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Schaden überspitzte Begriffe dem Renommee von BDSM?


SM-Art-5-GG

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG:

In Teilen der  - zumindest "virtuellen" - BDSM-Szene kursieren einige (wenige?) Begriffe, die bei wort-wörtlicher Betrachtung aus der Zeit gefallen scheinen. 

- Sklav*in

- Erniedrigung/Degradierung 

- inflationärer Gebrauch von Fetisch, z.B. als Reaktionsfetischist (doppelt peinlich auf Seite namens "FETISCH " u.a..

 

Dazu ein paar exemplarische  Fragen: 

1. Warum ist dies so? 

2. Wieso tendieren manche BDSMler*innen offenbar zu teilweise "martialischen" Übertreibungen? 

3. Führt dies dazu, dass es BDSM schwerer fällt gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen? Oder braucht BDSM dies gar nicht, wie kürzlich eine Userin schrieb? 

4.. Sind dies vielleicht nur Randphänome/Ausreißer, denen man nicht so viel Aufmerksamkeit schenken sollte? 

5. Oder ist es vielleicht doch wichtig klar zu definieren/formulieren, auch um zumindest eine eindeutige Kommunikation innerhalb der Szene zu ermöglichen? 

Weitere, ergänzende Aspekte gerne dazu. 

Was ist die virtuelle BDSM- Szene?

Ich habe das häufiger bei dir gelesen, es wirkt auf mich negativ konnotiert, ist meine Wahrnehmung korrekt?

 

Mein Eindruck ist, dass du mit viel Energie versuchst, das Thema BDSM für dich zu entschlüsseln. Das finde ich gut. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dir bewusst ist, dass du an vielen Stellen 'insgeheim' eine Wertung mit einfließen lässt. Bewertung hat eine ähnliche Wirkung wie Scheuklappen, sie verunmöglichen den Blick über den Tellerrand.

Damit wird Frage 5 vorerst irgendwie obsolet, weil auch andere Leute ihre, ggf. sehr elitären, Scheuklappen tragen. Wollen.

2. Ich freue mich, wenn du der Gruppe erklären magst, woher dein Wissen stammt,  dass die von dir bezeichneten Leute übertreiben. Beziehst du dich auf die verschriftlichten Darstellungen oder geht es dir um beobachtete oder selbst ausgeführte Handlungen?

Wenn jemand eine andere Person, die in Ketten gelegt ist, vor 70 anderen Leuten blutig peitscht, hat das auf mich einen gewissen, martialischen Geschmack. Und die wörtliche Darstellung davon hat eine gewisse, abstoßende Wirkung. Wenn man sowas hingegen erlebt, wie in meinem Fall als Zuschauer, dann relativiert die Energie alles Negative. Ich kann 2 glückliche Menschen sehen. Da ist genau nix abstoßend.

Theorie (Virtualität?) vs. Praxis (Virtuosität?)

3. Möchte BDSM flächendeckend in die Mitte der Gesellschaft? Was will es da? Akzeptiert werden? Für wen? Muss sich BDSM selbst legitimieren?

Für Massenakzeptanz muss Wasser in den Fond. Vieeeel Wasser. Das wird einigen sicher irgendwann zu dünn. 

Und wer dann Zeit und Lust hat, kann von Neuem anfangen, (end)gültige Definitionen zu finden. Viel Erfolg!

 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
vor 3 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG:

In Teilen der  - zumindest "virtuellen" - BDSM-Szene kursieren einige (wenige?) Begriffe, die bei wort-wörtlicher Betrachtung aus der Zeit gefallen scheinen. 

- Sklav*in

- Erniedrigung/Degradierung 

- inflationärer Gebrauch von Fetisch, z.B. als Reaktionsfetischist (doppelt peinlich auf Seite namens "FETISCH " u.a..

 

Dazu ein paar exemplarische  Fragen: 

1. Warum ist dies so? 

2. Wieso tendieren manche BDSMler*innen offenbar zu teilweise "martialischen" Übertreibungen? 

3. Führt dies dazu, dass es BDSM schwerer fällt gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen? Oder braucht BDSM dies gar nicht, wie kürzlich eine Userin schrieb? 

4.. Sind dies vielleicht nur Randphänome/Ausreißer, denen man nicht so viel Aufmerksamkeit schenken sollte? 

5. Oder ist es vielleicht doch wichtig klar zu definieren/formulieren, auch um zumindest eine eindeutige Kommunikation innerhalb der Szene zu ermöglichen? 

Weitere, ergänzende Aspekte gerne dazu. 

<°)))><

vor 22 Minuten, schrieb Teaspoon:

(...) Und natürlich ist dies dem TE bewusst. Er nährt sich von der Beachtung.

Die Frage ist  nicht "Warum etwas so ist", sondern "ob etwas überhaupt so ist". Und alle Antworten darauf interessieren ihn wahrscheinlich auch diesmal nicht im geringsten und werden höchstens gelesen, um die zu verdrehen.

 

Zu 2: findest du den Namen @SM-Art-5-GG nicht Übertrieben für jemanden ohne tiefere Erfahrung? Wobei es Schule zu machen scheint, Profile mit "SMart" im Namen häufen sich in letzter Zeit im Forum - Zufall?

 

Zu 3: würde es dir helfen BDSM zu akzeptieren?

 

Zu 4: ich finde, du bekommst zu viel Aufmerksamkeit (schönen Sonnabend dir).

 

Zu 5: wer zuhören und verstehen will, der hängt sich nicht an einzelnen Worten auf. Wer nicht verstehen will, verdreht auch die eindeutigst definierten Begriffe.

Ich wollte den Text mal retten ohne (unerwünschte) Kritik an der ...eration. 

Danke für die ersten, sehr aufschlussreichen  Rückmeldungen. 

"Hörigkeit" hatte ich in der Aufzählung glatt vergessen. Danke dafür @Bratty_Lo 😊

vor 8 Minuten, schrieb SM-Art-5-GG:

"Hörigkeit" hatte ich in der Aufzählung glatt vergessen. Danke dafür @Bratty_Lo 😊

Ja, tatsächlich in meiner "Negativ-Liste" weit oben angesiedelt...😉 

vor 38 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

wer sie wie benutzt.

Wer sie benutzt und mit welcher Absicht/Ansicht...

Ja, würde ich auch so sehen. 

Ich meine Sklavin ist jetzt normal im bdsm. Früher hatte ich mich auch mal auf der Sklavenzentrale angemeldet. Dass war Standard, dass es diese Bennenung gab (und auch immer noch gibt).

Ich fand das dann durchaus etwas gewöhnungsbedürftig, irgendwie: "deine Sklavennummer lautet..." 😅 

Aber gut. Und dann gibt es da irgendwie Sklavenbörse oder Sklavenmarkt, weiß nicht mehr wie das genau heißt. Am Ende normale Partner- und Domsuche.

Ich nenne mal ein paar Beispiele. In allen Beispielen ist das Grund setting das eine Person aus der BDSM Welt einer Person die nichts mit BDSM zu tun hat Dinge aus BDSM erklärt.
Beispiel 1:
BDSMler erklärt das es zwar ein machtgefälle gibt. Dom und Sub aber gleichberechtigt sind. Beide sich respektieren muss. Grenzen und tabus geachtet werden. Also erklärt gesundes BDSM.
Beispiele 2:
BDSMler erklärt das es ein machtgefälle gibt. Sub dankbar sein muss für Führung aber Dom nicht für Sub. Das Dom Grenzen und tabus definiert. Nicht aber Sub. Ungesundes BDSM.
In Beispiel 1 mag es zwar so sein, dass die nicht BDSM Person nichts mit BDSM anfangen kann. Aber bekommt trotzdem ein positiven Eindruck von Dom und Sub. In Beispiel 2 bekommt die Person keinen positiven Eindruck von Dom und Sub. Einfach durch das wie und wer erklärt.

Vor 5 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Wer sie benutzt und mit welcher Absicht/Ansicht...

Ja, würde ich auch so sehen. 

Ich meine Sklavin ist jetzt normal im bdsm. Früher hatte ich mich auch mal auf der Sklavenzentrale angemeldet. Dass war Standard, dass es diese Bennenung gab (und auch immer noch gibt).

Ich fand das dann durchaus etwas gewöhnungsbedürftig, irgendwie: "deine Sklavennummer lautet..." 😅 

Aber gut. Und dann gibt es da irgendwie Sklavenbörse oder Sklavenmarkt, weiß nicht mehr wie das genau heißt. Am Ende normale Partner- und Domsuche.

Genau Sklave ist historisch ein behafteter Begriff. Zurecht auch. Im BDSMler Kontext aber was normales und nichts schlimmes. Wenn jetzt eine Person diese Begriff nutzt, der oder die sich mit der BDSMler Definition auseinandergesetzt hat. Verstanden hat, dass es immer auf Konsens beruht und dies vermittelt. Dann ist der Begriff nicht schädlich. Weil der korrekte Kontext vermittelt wird. Benutzt jemand den Begriff ohne den Kontext oder sogar ein falschen Kontext zu vermittelt. Dann ist es schädlich.

(bearbeitet)
vor 1 Stunde, schrieb Igel:

Zunächst einmal, weil das große schwarze Buch noch nicht erschienen ist

"Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, daß es ihn nicht gibt." Charles Baudelaire.

bearbeitet von SirTorben
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