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Welcher Dom hat die Rolle gewechselt? Erfahrungen...


dr****

Empfohlener Beitrag

Vor 11 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Ich finde gerade sehr interessant.  Du sagst, dass es ein unglaubliches Gefühl war, die Macht zu spüren. Hast es aber trotzdem nicht weiter verfolgt?

Für mich ist die Erfahrung "auf der anderen Seite zu sein" gewesen- wie langweilig ist das denn😅

Nein langweilig war es ganz und gar nicht 😅 aber wie soll ich sagen…es hat mich dann nicht mehr gekickt. Ich wollte nicht angebetet werden usw sondern fand es dann eher befremdlich, dass er mir dienen wollte mit allem drum und dran. Aber ich habe ihn gut begleitet, damit er heil aus der Sache rauskommt.

Ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen, da mein eigener Weg von der Hingabe in die Dominanz mein wertvollstes Fundament bildet. Erst durch das eigene Erleben habe ich begriffen, dass Unterwerfung keine passive Rolle, sondern eine enorme mentale Leistung und ein aktives Geschenk an Vertrauen ist. Dieses Wissen hat meine heutige Dominanz grundlegend verändert: Ich führe heute viel präziser und demütiger, weil ich das emotionale Echo meiner Handlungen auf der anderen Seite genau kenne.

Der Perspektivwechsel war für mich die wichtigste Schule überhaupt. Ich weiß heute instinktiv, wie sich das Vakuum einer unsicheren Führung anfühlt oder wie viel Überwindung es kostet, die Kontrolle wirklich loszulassen. Das macht meine Dominanz nicht weicher, aber wesentlich treffsicherer und authentischer. Wenn du dich auf diese Erfahrung einlässt, wirst du deine Haltung nicht verlieren, sondern sie um eine tiefe psychologische Intuition erweitern, die man durch bloße Beobachtung niemals erreichen kann. Es ist der Schritt von der reinen Machtausübung hin zu einer wahrhaft reflektierten Führung.

vor 19 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Mit "Arbeit" verstehe ich das aber immer nur sehr bedingt @Seilfuchs. 🙈 Mein Herr dominiert ja aus Lust heraus und macht, was er will. Das ist jetzt keine Arbeit für ihn, ganz im Gegenteil. Das möchte man schon zügellos auskosten. Gut, Dom kann sein Hirn nicht an der Gaderobe abgeben und eingie Dinge sind vielleicht "komplizierter". Aber solche Fesselungen muss man ja auch nicht machen und wenn, dann macht man sich die Mühe hoffentlich in freudiger und sadistischer Aussicht...😜 Das Lernen drum herum wäre etwas Arbeit, ja gut. 

Und bei Sub? Die muss sich unterwerfen. Fertig. Arbeit wäre das nicht. Mein Herr würde eher von "Leidensfähigkeit" und "Belastbarkeit" sprechen. Dinge nicht zu mögen, erdulden zu müssen usw. Das könnte "schwer" werden, aber Arbeit ist es nicht. Man möchte ja auch ganz unten sein und hat die Neigung. Aber so ganz einfach ist das alles ja auch immer nicht...🙈 

Wenn das so für euch so ist, ist das prima. 

Ich spreche hier im übrigen bewusst von Bottoms und Tops, nicht von Sub / Dom oder Sklave / Master Dynamiken oder sowas, die durchaus anders aufgebaut sein könnten! ;)Genauso wie das "Arbeit" in " bewusst so gewählt ist, da diese durchaus freiwillig gewählt ist und nicht als Arbeit mit der ich mir meinen Lebensunterhalt verdiene zu verwechseln ist.

Allerdings "verschlafen" einige Menschen, was herausfordernd / Kräfte zehrend auf der anderen Seite sein kann, bzw. was es von einem abverlangt, als Bottom eventuell Sachen zu tun, die wirklich eher Wunscherfüllung für Top sind und einem selbst nichts geben (also nicht einmal "Ich finde das doof und genau deshalb soll das sein"). 
Genauso sehe ich es dennoch als "Arbeit" an, wenn Service Sub mir etwas machen würde wie Essen kochen, Füße massieren etc. die entsprechend auch Respekt und Wertschätzung verdient. Gerade dann, wenn die Person vielleicht harte Tage hinter sich hat und dennoch den Service erbringt. Ich würde das niemals als selbstverständlich ansehen... Selbst gerne gemacht, kostet das durchaus etwas. 
Genauso wie anders herum Bottoms gerne unterschätzen, was es für Toppersonen bedeuten kann, Wünscherfüller zu sein und wie anstrengend es bsp. ist nach Drehbuch von Bottom zu arbeiten. Vor allem dann, wenn Sachen getan werden, die nicht in Tops "möchte ich machen" Ecke fallen. 

Gerade im Shibarikontext würde ich einem Top den Finger zeigen, wenn dieser behauptet, dass ich mich in den Seilen ja einfach entspannen kann und es ein Spaziergang ist, ich mir hier überhaupt kein Wissen / Know How aneignen muss und nichts dafür tun muss (davor, danach und währendessen) - genauso wie ich auch nicht der Meinung bin, Topperson legt nur paar Seile um mich drumherum und da sei keine Arbeit davor, dabei und dahinter (auch im langfristigen Kontext durch Workshops etc.) 

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