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Plädoyer aus der Stille für die Stille


le****

Empfohlener Beitrag

Meine Hitliste der unkonstruktivsten Beiträge:

 

Ich finde das Thema doof/unwichtig.

Wenn man das selber nicht weiß ...

Die Frage wurde schon mal gestellt.

Meine Antwort wäre individuell, würde dir also nichts bringen.

Das kann man nicht verallgemeinern. (Es wurde nach persönlichen Erfahrungen gefragt.)

Warum fragst du überhaupt? Erkläre zuerst dein Leben.

Wer das Fragen muss ist kein Dom und wird auch nie einer werden.

Ich finde folgende Fragestellung spannender: ... Was meint ihr?

vor 57 Minuten, schrieb Chris-Corax:

Ich finde, beide Extreme sind problematisch:

Einerseits sollte man niemanden anfahren, nur weil eine Frage schon einmal gestellt wurde. Andererseits muss man auch nicht jede Woche zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage beantworten.

Wenn jemand direkt neben einem Thermometer steht und mich fragt, wie warm es ist, kann ich ihm natürlich jedes Mal die Temperatur vorlesen. Oder ich zeige ihm mehr oder weniger freundlich, wo das Thermometer hängt, damit er künftig selbst nachsehen kann.

Für mich ist das eine Frage der Balance zwischen Hilfsbereitschaft und Eigeninitiative. Wer jede noch so leicht selbst beantwortbare Frage bedient, fördert eben auch eine gewisse Unselbstständigkeit.

Aber jedem zu zeigen wo das Thermometer ist, ist das fördern der unselbstständigkrit oder nicht? Warum nicht sagen hier ist eins, versuch es mal selbst zu finden bist ja schon groß.

Ist das nicht genau das was wir machen mit *das Thema hatten wir erst letzte Woche oder gestern * wie sagen somit doch schau dich mal um.... 

Hey ihr Lieben, erstmal danke für die Perspektiven und Beiträge. Ich schätze es sehr, wenn Diskussionen nicht ausarten und trotzdem kritisch geführt werden können. Das bedarf Zeit und mentalen Aufwand und dafür bin ich euch dankbar, in diesem und in anderen Diskussionen. Ich sehe auch euren Frust und verstehe den sogar zum Teil, obwohl ich erst einige Wochen hier bin. Ich denke, das wird nur umso größer, je mehr Zeit und Aufwand man auch selbst in Beiträge steckt und dann sehen muss, mit wie wenig Bewusstheit andere Beiträge formuliert sind. Aber was ich nach wie vor nicht verstehe, ist die Frage: Warum darauf antworten? Denn diese geht ja der Frage, wie man antwortet, voraus. Ich verstehe den Impuls, auf einen schlechten Beitrag, dem ewig gleichen Thema mit ständig wechselnden Gesichtern, einfach nur zu antworten: "Hatten wir schon", solange ich antworten muss. Aber es gibt doch auch die Möglichkeit, einfach nichts zu sagen und die Frage nach Duplikaten und deren Rechtfertigung einfach den Betreibern der Seite/App zu überlassen. Ich verstehe nicht, warum man die schlechten Fragen nicht einfach auch als Fragen behandelt. Einen normalen oder wertvollen Beitrag kann man doch auch einfach unbeantwortet lassen, wenn man dazu gerade nichts beizutragen hat. Was ändert sich dabei, wenn die Qualität/der Mehrwert des Beitrages stark zu bezweifeln ist?

@TaliX
Ich will gar nicht behaupten, dass ich die meisten Themen, die sich doppeln (und ja vorrangig um Profilierung gehen), nicht seicht sind. Und gerade dein nächster Abschnitt, wo du darauf verweist, dass es wirklich viele interessante neue Fragen gibt, führt mich aber wiederum zu der Frage, warum überhaupt auf Inhalte antworten, mit denen ich mich nicht auseinandersetzen möchte, wenn es doch Inhalte gibt, mit denen ich mich auseinandersetzen möchte? Warum Energie investieren?

@Alexiel_Mistress
Wenn ich deine Frage richtig verstehe, hier die Antwort bezüglich der negativen Emotionen: In dem Szenario, ein Mitglied stellt eine Frage zu einem Thema, das bereits ausführlich in ganz vielen Beiträgen diskutiert wurde, Person X antwortet darauf mit einem Beitrag, in dem Person X darauf hinweist, dass dieses Thema schon zur Genüge bearbeitet wurde. Dann sehe ich da negative Emotionen potenziell auf beiden Seiten. Person X antwortet nicht wohlwollend auf den Beitrag, weil Person X ja darüber Bescheid weiß, dass es schon ganz viele andere Threads dazu gab. Ob das bei einer leichten Genervtheit bleibt oder in Frust umschlägt, ist erstmal egal.
Die fragende Person wird in ihrer inhaltlichen Fragebearbeitung behindert, vielleicht sogar angegangen, wenn nicht von Person X, dann spätestens von irgendeiner Person Z, die das auch nervig findet, aber nicht ganz so wortgewandt oder selbstregulierend ist wie Person X. Das tut weh oder nervt. (Klar, man könnte jetzt argumentieren, aber die fragende Person hat zuerst genervt, aber eigentlich ist das Eintrittsalter hier ja Ü18, also würde ich das mal nicht als Argument gelten lassen.)
Du sagst: „Im Gegenteil, es wird dazu führen, dass keiner mehr individuell drauf eingeht und die üblichen Antworten kommen ...“ – genau das ist ja Teil des Sinns dieser Diskussion, die Standardantworten aufzubrechen. Jedenfalls einige.
„Ist das noch Austauschen oder ist das ein Katalog von Antworten durchgehen?“ In genau diesem Sinn würde ich sagen: Lasst doch genau nicht dazu beitragen, das Gleiche zu machen, indem man die Menschen mit ihren guten und schlechten Fragen so nimmt, wie sie sind, und sich dann aussucht, wo man inhaltliche, sinnvolle Beiträge leistet, und den Rest einfach denen überlässt, die es interessieren sollte. Wenn es niemanden interessiert, wird sich auch keine Diskussion entwickeln, und das Thema bleibt tot.

@Seilfuchs
…

Ich verstehe, warum es sich so anfühlt, als ob es einen Unterschied macht, wenn ein Thema alle 2 Monate oder alle 2 Tage aufkommt. Ich würde aber sagen, dass der Unterschied vor allem gefühlt und nicht essenziell ist. Sobald ich nämlich anfange, beide Themen gleich zu behandeln, ergeben sich in beiden Fällen die gleichen Konsequenzen. Nur die eigene Sichtweise darauf, wie leicht es mir fällt, das zu tun, ändert sich.

„...sondern weil irgendwann einer kommt mit ‚Bekomme ja eh nie Antworten‘ oder dergleichen ... Und dann ist das Thema nicht mehr Thema, sondern etwas anderes.“ Da gehe ich voll mit, aber ich denke, das lässt sich in der Vielfalt, die diese Plattform bedient, nicht verhindern. Wir können nur darauf achten, dass wir selbst dazu keinen Beitrag leisten, oder besser noch einen Beitrag leisten, dass es nicht so weit kommt.

„Warum wird dann nicht ein bestehendes Thema hochgeholt?“ – Ich glaube, solche Diskussionen sind immer auch eine Frage der Identifikation. Wenn ich ein neues Thema erstelle, kann ich deren Antworten viel leichter annehmen, als wenn ich einen Beitrag zu einer alten Diskussion erstelle. Aber das ist nur mein Guess neben den offensichtlichen Antworten wie „neu und noch nicht ganz vertraut mit allen Funktionen, Ignoranz und Co.“

@Chris-Corax
Du formulierst es so schön:
„Andererseits muss man auch nicht jede Woche zum zwanzigsten Mal dieselbe Frage beantworten.“ – Richtig, muss man ja auch nicht, weil man ja einfach gar nicht antworten muss, oder?
Ja, der Thermometervergleich hinkt aber an der Stelle, dass es nur einen Adressaten gibt, während hier ja alle Mitglieder adressiert werden. Entsprechend kann ich auch einfach schweigen, nichts erklären und jemand anderem erklären, wie ein Barometer funktioniert, weil diese Frage auch im Raum stand und ich mich dafür viel mehr interessiere.

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