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Fetisch/BDSM und die Psyche


Gr****

Empfohlener Beitrag

Mein lieber @NeoMind es ist ja alles richtig was du hier schreibst nur ändern wird sich nichts wenn man(n) sich auf einen beeinträchtigten Partner einlässt muss ,man(n) es aushalten und tragen können, oder  eben es sein lassen wenn er damit nicht verantwortungsvoll umgehen kann, und das gilt in jeder Beziehung aber beim BDSM erst recht, Punkt um und aus. Aber deine Abhandlungen sind zu 98 % einfach Klasse und lesenswert. HG

@GreaseDaddy: Ich weiß was du meinst und kann das bestätigen. Auf die Seite hier möchte ich es nicht im Speziellen beziehen. Aber seit ich mich allgemein in diesen Bereichen nach einer passenden (Spiel-)Partnerin umsehe, treffe ich im Gespräch auch des öfteren auf besondere Schicksale. Borderline, ***en, familiäre Gewalt, Alkohol, Vernachlässigung, Verlustängste... Natürlich trifft man auch manchmal auf ziemlich seltsame Verhaltensweisen. Für mich ist das meist der Punkt zum Rückzug. Nicht weil ich jemanden deswegen verurteile. Sondern weil es mir kaum möglich ist zu beurteilen wie stabil die Person ist. Die Gefahr, daß in solchen Fällen mit der Sexualität Probleme nur ungesund kompensiert werden, ist mir da zu hoch.

Liebe @FelidaeDeMort,

dass ist ein sau guter Beitrag! Daher revidiere ich meine Aussage, dass der Thread gut gemacht ist, korrekt wäre gewesen, dass das Thema gut ist.

Hinzufügen möchte ich noch, dass ich als "Päckchenträger" natürlich anderen "Päckchträger*Innen" näher stehe als den "Normalos". Öfter fehl am Platz fühle ich mich unter den "Normalos", als unter anderen "Päckchenträgern". Mal ganz davon abgesehen, dass wohl die meisten Marschgepäck vom Leben auf die Schultern gepackt bekommen haben.

Dein Beitrag hat mir wieder vor Augen geführt, dass man eben von den Bepackten dieser Welt im Menschsein herausgefordert wird und die Chance bekommt daran wachsen zu dürfen. Denn der Mensch wächst an seinen Herausforderungen. Ich wünsche @GreaseDaddy und anderen, dass sie das erkennen und etwas daraus machen.

Ich hatte die Gelegenheit, wieder ein bisschen was zu lernen. Dafür danke ich Dir!

Liebe Grüße,

der Packesel!

Mit meinem vorigen Beitrag will ich übrigens nicht andeuten, dass die hier geschilderten Eindrücke nicht interessant oder aussagekräftig sind. Ganz im Gegenteil: habe einige Beiträge aufmerksam und interessiert gelesen. :-) Sollte es dazu aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse geben, könnte das meiner Meinung nach eine interessante Zusatzinformation sein.

Oh, verdammt! Kommt mal runter auf den Teppich.

Zuerst einmal sehe ich mich durchaus als "Normalo" bzw. - wenn ich nach einigen hier in den Mund gelegten Aussagen gehen darf - als psychisch gesunden Menschen.
Dann möchte ich sehr gerne darauf hinweisen, daß ich von Leuten die ihre "Päckchen" tragen massivst Abstand nehme. Ganz einfach weil diese nur allzu gerne ihre
Problem(chen) auf ihr Gegenüber abwälzen. Diese Erfahrung machte ich mehrmalig und kann nur sagen, daß dies für die eigene Gesundheit nicht förderlich ist.

Entgegen der (wieder in den Mund gelegten) Behauptungen ich würde mich nur auf diese Plattform hier beziehen möchte ich explizit darauf hinweisen, daß meine Erfahrungen
zu 90% dem realen Leben entspringen. Ja, ich bin ein ansehnlicher Kerl und ich hatte viel Spaß bisher mit den Damen. Leider aber mußte ich auf die harte Tour lernen
was gesund und was ungesund ist für mich.

Hat nun jemand von euch hier das ein oder andere Trauma erlebt oder hat sonst irgendwie ein "Päckchen" mit sich zu schleppen, so möchte ich hiermit mein Beileid ausdrücken.
Ein aufrichtig gemeintes und ehrliches Beileid.
Jedoch solltet ihr nicht nur euer Heil in der Flucht suchen (Sexualität), sondern euch entweder selbst helfen (was oft unbequem ist)
oder euch helfen lassen. Sexualität ist ausdrücklich etwas gutes und sollte heftigst praktiziert werden, aber eben ohne "Päckchen" oder andere Traumata.
Hierzu muß ich noch sagen, daß ich selbst nach einem schweren Burnout Hilfe benötigte und mir anschließend noch selbst in den Arsch treten musste.
Ich weiß also wovon ich spreche.

Worauf will ich hinaus?
Es interessiert mich nicht die Bohne, ob ihr euch persönlich angegriffen fühlt oder nicht. Sobald ich dergleichen lese hab ich den Rest tatsächlich schon übersprungen.
Nein, ich wollte eure Eindrücke und eure sachliche Meinung zu eben diesem Thema wissen. Einige hielten sich daran - andere wieder nicht.
Natürlich trifft sich im Fetischbereich so ziemlich alles mögliche. Natürlich hat jeder seine Daseinsberechtigung.
Aber dann seid auch insofern ehrlich zu euch selbst, daß ihr euch selbst reflektieren könnt.

Noch viel wichtiger aber ist... Achtet auf euer Gegenüber!
Es ist niemandem geholfen, wenn man mit seinen eigenen "Päckchen" seinen Gefährten belastet oder gar selbst mit solchem belädt.

Ich merke aber schon, daß ich mit einem anfangs sachlich gemeinten Beitrag in ein Wespennest gestochen habe.
Auf der einen Seite sehr erwachsen und bodenständig - auf der anderen Seite sehr emotional und unnötig aufgeregt.
Freud hätte die reinste Freude gehabt.

 

vor 11 Stunden, schrieb Noch_irgendwer:

@GreaseDaddy: Ich weiß was du meinst und kann das bestätigen. Auf die Seite hier möchte ich es nicht im Speziellen beziehen. Aber seit ich mich allgemein in diesen Bereichen nach einer passenden (Spiel-)Partnerin umsehe, treffe ich im Gespräch auch des öfteren auf besondere Schicksale. Borderline, ***en, familiäre Gewalt, Alkohol, Vernachlässigung, Verlustängste... Natürlich trifft man auch manchmal auf ziemlich seltsame Verhaltensweisen. Für mich ist das meist der Punkt zum Rückzug. Nicht weil ich jemanden deswegen verurteile. Sondern weil es mir kaum möglich ist zu beurteilen wie stabil die Person ist. Die Gefahr, daß in solchen Fällen mit der Sexualität Probleme nur ungesund kompensiert werden, ist mir da zu hoch.

Exactomundo! :clap:

Das BDSM für viele/manche/einige ein Bewältigungsstrategie ist klingt nicht abwegig, aber Studien und Zahlen kenne ich auch nicht.
FelidaeDeMort hat aber recht, es lässt sich nicht so vereinfachen wie es hier (teilweise) darstellt wird.
Außerdem viele der erwähnten Indizien auch sehr leicht erklären: das Internet. Durch die schriftliche Kommunikation wird ein Großteil unserer Kommunikation gar nicht übertragen, Missverständnisse und Fehlinterpretationen sind die Folge. Was als massive Stimmungsschwanking wahrgenommen wird es vielleicht gar nicht.
Und die Anonymität verleitet auch eher zu "extremerem" Verhalten.

Was die wissenschaftliche Sicht angeht, habe ich durch google folgendes gefunden:
https://www.psychologytoday.com/us/blog/unique-everybody-else/201307/bdsm-personality-and-mental-health
Dort wird behauptet, dass in einer entsprechenden Studie keine Korrelation zwischen BDSM und psychischen Beschwerden festgestellt werden konnte. Die Studie, auf die dabei Bezug genommen wird, scheint von der Universität Tilburg zu stammen. Hab jetzt noch nicht so super viel dazu recherchiert aber auf den ersten Blick wirkt das nicht unseriös.

Hier auch nochmal ein Link zum Abstract der zitierten wissenschaftlichen Arbeit: https://research.tilburguniversity.edu/en/publications/psychological-characteristics-of-bdsm-practitioners

(bearbeitet)

@russoo,Danke für den Beitrag!
Allerdings bin ich was Studien angeht nicht wirklich überzeugt. Das Problem dabei ist, daß es so lange passt bis eine Gegenstudie dazu veröffentlich wird.
Und dann kommt die nächste Studie und noch eine...

Vollkommen unberücksichtigt dabei bleiben aber viele Faktoren, die man auch rein organisatorisch bei solch einer Studie kaum abdecken kann.
So wie bei etlichen anderen Studien zu diversen anderen Themen auch. Oder nehmen wir als sehr gut wandelbares Beispiel die aktuelle Pandemie.
Da ändert sich die fachliche Meinung auch stündlich. Der eine Doktor sagt so, der andere Doc sagt wieder was anderes und alle stützen ihre Aussagen
auf die Wissenschaft. Selbst das "Wahrheitsministerium" ist sich unschlüssig. Hehe..

Kurzum... Schauen wir mal, dann sehen wir schon.

bearbeitet von FETMOD-MM
Unnötiges Zitat gelöscht, beeinträchtigt den Lesefluss

Ich hatte eine Partnerin, meine große Liebe! Es war der geilste Sex! Absolute Hingabe und Leidenschaft..
Das war schier grenzenlos!
Dann aber manchmal Riesen *** Schwankungen die absolut übertrieben waren. Bis hin das sie immer wieder auf mich los ging.
Irgendwann wurde gesagt das sie Borderline hat, sie war so extrem für neues zu begeistern. Immer starkes hin und her.. dann ist sie ohne mein Wissen in den Drogen Sumpf gerutscht und es ging zu Ende. Hat mich 2 Jahre gekostet das zu verdauen weil es so extrem war.
Ich habe auch schon darüber nachgedacht ob diese psychischen Zustände auch mit BDSM verbinden?
Z.b früher war krankhafte Eifersucht Sie zu kontrolieren - krank - Heute ein Fetisch. Sprich alles was früher ein psychisch problematisch war, hat heute ein Fetisch.
Ich liebe Fetische usw.. Ich möchte niemand angreifen! Aber wen man darüber nachdenkt fragt man sich schon zum Teil 🤔
LG

Danke, @DuBistMeine!

Mein Respekt gilt Dir, weil auch Du die Eier hast die Sache nüchtern sehen zu können
und für deine Offenheit. Ebenso kann ich Dich verdammt gut verstehen. Quasi Brüder im Geiste.

Du hast verstanden was ich meine. Top!

Ist mir auch schon aufgefallen hier und hat mich am Anfang echt erschreckt wie viele es gibt . 

Klar hat jeder seine kleinen Macken, aber meine Psyche ist intakt und bin ein sehr ausgeglichener Mensch und bin froh darüber . 

 Leben und leben lassen und sich das herauspicken was zu einem passt. 

Es gibt da eine narzisstische Persönlichkeit, die konnte sogar Präsident werden, und behauptet täglich, alle anderen, ausser ihm selbst, wären nicht normal.

Da bin ich doch froh, dass ich zu den Psychos gehöre, dort bin ich wenigstens unter Meinesgleichen. 😍

Danke @russoo, etwas Wissenschaft in dieser emotionalen Debatte.

Und Danke @felidaeDeMort, weil Du Dich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt, und offen bist.

Ich finde das Thema spannend, leider ist die Auseinandersetzung mit allen Seiten vom TE nicht geplant oder gewünscht?

@GreaseDaddy, Du hältst Abstand zu Leuten, die ein "Päckchen tragen" ? Liest auch nicht weiter, wenn Du das bei jemandem vermutest? Gibst Ratschläge zum ausleben von Sexualität, Therapien oder Selbsthilfe?

Dein Interesse am Thema und an abweichenden Meinungen scheint nicht so groß zu sein. Und woher weißt Du so gut, wie Therapien und Sexualität funktionieren?

Die Zusammenfassung Deiner Eingangsthese umfasst, dass ein Großteil deiner bisherigen Sexualpartnerinnen mindestens ein Macke hatten. (Schonmal drüber nachgedacht, warum ausgerechnet DU so viele "Psychos" anziehst?) .. ( Co-Abhängigkeit?) Das von Dir erwähnte "überfliegen von Foren - und Profilinhalten" reicht wohl kaum für eine solide Einschätzung.  

Im Zweifelsfalle ziehe ich immer Menschen vor, die wissen dass Sie ein Päckchen tragen, als jene, die sich für Normales halten. Die Wahrscheinlichkeit dass diese danebenliegen, ist immens (meine Erfahrung aus dem ..realen Leben ;) )

Ob sich die Frage klären lässt, ob es im BDSM Kontext mehr Menschen mit "Macken" gibt als in anderem Kontext, weiß ich nicht.

Meine Lebensgeschichte fließt auch in meine Sexualität ein, wie in alle anderen Bereiche meines Lebens.

Vielleicht hast Du nicht bis hierher gelesen TE, jedem das seine und jeder das Ihre. Die oben von mir zitierten Teile Deiner Posts erwecken bei mir den Eindruck, Du willst Dein Wissen nicht erweitern, sondern bestätigt bekommen was Du denkst und schreibst. Wenn Du offen bist, lese die Texte der Päckchenträger. Ich wäre nicht übermäßig verwundert wenn es einen Zusammenhang zwischen sexueller Neigung und Psyche g ä b e. Aber so einer These können wir hier nur mit offener Diskussion auch nur nahe kommen.

vor 8 Stunden, schrieb GreaseDaddy:

Oh, verdammt! Kommt mal runter auf den Teppich.

(...)

Komm mal lieber hoch. Hier oben hat man Aussicht.

 

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Zuerst einmal sehe ich mich durchaus als "Normalo"

Wäre ein "Normalo" nicht jemand, der normal ist? Also in der Mehrheit? Kommt es Dir nicht ggf. ein wenig, sagen wir, merkwürdig vor, ein Normalo zu sein, der sich gerade darüber beschwert, dass es kaum Leute gibt hier, die so sind wie er? Wärest Du dann nicht eher der Unnormalo hier?

 

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Dann möchte ich sehr gerne darauf hinweisen, daß ich von Leuten die ihre "Päckchen" tragen massivst Abstand nehme.

Das kannst Du gerne tun, es gibt hier keinen Zwang, sich mit Menschen auseinandersetzen zu müssen, wenn man dafür nicht stark genug ist, und zur allergrößten Not könntest Du einfach selbst eine Communityseite eröffnen, für BDSMer und Fetischisten, aber nur die Normalen, nicht die mit Päckchen. Sozusagen: Nur für Post-fetischisten. Wäre auch ein guter Domain-Name: Post-Fetisch.de

 

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...als psychisch gesunden Menschen (...) frage ich mich doch , ob ich mit diesem Gesamteindruck alleine bin (...)

Jemand, der selbstverliebt und voller Selbstbewunderung ist und der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt als andere und auch als er von anderen eingeschätzt würde, wird gemeinhin Narzisst genannt.  Aber keine Angst, die narzisstische Persönlichkeitsstörung, sollte es wirklich so schlimm sein, kann behandelt werden.

Waaaas?
Was ich damit sagen will und wie ich die Frechheit besitzen kann, Dich so einzuschätzen, wo ich Dich doch gar nicht kenne?

Ja, denk mal darüber nach, wie einfach es ist, mit ein wenig Küchenpsychologie so zu tun, als könnte man sich ein objektives Bild seines Gegenübers machen, obgleich man nur ein paar Worte auf einem Bildschirm vor sich hat. Ich kann - in der Tat - nichts über Dich sagen und schon gar keine Diagnose stellen, alles, was ich kann, ist Deine Texte hier zu lesen und festzustellen, dass ich Deine Beiträge, gelinde gesagt, nicht frei von einer gewissen Arroganz finde. Das sagt sicher nicht aus, dass Du tatsächlich an einer narzisstische Persönlichkeitsstörung leiden würdest, wie käme ich dazu zu glauben, dass ich das beurteilen könnte. Aber wie kommst Du dazu, dies andererseits von Dritten zu behaupten? Und dann wunderst Du Dich, dass Menschen Dir vielleicht nicht mehr antworten nach ein paar Mails? Oder sich ihre Stimmung im Verlauf der Kommunikation mit Dir verändert? Vielleicht, nur ganz vielleicht, könnte das ja auch zu tun haben mit den Mails, die Du so geschrieben hast. Vielleicht ist der eine oder andere, der mit Dir schrieb, auch gar nicht krank, sondern will einfach nur ein wenig - sagen wir: - Abstand von Dir. Das könnte man in dem Fall gegebenenfalls vielleicht sogar ganz gesund nennen.

Unvorstellbar. Ich weiß.

 

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(...)Abstand nehme. Ganz einfach weil diese nur allzu gerne ihre Problem(chen) auf ihr Gegenüber abwälzen. Diese Erfahrung machte ich mehrmalig und kann nur sagen, daß dies für die eigene Gesundheit nicht förderlich ist.

...oder es sind spannende Menschen. Nicht jeder, der "Problemchen" hat, ist gleich ein Psychofall. Tatsächlich interessieren mich bei einem Menschen die Abgründe sehr. Aber manchen Menschen, die noch nie in ihrem Leben so richtig am Boden lagen, fehlt dafür gegebenenfalls ein wenig die Tiefe. Wenn man Menschen kennenlernt, ihre Geschichte, ihre Ängste, dann eröffnen sich nicht selten ganze Welten, und ich kenne keinen Künstler auf der Welt, der nicht gehörig einen an der Waffel hat. Du scheinst hingegen jedes Päckchen, das jemand trägt, jede Stimmungsschwankung, die jemand hat, mit einer Vollpsychose zu verwechseln. Aber nicht jeder, der sich nicht so verhält, wie Du es als Normalo von anderen Normalos zu erwarten scheint, muss deswegen gleich psychisch krank sein. Vielleicht haben sie auch nur einfach keine Lust auf jemanden, der eigenes empathisches Verhalten als "Probleme abgewälzt" bekommen bezeichnet.

 

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(...)explizit darauf hinweisen, daß meine Erfahrungen zu 90% dem realen Leben entspringen. Ja, ich bin ein ansehnlicher Kerl und ich hatte viel Spaß bisher mit den Damen. Leider aber mußte ich auf die harte Tour lernen was gesund und was ungesund ist für mich.

Na, mein Hübscher, willkommen in der Realität. Ich kann keine Prozentangabe machen, wie viele der Freundinnen oder Affären ich offline oder online kennengelernt habe, aber ich kann bestätigen: Menschen sind nicht einfach. Menschen haben Ängste. Menschen haben Probleme. Menschen haben Sehnsüchte und manche lügen und manche spielen Spielchen. Online wie offline. Wie aber kommst Du nun darauf, dass, wenn Du doch nur 10 Prozent Deiner Bekanntschaften im Netz gefunden hast, dass es dann hier explizit besonders schlimm wäre? Wo doch die anderen 90% auch schon die harte Tour ware? Du musst ja unglaubliches Pech gehabt haben, ausgerechnet als der letzte Normalo der Welt ununterbrochen auf Leute zu treffen, die ungesund für Dich sind. Also wirklich. Armer Kerl.

Aber wenn wir damit mal zum Kern Deiner Ausführungen kommen: Ich denke nämlich, es stimmt sogar. Ohne das empirisch belegen zu können habe auch ich das Gefühl, dass sich in Online-Single-Börsen allgemein, in BDSM- und Fetisch-Börsen und -Communiys im Besonderen durchaus überdurchschnittlich viele Menschen bewegen, die, mal schlimmer, mal leichter, kleinere und manchmal auch wirklich große Päckchen mit sich herumschleppen müssen. Das ist auch ganz in Ordnung so. Es tut mitunter weh, wenn man online "verarscht" worden ist von so jemanden und unbestritten gibt es hier alle möglichen Arten von Leuten, die andere Dinge wollen, als es zunächst den Eindruck macht. Aber was soll man da meckern? Man weiß doch, worauf man sich einlässt, wenn man sich auf Seiten wie dieser anmeldet, man weiss, dass man gehörig auf die Fre*** fallen kann, wenn man online (und übrigens auch offline) sein Herz ein wenig öffnet und man weiss, dass man immer mal an Leute geraten kann, die es - rückblickend - nicht wert waren, dass man etwas für sie empfunden hat. Man nennt diesen Allgemeinzustand Leben. Man sollte darüber nicht meckern, sondern den Mund abputzen und weitermachen.

 

 

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Hat nun jemand von euch hier das ein oder andere Trauma erlebt oder hat sonst irgendwie ein "Päckchen" mit sich zu schleppen, so möchte ich hiermit mein Beileid ausdrücken.

 

Mitleid. Es ist Mitleid, was Du ggf. auszudrücken suchst; nicht Beileid. Beileid ist ein Bekunden des Kondolierens, und nicht jeder, der ein Päckchen zu tragen hat, hat einen Todesfall zu beklagen.   

 

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Ein aufrichtig gemeintes und ehrliches Beileid. Jedoch solltet ihr nicht nur euer Heil in der Flucht suchen (Sexualität), sondern euch entweder selbst helfen (was oft unbequem ist)
oder euch helfen lassen. Sexualität ist ausdrücklich etwas gutes und sollte heftigst praktiziert werden, aber eben ohne "Päckchen" oder andere Traumata.
Hierzu muß ich noch sagen, daß ich selbst nach einem schweren Burnout Hilfe benötigte und mir anschließend noch selbst in den Arsch treten musste.
Ich weiß also wovon ich spreche.

Mitleid. Es ist M.i.t.l.e.i.d.

Und - jetzt glaubst Du sogar, dass Menschen, die Du hier findest, vor irgendwelchen ernsten psychischen Erkrankungen "fliehen" würden in (!) die Sexualität? Dass alle Menschen, deren Stimmung beim Mailwechsel mit Dir schwankt unbedingt Hilfe benötigen? Und noch schlimmer: Sexualität sollte nur ohne Päckchen praktiziert werden? Haben also Menschen, die Probleme, ganz grundsätzlich kein Recht auf Sex? Oder nur nicht auf BDSM?

Richtig ist, dass Menschen, die Traumata erlitten haben selbstverständlich Anspruch darauf haben, dass man sich mit ihnen in Ruhe auseinandersetzt und nicht ihre Situation ignoriert oder ausnutzt. Richtig ist auch, dass es sicherlich Menschen gibt, deren persönliche psychische Situation dergestalt ist, dass manche Beziehungs- oder Sexualitäts-Wünsche für sie momentan nicht unbedingt gesund wären. Aber man lernt - online wie offline - nun mal keine Rollenklischees kennen, sondern reale Menschen, und wenn ein realer Mensch einem real etwas bedeutet, dann nimmt man sich die Zeit für diesen Menschen. Also Du nicht, aber grundsätzlich. Also die Unnormalen machen das so. Schlimmer aber noch: Schon wieder scheinst Du kleine Macken und Packchen mit massiven psychischen Störungen gleichzusetzen. 

Und by the way... wie jetzt - Du hast nen Burnout gehabt? Ich denk, Du bist ein hübscher Normalo?

 

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Worauf will ich hinaus?
 

Ja, das fragt man sich irgendwann ein wenig. Aber bitter langweile mich jetzt nicht erst damit, was Dich alles nicht interessiert.

 

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Es interessiert mich nicht die Bohne, ob

Na gut. Seufz. Also... Was interessiert Dich nicht?

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ob ihr euch persönlich angegriffen fühlt oder nicht. Sobald ich dergleichen lese hab ich den Rest tatsächlich schon übersprungen.
 

Ja, da hätte ich drauf kommen können. Sehr viel Interesse hast Du im Grunde nicht, das hast Du schon im ersten Posting recht deutlich gemacht, Du Normalo, Du. Und Reste zu überspringen, ob jetzt die 90 Prozent oder die 10, liegt ebenfalls ganz im Bilde eines Narzissten.

Aber jetzt. Jetzt mal raus mit der Sprache, worauf Du hinaus willst:

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Nein, ich wollte eure Eindrücke und eure sachliche Meinung zu eben diesem Thema wissen.

Jetzt von allen oder nur von denen, die auf dem Teppich bleiben?

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Einige hielten sich daran - andere wieder nicht.

Ach so. Dass es Dein Eingangspost wäre, der stilistisch wie inhaltlich dazu angetan sein könnte, Dein stark vereinfachtes Weltbild in aller glorifizierender Selbstherrlichkeit zu hinterfragen, ist natürlich keine Möglichkeit. Du bist ja schließlich der Normalo hier.

Und was höre ich Dich da sagen? Du bist gar nicht so übermäßig selbstgerecht in Deinen Postings? Ja, oh, entschuldige, ich habe ganz überlesen, dass Du den Päckchenträgern auch durchaus zugestehst, dass es sie gibt:

 

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 Natürlich hat jeder seine Daseinsberechtigung.

Och danke, ich dachte schon, ich müsste mich jetzt abmelden.

 

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Aber dann seid auch insofern ehrlich zu euch selbst, daß ihr euch selbst reflektieren könnt.

Ein Rat, den ich Dir gerne zurückgeben würde, aber ich möchte Dich nicht in Gefahr bringen, Dich blenden zu können.


 

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Freud hätte die reinste Freude gehabt.

Und ob.

 

Und das ist insofern schade, als dass es tatsächlich ein eigentlich wichtiges Thema ist. Auch ich habe auf dieser Seite schon Menschen kennengelernt, die mir nicht gutgetan haben, habe Zeit und Kraft investiert, mir von Fotografinnen Softball erklären lassen oder mich von Christian Grey Fans versetzen lassen und hiterher erst gemerkt, dass ich auf eine Psychotrulla hereingefallen bin und alles, was sich echt anfühlte, gelogen war. Deal with it. Wenn man Partnersuche, egal, ob für eine Affäre, einen ONS oder die ganz große Liebe, zu ernst betreibt, dann scheitert das gelegentlich. Manchmal, wenn die ganze Welt schlecht ist und man selbst der einzig Normale, dann muss man vielleicht mal eine Weile aussteigen und die ganzen Verrückten verrückt sein lassen, den Rechner ausschalten und die Clubbesuche meiden, ein gutes Buch lesen oder mal wieder die Garage aufräumen. Manchmal ist man einfach derart angestrengt der Normalste, dass man vielleicht einfach  ein wenig Abstand braucht von der Welt, um dabei wieder ein wenig das Augenzwinkern zu erlernen. Ich empfehle das Buch "Fool on the Hill" von Matt Ruff.

Mal ganz ehrlich: Kennt jemand jemanden, der in jeder Hinsicht vollständig ausgeglichen, perfekt balanciert ohne Stärken und Schwächen ist? Für mich ist das eher ein Zeichen für mangelnde Lebenserfahrung, Unreflexiertheit oder Selbstverleugnung. Mensch sein bedeutet Vorlieben zu haben, sich selbst zu erkunden und auf dem Weg sich selbst zu finden.

(bearbeitet)

Es ist so herrlich zu sehen wie hier ein Großteil emotionales Popo-Aua schiebt. :clapping:
Da werden sich dann die Finger wundgetippt und die Fantasie spielen gelassen,
weil es da doch etwas geben muß um den blöden GreaseDaddy auf die Palme zu bringen. :smiley:

Macht nur weiter so. Ich bin sehr amüsiert.

bearbeitet von GreaseDaddy
Finger verknotet - zu früh gepostet

Was für die Einen normal und ausgeglichen ist, ist für die Anderen aggressiv, egozentrisch und ignorant. Zeig mir einen völlig normalen Geist und ich zeige auf den Dalai Lama und frage, ob wir normal nicht lieber an ihn messen wollen, damit es allen zukünftig besser geht.

Ich habe diverse Off Topic Beiträge entfernt. Bitte kommentiert sachlich und themenbezogen. 

LG Fetmod MM, Forenteam 

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