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Erfahren vs. unerfahren


Eiskalt

Empfohlener Beitrag

Ich würde sagen, dass es tatsächlich drauf ankommt. 

Erfahrung kann sicherlich größere Sicherheit bringen und Einschätzungen akkurater machen. Es gibt eine Menge Praktiken, die man als Laie vielleicht noch nicht in Angriff nehmen sollte.
Andererseits brauchts für Sub und Dom auch immer Wachsamkeit, Empathie und das Bewusstsein, dass Menschen auf unterschiedliche Dinge, zu unterschiedlichen zeiten ganz anders reagieren können. 
Selbst Erfahrung in einem Bereich zu sein, bedeutet nicht, dass man woanders nicht unerfahren sein kann.

Ich habe vor ein paar Wochen eine eher unangenehme Erfahrung gemacht, die auch größtenteils davon kam, dass ich unterschätzt habe wie einfach eine Dom mich in einer bestimmten Situation "überfahren" kann. Vermutlich ohne es selbst mitzubekommen. 
Daraus hab ich gelernt mehr in mich rein zu horchen und früher den Mund aufzumachen, wenn mir etwas unangenehm wird. 


Problematisch wirds aus meiner Sicht dann wenn man sich irgendwo für erfahren hält, obwohl man es nicht so sehr ist und leichtsinnig wird. Im Englischen gibts dafür einen schönen Begriff, der mir grad nicht einfällt.  

Vor 10 Minuten , schrieb Aldursauge:

Ich würde sagen, dass es tatsächlich drauf ankommt. 

Erfahrung kann sicherlich größere Sicherheit bringen und Einschätzungen akkurater machen. Es gibt eine Menge Praktiken, die man als Laie vielleicht noch nicht in Angriff nehmen sollte.
Andererseits brauchts für Sub und Dom auch immer Wachsamkeit, Empathie und das Bewusstsein, dass Menschen auf unterschiedliche Dinge, zu unterschiedlichen zeiten ganz anders reagieren können. 
Selbst Erfahrung in einem Bereich zu sein, bedeutet nicht, dass man woanders nicht unerfahren sein kann.

Ich habe vor ein paar Wochen eine eher unangenehme Erfahrung gemacht, die auch größtenteils davon kam, dass ich unterschätzt habe wie einfach eine Dom mich in einer bestimmten Situation "überfahren" kann. Vermutlich ohne es selbst mitzubekommen. 
Daraus hab ich gelernt mehr in mich rein zu horchen und früher den Mund aufzumachen, wenn mir etwas unangenehm wird. 


Problematisch wirds aus meiner Sicht dann wenn man sich irgendwo für erfahren hält, obwohl man es nicht so sehr ist und leichtsinnig wird. Im Englischen gibts dafür einen schönen Begriff, der mir grad nicht einfällt.  

Der letzte Absatz lässt mich an dem Dunning-Kruger-Effekt denken: wenn du so inkompetent in einem Bereich bist, dass du zur maßlosen Selbstüberschätzung neigst.

Vor 17 Minuten , schrieb Wolfspaar3101:

Wer es nicht als gemeinsame Reise sieht ist nicht erfahren. Man kann jedes Extrem kenn und doch völlig ahnungslos sein. Gemeinsames erkunden und nicht die Checkliste im Kopf ist wichtig.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich gehe 100 % mit. Jedes Gefüge, jedes Gefälle, jede Dynamik ist individuell.

Der Dom muss seine sklavin lesen können, das ist das wichtigste. Wer praktische Erfahrungen gesammelt hat, muss diese auch in Bezug auf die sub einschätzen können. Sehen, verstehen, handeln.

vor 4 Minuten, schrieb Eiskalt:

 

Der letzte Absatz lässt mich an dem Dunning-Kruger-Effekt denken: wenn du so inkompetent in einem Bereich bist, dass du zur maßlosen Selbstüberschätzung neigst.

Genau gesagt gehts beim Effekt darum, dass man die eigenen Fähigkeiten nicht einschätzen kann. Egal welche Kompetenz man im Feld hat. Der Effekt ist bei geringer Kompetenz tatsächlich häufiger, kann allerdings jedem passieren. 
In meinem Job etwa Chemielaboranten, die meinen mehr zu wissen als der Chemiker, der die Vorschrift erstellt hat. Und dann überrascht sind, wenns nicht klappt. ^^


Ich wollte eher auf den "Mount Stupid" hinaus. (Ja hab grad nachgesehen.) Also wenn man sich, nach einem gewissen Kontakt mit den Grundlagen des Themas, für einen Experten hält. Aber es nicht ist. 
PS: Sorry falls das grad zu sehr vom Thema abgewichen ist.  

Vor 10 Minuten , schrieb Aldursauge:

Genau gesagt gehts beim Effekt darum, dass man die eigenen Fähigkeiten nicht einschätzen kann. Egal welche Kompetenz man im Feld hat. Der Effekt ist bei geringer Kompetenz tatsächlich häufiger, kann allerdings jedem passieren. 
In meinem Job etwa Chemielaboranten, die meinen mehr zu wissen als der Chemiker, der die Vorschrift erstellt hat. Und dann überrascht sind, wenns nicht klappt. ^^


Ich wollte eher auf den "Mount Stupid" hinaus. (Ja hab grad nachgesehen.) Also wenn man sich, nach einem gewissen Kontakt mit den Grundlagen des Themas, für einen Experten hält. Aber es nicht ist. 
PS: Sorry falls das grad zu sehr vom Thema abgewichen ist.  

Vollkommen okay. Ich finde, das trägt sogar sehr viel dazu bei.

Mount Stupid beschreibt genau das, worauf ich hinaus wollte. (Wenn man so dumm ist, dass man denkt, man sei schlau.)

Hab ich ja gesagt überzeugt mich gern vom Gegenteil ^^ Es ist halt nur eine mögliche Fehlerquelle. Hab ich ja auch schon im Post beschrieben. Die mangelnde Erfahrung kann jemanden Fehler machen lassen wie zum Beispiel Flüchtigkeitsfehler oder wie du in deinem Post deutlich beschreibst Selbstüberschätzung.

Letztenendes ist das aber auch irrelevant Denn was nützt es dir, wenn du bei einer Atemkontrolle erstickst, weil Dom unerfahren war und dachte, ich weiß genau, was ich tue, oder du bei einer Atemkontrolle erstickst weil Dom erfahren war, und dachte, Ich weiß genau, was ich tue.

Vor 24 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Der Dom muss seine sklavin lesen können, das ist das wichtigste. Wer praktische Erfahrungen gesammelt hat, muss diese auch in Bezug auf die sub einschätzen können. Sehen, verstehen, handeln.

Die Sklavin sollte unabhängig davon, ob dumm sie lesen kann oder nicht, zumindest die Verantwortung für sich selber tragen die kann und darf sie nicht vollkommen abgeben.

Es liegt leider nicht allein in der Macht von Dom

Grundsätzlich sollte zwischen Dom und Sub Ehrlichkeit herrschen...besonders wenn man sich am kennenlernen ist. Das schließt besonders die eigenen Fähigkeiten, Erfahrungen mitzuteilen ein. Es langsam angehen zu lassen um den Gegenüber besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Bei bdsm geht es nicht um die olympischen Spiele höher, schneller, weiter...wo im schlimmsten Fall eine Person unter die Räder kommt.

vor 3 Minuten, schrieb BP139:

@Rosenrot82   Bevor hier ein Streit vom Zaum bricht - ich vermute mal, dass da die Rechtschreibkorrektur bei @Eiskalt zugeschlagen hat und aus "Dom"   "dumm" gemacht hat  ;)

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass er wirklcih "dumm" gemeint hat.....

Danke 🙏

(bearbeitet)

Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit sind keine logischen Gegensätze, haben also erstmal gar nichts miteinander zu tun.
Nachts ist es ja auch nicht dunkler, als draußen. 😊

 

Ob Mann oder Frau einen vermeintlich erfahrenen Dom oder SUB mehr Vertrauen entgegen bringt, entscheidet er oder sie in der jeweiligen Situation selbst, hängt aber vermutlich mehr von der jeweiligen, allgemeinen Persönlichkeit des/der Anderen ab. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 20 Minuten, schrieb Schneeflöckchen:

Aktuell habe ich einen Freund der nichts mit BDSM zu tun hatte und wir haben in 3 Monaten mehr ausprobiert und praktiziert als ich in den letzten 2 Jahren 😆

Er musste also nicht erfahren sein, er hat die Neugier und die Geduld neue Dinge auszuprobieren und ich kann neues mit ihm ausprobieren.

 

Ich finde grad diese Konstellation hochspannend. Man probiert sich zusammen aus und sammelt zusammen Erfahrungen.  Es ist ein großes Stück Gemeinsamkeit, das verbindet.

Vor 11 Stunden, schrieb Alexiel_Mistress:

Ab wann ist man erfahren? Wie musdt man das?
20 Jahre Verein bedeutet nix wenn man 3s 20 Jahre falsch gemacht hat.... 🤷🏻‍♀️
Komischerweise kann oder will mir niemand da ne Erklärung geben... Wir haben so viel gelernt in der letzten 50 Jahren was früher total okay war... 🤷🏻‍♀️
Sogar der Standart...
Jeder der zu mir kommt ich hab x Jahre Erfahrung bekommt genau das von mir zu hören, nur wrkl du es x jahre machst heisst es nicht das es richtig ist.
Routine bedeutet auch das man Betriebsblind sein könnte...
Ich hab über 30 jahrelang gelernt nur 1x am tag zu essen, das macht es nicht richtig oder gesund 🤷🏻‍♀️ aber wie man diese (falsche) erfahrung reproduzieren kann könnte ich jedem zeigen.

Ich finde gut, dass du falsch ebenfalls in Klammern gesetzt hast.

Wir brauchen jetzt keine Grundsatzdiskussion darüber zu führen. Dass hier weder von richtig, falsch, gesund oder ungesund die Rede ist.

Sondern von einem individuellen Denkansatz.
Jeder soll sich bitte das herausziehen, was gebraucht wird, und sich sein Leben so gestalten.

Vor 5 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG:

Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit sind keine logischen Gegensätze, haben also erstmal gar nichts miteinander zu tun.
Nachts ist es ja auch nicht dunkler, als draußen. 😊

 

Ob Mann oder Frau einen vermeintlich erfahrenen Dom oder SUB mehr Vertrauen entgegen bringt, entscheidet er oder sie in der jeweiligen Situation selbst, hängt aber vermutlich mehr von der jeweiligen, allgemeinen Persönlichkeit des/der Anderen ab. 

Ich schließe mich eher hier an @Ropamin und stimme deiner Aussage auch nur teilweise zu.
Wie der in deinem Beispiel: Werbung -> Klischee/schwammige Aussagen.
Ich finde sowohl oben spielen als auch unten spielen da tragen gleichen Teil Verantwortung und auch Risiko. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, einer Person ein ernsthaften Schaden zugefügt zu haben.

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