Jump to content

Femdom in einer Beziehung - Alltägliches


Le****

Empfohlener Beitrag

Hallo alle miteinander.

So schön es auch ist sich fallen zu lassen und zu unterwerfen sollte meiner Meinung nach eine richtige Beziehung immer auf Augenhöhe stattfinden, oder etwa nicht ?

Daher geht die Frage jetzt vorallem an Paare und jene die schon eine solche Beziehung/Partnerschaft oder gar Ehe ausleben haben dürfen.

Wie weit geht bei euch die Unterwerfung des Subs, also was darf er mitbestimmen (wenn überhaupt ?)
Wie regelt ihr den Alltag in der Beziehung mit all den Dingen die er so mit sich bringt ? Angefangen bei einfachen Sachen wie Wäsche waschen, Kochen oder Einkaufen über Sachen wie die Planung des Urlaubs oder große Entsscheidungen wie z.B welches Auto kaufen wir uns ? etc. etc.

Mich würde einfach mal Interessieren wie ihr das handhabt.

Ich freue mich schon auf eure Antworten
Liebe Grüße (:

(bearbeitet)

Ich kann dir hier jetzt zwar nichts aus eigener langfristiger Erfahrung heraus etwas zu sagen , aber ich kenne Frauen die Femdom leben . Die Antwort hierzu ist recht einfach , sie sagt an und stellt die Regeln auf und du als ihr Sklave erfüllst diese . Das heißt du erledigst alles so im Hintergrund still und leise , damit sie ihr Leben genießen kann . Also du Putzt , Kochst bedienst sie oder ihre Gäste,  eben das gesamte drum herum , bei Verfehlungen wird dann gemaßregelt. Die Damen die ich kenne leben das aber auch streng . Es geht darum das du der Herrin , Partnerin den Himmel auf Erden bereitest und das zusätzlich zu deiner täglichen Arbeit .Du hast einen Tagesablauf der vielleicht ,  wenn du Glück hast dir das Schreiben eines Blogs von einer Stunde am Tag zu lässt . Ich behaupte mal das die wenigsten Männer eine echt gelebte Femdom Beziehung stand oder aushalten . Du selbst musst dafür geboren sein du musst bereit sein der Frau von ganzem Herzen dienen zu wollen . Bei richtig gelebtem Femdom hast du gar keine Entscheidungsgewalt mehr . Dies obliegt dann der Dame der du gehörst. Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen . 
Ach und was ich vergessen habe auch dein Aussehen bezüglich deines Outfits obliegt in einer streng gelebten Femdom Beziehung deiner Herrin . 
 

LG 

 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Off Topic, Fremdwerbung entfernt.

Lieber @The_Gent,

ist das nicht in JEDER Beziehung so? Ich habe den devoten Part, entscheide aber trotzdem fast alles.

Ich sage wann was gegessen wird, weil ich meistens das Essen zubereite und keine konkreten Wünsche vorliegen. Ich beeinflusse ziemlich stark, was mein Mann und die Kinder für einen Kleidungsstil haben. Denn die einzige Info, die ich bekomme ist: "Ich brauche ..."

Und das letzte Auto habe auch ich gekauft, einfach weil ich es haben wollte.

Richtig ist aber, dass ich für das Wohl der ganzen Familie verantwortlich bin. Nur mit Lust oder Erregung hat das noch nichts zu tun. Denn es ist das klassische Rollenbild der Mutter.

Erst wenn die Aufmerksamkeit von außen dazu kommt, wird es spannend. Wenn die Situation als Solche zelebriert wird, wird es erregend. Wenn es eine Maßregelung gibt, wenn man nachlässig war, wenn es Anerkennung gibt, weil etwas gut ist. Dann wird der Kopf angesprochen und die Sache kann erregend werden.

Lieber @Schluckknecht, Ich bin durchaus der Ansicht, dass die Aufgaben nebensächlich werden, wenn die Motivation passt. Und wenn man emotional gebunden/gehalten ist, hält man das auch langfristig durch. Und wie viel Zeit ich für mich habe, hängt zu großen Teilen davon ab, wie effizient ich arbeite.

Lieber @FortunateSon96, ich denke es gibt keine Standardkonstellation. Es kommt darauf an, wie die Lebenspartner sich gegenseitig ergänzen und wie gut sie ihre Bedürfnisse äußern können. Ihr handelt eure Freiheiten und Zuständigkeitsbereiche individuell aus.

Als Mann hast du jedoch in der Regel etwas mehr Freiheiten, denn du dienst nur deiner Herrin und nur in ganz seltenen Fällen auch deinen Kindern.

Ich lebe in einer langjährigen Beziehung (über 20 Jahre). Femdom-Phantasien hatte ich schon als Kind (auch wenn ich dafür keinen Namen hatte), dennoch traten Femdom-Aspekte erst nach und nach in unsere Beziehung ein, deutlich von mir und meinen Neigungen ausgehend. Inzwischen spielen sie eine wichtige Rolle, aber eben doch kaum im Alltag. 24/7, FLR, TPE sind schöne Phantasien, aber man kann ja im Alltag nicht immer an Sex denken, und meiner Partnerin wäre das auch wohl viel zu anstrengend. Insofern leben wir eine ziemliche Vanilla-Beziehung, und nur beim Sex kommt Femdom ins Spiel.

Das ist irgendwie banal, ist auch nicht wirklich romantisch im Sinne einer Femdom-Romantik, wie ich sie eigentlich liebe. Aber so ist das Leben mit all seinen Alltagsproblemen, mit Arbeit, mit Kind... Es ist, so empfinde ich es zumindest, der nötige Kompromiss aus den eigenen Wünschen und Neigungen mit dem Alltagsleben.

'richtige' beziehung??
was soll das sein?

ich leb als sub rein 24/7, ich bin ne hete und absolut monogam- das ich für mich persönlich das richtige
andre leben ne augenhöhe
sind bi...polys etc

ich mag die machtverschiebung! ich will sie!
aber mein hirn bleibt im kopp, grins

Hey,
Ich danke euch für die Zeit die ihr euch genommen hab und für die Antworten.

Klar, in einer flr Beziehung ist nunmal das letzte Wort das der Frau. Nicht jeder lebt diese Art der Beziehung gleich konsequent oder ausgeprägt aus. Ich persönlich bin ein grundsätzlich freiheitsliebender Mensch der seine eigenen Entscheidungen treffen möchte und macht was er will ohne sich darum zu kümmern was irgendwer dazu sagt. Allerdings bin ich enenso jemand der das Gefühl einer Frau zu gehören, von ihr abhängig oder eher von ihr eingenommen zu sein und allein ihre Bedürfnisse zu erfüllen mag. Ich finde es ganz simpel erregend. Nich gleich auf eine sexuelle sondern irgendwie auf eine, naja, wie soll ich es sagen, anderweitig befriedigende Art. Mann könnte sagen ich bin glücklich wenn sie es ist, was auch nicht immer etwas mit BDSM zu tun haben muss. Ich habe schon in "normalen" also vanilla Bezihungen immer gerne alles mögliche für die Frau gemacht und getan.
So paradox sich das auch jetzt anhören mag aber so bin ich.
Doch selbst dann bin ich immernoch ich und möchte nunmal bestimmte Aspekte meines Lebens selbst entscheiden und verwalten.
Ich kann mir also nicht vorstellen eine 24/7 flr Beziehung zu führen in der ich wirklich garnichts zu melden habe, obwohl die Vorstellung dessen zugegeben wirklich erregend ist.

Gibt es unter euch jene die es ähnlich sehen und vieleicht auch leben ? Und wenn ja, wie macht ihr das diese Machtgefälle das euch so gefällt zu unterbrechen oder pausieren oder was. Wäre an dieser Stelle sogar ein Sklavenvertrag, auch wenn er nur symbolischen Wert hat eine gute Sache die die Grenzen des möglichen oder die Zeiten in denen das Machtgefälle unterbrochen wird regelt ?

Nochmals Danke für eure Antworten, ihr hab wirklich etwas Licht in mein Dunkel gebracht, auch wenn ich noch immer mit einer kleinen Öllampe herumirre 😅

Ich kann verstehen wenn ihr euch jetzt denkt: "Versteh doch mal einer bitte diesen Typ" 😂
Ich war ohnehin schon immer schwer zu verstehen 🤷‍♂️
So richtig weis ich bis heute nicht was da das Richtige für mich ist und ob eine flr Beziehung mit den mir garantierten Freiheiten die ich mir wünsche auch von flr interessierten Frauen gelebt werden möchte oder ob soetwas überhauptngarnicht infrage kommt.

LG

Aus meiner Sicht ist dein Wunsch nicht im Geringsten verrückt.

Du wünschst dir eine enge Verbindung, in der eindeutig und intensiv kommuniziert wird.

Ich denke, den Meisten geht es so. Und das meine ich unabhängig von der Stellung im Machtgefüge.

Mein Beispiel: Wenn mein Mann Genuss klar kommuniziert, kann ich davon nicht genug bekommen. Ich versuche immer mehr davon zu bekommen, bis ich wegen körperlicher Erschöpfung Pause machen muss.

Wenn mein Mann mich benutzt, fühle ich mich unvorstellbar wertvoll.

Wenn er mir Dinge erlaubt fühle ich mich geliebt, unterstützt und behütet. So als hätte er Kontrolle über mich. Diese Erkenntnis kam mir im Gespräch mit einem BDSM-erfahrenen Freund, der mir einfach nur erlaubte nicht über ein Thema zu sprechen, für das ich erst Worte finden musste. Das war verrückt, weil es sich genau gleich anfühlte. 

Die selbe Wirkung, jedoch nicht zwingend positiv haben Verbote auf mich. Auch hier fühle ich mich behütet. So, wie man sich nur fühlen kann, wenn es jemanden interessiert, was man tut. Wenn man es wert ist, dass sich der Partner einsetzt und auch gegen den eigenen Willen durchsetzt. Es kann nur vorkommen, dass das eine Debatte auslöst und auch das genieße ich sehr. Denn wenn man in seinen Pflichten aufgeht, verlernt man schnell,  für sich selber zu kämpfen.

Befehle können extrem anregend sein. Denn es sind sehr klar und konkret formulierte Bitten. Das ganze unsichere und scheinbar rücksichtsvolle "könntest du vielleicht" oder "würdest du ... unter Umständen..." ist so blockiert, dass es fast schon automatisch Ablehnung erzeugt. Natürlich hat man im Moment genug zu tun. Niemand der selbstständig für sein Glück sorgt, wartet ständig darauf eine Anfrage zu bekommen. Und die, die nicht selber für sich sorgen, glücklich zu machen ist eine Aufgabe die für einen Menschen zu groß ist.

So sehe ich das zumindest.

Liebe Grüße

(bearbeitet)

Vieleicht mache ich mich wirklich nur selbst kirre wie @towel es sagt. 🥴

@Alexiel_Mistress, ja, danke dir damit hast du mir geholfen (: Ich finde das was du da ansprichst hört sich doch garnicht so verkehrt an. Und vorher ist es ganz einfach abzuklären wo der Sub das Recht hat selbst zu entscheiden oder bei welchen Entscheidungen man auf Augenhöhe steh und was eben nicht.
Ich denke so oder so ähnlich könnte es zumindest für mich ganz gut funktionieren.

Danke euch (:

bearbeitet von FETMOD-FF
@Nennung eingefügt.

Sehr sehr gerne 😊 freut mich das du einen Ansatz gefunden hast und hoffe du kannst ihn ausbauen. 

Viel Glück und wenn du uns iwann mal sagst wie es läuft freuen wir uns mit dir 😉

  • 4 Wochen später...
Am 28.5.2021 at 12:59, schrieb Alexiel_Mistress:

"Freiheit" kann simuliert werden 🤷🏻‍♀️

Z. B. Hobbys/Freizeit sind erlaubt jedoch mit mini Einschränkungen 

Wenn du weg willst abmelden, bist du dort angekommen meldung darüber das du gut angekommen bist, dazwischen melden( sagen wir übertrieben jede Stunde ein mal) , bist du zurück anmelden oder sollte sie nicht da sein bescheid geben das du gut zurück gekommen bist. 

Selbstbestimmung alles eine Sache der Absprache wie ich finde 🤷🏻‍♀️

Es gibt keinen (einen) richtigen Weg du/ihr müsst euren finden. 

Vergleich es etwas mit deiner Mutter. 

(klingt komisch ich weiss) 

Sie hat alles für dich im Grunde bestimmt aber dennoch warst du frei. 

 

Hoffe das hilft etwas 

Exakt so ist es. Wie hier schon geschrieben wurde: Niemand denkt permanent sexuell. Jeder hat gewisse Interessen - der eine macht gerne Sport, ein anderer verpasst kein Fußballspiel im Fernsehen oder schraubt an seinem Auto oder was auch immer. Um eine 24/7 Beziehung dauerhaft lebbar zu machen müssen solche "Pseudofreiheiten" bleiben. ABER die Herrin stellt die Regeln auf, in welchem Umfang und auf welche Art. 

Ich denke, der Hauptunterschied zu einer Vanilla-Beziehung ist, dass in einer flr der Sub seiner Herrin dankbar dafür ist, wenn ihm gestattet wird, bei seinem besten Kumpel ein Fußballspiel zu gucken und dabei zwei Bier zu trinken und sich zu melden, wenn er bei seinem Kumpel vor der Tür steht, in der Halbzeit und nach Spielende wieder. Da wird er sich dankbar dran halten und SIE für die Tollste halten in dem Wissen, sie hätte es auch ganz verbieten können, ohne dass ihm das Recht zusteht, etwas dagegen zu sagen. Und er weiß auch, dass er dieses Privileg verwirken könnte, wenn er über die Stränge schlägt.

Faktisch läuft es in sehr vielen Vanilla-Beziehungen exakt genauso. Der Unterschied ist, dass mehr diskutiert wird. Melden? "Vergessen, aber egal, du bist schließlich nicht meine Mutter!" "Was ich trinke ist ja wohl meine Sache!" "Verbieten kannst du mir gar nichts!". Was für den Sub ein Privileg ist, für das er dankbar ist, ist in einer Beziehung auf "Augenhöhe" (die so gut wie immer eine Illusion ist) schnell ein Reizthema und permanenter Quell für Konflikte. Eine klare Rollenverteilung kann einfach eine Menge Frieden bringen. 

Außerdem kann es Konflikte oft auch ins Spielerische überleiten, wenn Belohnungen und Strafen sexueller Natur sind. Das kann ein wenig den Alltagsdruck rausnehmen. Nicht bei wirklich ernsten Problemen, aber für ein Bier zuviel oder eine vergessene Rückmeldung einen Monat KG tragen und Orgasmen nur für sie in dieser Zeit würde dem Sub seinen Platz deutlich machen auf eine Weise, die ihm sicher gefällt ... :-)

  • 1 Jahr später...
Da ist jede Beziehung wohl anders. Im Beziehungsalltag sind wir schon so ziemlich auf Augenhöhe. Einige Bereiche sind zudem klar zugeordnet. Sie kümmert sich um alles rund ums Essen und er Rund um die Wäsche inkl. Bügeln. Im sexuellen Bereich, geht alles klar an sie. Sie bestimmt was, wann, wo und ggf mit wem. Sie darf sich sexuell auch völlig frei austoben, während er von ihr eine Einwilligung bräuchte, wenn er jemand anderen wollen würde.

So ähnlich würde ich das unterschreiben wollen - wobei es wie ihr auch schreibt bei jedem Paar individuell zu sehen ist ...  ja ich schenke mich meiner Partnerin, aber Treue erwarte ich dann schon ...

 

  • 1 Monat später...
Mein Partner liegt mit mir auf Augenhöhe, er darf alles mit entscheiden. Haushalt macht der der eben gerade Zeit hat, allerdings führen wir noch eine Fernbeziehung. Wenn wir beieinander sind dann eben Hand in Hand oder wenn er den drang verspürt heute nur Sub zu sein dann macht er in ausgewählter Kleidung den Haushalt komplett. Außer das kochen das übernehme fast ausschließlich ich, was aber an meiner Liebe zum Kochen und seiner Unerfahrenheit liegt. Als sub hat er kaum was zu melden, er darf Wünsche äußern aber ob ich darauf eingehe ist eine andere Sache. Er hat einen Joker für " Freiheiten " wenn er mich zb mal überraschen möchte, diesen muss er sich dann aber durch gutes verhalten wieder erarbeiten. Wir haben allerdings auch Regeln für den Alltag weil er krankheitsbedingt etwas Schwierigkeiten mit einem geregelten Ablauf hat. Allerdings wird er nicht bestraft wenn er nicht alles schafft sondern belohnt wenn er alles geschafft hat. Bei weiteren Fragen gerne eine pn schicken

Habe keine Fragen, hast ja alles zur Genüge geschrieben. Deine Einstellung liegt na bei meinen Eigenen. Ohne schön zu wollen, bin begeistert von dem was zu lesen ist. 

Der letzte Satz:  "Allerdings wird er nicht bestraft wenn er nicht alles schafft sondern belohnt wenn er alles geschafft hat."  Das hat mich sehr gerührt, Menschlichkeit pur im guten Sinne.  

...und Menschlichkeit gehört auf jeden Fall dazu !!

 

Wobei immer die Frage ist, ob man einen Masochisten mit Schmerz bestraft oder belohnt :jumping:

×
×
  • Neu erstellen...