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25 letzte Sommer


Ca****

Empfohlener Beitrag

vor 14 Stunden, schrieb Candala:

Was macht es mit dir, wenn du darauf blickst, wie viele Sommer noch vor dir liegen?

nix gutes...  mein körper wird nich 'besser'

aber das buch interessiert mich- berichte mal, wenn gelesen, ob lesenswert :) 

Vor 4 Stunden, schrieb CheekyJane:

Zu erkennen, wie kurz das Leben sein kann, sortiert die Prioritäten neu. Man besinnt sich auf das wirklich Wichtige. Ich habe meinen Zenit überschritten. Für mich ist es ein ambivalentes Erleben. Einerseits fühle ich mich altern und habe damit auch noch nicht meinen Frieden geschlossen. Andererseits habe ich Alles erreicht, was es auf meiner Liste zu erreichen gab und es ist erfrischend leicht, daß es nichts mehr zu erreichen gibt, weil damit der Druck weggefallen ist. Ich muß nicht mehr, sondern ich kann und Alles was jetzt kommt, ist Bonus. Auf jeden Fall sortiert man sich neu.

Das sind schöne Zeilen und etwas was ich vor ein paar Jahren mal ähnlich beim Revue passieren lassen einer Verbindung gespürt hab - ich konnte Dankbarkeit spüren (statt nur zu sagen), für alles was bis dahin war. Sofern etwas weiteres kommt, fein. Sofern es beim bisher Erlebten bleibt, fein.

Vor 2 Stunden, schrieb Tau08:

Ein schönes und sehr bedeutsam Thema- und gleichzeitig eines, über das viele Menschen zu wenig nachdenken.

Persönlich beobachte ich seit vielen Jahren relativ aufmerksam Geschehen und Entwicklung in meinem Umfeld und an mir selbst.

Die letzten 4-5 Jahren zählen zu den besten in meinem Leben. Nie zuvor war ich mehr "ich selbst", das was schon immer in mir schlummerte, als in dieser Zeit. 

Es stellt sich die Frage: wird es so weitergehen? Wirds vielleicht noch besser? Schlechter? Was könnte passieren? Wie ist es anderen ergangen?

Man kann in einer ruhigen Minute einmal alle Menschen analysieren, denen man begegnet ist. 

Wie viele sind glücklich alt geworden? Wie viele sind gemeinsam glücklich alt geworden? Wie viele sind glücklich alt geworden und auch mit Kindern und Enkelkindern hat alles gut funktioniert? 

Es sind erstaunlich wenige.

Jeder zweite hat heute Krebs, es gibt viele weitere Krankheiten, Altersarmut, Scheidung, Erbstreitigkeiten, Kinder oder Enkel die sich als "Sorgenkinder" entpuppen, Alkohol, Drogen, Arbeitslosigkeit, keine Erfolg im Leben, Todesfälle, hinzu kommen oft Veränderungen im Kopf, Mindset und nicht alle sind positiv. 

Ein Lebensweg ist auch (meistens) immer extrem hart, viele Rückschläge, Entbehrungen, Leid, Ängste, Verluste begleiten ihn.

Da stellt sich die Frage: was kann mir passieren, wie würde ich damit umgehen? Jetzt, auf dem Gipfel meines Lebens, wo es am schönsten ist. Würde ich z.b. Depressionen bekommen wenn ich nicht mehr so könnte? 

Für mich selbst habe ich ein paar Antworten gefunden und werde sie weiter suchen und finden. Antworten die mir helfen, anderen vielleicht nicht, weil Menschen zu verschiedenen funktionieren. 

Ein bisschen Glück gehört bei vielen Punkten auch dazu. Überwiegend liegt es aber nur an einem selbst was man daraus macht. Ich habe mich immer durchgekämpft. Bin nicht müde, das Feuer brennt, die Neugier bleibt, ich will es durchziehen, nie satt und faul werden, nie aufhören zu denken und zu fühlen und zu lernen, auch wenn die vielleicht gesundheitlich besten Jahre schon hinter mir liegen.

Wenn der Körper einmal nicht mehr zu den Höchstleistungen fähig sein wird, so muss sich die Gewichtung auf die Geisteskraft verschieben. Diese Aufgabe ist eine große Herausforderung, aber mir sind zahlreiche Menschen begegnet, die mir Motivation und Ansporn sind und bleiben. 

 

Ob ein Lebensweg immer extrem hart und immer mit Kämpfen verbunden sein muss, möchte ich jetzt nicht bestätigen, wohl aber, dass keiner linear verläuft und Höhen und Tiefen und wieder Höhen dazu gehören und ja, es darum geht, wie wir damit umgehen können. Bei deinen Zeilen finde ich spannend, dass es durchaus fraglich ist, was es mit uns macht, wenn etwas nicht mehr ist/nicht mehr funktioniert und vor allem was ist, wenn darauf ein großer Fokus von uns lag. Ganz gleich ob das nun Äußerlichkeiten sind, sportliche Erfolge oder berufliche Auslastung. Spannend aber auch der Hinweis, dass es sich (erst?) dann zur Geisteskraft verschieben muss. Ich find ja immer wieder die Frage schön, wer bist du wenn keiner guckt. Hierauf übertragen, wer bist du, wenn du dich nicht mit deinem bisherigen Fokus identifizieren kannst. Eine Frage die sich wohl sowohl die Mama des nun Herangewachsenen, als auch der Spitzensportler irgendwann stellt; denn klar ist, dass nichts bleibt. Worauf ich hinaus möchte, dass Selbst-Bewusstsein nicht immer die Höchstleistung in etwas ist, eher die Erkenntnis, dass wir mehr als das sind/wertvoll sind auch wenn wir nicht funktionieren. (Was natürlich nicht ausschließt, Ziele zu haben und Motivation im Leben)

vor einer Stunde, schrieb Candala:

 

Ob ein Lebensweg immer extrem hart und immer mit Kämpfen verbunden sein muss, möchte ich jetzt nicht bestätigen, wohl aber, dass keiner linear verläuft und Höhen und Tiefen und wieder Höhen dazu gehören und ja, es darum geht, wie wir damit umgehen können. Bei deinen Zeilen finde ich spannend, dass es durchaus fraglich ist, was es mit uns macht, wenn etwas nicht mehr ist/nicht mehr funktioniert und vor allem was ist, wenn darauf ein großer Fokus von uns lag. Ganz gleich ob das nun Äußerlichkeiten sind, sportliche Erfolge oder berufliche Auslastung. Spannend aber auch der Hinweis, dass es sich (erst?) dann zur Geisteskraft verschieben muss. Ich find ja immer wieder die Frage schön, wer bist du wenn keiner guckt. Hierauf übertragen, wer bist du, wenn du dich nicht mit deinem bisherigen Fokus identifizieren kannst. Eine Frage die sich wohl sowohl die Mama des nun Herangewachsenen, als auch der Spitzensportler irgendwann stellt; denn klar ist, dass nichts bleibt. Worauf ich hinaus möchte, dass Selbst-Bewusstsein nicht immer die Höchstleistung in etwas ist, eher die Erkenntnis, dass wir mehr als das sind/wertvoll sind auch wenn wir nicht funktionieren. (Was natürlich nicht ausschließt, Ziele zu haben und Motivation im Leben)

Was es mit uns macht / passiert, wenn man nicht mehr funktioniert oder es einem genommen wird: 

Das Risiko von Depressionen, Überdruss am Leben, wird größer. Wer kennt sie nicht, die Männer die plötzlich im Ruhestand sind und nichts mehr mit sich anzufangen wissen, die kaum einen geregelten Tagesablauf hinbekommen, die nicht mehr gebraucht werden, deren Rat nicht mehr gefragt wird, die nichts mehr entscheiden können. 

Oder die Spitzensportler, die dann Party, Alkohol, Saus und Braus und anderen Dingen fröhnen, wenn der Körper den Dienst verweigert. 

Ist man ein von Leistung oder Höchstleistungen getriebener Mensch, muss oder kann man ab einem gewissen Moment versuchen oder drauf hinarbeiten, seinen Leistungs- oder Erfolgsdruck anders zu kanalisieren um dieses Gefühl gebraucht zu werden, wertvoll zu sein, zu erhalten. Da gibt's auch viele verschiedene Möglichkeiten und Wege wie man diesen Zustand erreichen kann, nur ist es halt leider auch so, dass die grundsätzliche Erkenntnis dazu nicht automatisch bei allen kommt oder manchmal erst zu spät kommt. 

Immer nur Gutes...

Da viele Sommer gut waren und die, welche noch kommen, mich fröhlich stimmen und auch gut werden..

Das Positive überwiegt das Negative....

(bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb Tau08:

Was es mit uns macht / passiert, wenn man nicht mehr funktioniert oder es einem genommen wird: 

Das Risiko von Depressionen, Überdruss am Leben, wird größer. Wer kennt sie nicht, die Männer die plötzlich im Ruhestand sind und nichts mehr mit sich anzufangen wissen, die kaum einen geregelten Tagesablauf hinbekommen, die nicht mehr gebraucht werden, deren Rat nicht mehr gefragt wird, die nichts mehr entscheiden können. 

Oder die Spitzensportler, die dann Party, Alkohol, Saus und Braus und anderen Dingen fröhnen, wenn der Körper den Dienst verweigert. 

Ist man ein von Leistung oder Höchstleistungen getriebener Mensch, muss oder kann man ab einem gewissen Moment versuchen oder drauf hinarbeiten, seinen Leistungs- oder Erfolgsdruck anders zu kanalisieren um dieses Gefühl gebraucht zu werden, wertvoll zu sein, zu erhalten. Da gibt's auch viele verschiedene Möglichkeiten und Wege wie man diesen Zustand erreichen kann, nur ist es halt leider auch so, dass die grundsätzliche Erkenntnis dazu nicht automatisch bei allen kommt oder manchmal erst zu spät kommt. 

Grundlage davon ist doch aber, dass das wertvoll sein (gebraucht werden / geliebt werden) von etwas abhängig gemacht wird. Geht im Kindesalter damit los, sich so und so verhalten zu müssen um als (ge)lieb(t) zu gelten, Belohnung für gute Leistung zu erhalten. Wenn der Sinn des Lebens nicht mehr die Kinder sind, sind es die Enkelkinder, die doch bitteschön produziert werden sollen. Tagesstruktur haben wir, weil es der normale Lauf der Dinge (tagsüber in eine „Einrichtung“ zu gehen) vorgibt, jedoch nicht, weil wir gelernt haben, dass diese auch für uns selbst essentiell wichtig ist. Zum Glück haben wir stattdessen was über Parabeln gelernt, statt fürs Leben Nützliches.

bearbeitet von Candala
vor 55 Minuten, schrieb Candala:

 

Grundlage davon ist doch aber, dass das wertvoll sein (gebraucht werden / geliebt werden) von etwas abhängig gemacht wird. 

Das wertvoll sein oder geliebt werden ist zunächst eine zwischenmenschliche Balance, ein wechselseitiges geben und nehmen an Gefühlen, Liebe, Zeit oder auch materiellen Dingen, Beruf. Wer nichts gibt, bekommt wenig zurück bzw wer Gutes in sich trägt, viel gibt,  teilhaben lässt, wird von den Besten umgeben sein. 

Fürs Leben nützliches lernen ist leider nur bedingt Teil des staatlichen Bildungsauftrages. Wenn es Eltern und Familie auch nicht kennen, können oder vorleben, müssen Erfahrungen selbst gesammelt werden.

 

(bearbeitet)
vor 19 Stunden, schrieb Avalanche23:

Ich hoffe es werden noch 25 Sommer. Leider ist meine Familie "verflucht" und kaum einer hat die 70 erreicht. Am Freitag muss ich meinen 1. Mann beerdigen...64 ...🥺 Mama 64...Papa 63.
Ich bin 58... Da kommt man ins Grübeln. Ich hätte gerne ein paar Jahre mehr Zeit... Zeit für meine Kinder...für meinen Herrn.. für ein bisschen mehr Leben, Liebe und Glück.....

Ich wünsch dir für den bevorstehenden Weg und Abschied von Herzen alles Gute und finde es dennoch schön, dass du ihn (eine Annahme) in Frieden gehst, da du ihn dabei begleitest, nun in sein neues Fürimmerzuhause einzuziehen. Ein bestimmtes Alter verbinden wir ja mit „alt sein“, aber ja, es ist dennoch erstaunlich, dass auf mache nur ein paar Jahre und auf manche noch ein paar Jahrzehnte warten.

Edit: Ob es da einen Fluch gibt, weiß ich nicht, wohl aber dass unsere Gedanken Einfluss nehmen und Zeit letztlich „nichts“ ist, wenn sie leer bleibt. 

bearbeitet von Candala
Vor 6 Minuten , schrieb Avalanche23:

Da wir uns vor über 30 Jahren in Freundschaft getrennt haben gibt es keinen Grund für Unfrieden 🥺 aber selbst wenn, wäre ich an der Seite meiner Tochter an diesem Tag.

Auch das ist schön und leider nicht selbstverständlich.

Vor 5 Stunden, schrieb Violet_Fog:

Meine Lebensvorstellung wird über 3 Jahren hinaus sehr vage. Das dahinter ist so weit weg, so schwer zu bestimmen und bis dahin passieren noch so viele Dinge, die ich jetzt noch nicht erahne. Ich habe natürlich einen ganz groben Entwurf mit Karriereoptionen und ich weiß dass ich Mutter bleibe und all das. Es gibt auch nicht mehr so viel, was ich unbedingt gemacht, erlebt oder gesehen haben muss. Mir macht es eher Unbehagen noch viel Zeit vor mir haben. So viel zu leben und zu tun. Ich habe keine hohen Ziele, die meinen Lebenssinn bestimmen. Ich lebe jetzt und ob morgen gut wird oder furchtbar, wer weiß das schon.

Da muss ich an das Wort lebensmüde denken, was oft verwendet wird, ohne den Sinn der Worte wörtlich zu nehmen.

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