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Warum gibt es so wenig weibliche Doms


Ob****

Empfohlener Beitrag

vor 18 Minuten, schrieb TaliX:

 

Gedankenstrom: Geschenk für Kollegin XY besorgen. Kuchen backen. Auf Liste Elternbeirat eintragen. Schul-App checken. Adventsgeschenke besorgen. Einkaufsliste für Brunch fertigstellen. Einkaufsliste für DM (Kaugummientfernerstift!!!). Tante fragen, was Onkel sich zum 70.sten wünscht. Arzttermin für XX ausmachen. Wetterapp wg Grillabend checken. Gste fragen, wer welche Allergien hat, ob es was Veganes geben muss. Für Bastelabend eintragen, bunte Klebestifte besorgen!
 

Allesamt privates Vergnügen.

Wichtiges von unwichtigem trennen, Prioritäten setzen ☝️

= Mehr Zeit 

Gerade eben, schrieb TaliX:

 

Es ist aber auch nicht jedemanns Vorliebe. Habe öfter mit Male-Doms gesprochen, die sich bereit erklärt hatten, aber ausbrannten, gerade wenn sie selbst viel Stress hatten und es nur noch Kraft kostete.
Viel Kontrolle ausüben, viel Extraverantwortung übernehmen ist nun mal nicht jedem Menschen angenehm.
Und es ist auch nicht jeder gut darin. Ich habe teilweise früher Doms in Anspruch genommen, mich zu strukturieren/zu stärken. War aber immer Murks und einige waren auch superpikiert, weil sie nicht wirklich aktiv unterstützen wollten, sondern nur sexy Aufgaben geben wollten und mich wahrscheinlich gern mit Vibroei in ein Meeting geschickt hätten, yikes.

Das man da den falschen Partner erwischen kann, das ist leider wahr. Vorliebe sollte es schon sein und beiden etwas geben.

Vor 41 Minuten , schrieb TaliX:

Frauen tragen gesellschaftlich immer noch meistens den Großteil der "mental load", auf Arbeit, in Partnerschaften, in Familien. Mental load = an alles denken, die Bedürfnisse anderer vorausahnen und erfüllen. Zum Teil ist das etwas, was dominante Personen übernehmen für Submissive, diese Fürsorge. Wenn man genau das aber andauernd eh tun muss - warum dann noch sexuell? Das ist zumindest für mich das, was mich komplett abschreckt. Ich habe null Interesse daran, einen Mann zu bespaßen, zu kontrollieren, und dann auch noch aufzufangen. Ich könnte das leisten - aber würde es nicht einmal für Bezahlung tun.
Dann sieht man auch auffällig oft Malesubs, die eine Anspruchshaltung haben und Phantasievorstellungen, die eher abschreckend wirken. Als nicht-dominante, nicht switchende Frau möchte ich nicht darüber nachdenken, wie oft ich Angebote bekommen habe, die mich überhaupt nicht interessieren (will keinen Schlüssel - will niemandem CBT liefern - will keine Onanie-Cam).
Mit solchen Haltungen, "geliefert" zu bekommen, ist man bei Sexworkern besser aufgehoben.
[Im Übrigen, kein shade auf Sexworker, und auch keins auf Malesubs generell - bis auf die Sorte, die umsonst Leistungen abgreifen wollen, ohne zwischenmenschlich auf das Gegenüber einzugehen]

Du sprichst mir aus der Seele

vor 1 Minute, schrieb TaliX:

 

Ja, aber da kommt das Genderding wieder. Von den Malesubs, die mich angeschrieben haben, waren das eben oft welche, die komplett gegen mein Profil anschrieben und mir die Überwachung auf ihre Geilheit zuschieben wollten. Und ich höre nur, dass wirkliche Hausdiener/Putzsklaven selten sind, und dass viele minimal schlecht putzen und dafür maximal bespaßt werden wollen. Nicht mein Metier. Aber so mitdenkende Malesubs, die nicht 200 Befehle am Tag erteilt bekommen wollen, sondern selbstständig etwas für Femdom machen wollen, die haben wesentlich bessere Chancen auf dem Markt.

Wie gesagt es muss passend sein. Ich könnte nicht autark handeln in einer D/s Beziehung.  Und es muss ja auch nicht für jeden 24/7 sein. Nur wenn es wirklich gewollt ist, sonst funktioniert es ja so oder so nicht. 

Ich finde, keine dieser Antworten ist eine Antwort auf die Frage. Ja ich hab auch keine Antwort. Ob es Erziehung aus der frühesten Kindheit ist oder Veranlagung einiger Menschen. Aber durch was geprägt? Und was motiviert einen Menschen macht ausüben zu wollen. Schwierige Frage

Vor 10 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Wie gesagt es muss passend sein. Ich könnte nicht autark handeln in einer D/s Beziehung.  Und es muss ja auch nicht für jeden 24/7 sein. Nur wenn es wirklich gewollt ist, sonst funktioniert es ja so oder so nicht. 

Ich glaube, da spielt auch Gender mit rein, ich mag mich täuschen, aber - als och noch regelmäßiger Geschichten gelesen habe in BDSM-Forum, habe ich da viel öfter die Variante des Malesubs gelesen, der nur noch 24/7 als unwertes Sexobjekt ohne Sexappeal von einer Horde FemDoms gehalten wird. Als Genderswap habe ich diesen extremen Selbstaufgabekram selten von Femsubs geschrieben gesehen - aber von Maledoms stattdessen. Und von Femsubs meistens irgendwie doch auch romantische Abhandlungen über den "einen" Dom, der sie auch abgibt - aber eben eindeutig eine ganz spezielle Person ist, die dargestellt ist. Während Frauen aus männlicher Sicht ziemlich generisch-auswechselbar dargestellt werden.
Was sehr wenig mit Devotion zu tun hat, einfach von irgendwem sexuell verwiklicht und erfüllt werden wollen.

Wenn es an der Sozialisierung oder sonst was Läge, dann erklärt das aber immer noch nicht, wieso dann auch auf diversen Plattformen der relative Anteil an dominanten Frauen zu devoten Frauen gefühlt bei 1% liegt.
Bevor man ein Profil einer dominanten Frau findet, muss man wirklich du dutzende scrollen, die alle devot sind.

Vor 5 Minuten , schrieb Marburg_1994:

Wenn es an der Sozialisierung oder sonst was Läge, dann erklärt das aber immer noch nicht, wieso dann auch auf diversen Plattformen der relative Anteil an dominanten Frauen zu devoten Frauen gefühlt bei 1% liegt.
Bevor man ein Profil einer dominanten Frau findet, muss man wirklich du dutzende scrollen, die alle devot sind.

Sind die auf anderen Plattformen nicht sozialisiert? :)
Auch sprichst Du hier von gefühlten Zahlen

vor 23 Minuten, schrieb TaliX:

 

Hansdieter zum dritten Mal zu erinnern, etwas aus dem Supermarkt mitzubringen (und zwar das Richtige, nicht wieder Sauerrahm statt benötigter Schlagsahne), ist Verzweifeln an mental load und weaponized incompetence, kein Wunsch zu dominieren. Ein Grund für immer mehr Frauen, keine Partnerschaften einzugehen.

Das denkt sich Hansdieter auch, wenn Laura noch immer nicht autofahren gelernt hat und aus kleinsten und einfachsten Entscheidungen des Lebens eine Lebensaufgabe mit Raketenwissenschaft macht 🙄

Da sie aus der Mode kommen....Ironie

Nein mal im ernst, es gibt weibliche Doms nur zeigen sie es nicht so. Das hat vielerlei Gründe, Unsicherheit, Belagerung von männlichen Persönlichkeiten, nicht bewusst was sie meist möchten usw.

Könnte einiges aufzählen, zumindest was meine Erfahrungen sind dabei.

Im Netz ist das Portal so groß, da gibt es zuviele Persönlichkeiten und die wenigsten können dazu stehen was sich innerlich fühlen, und reflektieren sich selbst unbewusst meist negativ.

Vor 14 Minuten , schrieb Tau08:

Das denkt sich Hansdieter auch, wenn Laura noch immer nicht autofahren gelernt hat und aus kleinsten und einfachsten Entscheidungen des Lebens eine Lebensaufgabe mit Raketenwissenschaft macht 🙄

Laura hat statistisch gesehen geringere Aussichten, einen Unfall zu verursachen, wenn sie Auto fährt. Insbesondere bei Drängeln und Rasen.
Aber wir wollen mal nicht den Thread schrotten - Hansdieter war Beispiel für meine mental-load Antwort auf eine Frage im Femdomchat, speziell auf den sexustischen Stereotypenwitz über kontrollierende Ehefrauen.
Was ist denn Deine These zur behaupteten Femdom-Knappheit?

Ich denke „Das Patriarchat ist schuld“ ist die Antwort auf diese und viele weitere Fragen.
1. Frauen wurden und werden von Cis Männern seit Jahrhunderten klein gehalten und entmachtet. Dass Frauen (angeblich) gleichberechtigt sind und es akzeptiert wird dass sie dominant auftreten, ist erst eine kürzlichen Entwicklung der Menschheitsgeschichte und noch längst nicht abgeschlossen.
Denn 2. erzählen uns PodcastBros und rechte Politiker immer noch, dass unser Platz kinderkriegend am Herd wäre und Emanzipation eine Plage.
3. sollen wir doch gefälligst unsere „weibliche Energie“ 🤮 spüren und uns bitte still, leise, angepasst verhalten
Führungsqualitäten werden nach wie vor männlich assoziiert.
Siehe 4. auch die Sprache, wo sich obiger Hans Dieter drüber aufregt, warum er jetzt gendern soll, aber überhaupt nicht hinterfragt, warum eine Domina eine „HERRin“ ist und das das eigentlich schon mehr sagt als 1000 Worte.
5. ist unsere einzige Aufgabe neben dem Kinderkriegen ja schließlich schön auszusehen. Aber wo Bodyshaming und unmögliche Beautystandards das Selbstbewusstsein so mancher Frau klein halten, ist ein authentisch selbstbewusstes Auftreten, das man als Goddess (Scheiß auf Herrin) bräuchte, mancher Frau eher fremd.
6. um nochmal auf Sprache zurückzukommen, WERDEN Frauen passiv gefickt während der Cis Dude aktiv ein Rohr verlegt, haben eine Scheide, die ja nur dazu dient das wertvolle Schwert aufzunehmen und BEKOMMEN es besorgt. Sprache ist mächtig und Sprache vermittelt uns Frauen, dass wir passive Empfängerinnen sind.
7. dürfen wir Frauen sozialisationsbedingt auch überhaupt nicht öffentlich frei Lust empfinden und uns ausleben, sonst sind wir ja eine Hure. Wir denken mal an den Podcast Bro Schlüssel/Schloss Vergleich.
8. bin ich voll bei Talix, dass der Mental Load und die Care Arbeit einfach unfassbar erdrückend für Frauen ist und das einfach nicht ausreichend gesehen wird. Die Erschöpfung treibt auch mich oft dazu, dann nicht noch sexuell für zwei Personen mitdenken zu wollen.
Denn verantwortungsvoller BDSM bedeutet das nunmal. Und richtige Servicesubs, die selbstständig denken und Load abnehmen wollen sind eine Rarität.

Ich persönlich glaube aber, dass zum Glück ein Wandel stattfindet. Ich glaube auch nicht, dass es so super wenig Dommes gibt. Aber ich für meinen Teil, schreibe obwohl ich Switch bin, selten Switch oder Dominant rein, weil ich einfach von Mails von Subs geflutet werde und es zu viel ist. Ich bin also inkognito unterwegs und picke selbst. Da bin ich bestimmt nicht die Einzige.

vor 19 Minuten, schrieb TaliX:

 


Was ist denn Deine These zur behaupteten Femdom-Knappheit?

Dass es eine Vielzahl an Faktoren gibt, von denen hier einige bereits genannt wurden. 

Auch sind die meisten Frauen schlichtweg noch nie in den "Genuss" gekommen es auszuprobieren. 

Und ein Teil derjenigen die es kennenlernen stellen fest, dass die D/S Dynamik auch nie der heilige Kral sein wird und sich manches, das sich Anfangs als die Erkenntnis herausstellt, nur ein Schatten ist. 

Hinzu kommen biologische und gesellschaftliche Einflüsse ufm.

 

 

 

Vor 2 Stunden, schrieb LadyViolet_:

und ja was @TaliX sagt denke ich auch wenn es um FLR geht.. jemanden den man wirklich alles befehlen muss, also alles wie immer nur schlimmer   Die Vorstellungen davon sind jedenfalls oft sehr gruselig und haben nichts mit Dominanz/ fehlender Dominanz zu tun

Viele vergessen dabei, dass auch sub Verantwortung trägt für sich aber eben auch für das gemeinsame Leben. Dazu gehört eben auch so was wie ein gemeinsamer Haushalt. Wo man trotz macht Gefälle eben auch zusammen arbeiten muss. Was wieder bedeutet das beide ihren Kopf benutzen müssen. Nicht nur Dom durch dirigieren. Wenn sich Wäsche ansammelt hat Dom das nicht zuerst zu dirigieren und erst dann wird sie gemacht... Der der am meisten Zeit hat sollte sie dann ungefragt einfach machen. Ohne Befehl.

Vor 18 Minuten , schrieb Tau08:

Dass es eine Vielzahl an Faktoren gibt, von denen hier einige bereits genannt wurden. 

Auch sind die meisten Frauen schlichtweg noch nie in den "Genuss" gekommen es auszuprobieren. 

Und ein Teil derjenigen die es kennenlernen stellen fest, dass die D/S Dynamik auch nie der heilige Kral sein wird und sich manches, das sich Anfangs als die Erkenntnis herausstellt, nur ein Schatten ist. 

Hinzu kommen biologische und gesellschaftliche Einflüsse ufm.

 

 

 

In den Ungenuss bin ich ja gekommen. Bösartig und verbal dominant bin ich ja gern mal, aber sexuell und emotional irgendwie auf nen Typen eingehen, damit der sich auflöst - sowas von nicht mein Geschmack.

vor 11 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

 

Viele vergessen dabei, dass auch sub Verantwortung trägt für sich aber eben auch für das gemeinsame Leben. Dazu gehört eben auch so was wie ein gemeinsamer Haushalt. Wo man trotz macht Gefälle eben auch zusammen arbeiten muss. Was wieder bedeutet das beide ihren Kopf benutzen müssen. Nicht nur Dom durch dirigieren. Wenn sich Wäsche ansammelt hat Dom das nicht zuerst zu dirigieren und erst dann wird sie gemacht... Der der am meisten Zeit hat sollte sie dann ungefragt einfach machen. Ohne Befehl.

Weisst du wie selten das bei malesubs ist? 

TaliX hats ja schon gesagt... Bring endlich das richtige ausn markt mit, Müll kann man jeden 2 oder 4 Tag raus bringen statt das er so lange steht bis Frau es selbst macht, Dinge gleich weg räumen.... 

Ich war in einigen Haushalten von solo Herren.... 2 waren ordentlich. Alle wussten lange vorab das ich zu Besuch kommen würde... 

Also ich kann verstehen das viel keinen bock drauf haben, das dann für zwei zu machen 

Weil in der BDSM-Welt das eher konservative Geschlechterbild des letzten Jahrtausends noch vorherrschend ist?! 😊

Hat schon jemand erwähnt, dass die korrekte Bezeichnung für eine aktive dominante Frau "Domme" ist und nicht "weiblicher Dom"? Vielleicht gibt es ja tatsächlich mehr Dommes als es weibliche Doms gibt.

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