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Qualität vor Quantität - aber was lohnt sich privat noch?


fr****

Empfohlener Beitrag

Ich persönlich kaufe nur Qualität. Quantität finde ich unnötig. Aber ich kenne diese Überlegungen von meinen Kunden selbst. Ich flechte Peitschen und Flogger, stelle Halsbänder her und färbe Hanfseile für Shibari. Alles custom. Und wenn dann die Überlegung im Raum steht, eine Bullwhip zu kaufen, sind 150-250 Euro für Qualität oft dann doch zu viel im Vergleich zur billig-Ware aus Fernost. Allerdings hält der Kram auch meist nur 14 Tage und ist meist aus Sicht auf Sicherheit oft fragwürdig. Am Ende muss es jeder selbst entscheiden. Ab einem gewissen Alter und/oder Einkommen fällt dann die Entscheidung öfter zu Gunsten von Qualität. So ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

Grundsätzlich gilt: Wer billig kauft zahlt doppelt.
Allerdings wird oft auch überteuerter Edelschrott angeboten.

Ich habe für mich entschieden, nur noch gute und hochwertige Sachen zu kaufen. Billig kauft man wirklich zweimal…..

Das ist leider bzgl aller Sachen so. Das ist ein Teil des wirklich schlimmen Wandels, den unsere Welt durchlaufen hat. Überall absolute Billigware. Auch bezüglich Kleidung ist das so. Ich habe vor Kurzem beschlossen, mich besser zu kleiden. Es ist jedoch schwer. Wenn man nicht selbst nähen kann (was ich nun lerne) bleibt einem nur der absolut unwürdige Schrott von der Stange. Bzgl. Spielzeug schaue ich momentan. Ich suche einen guten bequemen und hochwertigen Strapon, der Penis sollte recht weich/flexibel sein... da ich keine Tipps diesbzgl. habe, muss ich wohl meine Sklaven einige bestellen lassen und man muss rumtesten/ausprobieren. Ich folge diesem Thread mal, falls es hier noch gute Marken gibt, die genannt werden ... das einzige, was ich dazu sagen kann, ist das man wohl auf Material achten kann. Bei Kleidung eher Mesh, Baumwolle, Viskose, bei Materialien eher Aluminium, Edelstahl oder Leder, sowie Silikon...

Meine Mutter sagte immer.....kaufst du günstig, kaufst du zwei mal.....
Das hat sich in meinem Leben zu 90% bestätigt

Ja, es wird alles teurer. Aber gerade bei dem von dir erwähntem Möbel hat man ja kaum Vergleichswerte. Das ist ja fast alles im hochpreisigen Segment angesiedelt. Glücklich schätzen darf sich der, der es selbst bauen kann oder jemand für eine preisgünstige Produktion hat.

Was die Entscheidung bei Sexprodukten mMn noch erschwert ist die Ungewissheit: Beim Nachlauf etwas "kaputtgespielten" ist meine Zahlungsbereitschaft recht hoch, aber wenn man noch gar nicht weiß, ob es einem zusagt oder wie häufig es zur Anwendung kommen wird...
Für Werkzeug hab ich mal den Tipp gehört, genau einmal billig zu kaufen; für viele hält auch ein billiger Akkuschrauber ein Leben lang, wenn der kaputtgeht, weiß man, dass man ihn genug nutzt, um einen guten zu kaufen. Bei einer Streitstange zB handhabe ich das ebenso, aber auf viele andere Dinge ist das wegen Sicherheit oder anderem Gefühl natürlich nicht übertragbar.

Weil Kleidung zwischendurch aufkam: Ich kann Second Hand empfehlen, sofern man darauf achtet, dass die Sachen alt genug sind

(bearbeitet)

Ich bin da vielleicht etwas einfach gestrickt.
Weiß ich so gar nicht, ob mir etwas gefällt, kaufe ich so billig, dass es mir nicht weh tut, wenn ich es als "Nicht meins" wegschmeiße oder abgebe.
Wenn sich etwas als "meins" herausstellt, dann mache ich mich umfänglich schlau, was Qualität auszeichnet, überprüfe, ob das, was als Qualität angepriesen wird, wirklich zu mir passt und kaufe das oder lasse es mir mit den zu mir passenden Vorgaben für mich anfertigen.
Wenn von meinen Vorgaben abgewichen wird, überprüfe ich, ob es mir dennoch liegt, oder innerhalb von Fertigungstoleranzen liegt, und falls nicht, sage ich auch durchaus, dass das Gelieferte nicht meiner Bestellung entspricht und ich die Abnahme verweigere. Dann kann der Lieferant entweder nachbessern oder es anderweitig versuchen zu verkaufen. 🤷

Bei Artikeln, die entsprechenden hygienischen Voraussetzungen entsprechen müssen (z.B. Sexspielzeug), verbuche ich, für mich unbrauchbare, Ware unter Lehrgeld und der Hersteller wird, zumindest bezüglich dieses Models, ausgelistet.


m2c

rootcause

bearbeitet von rootcause
Typos, die durch Tippen am Handy entstanden sind, entfernt.

Kommt am Ende halt auch darauf an wie oft und auch für was benutze ich bzw brauche ich es. Manschetten aus Leder/Kunstleder gibt es von bis, da ich diese nicht oft benutze lag klar der Fokus auf ein Set für 80€ als woanders für 200€. Klar hätte ich auch 50€ ausgeben können, aber dafür sind die zwar gut aber ich wehre mich zuviel dagegen.

Definitiv Qualität, wir haben zu Anfang oft viel weggeschmissen, gerade Toys, gibt es in so schlechter Qualität, da bezahlt man später drauf. Manche Sachen sind auch gefährlich, so eine Spreizstange kann in schlechter Qualität bestimmt mies sein. Was Möbel angeht, muss man auch aufpassen oder Spezialbauten. Ich fertige gerne selbst, ich bin aber Zerspaner & habe etwas Ahnung was Materialien angeht. Ich habe mir z.B. beim Hausbau um das gesamte Bett eine Schiebeaufhängung gebaut, da kannste locker 500 kg hängen und in alle Richtungen sind 16 Ösen verschiebbar.

(bearbeitet)

(Jack:)

Ich war schon immer jemand, der viel Freude daran hat, Dinge, die ich selbst herstellen kann, auch selbst zu bauen wenn dies im Rahmen meiner Möglichkeiten liegt. Allein schon, weil die Ware von der Stange manchmal nicht passt, nicht zu 100% meinen Vorstellungen entspricht oder weil es das in der Form erst gar nicht gibt. Das gilt z.B. für Seile: es ist idealer für mich, eine komplette Trosse zu kaufen und mir dann selbst abzulängen, als vorgefertigte Seile zu kaufen, die es in der von mir gewünschten Länge nicht gibt. Das ich so auch günstiger komme, bei qualitativ hochwertigem Seil, ist dann eher ein Nebeneffekt.

Der Preis, obwohl ich sehr darauf bedacht sein muss, ist für mich auch kein Indiz für Qualität. Zumindest nicht mehr oder wie es zu früheren Zeiten einmal war. Vergleicht man beispielsweise mal ein Makita-Werkzeug mit dem von vor dreißig Jahren, merkt man den Unterschied. Alles ist billiger geworden, weniger haltbar, simpler aufgebaut, weil das Hauptziel leider weniger denn je nicht Qualität sondern Profit ist.

Bei Edelstahl muss man mittlerweile auch aufpassen, was man bekommt. Viel günstiger Kram ist hier irgendeine Chinesium-Legierung oder nur Chromstahl und kein V2A/V4A. Da ich die Möglichkeit habe, mit Hilfe eines Freundes Spreizstangen selbst zu bauen, kam ich noch nie in den Versuch mir vorgefertigte zu kaufen. Nicht unbedingt wegen des Preises, sondern weil sie für meine Zwecke teilweise wieder nicht passend sind. Ich habe zum Beispiel für Hände und Füße zwei für den Alltag, die nur 20 cm lang sind. Sowas findet man fertig eher nicht.

Etwas, dass ich nicht selbst kann und mir herstellen lassen muss, sind z.B. Bullwhips. Da vertraue ich auf die Erfahrung eines Freundes, dessen Expertise und Kontakte. Ein gut gemachtes Werkzeug hält entsprechend lange, was am Ende dann oft den höher Preis über die Zeit relativiert. 300 Euro sind auf Anhieb viel, wenn man sie über zehn Jahre denkt klingen 30 Euro pro Jahr dann schon wieder annehmbar. Die Vorausleistung ist dann eher das Problem.

Möbel und manche Geräte wie Fickmaschinen finde ich zum Teil hoffnungslos überteuert, wenn man sich mal bewusst macht, welch simpler Aufbau und Mechanik dahinter steckt. Oder ein Violet Wand, in dem elektrische Komponenten in primitiver Schaltung für fünf Euro verbaut sind, "das Original" aber gerne mal für weit über 150 gehandelt wird. Das steht für mich in keinem Verhältnis.

Krims-Krams haben wir am Anfang auch gekauft. Heute nur noch, um mal was auszutesten, wobei das mit einem günstigen Werkzeug auch immer nur bedingt möglich ist. Ein Billigteil kann in der Handhabung schlecht sein, das teure würde einem aber vielleicht liegen. Kauft und testet man also nur das Billige, wird man unter Umständen evtl. falsche Schlüsse für sich selbst daraus ziehen.

bearbeitet von jackXjacqueline

Ich glaube, da gibt es mehrere Aspekte:

1. Wie oft verwende ich es? Weiß ich das schon, oder muss ich das erst noch ausprobieren, ob es was für mich ist? 
2. Hygiene: Manche Artikel würde ich ohnehin nicht mit unterschiedlichen Menschen verwenden und auch daher nicht mieten, vor allem Dinge die direkt am Körper sind wie Plugs, Knebel, Dildos usw.
3. Wie viel Platz nimmt das Ganze ein und wie viel Platz habe ich? Wie wichtig ist es, dass ich meine BDSM Identität in meiner Wohnung vor Besuch, Mitbewohnern, Familienangehörigen verstecken kann? Dann fallen auffällige Möbel evtl raus.

Der Preis ist dabei der am Wenigsten Ausschlag gebende Faktor

 

Denn wenn ich etwas gerne und oft verwende, will ich dafür ja auch nicht jedes Mal ein Studio buchen müssen. Wenn ich etwas zum Ersten Mal verwende nehme ich möglicherweise eine günstige Version oder miete es, je nachdem was es ist. Ich habe noch keine Fickmaschine gesehen im privaten Bereich, die mich überzeugt hat. Estim würde ich mir lieber leihen. Ich suche auch noch nach einem Spritzdildo der mich überzeugt, den würde ich allerdings natürlich kaufen. Pranger oder Andreaskreuz würde ich im Studio verwenden, dafür habe ich hier gar keine Möglichkeit zum Aufstellen.

(bearbeitet)

(Jack:)

vor 18 Minuten, schrieb LadyViolet_:

2. Hygiene: Manche Artikel würde ich ohnehin nicht mit unterschiedlichen Menschen verwenden und auch daher nicht mieten, vor allem Dinge die direkt am Körper sind wie Plugs, Knebel, Dildos usw.

Bei diesem Punkt frage ich mich immer: ist hier tatsächlich die Hygiene oder eher der Umstand, dass etwas schon mal in jemand anderem gesteckt hat, der ausschlaggebende Faktor? Weil: das meiste aus Metall und Silikon, nicht-poröse Gegenstände wie Plugs und Ballknebel, lässt sich wunderbar rückstandslos reinigen und desinfizieren. Man muss nur wissen wie und sich die Mühe machen. Die Händler möchten sich seit einigen Jahren diesen Aufwand nicht mehr machen, daher sind all diese Produkte nicht mehr retournierbar. Es gab aber mal eine Zeit, da ging das problemlos und hat niemanden gestört. Dass man etwas nicht teilen möchte, weil es exklusiv an einen Menschen gebunden ist, kann ich nachvollziehen. Einen Silikon-Knebel in einer Location würde ich aber auch nutzen, wenn mir selbst einer fehlt. Der wird dann nochmal sachgerecht gereinigt und gut ist. Es hat ja auch etwas Erniedrigendes, einen Knebel verpasst zu bekommen, den schon viele andere getragen haben. Aber Hygiene: Das ist ein lösbares Problem.

bearbeitet von jackXjacqueline
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