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BDSM nicht nur als Lifestyle


Der_Gentleman

Empfohlener Beitrag

Hallo! Mich würde interessieren, ob BDSM nicht nur zur Abwechslung, Lust und Leidenschaft - kurz als Lifestyle - gelebt wird, sondern ob BDSM vlt. auch von vielen als "Überlebensmodus" gewählt wird, um innere Spannungen, Leere abzubauen bzw. zu überspielen? Wie sind eure Meinungen zu diesen Überlegungen?

Meiner Meinung nach gibt es viele im Bereich des BDSM die es als Coping-Mechanismus verwenden... Manchmal denke ich sogar alle

Bei Lifestyle hätte ich ehrlich gesagt an 24/7 oder so etwas gedacht. Dann gibt es jene, die es weniger und jene, die es noch weniger ausleben usw.

Und ja, auch als Mittel zum Zweck, wobei ich hier nicht jede Intention verteufel. Wird es genutzt um jemanden zu haben, der das selbstverletzende Verhalten an mir ausführt, würde ich das kritisch sehen. Oder auch um mein krankhaftes Kontrollbedürfnis auszuleben, über die Grenzen des Gegenübers hinweg.

Aber als Möglichkeit der Co Regulation bei Neurodivergenz, um mal fünf Minuten Ruhe zu haben, Anspannungen aufzulösen oder dergleichen? Warum nicht? BDSM ist und bleibt ein Spektrum, das gilt auch dafür warum ich das tue.
Oder wenn das ein Antrieb ist als depressiver Mensch vor die Tür und unter Menschen zu gehen? Als Mittel gegen Einsamkeit? Solange ich hierbei keinen Konsens etc. verletze, sehe ich hier kein Problem. Ebenfalls eine Grenze ziehen würde ich, wenns zur Sucht mutiert und immer mehr Risiko in Kauf genommen wird, ohne groß drüber nachzudenken. Aber da geht's schon wieder in eine bestimmte Richtung.

Wer ganz sicher geht, fragt in der Therapie oder ärztlich nach, ob das so in Ordnung geht.
Mein The***ut hat direkt verstanden, warum ich Shibari sehr gerne mag - dieser gleichmäßige Druck lässt mich meinen Körper fühlen und bringt mein neurodivergentes Gehirn zur Ruhe. Mir tut das gut, mein Gegenüber weiß in der Regel, wer ich bin und hat immer das recht Nein zu sagen. Ich kann auch alternative Handlungen nutzen - aber dann würde mir was anderes fehlen 😁

Ich würde jetzt nicht „Überlebensmodus“ sagen, aber es ist für mich ein Ausgleich vom beruflichen Hamsterrad.

Als sub freue ich mich über klare Strukturen und dass ich eben keine Entscheidungen treffen muss, sondern klare Anweisungen kriege.
Oder einfach bewegungslos bin.

Ohne ins Detail zu gehen: Mein Alltag ist anders.

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