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BDSM und sexuelle Übereinstimmung als Basis für eine Partnerschaft und etwas mit Perspektive?


DeinHerrDerSehnsucht

Empfohlener Beitrag

BDSM ist für mich ein Muss und nicht nur im Bett. Alltäglich. Ohne passt es nicht. Das alleine bestimmt aber nicht ob es passt sondern ist lediglich ein Teil.

DeinHerrDerSehnsucht

Du würdest as aber auch so sehen dass dieser Teil einen sehr grosser Teil ist, der quasi den Grundstein legt, oder ? 

Vor 18 Minuten , schrieb DeinHerrDerSehnsucht:

Du würdest as aber auch so sehen dass dieser Teil einen sehr grosser Teil ist, der quasi den Grundstein legt, oder ? 

Wenn du antworten möchtest markiere doch bitte. Einfach auf antworten klicken wodurch ich dann zitiert werde und eine Benachrichtigung erhalte. Hab das jetzt nur durch Zufall mitbekommen. Ansonsten hätte es sein können, dass auf deine Frage keine Antwort kommt. Weil man es nicht mit bekommt.
Zur Frage. Ja klar. Ein sehr großen Teil. Ohne selbst bei perfekten Charakter würde nichts laufen. Umgekehrt aber ebenso. BDSM ist für mich persönlich eine lebenseinstellung. Ohne könnte ich nicht.

Vor 9 Minuten , schrieb Teaspoon:

Ich habe bewusst in diesen Kreisen gesucht, weil ich mir eine Beziehung ohne BDSM nicht vorstellen konnte. 

Ich habe dann in der Beziehungsanbahnung aber eher Wert auf das Zwischenmenschliche gelegt, nachdem grob klar war, er dom, ich dev. 

Die Feinheiten haben wir dann gemeinsam entwickelt und letztlich Schritt für Schritt. Wenn da irgendwas mal nicht gepasst hätte, dann wäre es wohl nicht weiter gegangen. Und ich empfinde es als Glück, dass es für uns so gut passt. Wenn es schon zu Beginn nicht passt, wird es wohl nie passen.

Aber wie du mit deiner Frau erfahren hast, entwickelt man sich aber auch auseinander. Und dann passt es nicht mehr. Ich habe ähnliche Erfahrung mit meinem ersten Mann gemacht. 

Insgesamt denke ich, es ist besser zu wissen, was man will und das zu suchen, statt sich auf etwas einzulassen, was gar nicht passt. 

Volle Zustimmung. Perfekt erklärt und spiegelt meine Sicht 1 zu 1 ebenfalls wieder.

Für mich ist eine ernste Partnerschaft die darauf ausgelegt ist einen längeren Weg gemeinsam zu gehen, sogar zusammen zu leben sowas wie eine Mini-Komune. Es geht da nicht nur darum, mit wem man gerne Zeit verbringt oder wer einen vom Hocker haut, sondern ob die kritischen Eigenschaften, die notwendig sind gegeben sind. Gesellschaftliche und politische Einstellungen, Einstellungen zur Beziehung, Erwartungen, Lebenspläne. Das funktioniert völlig anders als eine Suche nach einem Spielpartner für mich. Ich gehe nicht davon aus dass jemand mich über Jahre jeden Tag vom Hocker haut. Es muss im Alltag funktionieren, man muss ein gutes Team sein, sich ergänzen, sich hilfreich sein. Sie darf das Leben nicht anstrengend und schwierig machen, es ist eine Struktur die das Leben verändert und beeinflusst. Man hat jemanden in seinem engsten Kreis und man muss ihn da aushalten können, selbst wenn es nervig wird und alles was die Person mitbringt. 

BDSM ist für mich wichtig. Es ist ein Teil von mir. Wenn jemand mich liebt, dann gehört das mit dazu. Es ist auch ein kritisches Merkmal, nicht auf Teile von mir verzichten zu müssen in einer Beziehung, sonst geht es nicht. Andersrum wäre es mir auch auch ein Graus 24/7 Dominanz performen zu müssen und sich jemanden ständig auf diese Weise anzunehmen. Auch muss man sich einig sein ob man monogam leben will oder nicht und wenn nicht in welcher Form man ENM leben will.

 

Ich entsinne mich bei einem renommierten Psychothe***uten, dessen Name mir gerade verflixt nochmal nicht einfallen will,in einem Buch gelesen zu haben, dass aus seiner Sicht guter Sex die Grundlage für eine längerfristige und gute Beziehung ist. Es könne nur funktionieren, wenn beide Seiten auf Ihre Kosten kommen. Natürlich müssen auch grundlegende Werte und Ansichten übereinstimmen oder zumindest durch Kommunikation und (soweit möglich) Kompromisse kongruent werden.

Ich denke, ganz unrecht hat er nicht. Sex ist durch unsere Biologie und Veranlagung schlicht derart tief in uns verwurzelt, dass wir auf Dauer unzufrieden und frustriert werden, wenn es nicht dem entspricht, was wir mögen und uns wünschen. Daher gehe ich mit, so toll es auch zwischenmenschlich sein mag, wenn dieses Element gar nicht passt und zu Frustration führt, kann auch eine Beziehung nicht gelingen.

Ich merke es gerade bei mir selber. Durch meine letzte Partnerin bin ich erstmalig intensiv mit BDSM in Berührung gekommen und habe gemerkt, dass ich dies in meinem Liebesleben nicht missen möchte. Allerdings bin ich sehr unsicher, wie wichtig es mir wirklich ist, und wie viel Kompromisse ich bereit wäre zu gehen, falls meine Partnerin gar kein Interesse daran hätte. Ich denke, eine solche Beziehung würde ich nicht langfristig halten können, weil es mir fehlen würde.

Für mich ist Sex der wichtigste gemeinsame Nenner. Und da setzt er an mein Dom, um mich zu quälen. 

Das ist sehr ambivalent für mich. Kaum auszuhalten. 

Ich hasse es und ich mag es auch irgendwie,  darunter zu leiden, dass ich ihn sexuell überhaupt nicht reize.

Ich genieße es dann um so mehr, wenn er mich sexuell benutzen läßt und mir die fremden Männer ein Kompliment machen. 

 

 

Ich habe es auch versucht, normales Leben und BDSM iwie zusammen zu bringen, ging mit meiner Frau nicht. Dann haben wir es getrennt. Bei ihr normales Leben mit "normalem Sex", BDSM mit anderen. Klappte hervoragend, bis uns eine Krankheit entzweite. Nun lebe ich mein Leben mit BDSM, aber nicht im 24/7 sondern nach Lust, Laune und Möglichkeit.

Sex und Sexualität ist schon etwas, was ich in einer Beziehung als Eementar betrachte und BDSM? Das ist etwas, was ich als absolut gegeben ansehe. Eine Beziehung ohne? Kommt für mich nicht in Frage.

Ein sehr interessantes Thema und hier werden die unterschiedlichsten Erfahrungen zusammen kommen. Ich erzähle lediglich von meiner.
Wie auch schon öfters meinerseits erwähnt (in anderen Beiträgen), habe ich meine Neigungen damals auf die falsche und unsichere Art und Weise ausgelebt ohne dass ich wusste das es dafür einen Namen gibt.
Es war eine aufregende Zeit voller Höhen und Tiefen, die ich trotz vieler negativer Erfahrungen nicht mehr missen möchte.
Aber ich war dieses Seins überdrüssig, zumindest dachte ich das, weil ich eigentlich nach "Liebe" gesucht habe. Mittlerweile weiß ich das es eigentlich lediglich "Zuneigung" war. Verdrehte Wahrnehmung.
Dann bin ich in zwei toxische Beziehungen gestolpert. Einmal Zero Jahre und danach direkt in 12 Jahre. In der ersten von beiden habe ich meinem Partner noch versucht meine Neigungen und wünsche zu äußern, dieser Mensch war dem aber nicht stark genug und ist mental daran zerbrochen, sodass ich meine Wünsche und Neigungen ihm zu liebe unterdrückt habe und in Absprache mit dass wieder nebenbei woanders geholt habe. Ich brauchte das einfach, um mich noch lebendig zu fühlen.
Dort bin ich nur durch eine neue "Liebe" Trigger falsche Wahrnehmung ausgebrochen und umgeschwänkt. (Meinem EX ging es Anfangs durch den Jojo Effekt sehr schlecht, mittlerweile können wir uns aber normal unterhalten und er hat sein Leben damals schnell wieder in den Griff bekommen.)
In meiner Langzeitbeziehung in die ich geschlittert bin, hat er mich so manipuliert, dass ich Angst und Ekel vor meinen eigenen Wünschen, Neigungen und vor mir selbst entwickelt habe und so gedrillt wurde, dass ich nichts anderes mehr konnte, als ihm alles Recht zu machen. Durch die Geburt von zwei Kindern hat er mich mundtot und willenslos gemacht.
Auch hier bin ich nur durch Hilfe von außen rausgekommen. Es war ein katastrophaler Cut, mit einem Ausgang der Unschön für mich und die Kinder wurde. Aber in dieser Langzeitbeziehung bedeutete Sex nur, was ihm gefiel, wann er wollte und ich war nur noch zu einer kalten Puppe geworden. Auch das zwischenmenschliche brach weg.
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Ich denke auf der einen Seite war es wie eine typische Langzeitbeziehung, wie im Anfangspost geschrieben.
Man mag dich, man kam zusammen, Sex war zu Beginn interessant und ein Teil. Dann kam Eltern sein und Alltag der das paar auseinander bricht. Die Versuche wieder zusammen zu kommen sind erschwert nur einseitig geflossen. Alltag zerschießt. Erwartungshaltung nehmen einen dir Lust. Und der Unmut führt zu Frust, der wiederum das zwischenmenschliche Kaputt macht.
Und dann kommt der Wunsch auf Öffnung der Beziehung, was meistens auch nur einseitig gewünscht ist und man entwickelt sich weiter und voneinander weg. Meistens erfolgt eine Veränderung durch einen Impuls von außen. Wenn beide an einem Strang mitziehen und beide Spaß an der Veränderung haben, kann es zu einer Bereicherung werden, wenn nur einseitig, wird die Verletzung immer bei einem Groll aufeinander bleiben und die Beziehung vergiften. Meistens hilft nur Trennung oder aktive Veränderung miteinander.
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Was ich stark gemerkt habe war nach der Langzeitbeziehung in meiner neuen und aktuellen Beziehung, auch bald 3 Jahre und doch so erfrischend anders. Zum einen teilen wir einige gemeinsame Interessen, und haben aber ähnliche und überschneidende Wünsche und Neigungen die wir sowohl sexuell ausleben können als auch einen guten Draht zusammen für ein gemeinsames BDSM gefunden haben. Anders als in meinen bisherigen Beziehungen ist aber der Umstand, dass wir sowohl getrennte Wohnungen und leben haben, als auch dass es Poly ist und seine Seite von Anfang an offen war und offen bleiben wird. Klar würde ich ihn gerne für mich alleine haben, aber ich habe verstanden das seine Wünsche und Neigungen und Bedürfnisse weit über den Möglichkeiten von mir selbst stehen und er es sich wo anders holt, damit ich nur dem nachgehen muss, worauf ich auch wirklich Lust habe und nicht wie in meinen letzten Beziehungen mich hingebe, obwohl ich etwas nicht möchte. So bin ich viel freier im neuen ausprobieren und lerne dass ich such etwas nicht gut finden brauche und dass es okay ist. Ich finde das das zwischen menschliche, das BDSM und auch der Sex und Hobbys nun einen guten Mix gekommen haben, sodass ich mir so eine Konstellation Langezeit vorstellen kann. Und wenn ich jetzt an einen Punkt kommen sollte, wo man merkt dass etwas einbricht oder einschläft, dann arbeiten beide Seiten aktiv an einer gemeinsamen Lösung. Das gibt mir viel Mut für die Zukunft.
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Ich glaube das vor allem die Kommunikation innerhalb einer Beziehung das wichtigste ist. Das man seinem Partner mit seinen Gedanken offen gegenübertreten kann und nicht dafür verurteilt wird. Und dass man einander vertrauen kann in jeglicher Hinsicht, aber auch Freiheiten einräumt, damit man sich nicht eingesperrt fühlt. In monogamen Beziehungen ist das etwas anders als bei Poly. Letztlich ist es aber eine Frage des Vertrauens und der Akzeptanz des Partners gegenüber uns seiner eigenen Gefühle.

In einer Partnerschaft möchte ich befriedigenden Sex.
Passt das Sexuelle nicht aber das Zwischenmenschliche bleibt es bei einer Freundschaft, oder einer offenen Beziehung.

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