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Reden, Reden, Reden


Vi****

Empfohlener Beitrag

Also man hat es hier ja auch oft, dass man tatsächlich gewisse Themen zum Beispiel durch "Oversharing" zerreden kann.
Gerade extrovertierte, die eine besondere Form von Mitteilungsbedürfnis haben, können eine Kontaktaufnahme auch sehr schnell kaputt machen.
Unabhängig davon, ob es sich um devote Subs oder eben auch teilweise durch gewisse Formen der dominanten Gesprächsführung handelt.
Also wir hatten damals eine klare Regelung da Sie sehr polygam ausgeprägt war, während ich selbst monogam gehalten wurde.
Da gab es damals ohnehin nicht so viel Mitspracherecht. 🤷🏻‍♂️😉

Wenn das D/s Verhältnis gut eingestellt ist dann braucht es eigentlich keine Worte. Für mich der Idealzustand. Worte braucht es um dieses Ziel zu erreichen.

Ja man kann Dinge zerreden. Meistens aber nach meiner Meinung nach nur, wenn es eigentlich um was ganz anderes geht als tatsächlich beredet wird.
Manchmal kann auch schweigen die geeignetere Kommunikation sein. Ein Beispiel. Wenn ein geliebter Mensch von uns geht möchte ich natürlich auch reden aber auch einfach Stunden nicht reden aber nicht alleine seine.
Zu dem konkreten Beispielen. Ich kann nur von mir reden aber meine zukünftige Herrin müsste mir nicht sagen mit wem was. Ich ihr aber nach meinem empfinden sehr wohl bzw. ich als Sklavin würde um Erlaubnis bitten. Bitte aber nicht umgekehrt.

Ich finde es kann Zuviel werden. Meine sub zum Beispiel kann mit jedem Problem zu mir kommen. Wir hatten aber eine Zeit wo sie mein Handeln nicht nachvollziehen konnte oder Aufgaben nicht ausführen wollte weil sie den Sinn dahinter nicht sieht. Davon mal ab das der Sinn mir zu gefallen ausreichen sollte 😂😂 können Aufgaben bei Menschen die ein Problem haben wo sie festgefahren sind befremdlich wirken. Es wurde dann immer Ellen lange diskutiert wo der Sinn ist etc. bis sie gemerkt hat” oh hoppla das bringt mich ja weiter “ seit dem wird einfach gemacht was ich sage.

Vor 21 Minuten , schrieb Goodgirl101:

Man kann Dinge erst dann „zerreden“, wenn zwei Menschen auf unterschiedlichen Ebenen kommunizieren – etwa wenn der eine eher rational und der andere eher emotional argumentiert. In solchen Fällen führt das Gespräch oft zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten. Meiner Meinung nach ist es deshalb wichtig, sich bewusst zu machen, was man eigentlich sagen möchte und vor allem, mit welchem Ziel man in das Gespräch geht, möchte man sich verbinden oder einfach recht haben?

Mhh naja ich zb als Dom sage meiner sub auf sachlicher ebene was ich will… sie reagiert darauf oftmals emotional. Ich denke das ist bei Ds oft der fall. Bei SM vielleicht eher weniger

Ich habe das Gefühl, wenn immer wiederkehrend das selbe Thema aufkommt, liegt es meistens darin, das eine der beiden Parteien, den anderen von seiner Meinung überzeugen möchte

Gerade wenn es um einen persönlichen Standpunkt geht, warum muss man darüber ausarten diskutieren, wenn man unterschiedlicher Meinung ist oder man eine andere Sichtweise hat

Ich ertappe mich dabei selbst und sage mir immer und immer wieder, akzeptiere und respektiere eine andere Meinung und Versuch selbst zu überlegen, ob ich mit dieser Meinung/ Ansicht klar kommen kann ohne ständig das Thema aufzugreifen

Solange man einen gemeinsamen Konsens findet, den beide akzeptieren können, fein. Nur wenn man ein Thema mit einem Skalpell zerstückelt, müsste man sich die Frage stellen: wohin soll es führen? Was will ich mit dieser Diskussion erreichen

Thema Beziehungsmodelle, ein Thema was man klar definieren muss um Missverständnis/ Diskussionen/ Verletzungen zu vermeiden

Zum Thema was erzähle ich meinem „Partner“ was halte ich persönlich für relevant/ überflüssig oder von Bedeutung. Sehr schmaler Grat und besonders zu Beginn, wenn man sich neu kennenlernt
Man selbst betrachtet ein Thema für absolut überbewertet, für den gegenüber hat es einen enormen Stellenwert

Wie gesagt meistens kommt man auf einen Nenner, wenn man bewusst darüber redet, wo man hin möchte oder was das Ziel der Diskussion ist

Poly ist getrennt von BDSM und dazu möchte ich auch nichts sagen. aber noch einer session ist es eine gute möglichkeit in der aftercarephase die session zu besprechen und was etwas viel war und was ein highlight. so findet man eine gute grundlage dinge weiterauszubauen. es kommt auch sehr auf den menschen selbst an, manche zeigen durch nähe wie sie etwas erlebt haben ( meine sub schläft in meinem arm ein, zufrieden und entspannt) oder man lässt das gespräch natürlich beim gemeinsamen essen entstehen. ein gezwungenes reden führt meist zu nichts.

Ich kenne mich mit "poly" weniger aus, aber niemand sollte sich ständig neu rechtfertigen müssen. Insofern kann auch eine Kommunikation geeignet sein, die dann eben nicht jedes Detail teilt. Nötig ist ja immer nur die Kommunikation fürs Gegenüber direkt, wo da so welche Dinge liegen und möglich sind. Es muss nicht zwangsläufig alles Drum Herum eingebunden werden. 

Für uns kann man auch Dinge "zerreden", die mal nicht so gelaufen sind. Natürlich sollte man lösungsorientiert kommunizieren oder woran Dinge liegen könnten, aber einmalige Dinge kann man auch mal unter "schlechter Tag" verbuchen und das nächste Mal geht's weiter. Da ist allerdings jeder verschieden, wie schnell man was "abhakt", noch grübelt oder einfach Reset drückt. Bei uns müsste schon etwas sehr schief laufen oder mehrmals hintereinander, sodass es in eine negative Richtung driften würde. Dann würden wir Themen genug Relevanz und Aufmerksamkeit schenken. Aber nicht zwangsläufig immer bei jeder "Kleinigkeit". Was nicht wertend gemeint ist für Leute, die auch "Kleinigkeiten" entsprechend anders bearbeiten oder es diese für sie sogar gar nicht gibt. 🙃

Ansonsten schreiben wir neben Sprache nach wie vor auch gerne. Und gerade kam ich von der Arbeit, möchte am Laptop später noch ein wenig was machen, da steckte dann eine so süße Karte drin. 😭😍 Wie toll das Wochenende wieder war, nette Sätze. Ich glaube, wir "feiern" das dann irgendwie auch immer ein wenig und ich freue mich auf die nächsten Aussichten...🤭😎  

Ich verallgemeiner jetzt mal ...
Reden grundsätzlich wichtig... Schweigen ist Gold, ist nie die Lösung.
Natürlich kann man Dinge auch "tod quatschen" ... Aber wie oft kann jeder einzelne von uns und seinem Leben behaupten, das zu viel geredet wurde... das Problem fast ausnahmslos das nicht oder zu wenig reden...
Und manches erledigt sich von alleine, ohne reden ohne Schweigen ..
Durch dinge wie Gemeinsamkeiten ... Lachen oder einfach mal Frust abbauen (je nach Situation)... und mal melancholisch schweigend nebeneinander sitzen und gemeinsam den Sonnenuntergang betrachten, den Kopf ausschalten... auch etwas sehr sehr gutes.
Viele von uns verlernen aber leider in der heutigen Zeit das Reden, das Zuhören, das einfach da sein.
Liegt vielleicht an der Schnelligkeit der heutigen Zeit. Jeder ist nur mit sich selbst beschäftigt... Das Netz löst die Probleme der Menschheit...

Ich bin kein Mensch der viel redet aber dafür eher viel schreibt.

Mein Dom ist mir niemals Rechenschaft schuldig. Es ist schön, dass ich keine Meinung haben muss, dass ich einfach sein kann.

Keine Diskussion, kein Streit, keine Rechtfertigungen, nichts von all dem. Nur Führen und Folgen.

Einfach perfekt.

Reden ist wichtig , 

zerreden kann man nur wenn man sprachlich/gedanklich nicht "kompatible" ist - reicht ja schon wenn einer eine negative Laune hat oder nicht ganz beim Thema ist ... 

ich unterhalte mich die letzten Jahre sogut wie gar nicht mehr , bin geistig 5/6 ohne Softwareupdate , und da ich niemanden verletzen oder verarschen will bleibe ich lieber unter mir und schaue andere beim Glücklichsein zu , denn wie sich andere Unterhalten ist sehr "spanend" (wortwitz - bitte nicht melden)

Liebe @Violet_Fog, geht es dir denn tatsächlich darum, wie viel und welche Kommunikation richtig und wichtig ist und ums Zerreden oder um das grundsätzliche Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, was sich dadurch bedroht anfühlt? Was ist es denn, was aus dem Teilen einer Information - ganz gleich in groß oder klein - es sich wie eine Rechtfertigung anfühlen lässt? Was wäre dir denn wichtig von deinem Gegenüber zu erfahren und warum? Macht das was mit dir?

Kommunikation muss ja nicht reden, reden und nochmals reden sein. Sich gegenseitig altmodische Briefe oder E-Mails (ist irgendwie auch schon altmodisch) schreiben kann ein sehr effektiver Weg sein um sich auzutauschen. Schreiben strukturiert Gedanken, was einem auch selbst helfen kann Wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.
Ich fande das Schreiben in der Vergangenheit sehr hilfreich. Aber eigentlich eher aus einem ganz pragmatischen Grund. Die BDSM Beziehungen waren alles Fernbeziehungen und bei einem Treffen war die Freude den anderen zu treffen groß und so waren wir eher gemeinsam albern und haben die Zeit miteinander genutzt für die schönen Dinge.

(bearbeitet)

Egal welche Beziehungsfrage hier gestellt wird, der hauptsächliche Rat ist immer: "Redet miteinander".

Dabei mangelt es in diesen Fällen an Verständnis und nicht an der Menge der Kommunikation. Miteinander reden ohne sich zu verstehen dürfte eines der größten Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen sein.

Wenn meine Frau und ich uns streiten, irgendwann erinnern wir uns dann doch wieder, z. B. an gewaltfreie Kommunikation. Oder wir lesen im Klassiker von John Grey nach und es fällt uns wie Schuppen von den Augen, wie anders gestrickt unser Partner ist. Sobald sich Verständnis einstellt, wird der Streit substanzlos.

Oder in @Violet_Fog s Beispiel: Wenn Verständnis für die Sehnsüchte des Partners besteht, dann ist keine Rechtfertigung mehr nötig.

bearbeitet von Windgust

Eine schöne, reflektiere Aussage.

Viel zu oft erwischt man sich, dass man schon am Antworten ist, wenn das Hirn auf einmal auf der Meta-Ebene sich diese Frage stellt, die du in deinem Thread ansprichst.

Es gehört Disziplin dazu, sich diese Meta-Frage immer vor einer Antwort zu stellen.

vor 56 Minuten, schrieb Windgust:

Wenn Verständnis für die Sehnsüchte des Partners besteht, dann ist keine Rechtfertigung mehr nötig

Nicht vergessen, dass dieses Verständnis auf beiden Seiten gegeben sein sollte. Und darin liegt wohl die Magie, dass sich zwei Menschen finden, die zusammen harmonieren. 

vor einer Stunde, schrieb Windgust:

Klassiker von John Grey

"John Gray" , sorry

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