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Disziplin & Erwartung


Sadistarium

Empfohlener Beitrag

Ich habe langsam das Gefühl, dass wir – gerade in der dominanten Position, unabhängig davon, in welcher Beziehung wir zur unterwürfigen Person stehen – oft ziemlich viel verlangen. Wir erwarten teilweise bestimmte Rituale, Disziplin, Konsequenz oder Ähnliches, sind dabei aber selbst nicht immer unbedingt das beste Beispiel dafür.

Daher stelle ich mir die Frage: Sollte man von einer unterwürfigen Person überhaupt eine Form von Disziplin oder Konsequenz verlangen, die man als dominante Person selbst nicht vorlebt?

Natürlich müssen für beide Seiten nicht zwangsläufig dieselben Regeln gelten – gerade unterschiedliche Rollen bringen ja auch unterschiedliche Erwartungen mit sich. Aber irgendwo frage ich mich schon, wie glaubwürdig Forderungen nach Disziplin sind, wenn man selbst bei ähnlichen Dingen regelmäßig beide Augen zudrückt.

Oder gehört es vielleicht sogar zur Verantwortung einer dominanten Person, zumindest die Werte, die sie einfordert, auf ihre eigene Art ebenfalls vorzuleben?

Es ist, wie immer, gemeinsam am Besten. Sub kann ja Regeln mögen, aber dann sollte Dom diese auch überprüfen oder einfordern können. Es muss schlicht ein gesundes Gefüge ergeben, ohne den Eindruck von Pflicht, sondern Leichtigkeit, weil ja beide in ihrer "Rolle" sein dürfen. Und wenn man Zweifel an Unglaubwürdigkeit hat, dann sollte man sich zusammen noch erst über andere Dinge unterhalten, als über Regeln, Disziplin, Erziehung und Co.

Ich habe zwar momentan keine feste Sub, aber ich habe mich auch schon dabei ertappt, dass ich „aus der Rolle“ gefallen bin. Gerade, wenn für mich als Dom das Spiel beendet ist, die Sub aber noch meine Härte erwartet. Kompliziert…. 🙄

Wie so oft im wahren Leben. Jede Beziehung ist anders. Da muss jeder Dominante seinen Weg finden.
Vorschriften gibt’s an anderen Stellen schon genug.
Hört doch auf, alles zu verkomplizieren, ein wirklich dominanter wird schon seine Entscheidungen fällen, auch ohne Vorgaben und Ratschläge….

Wenn 2 zueinander gefunden haben, eine gute Verbindung besteht, so wird das Empfinden sehr gut. Mehr Verbundenheit wird SUB alles verschwimmen lassen, so reicht ein Blick, Fingerzeig, Wort aus um neues anzunehmen bzw. zu lernen. Eine starke devote Zuwendung entsteht, so kann weiter an den jeweiligen Vorlieben, Regeln gearbeitet werden, nur so wird sich diese dunkle Welt schön öffnen.

Ne, finde ich gar nicht. Wenn ich das selbst tun müsste, darauf habe ich keine Lust und danach habe ich kein Verlangen. Das entspricht mir nicht. Dementsprechend Nö. Im besten Fall ist es ja so, dass die Erwartungen so gut zueinander passen, dass sie nicht kompensiert werden müssen. Also dass Sub gar nicht erst denkt "Boah, ganz schön viel, ganz schön unfair." sondern "Perfekt, ich fühle mich zu Hause." 

Schönes Thema
Wenn ich dich richtig verstanden habe sprichst du primär über Selbstdisziplin und Selbstentwicklung.
Sehe ich völlig genau so.
Jemand der trinkt, raucht und sein eigenes Leben nicht geschissen kriegt kann schlecht mein Dom sein.
Ein Dom braucht keinen eigenen Helikopter, aber um einen Diamanten zu schleifen muss man selber Diamant sein.

Diese Frage habe ich mir noch nie stellen müssen.
Wenn Sub auf den Boden isst, wieso sollte ich es als Dom tun? Wenn Sub feste Schlafzeiten bekommt, wieso sollte Dom dann auch ins Bett gehen?
Seltsamer Gedanke. Denn oft ist es ja eher die Sub, die Struktur und Regeln möchte. Alles eine Sache der Kommunikation im Vorhinein.
Ich würde jedoch nie von Sub verlangen Veganerin zu werden, während ich nebenbei ein Steak esse. Können kann ich es schon, aber wo ist da der Mehrwert?

Wenn ich Regeln vorgebe bin ich natürlich auch ein Stück weit in der Pflicht, diese zu kontrollieren. Augen drücke ich nur zu, wenn sie auf mich vorab zukommt und mit mir bespricht, wieso vielleicht heute etwas nicht geht. Aber sonst, nein.
Communication is key.

Manchmal hilft es, nicht alles ins Unermessliche zu zerdenken.

Du hast völlig Recht. Gleiche "Rechte und Pflichten" für beide Seiten.

Ich frage mich allerdings nur, warum dies in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht der Fall sein sollte?!

Ich finde es ein bisschen erschreckend wie hier von einigen das Kernthema und die Frage dahinter mit einem "Dom weiß schon was für Sub richtig ist" oder ähnlichem abgetan wird.
Für mich selbst als jemand der beide Rollen gern mal ausprobieren will ist vor allem die Selbstdisziplin wichtig. Vielleicht lasse ich mich auf jmd auch ein, der darin selbst nicht gut ist. Aber dann maximal für einmalige Sachen. Für längerfristige Beziehungen zueinander egal welcher Art wäre das auf beiden Seiten absolut unmöglich für mich. Es muss nicht nur die Regel für mich passen, sondern auch der Mensch. Und da ist der Punkt wieder, das Kommunikation ganz wichtig ist, Grenzen angesprochen werden und sich dran auch von beiden Seiten gehalten wird.
Ein Dom der von mir ein bestimmtes Verhalten verlangt, aber selbst einem Wunsch dahingehend von mir nie nachkommen würde, ist in meinen Augen kein respektabler Umgang für mich. Ich würde mich nie auf jemanden einlassen, der/die/* nicht das lebt, was er/sie/* erwartet.

Ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt was erreicht werden soll.  

Wenn mein Dom mir Regeln gibt sind sie zu meinem besten. Wenn mein Dom mir Regeln gibt übt er Macht und Kontrolle aus. Und genau das brauche ich . Das muss ich spüren. 

Ein Dom muss sich nicht an Regeln halten, die er der sub gibt. 

Dass ein Dom sich selbst unter Kontrolle halten können muss und das durch Selbstdisziplin - ist ein MUSS.

Das sind verschiedene Dinge.

 

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