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Brat/Dom Gefühle in D/s


Dr****

Empfohlener Beitrag

Für mich ist Brat eine Mischung aus Widersetzen, frech sein und testen. Die Führung ist da, aber ich schaue bewusst, ob ich trotzdem irgendwo durchkomme. Nicht um sie zu brechen, sondern um zu sticheln, zu reizen, dieses Spiel um die „Macht“. Auch wenn sie klar verteilt ist, liebe ich genau diese Herausforderung.
Und ab und an lässt er mich gewinnen.

Ich glaube, dass D/S eigentlich recht unabhängig von der genannten Rolle ist. 

Für mich bedeutet D/S schon, dass es um Gehorsam geht. Aber das dürfte auch wieder jeder anders sehen. Folgsamkeit und Unterwürfigkeit. 

Dass da auch mal Frechheiten oder Grenzen testen eine Rolle spielen können, mag sein. Aber grundsätzlich sehnt man sich im D/S wohl nach Unterwerfung.

Die Tiefe entwickelt sich für mich dann eher dauerhaft und auch durch ein gewisses Selbstverständnis. In der devoten Rolle aufzublühen und anzunehmen. 

Aber das ist wohl eine Sache, inwiefern Subs dauerhaftes D/S überhaupt mögen oder die Neigung dazu haben. Ich glaube, wenn diese Neigung vorhanden ist, fühlt sich das immer tief an. Das dürfte dann bei Brats auch nicht viel anders sein, als bei Subs oder Skalvinnen. Zumal die Bennenungen jetzt auch nicht unbedingt "trennscharfe" Linien haben. Insofern würde ich es am Ende nicht allzu sehr davon abhängig machen.

Dass 24/7 mit einigen Brats eher schwierig sein dürfte, kann man vermuten. 

Auf der anderen Seite wollen das ja ohnehin nicht alle, unabhängig der Rolle. 🙃 

Vor 38 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Ich glaube, dass D/S eigentlich recht unabhängig von der genannten Rolle ist. 

Für mich bedeutet D/S schon, dass es um Gehorsam geht. Aber das dürfte auch wieder jeder anders sehen. Folgsamkeit und Unterwürfigkeit. 

Dass da auch mal Frechheiten oder Grenzen testen eine Rolle spielen können, mag sein. Aber grundsätzlich sehnt man sich im D/S wohl nach Unterwerfung.

Die Tiefe entwickelt sich für mich dann eher dauerhaft und auch durch ein gewisses Selbstverständnis. In der devoten Rolle aufzublühen und anzunehmen. 

Aber das ist wohl eine Sache, inwiefern Subs dauerhaftes D/S überhaupt mögen oder die Neigung dazu haben. Ich glaube, wenn diese Neigung vorhanden ist, fühlt sich das immer tief an. Das dürfte dann bei Brats auch nicht viel anders sein, als bei Subs oder Skalvinnen. Zumal die Bennenungen jetzt auch nicht unbedingt "trennscharfe" Linien haben. Insofern würde ich es am Ende nicht allzu sehr davon abhängig machen.

Dass 24/7 mit einigen Brats eher schwierig sein dürfte, kann man vermuten. 

Auf der anderen Seite wollen das ja ohnehin nicht alle, unabhängig der Rolle. 🙃 

Es geht nicht um D/s selbst sondern Gefühle von Brat und Dom in einer Dynamik.

vor 3 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

Es geht nicht um D/s selbst sondern Gefühle von Brat und Dom in einer Dynamik.

Entschuldigung. 

Das tiefste Gefühl ist Liebe für mich und das können wohl erstmal alle Rollen untereinander haben. Ich mag im D/S dieses besondere Gefühl der Hingabe. Einfach klein sein, wenn mein Herr zufrieden ist. Dann bin ich glücklich. 

Anspannung und Spannung, das mögen einige dann wohl auch. Irgendwie "Nervenkitzel". Das hat man natürlich in der Brat Dynamik im Prinzip von actio und reactio. Wie weit kann ich gehen? Dom wie Sub. Wohin kann ich sie treiben? Bricht sie auch mal aus? Der Dom wird das dann ja so mögen. Ein großes Gefühl, welches mich im bdsm immer triggert (positiv) ist auch eine gewisse Angst. 😉 Ohne das jetzt allzu sehr auszuführen. Und das liegt auch sehr vielfältig bei mir. Insofern gegen "Machtdemonstrationen" wie sie einige wohl negativ fänden, hab ich nichts. 🤭 Da spüre ich meine untergeordnete Stellung noch intensiver. 

vor 8 Minuten, schrieb Wölfin3101:

Für mich gehört genau dieses „Grenzen testen“ und frech sein nicht an den Rand, sondern mitten rein.

Ok, das ist dann tatsächlich eine andere Betrachtung. 

vor 8 Minuten, schrieb Wölfin3101:

Ich glaube, du denkst D/S ein bisschen zu eng

Möglich...

gefühle ... hmm ok  - ein thema mit dem ich mich insofern etwas schwer tue, weil ich sicher noch zu einer generation gehöre, die sich dazu nicht so ohne weiteres mal äußert ... ich muß aber schon noch ergänzen, dass sich das schon über die jahre gebessert hat ... lach und ich versuch mich mal am thema und der fragestellung wie ich sie lese...

da sich bei mir d/s, sm und was auch immer noch im bdsm mischt, mag ich das nicht so einzeln betrachten und ob brat oder nur mal etwas "aufmüpfig" ebenso... wobei ich letzteres durchaus mag... ich lege sehr viel wert auf gefühle bei der jeweiligen sub/sklavin und natürlich auch bei mir 

es gibt ja diese sog. basisemotionen zu denen zb freude, überraschung u auch angst gehören - gern überrasche ich sie mit neuen ideen und inhalten oder variationen in der umsetzung - bei angst wird es etwas diffiziler ...angsspiele sehr gern aber obacht vor panik ... das kann oft ein schmaler grad werden!

bei den sog. pos. gefühlen ist mir wichtig das es als grundlage des ganzen eine verbundenheit, vertrauen, zuneigung gibt... das sich stolz über erfüllte herausforderungen einstellen kann, das sie sich durch meine ruhe und gelassenheit geführt fühlt und sich fallen lassen kann, egal was noch kommen mag und auch freude und amüsiertheiten möglich sein sollten...

aber auch im negativen gefühlsbereich gibt es für mich interessantes zu finden ... zb scham...diese und jene peinlichkeiten sind durchaus reizvoll

in summe ergibt sich eine gewisse faszination für beide daraus, wenn immer mal das eine oder andere aus diesem gefühlsportfolio abgerufen werden kann

Vor 16 Minuten , schrieb FeuerHerr:

Ich versuche mal das, was ich für mich an Erkenntnissen gesammelt habe wiederzugeben.

Mir ist extrem wichtig zu betonen, dass für mich keine der beiden Rollen besser oder schlechter ist. 
Es sind vollkommen unterschiedliche Ansätze in einem ähnlichen Feld. Während Brats regelmäßig die Grenzen testen müssen um sich sicher und aufgehoben zu fühlen, ist es für Sklaven eher wichtig einen verlässlichen Alltag mit klaren Regeln zu haben. Auch wenn das Bedürfnis (Sicherheit, Halt und Geborgenheit) das gleiche ist, ist der Weg dorthin für beide ein völlig anderer.

Ich bin auch der Meinung, dass beide extrem missverstanden werden:

Brats:
wollen nicht nur Aufmerksamkeit
sie wollen Grenzen Spüren. Sie müssen fühlen, dass die Person, der sie sich hingeben, immer die Kontrolle hat. Das die Liebe, die sie erfahren nicht eine Reaktion auf ihr Verhalten ist, sondern bedingungslos. Sie brauchen Sicherheit und Bestätigung. Dafür sind sie bereit sich voll und ganz hinzugeben, wenn Sie fühlen, dass die Person die sie führt voller Geduld und Konsequenz ist. Die Stärke des Doms muss stets aufs neue bewiesen werden, um sicherzugehen, dass sie noch in sicheren Händen sind.

Sklaven:
sind nicht schwach
, sondern im Gegenteil, sie werden oft von einer inneren Stärke getrieben. Ihre Hingabe verstehen sie als Geschenk und wünschen sich auch eine entsprechende Würdigung und vor allem eine entsprechende Sorgsamkeit. Klare Regeln, Routinen und Kontrolle geben ihnen Bestätigung. Ein Kampf würde ihre Bindung nur schwächen und sie an ihrer Hingabe zweifeln lassen.
Bestätigung, Aufgaben, Regeln und Konsequenzen lassen sie spüren, dass sie ihre Hingabe nicht verschwenden. Die Geborgenheit kommt dann mit der positiven Bestärkung und dem warmen Gefühl von Stolz, wenn sie ihrem Dom/Herren gefallen.

 

Aus Dom Sicht nutze ich mal Autos als Sinnbild. Weil es das meiner Meinung nach sehr gut verdeutlicht, und auch für nicht D/s Personen die Emotionen die ein Dom hat evtl. anschaulich macht.
Bitte mit ein bisschen Humor lesen.

Brats:
Sind für mich wie ein Sportwagen: Sie sind aufregend, sie erfordern ein höheres Maß an können im Handling, es ist ein tolles Gefühl sie zu kontrollieren, einige halten um einiges mehr aus und sie lösen viel mehr Gefühle aus. Positive wie auch negative. Auf der Kehrseite, sind sie pflegeintensiv, benötigen viel Aufmerksamkeit und jeder Fehler, den man macht, wirkt sich direkt aus. Eine gemütliche Spazierfahrt kann immer unerwartete Wendungen nehmen.
Es ist nichts was man auf sich nimmt, um ein entspanntes Dasein zu haben und gut durchs Leben zu kommen, sondern es ist aufregend, auffallend und mit einer Achterbahn vergleichbar.

Sklaven:
Sind für mich wie ein Luxusauto: Es ist etwas sehr Besonderes, man bereitet sich lange darauf vor, man investiert vorab viel, es ist extrem aufregend am Anfang, mit der Zeit spielt man sich aufeinander ein und eine wunderschöne Konstanz tritt in den Alltag. Es ist Zuverlässigkeit und Komfort und etwas zum Genießen. Es ist ein Luxus.

Dem ist nichts hinzuzufügen!!!! Sehr schön beschrieben!

Vor 21 Minuten , schrieb FeuerHerr:

Ich versuche mal das, was ich für mich an Erkenntnissen gesammelt habe wiederzugeben.

Mir ist extrem wichtig zu betonen, dass für mich keine der beiden Rollen besser oder schlechter ist. 
Es sind vollkommen unterschiedliche Ansätze in einem ähnlichen Feld. Während Brats regelmäßig die Grenzen testen müssen um sich sicher und aufgehoben zu fühlen, ist es für Sklaven eher wichtig einen verlässlichen Alltag mit klaren Regeln zu haben. Auch wenn das Bedürfnis (Sicherheit, Halt und Geborgenheit) das gleiche ist, ist der Weg dorthin für beide ein völlig anderer.

Ich bin auch der Meinung, dass beide extrem missverstanden werden:

Brats:
wollen nicht nur Aufmerksamkeit
sie wollen Grenzen Spüren. Sie müssen fühlen, dass die Person, der sie sich hingeben, immer die Kontrolle hat. Das die Liebe, die sie erfahren nicht eine Reaktion auf ihr Verhalten ist, sondern bedingungslos. Sie brauchen Sicherheit und Bestätigung. Dafür sind sie bereit sich voll und ganz hinzugeben, wenn Sie fühlen, dass die Person die sie führt voller Geduld und Konsequenz ist. Die Stärke des Doms muss stets aufs neue bewiesen werden, um sicherzugehen, dass sie noch in sicheren Händen sind.

Sklaven:
sind nicht schwach
, sondern im Gegenteil, sie werden oft von einer inneren Stärke getrieben. Ihre Hingabe verstehen sie als Geschenk und wünschen sich auch eine entsprechende Würdigung und vor allem eine entsprechende Sorgsamkeit. Klare Regeln, Routinen und Kontrolle geben ihnen Bestätigung. Ein Kampf würde ihre Bindung nur schwächen und sie an ihrer Hingabe zweifeln lassen.
Bestätigung, Aufgaben, Regeln und Konsequenzen lassen sie spüren, dass sie ihre Hingabe nicht verschwenden. Die Geborgenheit kommt dann mit der positiven Bestärkung und dem warmen Gefühl von Stolz, wenn sie ihrem Dom/Herren gefallen.

 

Aus Dom Sicht nutze ich mal Autos als Sinnbild. Weil es das meiner Meinung nach sehr gut verdeutlicht, und auch für nicht D/s Personen die Emotionen die ein Dom hat evtl. anschaulich macht.
Bitte mit ein bisschen Humor lesen.

Brats:
Sind für mich wie ein Sportwagen: Sie sind aufregend, sie erfordern ein höheres Maß an können im Handling, es ist ein tolles Gefühl sie zu kontrollieren, einige halten um einiges mehr aus und sie lösen viel mehr Gefühle aus. Positive wie auch negative. Auf der Kehrseite, sind sie pflegeintensiv, benötigen viel Aufmerksamkeit und jeder Fehler, den man macht, wirkt sich direkt aus. Eine gemütliche Spazierfahrt kann immer unerwartete Wendungen nehmen.
Es ist nichts was man auf sich nimmt, um ein entspanntes Dasein zu haben und gut durchs Leben zu kommen, sondern es ist aufregend, auffallend und mit einer Achterbahn vergleichbar.

Sklaven:
Sind für mich wie ein Luxusauto: Es ist etwas sehr Besonderes, man bereitet sich lange darauf vor, man investiert vorab viel, es ist extrem aufregend am Anfang, mit der Zeit spielt man sich aufeinander ein und eine wunderschöne Konstanz tritt in den Alltag. Es ist Zuverlässigkeit und Komfort und etwas zum Genießen. Es ist ein Luxus.

Sehr schön geschrieben

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