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BDSM vs. Straftaten


Ei****

Empfohlener Beitrag

Das Problem ist doch eher, dass einige die Grundaussage von solchen Dingen wörtlich nehmen und ignorieren, dass dennoch Grenzen gesetzt werden. Mißbrauchen kann man alles. Aber auch beim Blümchensex kann es zu strafrechtlichen Handlungen kommen, wenn man Grenzen überschreitet. So oder so, strafbar machen kann man sich bei allem. CNC klingt eben schon dramatisch. Es ist leichter hier etwas hinein zu interpretieren als bei Blümchensex.

Ich würde anmerken das es umsichtig ist, wenn man nahe, in solchen fällen sehr nahe im grau Bereich arbeitet kann verdammt schnell etwas schief gehen. Selbst beim normalen Sex kann das schnell passieren, garnicht weil ich von schlechten Absichten ausgehen möchte sondern weil sich eine Vorstellung von etwas sehr schnell von dem unterscheidet wie es sich indem Moment anfühlt. Wenn man alles abgesprochen hat, wenn man sich kennt und dann tatsächlich in der Situation ist, ein falsches Wort gesagt wurde, Handlungen schneller durchgeführt wurden oder einfach weil man sich unwohl fühlt in der tatsächlichen Situation, kann es kippen. Und wenn der andere das nicht sofort wahrnimmt wird aus brenzligen Szenarien ganz schnell etwas das sich nicht mehr gut anfühlt. Vielleicht sagen die Menschen die etwas dagegen sagen nur etwas, weil sie diese Gefahren vielleicht im Blick haben und alle daran erinnern möchten das selbst mit der besten Absprache und Vorbereitung ein Risiko bleibt.

Vor 4 Stunden, schrieb Mistress_Smart:

Ich bin gerade überrascht und überlege ob ich einfach in anderen Foren unterwegs bin. Aber vielleicht reagiere ich einfach nicht drauf in meinem Kopf - don´t feed the Troll. Meist sind das dann eher die Wichtigtuer, die halt auch mal was von sich geben wollen und real keinen blassen Dunst haben. Den Hinweis auf das Strafrecht lese ich selten und wenn dann eher im Zusammenhang auf immense Altersunterschiede, die dann nach unten schiwierig werden - huuust.

Ich bin ganz auf deiner Seite, zudem man doch nicht vergessen sollte, das BDSM doch im gegenseitigen Einverständnis stattfindet, was Straftaten doch wohl ausschließt.
Meine ehemalige Herrin ließ mich die Peitsche spüren, so das mein Sack an einigen Stellen blutig war, nicht so angenehm, besonders die nächsten Tage, aber wenn sie es für notwendig erachtete, was bin ich schon , zu klagen.

Das Thema kommt allgemein im Dating vor, in Beziehungen, in allem, wo Menschen zusammen kommen. Gerade aktuell lief Umfrage bei Meidizinerinnen, Studentinnen bzw praktisches Jahr - 3 von 4 erlebten da grenzüberschreitendes Handeln/sexuelle Belästigung, von Patienten, Kollegen, Vorgesetzten.
Völlig anderer Bereich, die sind da nicht einmal privat unterwegs.
Wenn man sich dann im BDSM über extremere Praktiken austauscht, dann gehört das dazu, gerade Neuen aufzuzeigen, auf was sie achten können in Bezug auf Sicherheit.
Das ist völlig normal. Ich glaube, es ist Cismännern einfach nicht bewusst, dass vor allem Frauen schon spätestens ab Pubertät ständig darüber im Austausch sind, weil es für uns alltägliche Gefahren sind - wie wir sicher von der Bushaltestelle nach Hause kommen. Welche Parkhäuser gut beleuchtet sind. Wen wir mit nach Hause nehmen. Im Zweifelsfall sind wir eh unterlegen, und Gesetze nützen in Notlagen nichts.

Ich lehne CNC nicht ab, mach es selbst ganz gerne und sage trotzdem, dass es wichtig ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass man da bitte aufpassen soll. Hier lesen viele Anfänger mit und mal ehrlich, es gibt genug Leute, die man erst mit der Nase auf gewisse Dinge stossen muss, damit sie bemerken, dass sie ihr Hirn einschalten müssen.
Mir gehts auch nur zum Teil um die ausführende Person, sondern um den Schutz von Sub, Sklave, etc
Ich weise darauf hin, weil es hier sehr viele Möchtegerns gibt, die Scheisse bauen und weil die Folgen für die geschädigte Person gravierende Auswirkungen haben. Unser Gesundheitssystem ist ohnehin schon überlastet, die Psychiatrien überfüllt, mit zT 6 Monaten Wartefrist. Muss ja wirklich nicht sein.
Wenn ich so Zeug erwähne, habe ich zumindest alles getan um solchen Scheiss zu verhindern.

Wenn man allein das Potential von BDSM-Praktiken, hinsichtlich potentiellem Missbrauch, mit ebenfalls dazu adäquaten Haushaltsgegenständen  vergleicht vernachlässigt man meiner Meinung nach völlig, dass es beim BDSM zusätzlich noch die psychologische Komponente der Dynamik gibt, die durch Abhängigkeiten, Beeinflussung, Machtgefälle und ein tiefes Vertrauensverhältnis einen Nährboden für Grenzüberschreitung, Missbrauch  und sexualisierte Gewalt bieten kann, was außerhalb dieses Bereichs in der Form ungleich schwerer ist. 
 

Daher finde ich es angemessen und immens wichtig, mehr und mehr, gerade Neueinsteiger*innen dahingehend zu briefen. Und nein, man kann aus meiner Sicht nicht „zuviel“ über Risiken und Gefahren sprechen.

Schwieriges Thema.
Läuft für mich unter "nicht alles was Bää sagt ist ein Schaf."

Grundsätzlich gilt wer ordentlichen BDSM ausführt ist sicher.
Nun kommt aber hinzu das nicht alle ordentlichen BDSM ausführen. Sein es weil wissen fehlt oder weil man nur so tun möchte und BDSM als Vorwand benutzt.

Und gerade in der Vergangenheit wurde viel Arbeit betrieben um BDSM aus der Polizeiwache zu holen. Eben weil man da das nötige Hintergrund wissen braucht um den Unterschied zu verstehen.

Auch neigen Menschen mit Psychischer Vorbelastung dazu sich wieder Menschen auszusuchen die Täter Tendenzen haben oder sogar Täter sind. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist schwer. Besonders wenn der über Generationen aufgebaut wurde.

Somit finde ich den Hinweis das BDSM nur dann Legal ist wenn er richtig ausgeführt wird wichtig.

Ja das richtig ausführen ist jetzt sehr grob benannt. Aber alle Gesunden Beziehung sehen anders aus. Daher ist Richtig auch von Beziehung zu Beziehung unterschiedlich.

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