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Erzwungener Kink


ma****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 33 Minuten, schrieb Kathi7:

Das Letzte was ich wollte ist, dem Verfasse negative Gefühle zu bereiten oder dass er sich schlecht fühlt aber ich hätte auf diese sehr intime Geschichte eine ehrliche Antwort gewollt.. und die hat er bekommen. BDSM ist keine Ausrede für Grenzüberschreitung. Grenzen sind da, um eingehalten zu werden und „Nein heißt Nein“. Nur weil wir vorher eine konsensuale Machtverschiebung abgemacht haben, bleiben meinen Grenzen bestehen. Wenn ich vor der Session sage keinen Sex und es dann trotzdem gemacht wird, ist das eine V. Vor allem wenn ich keine Möglichkeit habe, mich währenddessen zu äußern.

@Kathi7, ich glaube, Du meinst mit Deinen Grenzen eher "Tabus" = hard limits. Oder? Siehe mein Beitrag von gerade eben.

bearbeitet von Igel
vor 8 Minuten, schrieb Teaspoon:

Warum reicht manchen ein "ich möchte nicht, dass..." nicht aus? Es wird trotzdem gemacht und dann ist man selbst schuld, weil man es nicht als "Tabu" bezeichnet hatte?

Ja, stimmt. Es ist schöner, wenn ein „ich möchte nicht, dass ...“ schon klarmacht, was Sache ist und vor allem, was nicht (jetzt habe ich bewusst das Wort „Grenze“ und das Wort „Tabu“ gemieden).
Aber Worte und Sprache werden verschieden verstanden und verschieden benutzt, daher mein recht eindeutiges Statement. 

Vor 1 Stunde, schrieb Kathi7:

Also ich seh das ein wenig anders. Wenn du 10 Leuten eine Geschichte erzählst und alle sagen dir, dass es Ja gar nicht „so schlimm“ war, glaubst du das Ende noch selbst.
Die Gefühle, die diese Situation ausgelöst haben, bleiben ja trotzdem, egal ob die Tat jetzt einen Namen hat. Ich verstehe den Gedanken, dass ob ma es als V sieht oder nicht, von einem selbst kommen sollte. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wenn ich den Mut aufbringe und hier meine Geschichte erzähle, ich auch die Bestätigung für einen sowieso schon vorhandenen Gedanken haben möchte…
Wie willst du etwas aufarbeiten, wenn du es nicht einmal benennen kannst? Wenn es nur eine überschrittene Grenze war?
Das scheint den Verfasser ja leider immer noch zu beschäftigen..

Haste meine Geschichte dazu gelesen, wie es bei mir war?
Beschäftigt mich auch noch, unvergesslich und würde es wieder....so wollen.
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Aber Sie hätte alles gedurft...
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Jetzt ist die Frage, sag ich der TE war nicht fähig Konsens zu verhandeln weil Missverständnis oder Psychisch nicht in der Lage.
Wenn so eine Session zu Ende ist...und man es dann doch nicht wollte... Anders gedacht hatte...
Das sich am Ende bedanken müssen, zeigt mir es ging anders aus als gedacht und Trauma durch Bruch im Keim ersticken... Aber mehr sag ich dazu nicht.
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Nur noch, mittendrin abbrechen macht's teilweise noch schlimmer ^^
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Und Grenzen sind eine Aufforderung, damit zu spielen... bei BDSM...egal wie man die Worte dreht ...
Dann lieber Tabu's nennen oder im Gespräch zuvor genau abklopfen.

Vor 1 Stunde, schrieb Teaspoon:

Warum reicht manchen ein "ich möchte nicht, dass..." nicht aus? Es wird trotzdem gemacht und dann ist man selbst schuld, weil man es nicht als "Tabu" bezeichnet hatte?

Im Gespräch zuvor sollte es reichen...aber wenn ich CNC RAbE vereinbaren und dabei auch gerne ein wenig xy inkauf nehme. Von Anfang an klar ist es wird Schlimm und schreien und Betteln das es aufhört...wird kommen. Dann kann man, nicht mittendrin...ja ne mach mal so, sagen.
Da muss schon Saveword oder Geste kommen^^ dafür gibt's sowas

Vor 8 Minuten , schrieb Teaspoon:

Das muss man aber absprechen und genau das ist doch der Punkt.

Man spricht darüber und es gilt, was man bespricht, wenn beide darüber sprechen und man verhandelt nicht plötzlich im Spiel neu, wenn einer nicht mehr klar denken kann.

 

Und es ist nicht die Norm, dass ra.pe dazu gehört, dass muss klar und deutlich besprochen werden. Es ist nicht die Norm, dass nicht abgesprochener ra.pe am Ende doch geil war.

 

Und nicht jeder ist in der Lage in einer Situation ein Safeword zu verwenden.

 

Und deshalb muss man miteinander reden, sich kennen lernen, lernen, was mit einer Person geht und was eben nicht. Man muss sehr genau besprechen, was der andere unter "Grenze" und "Tabu" versteht. 

 

Ich habe gelernt, dass Menschen ständig Dinge sagen, die sie nicht so meinen, weil die wenigsten Menschen ihre Worte so mit Bedacht wählen, wie die overthinker und Wortwörtlichversteher mit ADHS oder Autismus. Schon allein aus Selbstschutz sollte man also lieber zweimal nachfragen, bevor man als Aktiver etwas tut, was eine Grenze ausweitet oder ein Tabu berührt. 

Sie hat doch angekündigt "komplett" steht so im EP...nicht in Session sondern im romantischen Moment...viel unklar...und wenn ich so eine Geschichte höre, ohne echte Anhaltspunkte. Dann bestärke ich die Person darin ...dumm gelaufen aber zum Glück stehste ja drauf.
Und befeuer nicht seine Selbstzweifel...er hat alles richtig gemacht und aus Liebe macht man schon mal Dinge...die im Nachhinein, sogar einem selbst ... schräg erscheinen.
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Mein Rat es abhacken und in Zukunft Tabu setzen und standhaft bleiben auch wenn etwas anderes steht.

Vor 25 Minuten , schrieb Candala:

Fatal empfinde ich, dass es nicht nur nicht ausreicht, mitunter gerade dann das Interesse/Fokus so richtig weckt ala Challenge accepted

Und hat ja dann irgendwie weniger damit zu tun, dass Grenzen zum Erweitern da seien, eher darum sich selbst etwas beweisen zu können. Besonders zu sein, weil man was geschafft hat, andere nicht. Doch nicht so fein mit einem Nein zu sein.

Vor 2 Stunden, schrieb Violet_Fog:

Grenzen sind nicht dazu gedacht, ausgeweitet zu werden.

Tabus sowieso nicht.

Wer das denkt, hat ganz klar eine Täter - Gesinnung.

Und das sage ich als Edgeplayerin. Ich LIEBE es an der Grenzen zu spielen, diese GEMEINSAM zu erkunden. Damit ist aber nicht gemeint, wie man ein Nein mit Gewalt, Manipulation oder sonstigem aufweichen oder umschiffen kann, sondern etwas das beide wollen, das man zusammen erreichen will. Es ist ein Miteinander und kein Gegeneinder. Es ist kein Besiegen und kein Bezwingen. 

Das eine ist: "Ich will das nicht." Dann ist das so. Punkt.

Das andere ist: "Ich will diese Grenze erforschen und da über mich hinauswachsen" oder "Ich will mit emphatischen Zwang dazu gebracht werden, mich zu überwinden." 

Das ist nichtmal ähnlich, das geht nichtmal in die gleiche Richtung, das ist völlig entgegengesetzt und in eine andere Richtung.

Grenzen umschiffen oder brechen zu wollen ist Gewalt und durch nichts zu rechtfertigen.

Also ich liebe es die dunkelsten Techniken zu nutzen, gemeinsam...gegen mich...also bin ich nach deiner Aussage jetzt das Opfer und Täter zugleich und habe meinen Top auch noch dazu verführt und manipuliert.
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Wir sollten alle mal den Graubereich, ganz außen am BDSM seine daseins Berechtigung lassen.
Warum sonst redet man von...(Reihenfolge)
Brauch ich
Mag ich
Mag ich nicht
Will ich nicht
Grenzen
Tabu's
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Und Challenge Accepted ist auch ein legitimes Spiel. Welches ich auf psychischer Ebene jenseits von Toxisch hatte. Physisch erweitern und rantasten, steht nun auf der Liste.
Bei MMA und anderen Sportarten redet auch keiner von Gewalt und geht gar nicht, etc...
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Und Tabu's können auch, zur Kategorie "mag ich" wechseln...so wie Küssen von Brauch ich, immer weiter zu Tabu's rutscht bei mir.
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Aber über so etwas redet man außerhalb einer Session und nicht während dessen oder gar im Space...im Space geht ja mal gar nicht klar°°
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Zurück zu Pegging, das kann man in dem man unter der Länge vom zweiten Wiederstand bleibt, zu etwas schönem machen. Aber in meinem Fall mit 33x6 in unter 5 Minuten zum betteln nach Gnade treiben.
Mein erstes Mal war mit 20x6 und ruppig, war Scheisse und Toll zugleich, dieser Schmerz.
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Über Größe, Art und Weise und ob Maso stand auch nichts im EP.

vor 4 Stunden, schrieb Teaspoon:

Ich habe gelernt, dass Menschen ständig Dinge sagen, die sie nicht so meinen, weil die wenigsten Menschen ihre Worte so mit Bedacht wählen, wie die overthinker und Wortwörtlichversteher mit ADHS oder Autismus.

@Teaspoon schon wieder, auf den Punkt! Aber ja, genau so ist es. Und genau deshalb muss genau besprochen und definiert werden, wer was wie meint und versteht. 

🥰

Vor 3 Stunden, schrieb Candala:

Sofern du die Fragen beantworten möchtest @mannheim339970 - zwischen „es war schrecklich für mich“ und „nun mein größter Fetisch“ liegt vermutlich ein Weg. Ging der aus Eigeninitiative weiter? Bevor Dankbarkeit eintreten konnte, konntest du dein Unbehagen mitteilen? Was beschäftigt dich aktuell daran, dass es dich zur Frage motiviert hat?

Ja genau, das ging nicht von jetzt auf nachher. Anfangs hab ich das Thema ihr gegenüber ziemlich totgeschwiegen. Vermutlich war es mir einfach nur peinlich das ganze überhaupt anzusprechen. Generell führten wir damals ein Beziehung wo nicht viel über meine Bedürfnisse gesprochen wurde. Sie wusste aber genau, dass es für mich schrecklich war und hat es auch immer nur als Mittel der Strafe oder Erniedrigung gemacht. Natürlich hätte ich sie verlassen können und den Kontakt abbrechen aber ich war einfach total in sie verschossen.

Die Male danach waren mindestens genauso schlimm für mich. Ich war immer komplett fixiert, so dass es kein entkommen gab.

Den Umschnalldildo trug sie auch oft, wenn es nicht zum Pegging kam, weil sie wusste, dass sie mir damit Angst machte.

Wirklich drauf abgefahren bin ich erst deutlich später (vllt. Ein Jahr), als das ganze mit ihr schon lang vorbei war. Keine Ahnung was mich da erneut getriggert hatte.

Ich weiß, das klingt alles super problematisch und jeder BDSM Ratgeber würde die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber ich will die Erfahrung nicht missen.

Vor 6 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Es geht nicht darum was ein forum oder eine Szene als Grenze oder Tabu betrachtet. Ein Nein ist ein Nein. 

Und ein emotionaler Übergriff war es mindestens. 

Mich interessiert, was aus dieser Verbindung wurde und warum die ein Ende fand, wenn doch im Nachhinein alles super war lt TE 

Die Beziehung ging noch eine ganze Weile. Der Grund für die Trennung war damals ein Umzug. Bin im Nachhinein ganz froh dass es vorbei gegangen ist, weiß nicht in welche Richtung sich das noch entwickelt hätte...

Vor 2 Stunden, schrieb Candala:

Danke fürs Teilhaben lassen, auch wenn das kein besseres Licht auf sie wirft und auf das was dir widerfahren ist. Es klingt nicht nur problematisch, das war es vermutlich auch. Dass man von Verbindungen nicht loslassen kann, wohlwissend dass sie nicht gut für uns sind, darin erkennen sich vermutlich mehr Menschen wieder, als uns lieb ist und ist letztlich den unbewussten Mustern geschuldet, die wir in uns tragen, solange wir sie nicht brechen. Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass sich Missbrauch-Erfahrene mitunter im Bdsm Kontext selbst wieder genau in solche forc-ed Situationen bringen, war ich ziemlich irritiert. Sich seine Macht zurückzuholen und die Kontrolle über die Situation selbst in die Hände zu nehmen, kann heilsam sein, auch wenn dies nachzuvollziehen, nicht leicht sein mag. Daran musste ich beim Lesen deiner Zeilen denken und hab mich gefragt, ob du dich darin erkennst oder die Praktik selbst sich tatsächlich nun doch als angenehm entpuppt.
Was führt dich dazu, dich heute mit einer Bewertung dessen zu beschäftigen?

Ich finde es gehören immer zwei dazu...
Wenn jemand die dunkle Seite in sich trägt, und auf den passenden gegen Part stößt.
Siehe Antwort die auf deins Folgte...er mag Zwang.
(Erzwungene Szenarien, komplett Ausgeliefert, ohne Chance es zu verhindern)
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Den Sadist zu kontrollieren erfordert viel mehr Übung und ist generell schwieriger, als den Maso zu zügeln...wobei ich jetzt nur den extrinsischen Sadismus mit gesamt Maso vergleichen kann. Da intrinsisch Sadistisch bin ich wohl nur bis Reaktionsfetischist. Aber der dürfte, wenn regelmäßig am Limit und auch noch gesteigert wird, problematisch werden.
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Da hat man dann als Partner auch Verantwortung und so kommt es, dass viele einen Partner ohne Tabu's/Grenzen/etc. ablehnen.
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@mannheim339970
Bei mir ging es über aus der Hand fressen und gerne gezwungen werden hinaus. So dass ich wenn Sie es gesagt hat, auch die Aktive Rolle übernommen habe. Sogar mit partieller Übertragung der Machtverschiebung.
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Bist du dir sicher, dies auf Anordnung nicht zu können, oder hättest es nicht gemacht?
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Für mich klingt es ein wenig als wenn du ihr nachtrauerst, aber durch den allgemeinen Tenor im Forum...um zu gefallen, deinen Drang nach heftiger Unterdrückung etc. verleugnen würdest. Was dazu führt, sie in ein schlechtes Licht zu rücken...und deshalb beschäftigt dich dies dermaßen, dass dein EP entstanden ist. Ich kann da auch derbe falsch liegen, aber dies fühle ich aus deinen Texten und der allgemeinen Haltung im Forum raus. Was meinst du dazu...?

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