Jump to content

Ist Feminität prägend für Subs?


Le****

Empfohlener Beitrag

Hallo zusammen,

ich habe in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, welche Rolle Feminität innerhalb einer Sub-Dynamik eigentlich spielt. Für manche scheint sie ein selbstverständlicher Teil des Ausdrucks zu sein, während sie für andere kaum eine Bedeutung hat.

Besonders spannend finde ich dabei, wie sich das eigene Empfinden auf das Auftreten auswirkt. Gerade an die Subs gerichtet: Inwiefern fühlt sich eure Rolle für euch feminin an und zeigt sich das vielleicht auch in eurem Verhalten, in Bewegung, Mimik oder Gestik, ganz ohne dass es bewusst gesteuert wird?

Mich interessiert, ob solche Aspekte eher aus der Dynamik heraus entstehen oder ob sie schon vorher Teil des eigenen Selbstbildes sind.

Ich bin neugierig auf eure Gedanken und Erfahrungen dazu.

Ich werde damit mit Sicherheit viele Nerven treffen aber! Man wird nicht als Frau geboren sondern gemacht. Das sagte mal eine starke Frau die längst tot ist. Sie war eine Feministin. Arbeitete als Lehrerin und Autorin. War die zweit beste beim Abschluss. Was sie damit sagen wollte ist folgendes. Das Geschlecht Frau. Nicht von der Biologischen Ebene sondern gesellschaftlichen Ebene. Das ist ein Konstrukt. Welches nur dazu dient Frauen klein zu halten. Frauen dürfen fühlen aber bitte nicht zu viel. Damit sie leise sind. Das gesamte System auch heute noch ist genau darauf ausgelegt. Frau ist Opfer? Es wird Täter Opfer begannen. Frau muss sich rechtfertigen was sie an hatte usw. Frauen wird hysterisch? Auch einer der gesellschaftlichen Methoden klein zu halten. Siehe jetzt Australien. Wo Aussagen kommen wie ,,Frauen sind zu emotional für so eine Position". Usw. Usw. Usw. Das alles Spielt auch eine Rolle im BDSM. Weil wir BDSMler sind Teil des Systems und wir alle wurden vom System geprägt. Der eine mehr. Der andere weniger aber wir alle sind mitten drinnen und so findet es sich auch im BDSM wieder. Frauen sind oft Submission und selten Dominant. Liegt das vielleicht an der Prägung? Sissy als kink auch? Für mich ein klares ja und somit prägt Feminität auch Sub.

(bearbeitet)

Keiner meiner subs war je feminin. 🤔 

Aber sehr orientiert, achtsam und aufmerksam was Frau angeht. 

Wenn es also nicht um gezielte feminisierung geht verstehe ich die frage nicht ganz kannst du das bitte besser erklären? @Lenard1

bearbeitet von Alexiel_Mistress
Vor 28 Minuten , schrieb DreamGirlYuki:

Ich werde damit mit Sicherheit viele Nerven treffen aber! Man wird nicht als Frau geboren sondern gemacht. Das sagte mal eine starke Frau die längst tot ist. Sie war eine Feministin. Arbeitete als Lehrerin und Autorin. War die zweit beste beim Abschluss. Was sie damit sagen wollte ist folgendes. Das Geschlecht Frau. Nicht von der Biologischen Ebene sondern gesellschaftlichen Ebene. Das ist ein Konstrukt. Welches nur dazu dient Frauen klein zu halten. Frauen dürfen fühlen aber bitte nicht zu viel. Damit sie leise sind. Das gesamte System auch heute noch ist genau darauf ausgelegt. Frau ist Opfer? Es wird Täter Opfer begannen. Frau muss sich rechtfertigen was sie an hatte usw. Frauen wird hysterisch? Auch einer der gesellschaftlichen Methoden klein zu halten. Siehe jetzt Australien. Wo Aussagen kommen wie ,,Frauen sind zu emotional für so eine Position". Usw. Usw. Usw. Das alles Spielt auch eine Rolle im BDSM. Weil wir BDSMler sind Teil des Systems und wir alle wurden vom System geprägt. Der eine mehr. Der andere weniger aber wir alle sind mitten drinnen und so findet es sich auch im BDSM wieder. Frauen sind oft Submission und selten Dominant. Liegt das vielleicht an der Prägung? Sissy als kink auch? Für mich ein klares ja und somit prägt Feminität auch Sub.

Die korrektere Übersetzung von Beauvoir ist: "Man wird nicht als Frau geboren, sondern wird/entwickelt sich zur Frau."
Feminismus der zweiten Wellr, ich kenne de Beavuvoirs Werk nicht gut genug, um sagen zu können, wie transfreundlich und antrassistisch sie interpretiert werden kann, ob das zu meinem Feminismus passt bzw in welchen Teilen sie für mich noch aktuell ist, und was ich zu starr empfinden würde.

Denke aber gerade, dass man sich ja auch zum Mann entwickelt. Oder als diverse Person sich zwischen stereotypen Gendernormen seinen eigenen Weg bahnt.

Ich mag den physischen Kontrast mit meinem jeweiligen Körper. Von innen heraus empfinde ich mich gar nicht so doll as feminin, das ist Situation mal so oder so, ein kleiner, großer oder gar kein Teil meines Erlebens. Ich habe auch einige maskuline Traits.

Für mich ist es ein Spiel mit verschiedenen Facetten meines Seins, als auch meiner Feminität und, ja, auch Maskulinität. Etliche Doms fühlten sich getriggert dadurch, dass ich als maskulin geltende Traits habe und stark außerhalb von Sessions, aber auch immer noch in Sessions "ein knallharter Kerl" bin, und sehr wenig "feminin-devote" Züge bin.

Was ein komisches Konkurrenzding seitens dieser zwei, drei Typen war, die nicht darauf klarkamen, dass ich in vielen Dingen mindestens ebenso tough, wenn nicht tougher bin. Ohne dass ich mir das ausgesucht hätte - ich musste mich halt allein durchschlagen und alles fragil-devot-*** ablehnen, verkörperte in den Jahren toxische Maskulinität - und einiges davon ist mein Wesen geworden.

Damit bin weiblich geboren, zur Frau geworden, weigerte mich, zur Frau gemacht zu werden nach einem Schema, und bin in einigen Hinsicht zum Mann geworden. Immer noch cis-feminin und straight. Aber auch gender-bender zum kleinen Teil das eine, viel neutral dazwischen, und feminin. Ein Potpourri also, dass niemals ein Potpourri zur Deko hinstellen würde;)

×
×
  • Neu erstellen...