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Abrichten und Verbrauchen


ba****

Empfohlener Beitrag

Vor 15 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Da kommen ja teilweise mehrere Themen zusammen. Das Eine ist ja, wie man dauerhaft bdsm macht. Insbesondere da sollte Sub schon ein wenig reflektieren können, was ihr da noch gut tut. 

Mir wurde auch schon oft gesagt, auch real auf Stammtischen, dass ich nicht einfach sagen kann: "ist egal, kannst mich jederzeit zwingen..." unabhängig des Befindens. Ich meine jetzt mental und nicht dass der andere auf Krankheiten usw. Rücksicht nimmt. 

Den sogenannten "Absturz" wollen wir jetzt sicher nicht, aber nehmen den inzwischen in Kauf. Anders geht es nicht. Das sagt mein Herr selbst, denn ein Problem damit mich zu zwingen, hat er nun nicht. Wüsste aber selbst manchmal nicht, bis wohin das noch "gut" ist. 

Ich komme dann aber auch damit zurecht. Dauerhaft brauche ich schon Wertschätzung. 

Und nicht jemanden Aussaugen, bis die Person dann Nichts mehr ist und kann. 

Ich wälze zum Beispiel überhaupt keine Verantwortung ab. Ich will ja bdsm machen. Ich ziehe halt nur keine Grenzen, ich "kann" auch nicht immer so Mitwirken, wie es sich einige vielleicht vorstellen. 

Ein Beispiel aktuell: irgendwas bei mir im Ellenbogen tut schon seit ca 3 Wochen weh. Das sage ich meinem Herrn allerdings so nicht unbedingt. Bei Beugebewegungen, extrem schmerzhaft ist es allerdings, wenn ich schwere Sachen hebe. Das ist zack, ein Schmerzimpuls, der nicht schön ist. 

Somit war das dann gestern in einer bestimmten gefesselten Position zu schlafen auch extrem übel. Bis ist dann irgendwie morgens um 6 nicht mehr konnte. Mein Herr hat dann nur gefragt, ob das an der Fesselung liegen würde oder "allgemein" was weh tut...

Ich habe nur geantwortet: allgemein... Aber es geht schon...

Ging ja dann doch nicht, also hat er die Sachen entfernt. 

Ich meinte erst jetzt, dass ich da in meinem Ellenbogen offenbar schon länger irgendwie was habe. Ob das ne Entzündung ist oder so, keine Ahnung...

Dennoch dreht er mir den Arm auf den Rücken, dennoch machen wir bdsm! 

Ich bin da so: wird schon wieder besser werden...

Ich zeige da nicht zwangsläufig alles an, außer es geht dann wirklich gar nicht mehr! 

 

Ja das ist schon richtig aber du jaulst deinen Herren ja nacher nicht die Ohren voll das er schuld ist. Du hast das gefahren Potenzial für dich erkannt und eingeschätzt ( mitwirken) . Wenn mir mir eine Person sagt sie möchte gebrochen werden etc bin ich doch nicht am Ende für ihr Kopfkino vollumfänglich verantwortlich… Ich selber würde so etwas nicht machen. Aber ich gehe doch nicht zb zu einer Person und sage hau mir mal ohne Rücksicht eine inne Fresse volle Möhre … ich will das und hinterher heule ich rum das die Person das gemacht hat weil sie ja in der Verantwortung ist mich zu stoppen 😂😂. Subspace zb oder andere Situationen wo ich als dominanter Part eine Entscheidung diesbezüglich Treffe weil mein Gegenüber es nicht kann Oki. Aber doch nicht bei Psychosen

"Verbrauchen" klingt seltsam... Nun, egal wo oder wie man anfängt, man ist in erster Linie Mensch und hat immer Selbstverantwortung für sich und sein handeln! Wenn sich jemand "verbrauchen" lassen möchte, dann bitte reagieren! Und zwar mit dem Ruf eines Rtw! Das muss psychiatrisch abgeklärt werden! Dringend!

vor 4 Stunden, schrieb JaN1na:

 

Zwischen der Fantasie und dem Weg ohne Wiederkehr zu dieser Neigung...wurde bisher nicht unterschieden...da es im EP um das Endstadium geht.
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Mit dieser Möchtegern Hilfe, stößt man alle betroffenen weg von dringend benötigter Hilfe...man macht sie durch stigmatisierung auch noch mundtot... Du solltest echt mehr über die dunkle Triade lernen, bevor du Antihilfe weiterhin praktizierst.
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Der alte Krüger Effekt sollte eigentlich ein Begriff sein...aber manchmal wird Hilfe von außen benötigt.
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Ich habe meine Erlebnisse und die bitterlich ertragene Hilfe hier im Forum, mit meinem The***uten besprochen und er meinte...
Betroffene sind oft in ihrer eigenen Bubble und daher nicht in der Lage anderen betroffenen zu helfen. Da sie eigentlich selbst in Therapie seien sollten verstehe er nicht wieso dies nicht bekannt ist, dass wird einem am Anfang der Therapie als Warnhinweise mitgegeben. Daher halte ich mich mit Hilfe in Bereichen wo ich nicht unzählige Blickrichtungen kenne deutlich zurück.

Ach jetzt geht es doch mit therapie? Waren das nicht alle unfähige Personen die dir nichts aufzeigen lehren und helfen können? 🤔 

Ich danke dir für deine sehr umfangreiche Antwort.
Für mich ist klar erkennbar, dass du über sehr umfangreiche und tiefe Erfahrungswerte verfügst, welche dir erlauben, die ganze Materie, entsprechend differenziert zu betrachten. Du scheinst mir goldrichtig zu liegen.
Ich werde, wenn ich mehr Zeit habe, deine Antwort intensiver analysieren.
Was mir unter anderem aufgefallen ist, ist deine Unterscheidung zwischen einem empathischen und einem weniger, oder gar nicht empathischen Dom.
Ich halte mich auf jeden Fall für empathisch.
Ich stehe zu meiner Neigung, und ich versuche den Neigungen anderer Menschen, die größtmögliche Toleranz entgegen zu bringen.
Aber im Grunde reden wir in diesem speziellen Fall, über eine sexuelle Ausrichtung, , die meiner Meinung nach, wenig oder nichts verwerfliches an sich hat.
Banal gesagt gibt es halt Männer und Frauen, die entweder dominiert werden wollen oder aktiv andere dominieren möchten.
Zu letzteren gehöre ich.
Aber ich bin empathisch.
Was mich eher noch mehr beschäftigt ist der sexuelle Sadismus und seine verschiedenen Ausprägungen.
Schönen Tag noch...

Der für mich aberwitzige Gedanke, sich keine Grenzen bei der Dom-Person zu wünschen, erhält aktuell noch einmal auf besonders eindringliche Weise Bestätigung, in dem ein kritisch betrachtetes Urteil des Amtsgerichtes Münster einen Angeklagten sehr leichtfertig davonkommen ließ. 
 

Hier wurde bereits von der besonderen Verantwortung, die die Sub-Person trägt, gesprochen. Dies ist für mich nun noch einmal ein hochgradig elementarer Skill, denn scheinbar sind Gerichte mit dem Thema BDSM immer noch wenig vertraut und leicht manipulierbar. 
 

Im beschriebenen Fall wurde eine sexuelle Gewalttat nicht geahndet, weil sich der Beschuldigte auf BDSM berief, was bei den Beteiligten, in der Vergangenheit, Bestandteil der Beziehungsdynamik war. Da man kein Safeword festgelegt habe hätte der Angeklagte nicht davon ausgehen können, das Gegenwehr, ein „Nein“ etc. tatsächlich einer Ablehnung der Handlungen entsprach. 

Häusliche Gewalt und ein anderes Sexualstrafverfahren genügten nicht, um an der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten Zweifel aufkommen zu lassen. 

Sicherlich schützt auch ein Safeword nicht vor solcher Gewalt, aber der Fall zeigte mir noch einmal vehement, wie bedeutsam Vorsicht, Absicherung und exakte Absprachen für die Sicherheit und das Wohlergehen der Sub-Person sind, bevor es zu BDSM-Handlungen kommt. 
 

Das ist ebenso ein Aspekt den verantwortungsvolle Dom-Personen im Auge behalten müssen, ganz gleich, wie verlockend Subs sind, die „abgerichtet“ und „verbraucht“ werden wollen.  

Nun, ich möchte es mal auf den Punkt bringen: Es hängt vom Charakter und der Fähigkeit, Empathie bzw Einfühlungsvermögen gegenüber der devot-massochistischen Sub, zu besitzen bzw zu entwickeln, ab.
Es ist tatsächlich so, dass sich in dieser Konstellation, Frauen oft wünschen, dass der Mann sich keine Grenzen auferlegt, weil Sie meinen, dass er hierdurch sein volles Potenzial gegenüber einer extrem devot-massochistischen Sub, nicht zeigen und an Ihr ausleben kann oder würde. Er würde sich somit in den Augen der Frau unnötig hemmen.
Ich frage mich, für was gibt es zwischenmenschliche Kommunikation?
Man kann sich kennenlernen und gemeinsam entwickeln.
Eine psychisch gesunde Persönlichkeit, wird sich gekonnt an Grenzen annähern und diese, wenn die Zeit dafür gekommen ist, auch eventuell überschreiten, ohne dass jemand Schaden nimmt.
Denn seien wir doch ehrlich, auch ein dominant-sadistischen Mann, würde sich Schaden zufügen, wenn er eine extrem-massdochistische Frau ohne Rücksicht an Leib und Körper ausbeuten würde.
Und es gibt solche Frauen, ich habe es erlebt, die wollen dies mit sich geschehen lassen.
Aber wie schon erwähnt, entstehen dadurch lediglich kaputte Menschen.
Und für die hier vielleicht etwas weniger mit Erfahrungen ausgestattenen Männern, sei gesagt, dass ich hier von Frauen mit einer derartigen masochistischen Neigung spreche, welche sich zwei Tage lang einem Raubtier ausliefern wollen, und im Anschluß ein halbes Jahr benötigen, bevor die Wunden an Körper und Seele so weit abgeheilt sind, dass man sich auf den nächsten Peiniger einlassen kann.
Sie benötigen diese Zeit, um Ihren inneren Akku wieder aufladen zu können.
Wir sprechen hier von kaputten, kranken Menschen!
Diese Frauen werden durch ihre masochistischen Vorstellungen und Wünsche aufgefressen. Und letztlich und das kann sich über Jahre hinziehen, kann es sein, dass Sie Suizid begehen. Alle ausgelebten Wünsche und Vorstellungen dieser Frauen, hatten kein postives Ziel.
Aber es geht auch anders, man kann sich zu einer glücklichen und erfüllten Person entwickeln, wenn man den richtigen Mitspieler findet!
Die Frau kann Ihr tiefes seelisches Bedürfnis nach Gefühlen des ausgeliefert sein, verbraucht zu werden, degradiert zu werden, geschundenen zu werden, voll und ganz erleben und es gleichzeitig mit einen verantwortungsvollen, empathischen und dominant-sadistischen Person zu tun zu haben.
Das widerspricht sich auf keinen Fall.
Nun wird es hier beim Lesen dieser Zeilen bestimmt Frauen geben, die meinen, dass ein wie zuvor beschriebener Mann, auf Sie nicht die Wirkung hätte, die sie sich vorstellen und wünschen.
Sie wünschen sich das Gefühl zu haben, es mit einem richtigen sadistischen Mann zu tun zu haben, welchem sie ausgeliefert sind.
An alle diese Frauen sei gesagt, dass sich das nicht ausschließt.
Mann kann die Gefühlsbedürfnisse der Frau voll und ganz erfüllen und gleichzeitig Verantwortung tragen.
Um das wahre Potenzial einer solchen Konstellation zwischen zwei Personen, entgegengesetzter Polarität auszuschöpfen, bedarf es Zeit.


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