Jump to content

Die Selbstaufgabe der Sub?


Br****

Empfohlener Beitrag

Ich konnte jetzt das zumindest zuordnen. Und es mag für einige "Wortklauberei" sein. Sorry, das ist dann halt manchmal bei mir so. 

In der Hinsicht ordne ich die Aussage für mich jetzt als korrekt ein. 

Was allerdings keine grundsätzliche Selbstaufgabe meint (bzw. "gewissermaßen" kommt hin), sondern in verschiedener Hinsicht einfach etwas von sich aufzugeben. 

Dieses, etwas von sich aufzugeben ist schlüssig. Das tue ich schon, wenn ich jemanden in meine Seele blicken lasse und das nicht mehr alleinig kontrolliere. 

Ich fühle starkes Unbehagen bei dem Wort „Selbstaufgabe“.

Es hat für mich etwas von „beim Ertrinken nicht mehr zu versuchen an die Oberfläche zu gelangen“… weckt Beklemmungen. 
 

Ich liebe es, wenn ich in einen Zustand gelange, in dem ich wie Wachs für sie bin. Aber wohlgemerkt ist das ein zeitweiliges eintauchen. Der Moment, die Zuwendung zu ihren Bedürfnissen, Vorstellungen, Gesten und Worten. 
ABER, das Leben ist immer mehr, als unsere Dynamik. Da gibt es die vielen anderen Rollen, Verpflichtungen und ToDos für mich, wegen derer ich mir auf gar keinen Fall leisten kann, dauerhaft ein sabbernder Lappen zu sein, der kriechend folgt und sonst keine Eigenständigkeit mehr besitzt. Ich muss dennoch in unterschiedlichsten Augenblicken und an diversen Orten für mich und andere da sein, proaktiv Entscheidungen treffen und auch Grenzen setzen. 
Das passt für mich nicht mit Selbstaufgabe, auch wenn es gelegentlich ein reizvoller Tagtraum sein kann, realistisch ist das für mein Leben nicht. 

(bearbeitet)
vor 12 Minuten, schrieb Toy4her:

Da gibt es die vielen anderen Rollen, Verpflichtungen und ToDos für mich, wegen derer ich mir auf gar keinen Fall leisten kann, dauerhaft ein sabbernder Lappen zu sein, der kriechend folgt und sonst keine Eigenständigkeit mehr besitzt.

Warum muss man denn das gleich automatisch sein? Man kann für einen Menschen alles sein und alles von sich geben, die Bedürfnisse der Herrschaft zu seinen machen, sich selbst komplett zurückstellen ohne wie ein dauerhaft sabbender Lappen am Boden herum zu kriechen. Also ich mache das nicht. Und zusätzlich kann man sich gegenüber anderen Menschen anders verhalten. Man ordnet sich doch nur einen Menschen unter und nicht allen. 

bearbeitet von slavejaykay
vor einer Stunde, schrieb Toy4her:

Das passt für mich nicht mit Selbstaufgabe, auch wenn es gelegentlich ein reizvoller Tagtraum sein kann, realistisch ist das für mein Leben nicht. 

Das finde ich auch sehr passend

Ich liebe das, wenn ich da sehr tief drin versunken bin. Tatsächlich gibt es dann nichts anderes auf der Welt! Und das ist natürlich ein Traum. Weder dürfte das so allerdings realisierbar sein, selbst wenn man intensiv bdsm mag und ein dauerhaftes Machtgefälle und vielleicht wollte man das auch nicht und es ist dann das "Besondere" 🥰 Denn sich nach dem Dom zu richten, diese kleinen Momente genieße ich. Und wenn es nur den Kaffee bringen ist. Dann mache ich allerdings auch was anderes und habe "mein Zeugs". Nur wer hat das irgendwie nicht? Das lässt sich kaum realisieren (dann müsste Dom alles regeln und das wollten auch die wenigsten!) Gerade noch ne Online Überweisung getätigt (ja, hätte er auch machen können...) Es gibt diverse Dinge. Meinte letztens, als eine Mail ausblieb, dann schau doch nach... (weil ich anderes gemacht hatte). Halt online was getätigt und dann war die Verbindung weg. Wusste nicht, ob das noch übersendet wurde und meinte zu ihm, dass ich keine "Bestätigungsmail" bekommen hatte. Da konnte er dann auch gerne schauen. Meinte dann: "das Passwort ist xxx...". Aber das würde ich dann ohnehin selbst nochmal tun. 😅 

Als Traum kann ich das Wort "Selbstaufgabe" wirklich nachvollziehen. Und wenn das manchmal so ist, ist es doch schön...🥰 

vor 55 Minuten, schrieb slavejaykay:

Man kann für einen Menschen alles sein und alles von sich geben, die Bedürfnisse der Herrschaft zu seinen machen, sich selbst komplett zurückstellen

Man kann bestimmt "Alles" für einen Menschen sein @slavejaykay Ob man zu jeder Zeit "alles" geben und sich "komplett" und "immer" zurückzustellen kann, für die Bedürfnisse des Doms, ist dann allerdings so eine Sache. Man kann ja gar nicht alles "zurückzustellen". Gewisse Dinge müsste dann der Dom erledigen und zwar dann, wenn sie zu erledigen sind. Auch der kann nicht ständig nur nach "Bedürfnissen" leben. 

Das kann am Ende für mich zwar so grundsätzlich hinkommen, was die Dynamik betrifft, dass die Sub sich nach dem Dom richtet. Aber ist dann nach wie vor keine Selbstaufgabe. Wenn die Sub auch bestimmte Dinge eigenständig im Blick hat usw. 

vor 55 Minuten, schrieb slavejaykay:

Und zusätzlich kann man sich gegenüber anderen Menschen anders verhalten.

Das wäre dann für mich auch keine "Selbstaufgabe", so wie ich sie verstehe. Jetzt auf das Wort noch bezogen. Aber du hast natürlich recht. 

Selbstaufgabe kommt für mich nicht infrage. Ich bin ein extrem eigenständiger Mensch, glaube nicht an ewige Liebe und Zuneigung. Zu schlechte Erfahrungen in meinem Leben. Einmal zu oft von jetzt auf gleich ohne Wohnung dagestanden. Einmal zu oft meine kompletten Bedürfnisse in einer Beziehung zurückgestellt.

Vieles funktioniert eine gewisse Zeit. Ich gehöre leider zu den Menschen, die alles in sich hineinfressen, nicht reden - und irgendwann explodieren. Nicht unbedingt Sublike. Eigentlich möchte ich die Wünsche meines Partners erfüllen. Aber ich habe festgestellt, dass ich dies nicht mehr uneingeschränkt konnte. Es hat mich buchstäblich krank gemacht.

Mein Partner versucht nach einigen intensiven Gesprächen mit mir weiterhin einen gemeinsamen Weg zu finden, wie es miteinander funktionieren kann. Und ich bin sicher, ich mache es ihm gerade nicht leicht. Ich weiß auch nicht, ob ich mich ihm gegenüber tatsächlich verständlich machen kann. Trotzdem ist er noch für mich, für uns da. Das ist unglaublich viel - besonders wenn ich hier doch von einigen lesen durfte, dass eine Sklavin - und wohl auch eine Sub - gehen kann, wenn sie nicht (mehr) richtig funktioniert. 

BlackownsPurple

Also bei mir hat sich noch nie eine Sklavin selbst aufgegeben. Sie haben sich und ihr Wohlbefinden in meine Hände gelegt, und damit Devotion und ggf. ihren Masochismus ausgelebt.

Ganz unabhängig davon wie weit das geht, ob RACK/PRICK, CNC oder CIS,  gilt im "BDSM" immer das Konsensprinzip. Das heisst für mich, dass dieser Machtaustausch immer gewollt ist und nicht erzwungen, und dass dieser Konsens immer auf Augenhöhe verhandelt wird.

Das nenne ich dann eher Selbstverwirklichung und Selbstdisziplinierung als Selbstaufgabe.

LG, BoP (m)

 

P.S. Ich möchte in einem Machtgefälle auch eine gewisse Fallhöhe sehen. Das heißt, dass ein Mensch ohne Macht über sich selbst für mich kein passendes Gegenüber ist. Frauen die sich selbst aufgeben wollen oder das schon getan haben, kommen daher als Sklavin für mich nicht in Frage.

vor 8 Stunden, schrieb DevoteVorführung:

besonders wenn ich hier doch von einigen lesen durfte, dass eine Sklavin - und wohl auch eine Sub - gehen kann, wenn sie nicht (mehr) richtig funktioniert. 

Das sind für mich alles solche "Idealbilder" an denen man hängt @DevoteVorführung. Da kann nie was schief laufen und eine "echte" Sklavin darf auch nie "Nö" sagen. Weil, sonst ist sie das ja gar nicht.^^ Futsch und hinüber der Status, tja so schnell geht das...

Man plappert da in meinen Augen nur irgendwelche Sklaven "Gesetze" oder so nach. Wer würde denn da jemanden real ernsthaft wegschicken? 

Und wenn sollte man sich tatsächlich mal die Frage stellen, ob man eine solche Herrschaft dann braucht? Wenn die mit einem "Nö" derart überfordert wäre oder man das heilige bdsm derart erschüttert hätte, dass da nun wirklich nur das Fortschicken die Antwort sein kann. Soll die Sklavin mal ihr weiteres Leben lang drüber nachdenken! Was sie da angerichtet hat! 🤭☝ 

vor 9 Stunden, schrieb DevoteVorführung:

Mein Partner versucht nach einigen intensiven Gesprächen mit mir weiterhin einen gemeinsamen Weg zu finden, wie es miteinander funktionieren kann.

Das finde ich gut! 👍 Bestimmt geht es wieder besser und ich wünsche dir, dass du dich verständlich machen kannst oder er herausfindet, was es genau ist. 🥰

(bearbeitet)
vor 36 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Man plappert da in meinen Augen nur irgendwelche Sklaven "Gesetze" oder so nach. Wer würde denn da jemanden real ernsthaft wegschicken? 

Und wenn sollte man sich tatsächlich mal die Frage stellen, ob man eine solche Herrschaft dann braucht? Wenn die mit einem "Nö" derart überfordert wäre oder man das heilige bdsm derart erschüttert hätte, dass da nun wirklich nur das Fortschicken die Antwort sein kann. Soll die Sklavin mal ihr weiteres Leben lang drüber nachdenken! Was sie da angerichtet hat

Für mich zählt eine Verbindung in der ich mein Gegenüber als "Sklavin" bezeichne zu den tiefergehenden D/S-Beziehungen. Die Betonung liegt einerseits auf Beziehung, andererseits aber auch auf einer tiefen Verbundenheit, die ich dafür für unabdingbar erachte.
Das ist in der Regel mehr als eine einfache Freundschaft oder oberflächliche Dom/Sub-Beziehung, weil ich mich ganz tief in ihrer Seele verankere, genau diesen Trigger nutze, den ihre Devotion bietet.
Wenn jemand schreibt, dass er einen solchen Menschen einfach ohne weiteres gehen lassen oder wegschicken könnte, hat er einfach diese Verbindung nicht, hat er nie eine Sklavin im D/S-Konsens besessen sondern lediglich sein eigenes Unvermögen statuiert, eine solche Beziehung zu führen.
Selbstverständlich kannn eine Sklavin einfach nein sagen und gehen. Das wird sie bei einem entsprechenden Anker nicht tun. Sie vertraut auf die Führung und dass diese sie nicht überfordert, dass ihr Herr diese besondere von Hingabe getragene Verbindung wertschätzt und erhalten will, dass er ihr hilft, diese Überforderung zu verarbeiten, Hürden zu überwinden.

Das macht für mich den Unterschied zu echter, nicht konsensueller Sklaverei, die hier sicher niemand praktiziert oder anstrebt. Und selbst da würde ein Besitzer versuchen zumindest den monetären Wert einer Sklavin zu erhalten.

 

LG, BoP (m)

bearbeitet von BlackownsPurple
×
×
  • Neu erstellen...