieben

Ziemlich ritualisiert beendest du deinen Arbeitstag. Das Klingeln, das hochgehen in den zweiten Stock, das hintereinander stellen deiner FĂŒĂŸe um aus den Schuhen zu schlĂŒpfen, das aufschieben der von mir bereits angelehnten TĂŒr. Auch die ersten Schritte und Handlungen nach dem schließen der HaustĂŒr sind antizipierbar. Doch bevor du dich auf den Stuhl in der KĂŒche fallen lassen kannst, greife ich deine Hand. Aus dem kleinen, aber freudigem LĂ€cheln wird erstarrte Mimik als du realisierst, dass ich dich und deinen Körper ĂŒber deine Hand in Bewegung zerre. SchwerfĂ€llig und sichtlich genervt stehst du im Wohnzimmer vor mir. Keine Reaktion. Der Ursprung deiner fehlenden Reaktion auf meine Aussage steht in dein Gesicht geschrieben. Mit sichtbar hochgezogenen Augenbrauen ziehst du deinen rechten Mundwinkel sĂŒffisant nach oben. 


Ich weiss was passieren wird. Ich weiss, dass ich all das diesem kleinen Moment der Rebellion nicht opfern werde. 
Dich zu entkleiden ist definitiv etwas, dem ich was abgewinnen kann. Deinen GĂŒrtel, deinen Hosenknopf. Dein Pullover, dein T-Shirt. Erst dein BH, dann dein Höschen. Mit dem selben Ausdruck im Gesicht schaust du mich an. Ohne Kleidung, lediglich in Socken, wirkt deine Mimik bei weitem weniger ernsthaft.
Wieder greife ich dich an deiner Hand. Wieder folgst du mir eher schleppend als freudig. Zwei kleine GerĂ€usche braucht es damit sich die BalkontĂŒr öffnet. Du siehst den Gegenstand. Ungewöhnlich. Ungewollt komisch. Über deine Hand geleite ich dich an mir vorbei auf den Balkon. Wieder die zwei GerĂ€usche. Es braucht diese zwei GerĂ€usche der sich schließenden TĂŒr um deine Maskerade wegzuwischen. Du sackst auf den Boden, kniend hĂ€ltst du deinen Brust- und Schambereich bedeckt. 

Konnten die Nachbarn etwas sehen? Was konnten sie bisher sehen? Bist du tief genug, oder sehen sie sich immernoch? Durch seitliche Öffnungen im Sichtschutz?

Intuitiv bist du nicht ganz dem nachgekommen was ich mir vorstelle. Deine sich auf den Boden pressenden Knie haben den Entsafter Lautstark ĂŒber den Boden fliegen lassen. So laut, dass ich mir nicht sicher bin ob er noch benutzbar ist. So laut, dass dich erst ein dumpfes, bedrohlichs Klopfen mit meiner Faust gegen die Fensterscheibe den Kopf heben lĂ€sst.

SchrĂ€g schaust du zu mir hinauf. Wirr liegen deine Haare im Gesicht. So wirr und ungezĂ€hmt sie dein Gesicht verschleiern, so straff und organisiert ziehen sich dicke StrĂ€hnen ĂŒber deine Ohren. Du presst deine HĂ€nde auf deine Ohren. Die Idee, dass zugehaltene Ohren in Kombination mit deinem leichten KopfschĂŒtteln diese Situation weniger real fĂŒr dich machen ist naiv. Auch weil du mich kennst. Provozierend tippe ich mit meinem Zeigefinger gegen die Glasscheibe. Du wendest deinem Blick ab. Das dumpfe, tippende GerĂ€usch bleibt. Die auffordernde Bewegung meines Zeigefingers bleibt. Ich möchte nicht, dass du zu mir kommst. Steh auf. Noch immer verdeckst du deine Ohren mit dem HĂ€nden. Dennoch signalisiert deine Körpersprache dass du mich hörst. Auf deine Oberschenkel gepresst, verformen sich deine BrĂŒste unter der Last deines Oberkörper. Kleine, gleichmĂ€ĂŸige Wellen zeichnen sich an deinem RĂŒcken ab. Wirbel nach Wirbel biegt sich nach unten.

Lauter werdendes Klopfen. Steh auf. Ich sehe das Zucken deiner Muskulatur. Steh auf. Zwei Worte, welche nicht nur in deinem Kopf existieren. Meine Stimme machen sie real. Du lĂ€sst von deinen Ohren ab, um dich auf dem Boden aufzustĂŒtzen. Es war oft Thema zwischen uns, dass meine Stimme UmstĂ€nde realer fĂŒr dich werden lĂ€sst. Realer in einer Bedeutung von unumgĂ€nglich. Mit hĂ€ngenden Schultern stehst du auf dem zwei Mal zwei Meter grossen Balkon. Die geworfenen Schatten verzieren deine Haut und lassen sie kunstvoll zerbrechlich wirken.

Der offenen Balkonseite deinen RĂŒcken zugewandt, verschrĂ€nkst du deine Arme vor deinem Bauch. Erneut stört ein dumpfes Tippen gegen die Fensterscheibe die Stille. Ich zeige auf den Entsafter. Wort- aber vor allem Blicklos ziehst du ihn scharrend aus der Ecke. In all deinem GefĂŒhl des ausgeliefert-seins unterstreichst du dein stilles Handeln mit deinem Handeln. Erst als der Entsafter vor dir liegt lĂ€sst du mit deinem Fuß von diesem ab. Es schien, als liegt deine gesamte Anspannung in den abgeknickten Gelenken deiner Zehen. Noch immer ohne mich eines Wortes, geschweige denn Blickes zu wĂŒrdigen hĂ€ltst du den Entsafter in meine Richtung. Bei der Hand in deiner HĂŒfte und dem angewinkelten zweiten Arm fehlt eigentlich nur noch der kurze Minirock, einer dieser kleinen FellknĂ€uel in einer Handtasche und ein Schmatzendes kauen auf einem Kaugummi um dem Klischee des arroganten Ding zu entsprechen. Doch hast du nichtmal ein paar Socken. 
Unvorbereitet trifft es dich. Bisher bist du von reinem Spaß an der Dominanz, des Bloßstellen ausgegangen. Ein Detail deiner Feierabendroutine holt dich ein. 
Zusammen mit dem Entsafter, welcher sich weiter in deiner Hand befindet, ergibt es Sinn. Stechend macht sich deine Blase im Bauchbereich bemerkbar. Eine erste Welle der Not unterbindest du mit dem anspannen deiner Bauchdecke. Deine Lippen pressen sich zusammen. Sicherlich auch wegen dem Drang dich zu erleichtern, vor allem aber auch weil ich deine Regungen mitbekommen habe. Dich Àrgert es gelesen zu werden.

Mein Finger zeigt dir an wo du den Entsafter platzieren sollst. Bewusst hochnĂ€sig, bewusst ignorant deutet die Fingerkuppe meines Zeigefingers nach unten. Sonst keine Regung. Keine Unterbrechung des Blickkontakts. Es scheint, als hĂ€ttest du dich und deine Gedanken wieder gefangen. Dein Blick schreit förmlich "so etwa?đŸ€—" als der Entsafter aus deiner Hand zu Boden fĂ€llt und du ihn mit deinem Fuss vor dir gerade schiebst. NatĂŒrlich nicht. Nicht so. Nicht im Ansatz auf diese unfiligrane Art. Fast hĂ€ttest du mich gehabt. Meine Hand drĂŒckt sich instinktiv gegen die Scheibe. Und am liebsten wĂŒrde ich dir den Hals ... Nein ! Ich weiss was kommt. Deine Provokationen, der kurze Moment des versohlen deines Hinterns wiegt es nicht auf. Nicht im geringsten.
Ich lasse dich bewusst sehen, dass ich tief ein- und ausatme. Du sollst es sehen. Du sollst es aber vor allem mit deinen Gedanken zu tun bekommen. Zu sehen, dass mich kitzelst, mich reizt hat dich ab und an schon gefordert und ĂŒberfordert. Dein LĂ€cheln verschwindet. 
Viel Spaß mit deinem Kopf. 
Noch immer zeigt mein Finger provokant herablassend, wie passend, nach unten. Dein Blick wandert ĂŒber den Entsafter zu deinen FĂŒĂŸen. Mittlerweile ist es nötig dass du von einem Bein auf das andere tippelst und immer Mal wieder deine Zehen stark abknickst um die Kontrolle ĂŒber deine volle Blase nicht zu verlieren.

Vielleicht ist es wegen dem steigenden Drang deiner Notdurft, vielleicht aber auch nicht. Und um ehrlich zu sein ist es mir egal. Zumindest ich habe ein Dejavu. Erneut kniest du auf dem Boden. War es vorhin deiner Scham geschuldet, spielt dies offensichtlich keine Rolle. Dein Oberkörper ist gerade aufgerichtet. Deine Beine sind angewinkelt, doch im Gegensatz zu deiner schambesetzten kniendem Haltung, liegt weder dein Po auf deinen Waden noch deine BrĂŒste auf deinen Knien. Dein Pomuskel ist sichtbar angespannt. Trotz. War es vorhin Scham, ist es jetzt Trotz. Aus Trotz ist es dir egal ob dich Nachbarn sehen. Aus Trotz ist es dir egal, dass dein Hintern vor Anspannung anfĂ€ngt zu zittern.
Eins. Zwei. Drei. Drei dumpfe KlopfgerĂ€usche und mein Zeigefinger der nach unten zeigt. Diese Gesten könnten genug gewesen sein. Aber ich kenne dich. Dein Blick fokussiert mich die gesamte Zeit. Mit zur Seite gedrehtem Kopf schaust du mich an als wĂŒrden dir jeden Moment vor Wut TrĂ€nen in die Augen schießen. Trotz und Eitelkeit in der reinsten Form. Aus Trotz hebst du jeweils ein Knie an und platzierst es weiter auseinander. Erneut ist es Trotz der dich dein Becken absenken lĂ€sst. Trotz ist es, der dich den Entsafter nach hinten schieben lĂ€sst, bis er auf zwischen deinen Knöcheln liegt. Erst als die mittlerweile ausgekĂŒhlte harte Spitze des Entsafters deine geschlossenen Schamlippen berĂŒhrt scheint dir eine kurze Regung durch das Gesicht zu fließen. Ein kurzes rĂ€uspern und du starrst mich wieder an. 

💭 Gerade am Anfang, die ersten Millimeter war Skepsis mit dabei. Es ist Plastik. Nicht sonderlich hochwertiges Plastik mit stark ausgeprĂ€gtem Muster. Zu meiner eigenen Überraschung war ich unterbewusst offensichtlich mehr als angetan von dem ganzen hier. Die sich schnell breiter werdende Spitze legt sich auf meine Schamlippen und gleitet hinein. Unweigerlich unter dem Druck meines Körpers. ZĂŒgig legt sich ein feuchter Film aus FlĂŒssigkeit auf das Plastik, was es zunĂ€chst kaum schmerzhaft macht. Erstaunlicherweise bin ich feucht. Nicht wie durch einen kurzen Tagtraum im Bus, welcher ein Kribbeln in der Beckenregion und einen Fleck in meinem Höschen zur Folge hat. Feucht. Geil. Auch in seiner vollen Breite ist es angenehm. Ich spĂŒre ihn mehr als deutlich, und sicher gibt es angenehmeres als die Fingerbreiten Einkerbungen, aber auch denen gewinne ich etwas ab. So schnell wie es mich ausfĂŒllte und dehnte, so schnell ist es auch vorbei. Ich sitze auf einem Entsafter. An meinem Po spĂŒre ich den kalten Boden des Balkons - tiefer wird es nicht. Schade. Das GefĂŒhl von enge, angespanntheit lĂ€sst mich das GefĂŒhl von WĂ€rme erleben. In Kombination mit der langsam untergehenden Sonne und der damit verbundenen aufsteigenden KĂ€lte ist es sicher ein subjektives empfinden. Aber selbst meine Zehen fangen langsam an zu stechen. Unter dem Gewicht meines Hinterns ist es natĂŒrlich auch die Durchblutung, aber spĂŒrbar auch die KĂ€lte. Meine HĂ€nde zittern. Es scheint eine Frage der Zeit bis sich zum stechen meiner Blase, ein stechen der KĂ€lte gesellt.💭

Ich bin erstaunt, aber auch verwirrt. Erstaunt, weil du ohne einer deiner AttitĂŒden gefolgt bist. Verwirrt, weil es dir zu gefallen scheint. Dein Blick ist schon lĂ€ngst nicht mehr bei mir. Geschlossene Augen. Aufeinander gepresste Lippen. Die Sonne hat eine tiefe erreicht, welche den gesamten Balkon in ein diffuses Licht taucht. Oberschenkel auf deine Waden gepresst. HĂ€nde auf den Knien liegend. Erst ein erneutes Klopfen gegen die Fensterscheibe holt dich, holt mich aus diesem fast kitschig romantisch wirkenden Moment. Mit einer Decke in der Hand stehe ich auf der warmen Seite des Fensters. Ohne dem versunken sein in deine Gedanken, presst du deine Lippen nicht mehr aufeinander. Sie zittern. Leicht blĂ€ulich beben sie und bleiben leicht geöffnet. Kein Wiederwort. Es scheint zukalt als dass du ungehorsam sein willst, sein kannst. Die Aussicht auf ein wenig WĂ€rme ist zu verlockend. Aber wieder muss ich zugeben, dass ich erstaunt bin. Erstaunt ob deiner ansatzlosen Folgeleitung, erstaunt ĂŒber das Chaos. 
Das stechen deiner Blase weicht, wortwörtlich, aus deinem Körper. ZunĂ€chst sitzt du auf dem Entsafter, dein Körper, die Innenseite deiner Oberschenkel, deine Schamlippen auf den Boden gepresst. In ungehemmten Mengen scheint dein Urin sich einen Weg zu suchen. Bedingt durch die Dehnung der Schamlippen verteilt sich FlĂŒssigkeit in Rinsalen um dich herum. Erst als du dein Becken ein wenig anhebst, zeigt die Struktur des Entsafters Wirkung. Zwischen deinen Schamlippen hindurch, fĂŒllt Urin den Entsafter auf. Mit jedem Tropfen Urin der entweicht, ĂŒberkommt dich ein befreiendes GefĂŒhl. Die WĂ€rme auf deiner Haut, deinem Oberschenkeln, deinen Zehen tut ihr ĂŒbriges.

Mit der grossen, grauen Decke von der Couch stehe ich hinter dem Fenster. Weit ausgebreitet wirkt sie noch einladender als der bloße Gedanke an die WĂ€rme. Du verlierst dich in dem Anblick. Die schiere GrĂ¶ĂŸe, welche dich komplett einhĂŒllen könnte, aber auch die einzelnen, flauschigen Fleecefasern. 
Sichtlich einladend und mit ein mitfĂŒhlenden Gesichtsausdruck blicke ich dich an. Ich strecke dir die Decke noch einmal etwas nĂ€her entgegen. Du nickst sanft und resignierend. Mit weiten Augen siehst du wie ich die Decke zu Boden fallen lassen und ein gefĂŒlltes Glas von dem Fensterbrett nehme. Auffordernd halte ich es dir entgegen. 
Nein. Sicherlich wirst du nackt, in der bitteren KĂ€lte keine Spielchen mehr spielen. Langsam stehst du auf. Nein. Und selbst wenn du dich darauf einlassen wĂŒrdest, es wĂ€re nichts in greifbarer NĂ€he fĂŒr dich zum anstoßen. Du schaust zwischen deine Knöchel. Nein. Einfach nein. Ganz sicher wirst du nicht mit dem vollgepinkelten Entsafter anstoßen, geschweige denn das Ding in die Hand nehmen. 
Die KĂ€lte und NervositĂ€t lĂ€sst deine HĂ€nde zittern. Als wĂ€re er fragil und zerbrechlich, so hĂ€ltst du den Entsafter in deinen flachen HĂ€nden. Du drehst dich zu mir und siehst die Decke. Siehst die Couch. Du kannst die WĂ€rme förmlich spĂŒren.

"Auf deinen Feierabend đŸ„‚"

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