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Erfahrung. Nichts oder alles?


Hi****

Empfohlener Beitrag

Als f Maso im Endstadium...ich stehe auf leichtsinnige und unerfahrene Herrinnen...die sich auf meine Aussage verlassen und dann gibt's eine wundervolle Randerfahrung...SMT🤭🖤😈

vor einer Stunde, schrieb Ademar:

Wie hoch ist der eigene Druck, gut zu sein, zu bestehen?
Inwieweit ist man ehrlich zu sich selbst und dem Gegenüber, das man noch am Anfang steht?

Und selbst wenn man sich all dieser Dinge bewusst ist, ist das Gegenüber bereit sich darauf einzulassen?

Ich glaube, diese Fragen stellen sich, wenn BDSM das zentrale Element ist, das einen verbindet, bzw. erst noch verbinden soll.

Mein Einstieg war, dass ich eine Freundin gefunden hatte mit Sub Neigung. Wir wußten von unseren Neigungen, Grundlage war aber, dass man sich mag, vertraut miteinander ist. Dann haben wir nach und nach unsere D/S und SM Rollen gefunden.

vor 3 Stunden, schrieb kleiner_phönix:

 

Wieso wird davon ausgegangen, dass jemand lügt, wenn er sagt er hat Erfahrung? Das wäre ein anderes Thema. Worthülse wie @Tao08 kann ich definitiv nicht nachvollziehen. Für mich ist es sehr wertvoll, Erfahrung zu haben, auch wenn ich mich eher noch am Anfang sehe. Es macht die Qualität des Spiels anders wenn man weiß, was man mag. Dabei setze ich Erfahrung nicht mit Qualität gleich, nicht pauschal

Wann weiß man, daß die Erfahrung echt ist, ein Vorteil ist? Vom Wort oder von dem erlebten und gelebten Beweis? 

Es gab neulich hier den Fall im Forum. Jemand nannte sich erfahren, stolperte dann über das Wort Session. Bis heute keine Erklärung dazu vorhanden, obwohl FETMOD-UYEN meinen Hinweis auf diese Auffälligkeit selbst noch einmal wiederholte. 

Deine Einstellung ist doch eher, ich weiß, dass ich nichts weiß. Und das ist eine angenehme Haltung, die eben nicht eine "ausgebildete Sub" zeigen, sondern einen Menschen, der weiter lernen kann und will. 

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Was hier in diesem Thread viel genannt wird, dass man sich nicht auf Erfahrungslose verlassen, einlassen kann oder sollte. Fahranfänger, Atemkontrolle, Seilschaften. Das letzte Beispiel finde ich herausragend gut. Denn es geht gleich um Leben oder Tod. Für alle in der Seilschaft. 

Etwas Neues zu erfahren, ist für mich ein angewandtes Wissen, auch über Standardsituationen und die Vergangenheit hinaus. Eine pragmatische Anwendung von Wissen oder Neugier. Erstrebenswert, zweifellos.Aber erreichbar? 

Für mich gibt es massive Zweifel, wenn sich  jemand fertig als "Erfahren" verkauft. Da weiß ich, durch theoretisches Wissen und Lebenserfahrung, daß ein Lernwille oder Selbstreflexion "ich weiß, daß ich nichts weiß", oft eher rudimentär angelegt sein könnte und mit dem Wunsch korreliert, dass auf keinen Fall eine Unsicherheit oder Nichtwissen nach außen sichtbar werden soll.  

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In der Wand ist jede Form von Selbstüberschätzung oder "Ich bin erfahren", "kenn ich, ist immer so", fehl am Platz. Bescheidenheit vor den Naturgewalten, Wissen zu Techniken, sich bewusst sein, dass man nicht alles kann,  pragmatisches Denken und Handeln, gepaart mit steten Lernwillen: Das entscheidet ob man morgen noch mal klettern kann. 

Erfahrung ist für mich durchaus erstmal nur eine Worthülse, es ist im sozialen Kontext der Szene, Prestige, Status, Label, die ultimative Währung. 

Nur sehe ich zu oft, dass des Kaisers neue Kleider, keine Kleider sind. Ist es Lüge? I Oder keine Absicht, sondern adaptieren von sozialen Erwartungen? 

Mein Anspruch ist es nicht. Es wirkt auf mich nicht positiv. Aus Erfahrung bringt mich eine Echokammer, so warm und toll sie sich anfühlt, nicht weiter und ist deshalb nicht nachhaltig gut. Dysfunktional würden einige sagen. 

vor 5 Stunden, schrieb BettyBlaze:

Auch jemand der vielleicht 20 Jahre Erfahrung hat, hat vielleicht nur 20 Jahre Erfahrung im falsch machen und hat Glück gehabt, dass nichts schlimmes passiert ist. 🤔

Dann sollte sich die Person vielleicht Gedanken machen. O.k., nicht nur vielleicht. Aus Fehlern sollte man lernen , und wenn sich da nach 20 Jahren ein solcher Effekt nicht eingestellt hat...

Würde sagen, es kommt wirklich sehr stark darauf an, wie extrem die Vorlieben sind. Bei gewissen Dingen sollte zumindest 1 von Beiden wissen, was er/sie tut. 😅
Ansonsten kann man vieles auch gemeinsam entdecken. 🤷

Wer sich für Erfahren hält und sich so bezeichnet, meint meist, dass er nicht mehr dazu lernen muss, alles besser weiß und alles kann. Da ruft schnell mal jemand aus Versehen vom mount stupid herunter... Im Kennenlernen konnten solche Leute nicht zuhören, sind Definitionen geritten und hatten die Neugier verloren. 

 

Die wahre Erfahrung ist doch aber, dass man immer noch am Anfang steht, auch wenn man schon ein gutes Stück Weg einer Reise gegangen ist, die das ganze Leben dauert und hoffentlich ohne Ankommen ist. Denn Stillstand ist der Tod. 

 

Ich legte keinen Wert auf Erfahrung. Man fängt sowieso miteinander bei Null an. Was man machen will, kann man gemeinsam lernen. Und dann entdeckt man Neues und merkt, dass man nur weiß, dass man nichts weiß.

Und ich stehe drauf, wenn mein Partner mit mir Dinge erlebt, die er vorher noch nicht erlebt hat. Ich lege keinen Wert darauf nur die Fortführung einer vergangenen Beziehung oder gar nur eine Wiederholung zu sein. 

Vor 2 Stunden, schrieb Schattenwolf:

Dann sollte sich die Person vielleicht Gedanken machen. O.k., nicht nur vielleicht. Aus Fehlern sollte man lernen , und wenn sich da nach 20 Jahren ein solcher Effekt nicht eingestellt hat...

Ganz deiner Meinung, aber denen kommt das nicht unbedingt in den Sinn. Dadurch hinterlassen sie kaputte Subs.

vor 21 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Viele reden von Jahren, andere suchen nur nach Erfahrenen. Alles nicht so wirklich greifbar. 

Und deshalb, warum ist das dann so wichtig? 

Kenne einen Philharmoniker, der spielt Violine grauenvoll, Katzenjamner ist schöner. Aber jahrzehntelange Erfahrung. 

Erfahrung. Alles oder ersetzbar? Und wenn ja, durch was genau? 

erfahrung für mich iss zum einen die lebenserfahrung!  aber eben auch erfahrung im SM!  ich bin kein versuchskarnickel

SM-Art-5-GG
(bearbeitet)

Sehe ich mich in der Welt um, dann würde ich immer erfahrene Handwerker*innen, Arzt*innen, The***ut*innen, Friseur*innen  etc. pp. solchen OHNE Erfahrung vorziehen. 

BDSM umfasst hoffentlich aber mehr, als nur die Ausübung von  "Fertigkeiten".

Es geht um zwischenmenschliche Begegnungen, d.h. Empathie/ emotionales Einfühlen spielen  eine sehr wichtige Rolle, die ausschlaggebend für gegenseitige Sympathie sein dürften. 

Insofern ist sowohl Erfahrung, als auch eine stimmige persönliche Ebene sinnvoll und wichtig für eine gelingende BDSM-Beziehung. 

Ersteres kann man/frau natürlich auch gemeinsam Erarbeiten. Letzteres ist grundlegend für den Beginn jeder Beziehung. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 58 Minuten, schrieb SirTorben:

Da im EP auf einen Violinen Musiker Bezug genommen wird ist es nicht OT, wenn ich mich frage:

Was kommt hier als Nächstes?

Dass Eric Clapton nicht Gitarre spielen kann, weil einem dessen Musik nicht gefällt?

Viele Beiträge hier zeigen m.E. einen Dunning-Kruger-Effekt.

Selbstverständlich könnte man den Wert von Erfahrungen z.B. im D/s-Bereich bei TOP und BOTTOM unterschiedlich sehen ...

Aber Erfahrungen, insbesondere langjährige Erfahrungen eines TOP, in eine negative Ecke zu rücken zu wollen, geht m.E. völlig an der Realität vorbei.
 

Wenn du weiter gelesen hättest, wäre dir das mit dem Musiker bewusster geworden. Und was persönlich abgelehnt wird. 

 

@jackXjacqueline-

ich stör mich an dem 'gemeinsam'-  ich bin kein spieler, ich bin kein 'versucher'..  ich leb halt auch keine liebesbeziehung, das iss wohl der punkt

(bearbeitet)

Für mich spielt Erfahrung eine untergeordnete Rolle. Die Chemie muss stimmen, Authentizität, Aura, Stimme, EQ. Ich finde Anfängerinnen total anziehend, gemeinsam die ersten Gehversuche......wenn sie sich ausprobieren......zum ersten Mal gewisse Fetische erleben und dabei einen geilen Orgasmus haben......wunderschön :hearts_around:
Eine Anfängerin hat auch eher selten dieses uralte BDSM Gehabe mit diesen unantastbaren festen Grundeinstellungen (z.B. Switcher sind keine BDSM´ler usw.) was xy exakt darf und was nicht. Die Welt ist bunt ;) 

bearbeitet von Sally_CD
Am 8.2.2026 at 20:12, schrieb HirnHerzHumor:

Viele reden von Jahren, andere suchen nur nach Erfahrenen. Alles nicht so wirklich greifbar. 

Und deshalb, warum ist das dann so wichtig? 

Kenne einen Philharmoniker, der spielt Violine grauenvoll, Katzenjamner ist schöner. Aber jahrzehntelange Erfahrung. 

Erfahrung. Alles oder ersetzbar? Und wenn ja, durch was genau? 

wenn man Unerfahren ist , sollte man sich einen Erfahrenden suchen , egal auf welcher Seite man steht/kniet , dazu kann man "Kenntnis" dazu fügen - meist ist es hilfreich als Unerfahrener (Praktisch) ..sich theoretische Kenntnisse anzueigenen  , und wo Du von den Violinenspieler redest , bissel Erfahrung ist besser als keine , aber es gibt bestimmt auch Leute die genau diese "Anfänger" suchen ... als sub & Dom ...

Nun ein wenig Erfahrung schadet selten. So lange man nicht vergisst, dass man trotzdem Fehler machen kann und weiter neues lernen kann. Im Großen und ganzen muss aber vor allem die Chemie stimmen, das würde ich auch so sagen. 

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