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Fehlerquote der Aufgaben/Regeln


La****

Empfohlener Beitrag

Gerade bei so alltäglichen Sachen hat man ja doch eher ein schlechtes Gewissen, wenn man etwas nicht geschafft oder vergessen hat und das fühlt sich wirklich nicht gut an.

Ich antworte als Switch. Dompart: Ich persönlich halte dauerhafte Aufgaben wenn man nicht zusammenlebt für nicht alltagstauglich. Mal für einen gewissen begrenzten Zeitraum ja, als nette Belohnung oder negativen Verstärker ja aber nichts was darüber hinausführt. Aber als Dompart bevorzuge ich auch weniger klassische Hierarchiegesten generell als andere das ist wichtig für den Kontext
Als Subpart ich genieße diese eine kleine Zeit dann rebelliere ich sobald es zu aufwändig wird, ich möchte nicht ständig devot was fragen müssen vor allem wenn ich dann auch noch keine Antwort erhalte ( obwohl Nachrichten gelesen und ein Tag verstrichen ist) das erachte ich für mich als eher nicht lustvoll oder irgendwas womit ich mich heimisch oder angenommen fühlen kann, dann je nach Reaktion wenn ich es anspreche gehe ich auch gleich wenn es auf ungesundes unreflektiertes Verhalten hinweist.

Beides entstand aus Erfahrungen heraus wo ich ausprobierte was mir liegt und was nicht und vor allem wie.

Vielleicht erwischt du auch nur die verkehrten Sklaven oder die machen das mit Absicht um dich zu testen oder um Aufmerksamkeit oder Strafe zu bekommen wenn das hauptsächlich bei banalen Sachen nicht klappt.

Eine Herrin nicht zu Sietzten z.b ist mir wirklich noch nie passiert und es würde mir auch komisch vorkommen. Kann mir auch vorstellen das wenn eine Herrin das durchgehen lassen würde ich unsicher werden würde. Das gleiche geht natürlich für Regeln die ich einzuhalten habe solange die natürlich machbar sind und wenn ich doch mal was vergehe aus welchen Gründen auch immer dann schreib ich das auch der Herrin solltr man nicht zusammen leben und Sie kann dann entscheiden was Sie drauß macht.

Mit solch banalen Dingen gebe ich mich nicht ab, eine Ansage/Erklärung gibt es, wer wirklich will kann mein Regelwerk in .pdf bekommen, wird es nicht verstanden wars das, Zeit und Nerven sind kostbar!

Spannende Frage.

Ich kann verstehen, dass es keinen Spaß macht, wenn Regeln ständig missachtet werden.
Andererseits möchtest du ja mit den Regeln auch beeinflussen. Wenn es also von Anfang an einfach ist, hat dein sub wenig Möglichkeiten sich zu entwickeln.
Das „Sie“ ist ein gutes Beispiel. Das ist ja nun wirklich eine niedrige Messlatte, die nur ein wenig Aufmerksamkeit oder ein Korrekturlesen am Ende fordert. Frustration an der Stelle kann ich verstehen, aber irgendwie sehe ich da die Schuld beim sub.
Als Beweis richte ich den Rest des Beitrags an Sie und werde das entsprechend umsetzen.
Und natürlich müssen Sie die Verstöße dann auch direkt ahnden, aber ich hoffe eigentlich, dass Sie dann auch schnell eine Steigerung beim sub sehen. Wenn nicht, dann befürchte ich ist der sub nicht bei der Sache. Das ist natürlich nur meine Meinung, aber eine korrekte Anrede ist nun wirklich nicht zu viel verlangt und auch schnell angewöhnt.

Dann haben Sie Regeln erwähnt, deren Einhaltung Sie nicht kontrollieren können. Da setzt natürlich das Vertrauen ein. Natürlich könnte ich so eine Regel in Ihrer Abwesenheit ignorieren und Sie anlügen. Das macht es mir sehr einfach, aber ich verstehe nicht, warum ein sub das tun sollte. Damit betrügt sub sich ja selbst. Letztlich bin ich ja sub, weil ich mir Regeln wünsche.

Natürlich müssen die Regeln auch umsetzbar sein. Dafür benötigen Sie natürlich Fingerspitzengefühl. Was kann der sub leisten? Was überfordert sub? Und welche Regeln müssen Sie graduell verschärfen, damit sub lernen kann?

Ich persönlich wünsche mir eine gute Mischung. Kleine Regeln wie das Siezen, die den Umgang miteinander regeln. Die Regeln müssen aus meiner Sicht auch nicht immer kontrolliert werden. Dazu reicht auch eine stichprobenartige Frage. „Hast du die letzten drei Tage Kleidervorschrift x eingehalten?“
Wichtig dabei ist aus meiner Sicht ein langsamer Aufbau. Eine Liste mit 50 Regeln auf einmal überfordert. Dazu müsste sub diese alle lernen und dann ständig bewusst umsetzen. Das erfordert enorm viel Einsatz vom sub.
Aus meiner Sicht müssen sich die Regeln langsam aufbauen. Die Regel muss Gewohnheit werden, dann muss die nächste Regel folgen. So können Sie sub nachhaltig ändern.
Ich als sub würde mir dann auch entsprechende Konsequenzen wünschen. Dabei gelten die Grundsätze von Training/Erziehung.
Positive Reize bringen mehr, also eher Belohnung für das einhalten der Regeln als Strafe für das missachten.
Und es muss einen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen Regelverstoß und Strafe geben.
Bei Verstoß gegen das Siezen also z. B. eine Schreibaufgabe.
Aber am Ende ist das sehr individuell.
Eine bloße Spielbeziehung einmal im Monat bietet andere Möglichkeit als dauerhafter online-Kontakt.

(bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb LadyViolet_:

Im Bereich BDSM, wenn ihr Aufgaben stellt als Doms, stellt ihr lieber Aufgaben mit hoher oder niedriger Fehlerquote?

Ich habe festgestellt, dass ich Regeln oder Aufgaben nicht mehr einführe, wenn die Fehlerquote in der Vergangenheit zu hoch gewesen ist. Jedes Vergehen ist für mich mit Frust verbunden und wenn eine Regel viele Vergehen nach sich zieht ist sie alles in allem für mich purer Frust. 

Und das liegt meistens nicht an der Unmöglichkeit, sondern an der Banalität. Ganz schlechte Erfahrungen habe ich zum Beispiel mit Siezen. Da wird das Siezen einfach mal vergessen oder es wird beim Schreiben ab und zu klein geschrieben. Das hat mich dann jedes Mal geärgert, jedes Mal korrigieren, nervig. Sowas wie Kleidervorschriften ist auch schwierig, wenn man nicht zusammen lebt. Dann kontrolliert man es nicht ständig und die Nachlässigkeit stellt sich ein.

Ich kann mir vorstellen, dass es manche aber auch gegenteilig handhaben und gerne etwas zum Strafen haben.

 

Wie ist es für euch als Subs? Welche Faktoren führen zu Nachlässigkeit und wie geht es euch damit? Welchen Stil der Führung bevorzugt ihr?

 

Schwieriges Thema für mich. Es gibt Phasen da fällt es mir schwer mich an gewisse Regeln zu halten, aber wichtig ist es mir das ehrlich zu kommunizieren. Was anderes bleibt da nicht übrig. Dann habe ich manchmal perfektionistische Vorstellungen, Fehler frei sein zu wollen und das geht dann nach hinten los. Zum Glück lässt mein Master sich davon nicht beeindrucken, sonst wäre das Chaos perfekt. 

Natürlich Versäumnisse können Strafen nach sich ziehen und das ist auch gut so, dass es auch Konsequenzen gibt. Ich will lernen und besser werden. Wichtig ist es für mich auch in schwierigen Phasen, das umzusetzen was geht und den Willen zu haben. Den Willen zu dienen, mich versuchen zurückzustellen.  Meine Bedürfnisse trotzdem unterzuordnen. Wille und Überzeugung 🙏 und Vertrauen, zu wissen ich werde nicht fallen.

 

Ich will noch kurz anfügen, dass auch eine Reflektion von sub ein wichtiger Teil ist, um zu verstehen (für D/s) woran es lag. Und ob die Problematik nur temporär ist.

bearbeitet von Rosenrot82

 

Hast du mit Sub schon das Gespräch gehabt, dass diese Banalitäten für dich eben nicht banal sind und dass deine Motivation sinkt, noch irgendwas in dieser Richtung zu fordern?

Sub schneidet sich damit am Ende doch nur ins eigene Fleisch, wenn du auch anfängst die Dynamik mehr und mehr schleifen zu lassen weil du genervt bist und das wäre ja irgendwie der Anfang vom Ende... 🤷🏻‍♂️

vor 3 Stunden, schrieb LadyViolet_:

Im Bereich BDSM, wenn ihr Aufgaben stellt als Doms, stellt ihr lieber Aufgaben mit hoher oder niedriger Fehlerquote?

Ich habe festgestellt, dass ich Regeln oder Aufgaben nicht mehr einführe, wenn die Fehlerquote in der Vergangenheit zu hoch gewesen ist. Jedes Vergehen ist für mich mit Frust verbunden und wenn eine Regel viele Vergehen nach sich zieht ist sie alles in allem für mich purer Frust. 

Und das liegt meistens nicht an der Unmöglichkeit, sondern an der Banalität. Ganz schlechte Erfahrungen habe ich zum Beispiel mit Siezen. Da wird das Siezen einfach mal vergessen oder es wird beim Schreiben ab und zu klein geschrieben. Das hat mich dann jedes Mal geärgert, jedes Mal korrigieren, nervig. Sowas wie Kleidervorschriften ist auch schwierig, wenn man nicht zusammen lebt. Dann kontrolliert man es nicht ständig und die Nachlässigkeit stellt sich ein.

Ich kann mir vorstellen, dass es manche aber auch gegenteilig handhaben und gerne etwas zum Strafen haben.

 

Wie ist es für euch als Subs? Welche Faktoren führen zu Nachlässigkeit und wie geht es euch damit? Welchen Stil der Führung bevorzugt ihr?

 

Sind Regularien nicht dazu bestimmt, den Umgang untereinander zu steuern. Sie sollten eingehalten werden und einzuhalten sein. Ergänzend dazu Aufgaben stellen, die mühsam sind, vlt auch nur schwer zu erfüllen sind, testet den Willen und Charakter des/der Subbi. Bestrafung sollte nicht den Vorrang haben,  trotz dass sie nicht präsent ist. Das Beobachten, wie sich Subbi müht, hat auch seinen Reiz. - Meine Sichtweise.... !

Vor 1 Stunde, schrieb Zis:

Es gibt Aufgaben, die für mich nicht verhandelbar sind, auch wenn ich im Vorfeld eine hohe Fehlertoleranz mit einrechnen musste. An denen halte ich schlicht fest, da es meinem Qualitätsstandard entspricht und ich darunter nicht meine Aufmerksamkeit verschenke.
Ich setze daneben aber keine Aufgaben oder Regeln, die zu hochschwellig sind. Es schadet meinen Dynamiken, wenn ich meine Subs gegen eine Wand laufen lassen, weil sie nicht darauf vertrauen können, dass ich ihre Kompetenzen richtig einschätzen kann. Subs wollen zumeist gefallen und dienlich sein; ich biete dazu eine realistische Möglichkeit.

Mich interessiert jetzt ein bisschen wo du die Grenze ziehst, also was dein Qualitatsanspruch ist; falls du gewillt bist das auszuführen.

Vor 3 Minuten , schrieb Häxe:

Mich interessiert jetzt ein bisschen wo du die Grenze ziehst, also was dein Qualitatsanspruch ist; falls du gewillt bist das auszuführen.

Morgens nach dem Aufstehen sich melden in einer passenden Form. Simple, meinem Verständnis nach.

Ich bin da als Sub eher gespalten. Unschaffbare Aufgaben können Spaß machen und passen in manche Dynamiken.

Meinen Dom sietzen z.B. würde mir schwer fallen wenn eine zwischenmenschliche Ebene besteht auf der man es nicht tut. Wäre er ein reiner Spieldom wärs kein Ding. Also absolut dynamikabhängig.

Zudem auch kinkabhängig. Was gefällt beiden? Was hält die Lust am brennen?

Regeln und Vorgaben machen nur Sinn, wenn man sie auch kontrollieren kann. Daher macht für mich ein reiner Online- oder Telefonkontakt überhaupt keinen Sinn. Wenn man auf Regeln und Vorgaben steht und damit die Sub zu steuern, dann muss man sich entweder regelmäßig treffen oder fest zusammen leben. Meine Aufgaben werden immer so gewählt, dass sie machbar sind, auch wenn sie die Sub Überwindung kosten. Strafen gibt es also nur, wenn Sub unwillig ist, oder schusselig, oder schlampig.

Vor 11 Minuten , schrieb Zis:

Morgens nach dem Aufstehen sich melden in einer passenden Form. Simple, meinem Verständnis nach.

Okay, das ist ja wirklich ganz zahm. Gerade regelmäßiger ehrlicher Kontakt ist ja auch ne wichtige Voraussetzung.

Vor 4 Minuten , schrieb Häxe:

Okay, das ist ja wirklich ganz zahm. Gerade regelmäßiger ehrlicher Kontakt ist ja auch ne wichtige Voraussetzung.

Daher ist es für mich auch nicht verhandelbar.

vor einer Stunde, schrieb Ropamin:

 

Hast du mit Sub schon das Gespräch gehabt, dass diese Banalitäten für dich eben nicht banal sind und dass deine Motivation sinkt, noch irgendwas in dieser Richtung zu fordern?

Sub schneidet sich damit am Ende doch nur ins eigene Fleisch, wenn du auch anfängst die Dynamik mehr und mehr schleifen zu lassen weil du genervt bist und das wäre ja irgendwie der Anfang vom Ende... 🤷🏻‍♂️

Das betrifft nun vergangene Subs, aber i g merke dass ich vorsichtig bin bei neuen Subs das einzuführen. Und natürlich habe ich geredet genau wegen dieser Punkte.

 

Jetzt würde ich gar nicht von Schuld reden @Sunstone_1983 ich rede generell ungern von Schuld. Ich denke es gibt einfach unterschiedliche Stile, Bedürfnisse, Wünsche und gerade am Anfang soll es natürlich einfach Spaß machen und Lust nach mehr machen auf beides Seiten. Sonst wird das nichts.

Ja, natürlich müssen am Ende die Bedürfnisse von Dom und sub zusammen passen.
Schuld ist da vielleicht das falsche Wort.

Mit Sicherheit tickt da auch jeder sub anders.
Ich würde mich über so kleine banale Regeln freuen, weil ich damit ständig zeigen kann, dass mir die Regeln von Dom wichtig sind.

vor 11 Minuten, schrieb LadyViolet_:

Das betrifft nun vergangene Subs, aber i g merke dass ich vorsichtig bin bei neuen Subs das einzuführen. Und natürlich habe ich geredet genau wegen dieser Punkte.

Ein Zukünftiger kann doch nichts für die Unzulänglichkeiten des Vergangenen... 🤷🏻‍♂️

Vielleicht ist es gerade gut, das gleich früh einzuführen, damit man noch nicht zu sehr emotional verbunden ist, sollte man merken, dass es auch wieder nicht funktioniert. Aber ich stecke da zum Glück nicht in der Situation - meine Dynamiken waren von Anfang an leicht und unkompliziert. Ich habe da auch keine Regeln und vom Konzept Strafe halte ich auch nichts - da wäre ich wohl der letzte, der dir in deiner Lage Ratschläge geben könnte, weil unsere Ansätze in dem Punkt vielleicht zu unterschiedlich sind. Oder du nimmst die Worte "leicht" und "unkompliziert" für dich mit und vielleicht bringt dich das auf neue Gedanken, wie du eine neue Beziehung angehen möchtest. 

Ich finde es interessant, das jeder davon schreibt, das Dom gesiezt werden muss, meine Herrin hat es mir schnell untersagt, sie zu siezen, ich bin am Anfang meines Lebens als ihr Sklave, sie ist am Anfang ihres Weges als Herrin ( war bis vor kurzem SUB) und wir wachsen bei jedem treffen, klar gab es Rückschläge aber wir wachsen daran. Die emotionale Seite unserer lässt unsere Beziehung wachsen, und es wird für mich immer eine Selbstverständlichkeit sein jeden Befehl zu befolgen, egal wo ich bin.

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