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Warum gibt es so wenig weibliche Doms


Ob****

Empfohlener Beitrag

vor 32 Minuten, schrieb TaliX:

 

In den Ungenuss bin ich ja gekommen. Bösartig und verbal dominant bin ich ja gern mal, aber sexuell und emotional irgendwie auf nen Typen eingehen, damit der sich auflöst - sowas von nicht mein Geschmack.

Man kann versuchen es alles auf einer größeren Ebene zu betrachten, z.B. in Ehen / Beziehung, wer trifft häufiger Entscheidungen. Die Frauen liegen etwas vorne, oft werden die Bereiche nach den jeweiligen Stärken aufgeteilt und ergänzt. Ein deutlicher Unterschied gibt's bei Trennungen, hier führen Frauen deutlich als Entscheider.

"Sie hat die Hosen an" hatte schon immer einen Kern Wahrheit, auch in ganz vielen konventionellen Beziehungen.

Es ist auch eine Art Dominanz, nonsexuell. Sexuell gibt's das durchaus auch ohne bdsm, die Frauen, die gerne aktiv sind, die Initiative übernehmen, ihre Lust befriedigen, nehmen, was sie wollen. 

Das Topping mit bdsm Elementen, einen SUB, knien, dominieren, fesseln, whatever reizt schlicht und ergreifend viele auch gar nicht, denn die Voraussetzungen ist zunächst häufig innige Liebe, Zuneigung, Verbundenheit und das kann eben auch sehr gut ohne bdsm funktionieren und befriedigen und häufig dreht sich das Leben eben nur zweit - oder drittrangig um sexuelle Lust und Beziehung, es gibt da auch noch Job, Family, Freunde und unzählig viele Facetten des Lebens. Je voller und reicher es ist, desto mehr Interessen stehen auch im Vordergrund, zusätzlich zur Beziehung, Sex, bdsm. 

🫢 ich vertraue hier mal den Ansichten der Profis, kann mir aber gut vorstellen das es mehr FLR 1-2 gibt als man sich vorstellt, doch sind die betroffenen halt in einer Beziehung und nicht auf der Suche.
Muss halt nicht alles Peitsche und KG sein?
Und wie schon erwähnt ist die Gesellschaft ein Faktor, manch einer hat ein fragiles Ego und wenn die Frau sagt "Fick mich hart" oder "Gib dir mal mehr Mühe" wird innerlich gejammert und nicht überlegt wie man's besser machen kann.

🫣 Ist nur eine Sicht auf das Thema als jemand der recht Vanilla ist.

Vor 1 Stunde, schrieb Maba-1959:

Hat schon jemand erwähnt, dass die korrekte Bezeichnung für eine aktive dominante Frau "Domme" ist und nicht "weiblicher Dom"? Vielleicht gibt es ja tatsächlich mehr Dommes als es weibliche Doms gibt.

Domme hab ich noch nie gehört.

Vor 1 Stunde, schrieb Maba-1959:

Hat schon jemand erwähnt, dass die korrekte Bezeichnung für eine aktive dominante Frau "Domme" ist und nicht "weiblicher Dom"? Vielleicht gibt es ja tatsächlich mehr Dommes als es weibliche Doms gibt.

Hab mal bisschen im Internet gelesen und du hast Recht. Spannend das der Begriff kaum genutzt wird bzw. so unbekannt ist. Danke auf jedenfall

Vor 7 Minuten , schrieb lilithe1st:

Bei „Natur“ würde ich hart widersprechen. Es liegt nicht in der Natur der Frau submissiv zu sein und in der des Mannes dominant. Halte ich für groben Unfug und rein durch Sozialisation so geprägt.

Und Domme, als Dom + femme (auch wenn es eigentlich im englischsprachigen Raum seinen Ursprung hat). Domina wird oft mit pay und professionell assoziiert und Herrin ist für mich aus feministischer Sicht raus. Aber darf ja jeder selbst für dich entscheiden. 🤷‍♀️

Wenn man den Status Quo mit der "Natur" verwechselt müsste man eigentlich meinen, dass Männer von "Natur" aus devot sind, da diese diejenigen sind, die ständig Hierarchien aufbauen und sich in dann in sie einfügen, egal in welcher Position. Sei das beim Militär oder bei der Firma, oder in sonstigen Befehlsketten.
Und die ganze Incel/Alphamännchen-Ideologie besteht ja aus nichts anderem, als aus streng hierarchischen (und vollkommen verblendeten) Strukturen und Kategorisierungen von Menschen (=Männern. Alphas, Betas, whatever)

Möchtegernsklave
vor 15 Stunden, schrieb ObiWanDevoti:

Die meisten Doms sind Männer. Warum ist das so?

Normalerweise antwortet man ja nicht nicht mit Gegenfragen. 

 

Da ich leider mit meinem beschränkten Wissen  auch nur Vermutungen habe . Stelle ich meine Vermutungen als Fragestellung rein. 

 

Könnte es sein??? 

Das  es keinen großen Unterschied  zwischen Männern und Frauen gibt. 

 

Denn beide sind im Altag einfach so stark gefordert eben Dominanz  zu zeigen und Vermutungen zu übernehmen.  Das sie einfach einen Ausgleich an Gefühlen im (auch wenn ich immer noch Probleme mit der Gleichsetzung von BDSM = Sex habe)  im Sexleben  suchen?  

Und im Sexleben einfach Dominanz und Verantwortung abgeben wollen?  

Weil Menschen halt insgesamt nach einem ausgewogenen Leben streben? 

 

 

vor 23 Minuten, schrieb Möchtegernsklave:

Denn beide sind im Altag einfach so stark gefordert eben Dominanz  zu zeigen und Vermutungen zu übernehmen.  

Welche Vermutungen übernimmt man im Alltag? 

Also in meinem Fall ist es so in einer Beziehung habe ich eher das sagen als beim Geschlechtsverkehr sehr widersprüchlich, aber bin halt eine Switcherin und eine Brat. Und ein Mann denkt da meist nicht so nach und behaltet seine Art eher bei als Er beides ist. Kann auch sein Er switcht aber selten erlebt. Die Aufgaben und Gesellschaft meistens wenn Männer unter sich sind möchten Sie eher nicht verweichlicht wirken.

vor 3 Minuten, schrieb curvyxxxx:

Also in meinem Fall ist es so in einer Beziehung habe ich eher das sagen als beim Geschlechtsverkehr sehr widersprüchlich, aber bin halt eine Switcherin und eine Brat. 

Kommt im vanilla Bereich oft vor das sie das sagen hat und im bett eher dann passiv reagiert. Nennt sich Ausgleich zum rest. Zumindest laut Thera*pie ist das sehr normal.

Vor 9 Stunden, schrieb lilithe1st:

Bei „Natur“ würde ich hart widersprechen. Es liegt nicht in der Natur der Frau submissiv zu sein und in der des Mannes dominant. Halte ich für groben Unfug und rein durch Sozialisation so geprägt.

Und Domme, als Dom + femme (auch wenn es eigentlich im englischsprachigen Raum seinen Ursprung hat). Domina wird oft mit pay und professionell assoziiert und Herrin ist für mich aus feministischer Sicht raus. Aber darf ja jeder selbst für dich entscheiden. 🤷‍♀️

Ich habe mich schon öfter mit der Frage beschäftigt, warum dominante und submissive Präferenzen zwischen Männern und Frauen unterschiedlich verteilt sind. Den Beitrag habe ich zum Anlass genommen, mein bisheriges Verständnis mithilfe einer KI wissenschaftlich zu überprüfen. Mein Eindruck hat sich weitgehend bestätigt: Sowohl biologische als auch gesellschaftliche Faktoren spielen eine Rolle, ohne dass sich ihre jeweiligen Einflüsse eindeutig beziffern lassen.

1. Sind Männer tatsächlich dominanter?

- Hsu et al. (2021): Meta-Analyse mit über 250.000 Personen.
- Männer waren durchschnittlich stärker durchsetzungs- und zielorientiert (Agency, g = 0,40).
- Frauen durchschnittlich stärker gemeinschafts- und beziehungsorientiert (Communion, g = 0,56).
- Die Unterschiede sind statistisch belegt, haben sich im Zeitverlauf aber verringert.
- "Studie: Gender, Masculinity, and Femininity" (https://doi.org/10.1037/bul0000343)

2. Welche Rolle spielt Testosteron?

- Geniole et al. (2020): Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen Testosteron und Aggression.
- Nur ein sehr schwacher statistischer Zusammenhang (r = 0,054).
- Ein eindeutiger kausaler Effekt war in den untersuchten Experimenten nicht nachweisbar.
- Wichtig: Aggressivität ist ohnehin nicht mit sexueller Dominanz gleichzusetzen.
- "Studie: Is Testosterone Linked to Human Aggression?" (https://doi.org/10.1016/j.yhbeh.2019.104644)

3. Sozialisation und gesellschaftliche Machtverhältnisse

- Twenge (2001): Die Durchsetzungsfähigkeit amerikanischer Frauen veränderte sich zwischen 1931 und 1993 deutlich im Zusammenhang mit ihrer gesellschaftlichen Stellung.
- Galinsky et al. (2024): 72 von 102 untersuchten Geschlechterunterschieden (71 %) entsprachen in ihrer Richtung experimentell beobachteten Machteffekten.
- Das spricht deutlich für den Einfluss gesellschaftlicher Machtstrukturen. Die 71 % sind allerdings ausdrücklich kein berechneter Ursachenanteil.
- "Twenge (2001)" (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11474719/) | "Galinsky (2024)" (https://doi.org/10.1093/pnasnexus/pgae025)

4. Speziell weibliche Doms

- Brown et al. (2025/2026): Befragung von 470 Personen mit unterschiedlichen Kink-Interessen.
- Männer bevorzugten häufiger dominante Rollen, Frauen häufiger submissive, nichtbinäre Personen häufiger wechselnde Rollen.
- Die Stichprobe ist nicht bevölkerungsrepräsentativ.
- Ob diese Rollenpräferenzen biologisch oder gesellschaftlich bedingt sind, beantwortet die Untersuchung nicht.
- "Studie: A Survey of the United Kink-dom" (https://doi.org/10.1080/00224499.2025.2486472)

Fazit: Die Aussage, Männer seien „von Natur aus dominant“, greift wissenschaftlich ebenso zu kurz wie die Gegenbehauptung, sämtliche Unterschiede seien „rein durch Sozialisation“ entstanden.

Biologische Einflüsse sind plausibel, gesellschaftliche Einflüsse gut belegt. Wie groß die jeweiligen Anteile sind, ist nicht abschließend geklärt – insbesondere nicht bei sexuellen BDSM-Rollenpräferenzen.

Und vor allem: Durchschnittliche Durchsetzungsfähigkeit im Alltag ist nicht dasselbe wie die Präferenz, im BDSM dominant oder submissiv zu sein.

Laborbericht Ende 😜

Wenn Testosteron doch keine Rolle spielt, wo ist dann der biologische Einfluss?
Hirnstrukturen und darauf angeblich zurückzuführende männliche und weibliche Stärken (Mut,Durchsetzungsfähigkeit, Führungskraft vs. Fürsorge, Sozialkompetenz, Sanftheit) sind auch überhaupt nicht wissenschaftlich belegt.
Da streitet man immer noch über Huhn oder Ei. Was war zuerst da? Die geschlechterspezifischen Stärken im Hirn oder die Sozialisation durch die gesellschaftlichen Normen?
Und gehört Fürsorge nicht auch zu einem guten Dom und Mut zu einem guten Sub?
Bliebe biologisch gesehen noch die Stärke im Sinne von Muskelkraft. Aber auch da: sorry, ich bringe einen 2m Muskelprotz nicht durch Kraft vor mir auf die Knie, sondern rein dadurch, dass ich seinen Kopf ficke. Braucht gar keine Muskeln.

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