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KAMINZIMMER


towel

Empfohlener Beitrag

vor 44 Minuten, schrieb Candala:

Hab’s jetzt fünf mal gelesen. Sag bitte dass da was fehlt

Ich glaube, das bezog sich auf meine Gedanken über die Rückseite des Mondes und dass da (auf der Rückseite) für Hilde vielleicht nur etwas schlechteres Gras wachsen könnte. 

vor 8 Minuten, schrieb Igel:

und auch 

Dann will ich das mal kurz und menschenfreundlich und lebensbejahend beschreiben. Also:

„Hospiz“ ist nicht ein Ort, sondern eine Haltung. Da möchte ich der Google-Aussage entschieden widersprechen, denn das, was Google zu Hospiz schreibt, ist eine stationäre Palliativ-Behandlung, die Hospiz nicht ausschließt, aber nicht das Gleiche ist. Und für mich und für uns alle ehrenamtlichen Hospiz-Begleiter (hab da noch über 100 Kollegen) ist unser Ziel (für die Begleiteten):

„Leben bis zuletzt!“ (⇐ mal wieder ein Spruch vom  🦔).

Meistens besuche ich diese mir zunächst wildfremden Menschen 1x pro Woche (eventuell auch öfters) zu Hause oder im Heim. Mein Ziel ist es, denen ganz einfach eine Freude zu machen: zuhören, vorlesen, füttern mit Lieblingsessen, gemeinsam Bücher oder Fotos anschauen, kleine Ausflüge (wenn es noch geht) - oder ganz einfach da sein (eventuell mit "Händchen halten").  

Wenn die Begleiteten mich bei der Begrüßung anlächeln und sich freuen, dann hab ich schon mal so einiges richtig gemacht. 
____________________

Warum ich das mache? Ich schenke diesen Leuten einfach ein bisschen meiner Zeit (bin ja in Rente und hab da reichlich davon), und wenn die sich darüber so freuen, kann ich meine Goldwaage auspacken, weil das mit Gold aufzuwiegen ist. 

Da überlege ich jetzt, ob ich vielleicht auch mal Hilde mit zu so 'nem Besuch mitnehme. Da hätten bestimmt alle viel Spaß dran: die Begleiteten, Hilde und auch ich. 

⇒ @towel! Du, ich hätte da mal ’ne Frage, ...

Hildy auf dem Mond 🤷 ... Gutes Gras, schlechtes Gras 🤔

*Tau streng die Bande anschaut*  

Gras im Kaminzimmer ist verboten   ...es verwirrt euch nur noch mehr ☝️

Hildy auf meiner Weide mit Bach sich an den frischesten Gräsern und Kräutern laben kann, Bäume gibt's auch um sich dran zu scheuern oder die in der Mittagshitze Schatten spenden.

vor 17 Minuten, schrieb Igel:

und auch 

Dann will ich das mal kurz und menschenfreundlich und lebensbejahend beschreiben. Also:

„Hospiz“ ist nicht ein Ort, sondern eine Haltung. Da möchte ich der Google-Aussage entschieden widersprechen, denn das, was Google zu Hospiz schreibt, ist eine stationäre Palliativ-Behandlung, die Hospiz nicht ausschließt, aber nicht das Gleiche ist. Und für mich und für uns alle ehrenamtlichen Hospiz-Begleiter (hab da noch über 100 Kollegen) ist unser Ziel (für die Begleiteten):

„Leben bis zuletzt!“ (⇐ mal wieder ein Spruch vom  🦔).

Meistens besuche ich diese mir zunächst wildfremden Menschen 1x pro Woche (eventuell auch öfters) zu Hause oder im Heim. Mein Ziel ist es, denen ganz einfach eine Freude zu machen: zuhören, vorlesen, füttern mit Lieblingsessen, gemeinsam Bücher oder Fotos anschauen, kleine Ausflüge (wenn es noch geht) - oder ganz einfach da sein (eventuell mit "Händchen halten").  

Wenn die Begleiteten mich bei der Begrüßung anlächeln und sich freuen, dann hab ich schon mal so einiges richtig gemacht. 
____________________

Warum ich das mache? Ich schenke diesen Leuten einfach ein bisschen meiner Zeit (bin ja in Rente und hab da reichlich davon), und wenn die sich darüber so freuen, kann ich meine Goldwaage auspacken, weil das mit Gold aufzuwiegen ist. 

Respekt und Anerkennung, ich finde das stark 👍

vor 20 Minuten, schrieb Igel:

Warum ich das mache? Ich schenke diesen Leuten einfach ein bisschen meiner Zeit (bin ja in Rente und hab da reichlich davon), und wenn die sich darüber so freuen, kann ich meine Goldwaage auspacken, weil das mit Gold aufzuwiegen ist. 

Jene haben nicht mehr viel Zeit. Und einigen von ihnen wird bewusst sein, dass Du auch nicht mehr reichlich Zeit hast im Herbst deines Lebens. Was es für sie umso wertvoller macht 🙂

vor 2 Stunden, schrieb Igel:

Später dann Brösel 17, Brösel 18, Brösel 19, ... und Werner 9, Werner 10, Werner 11, ...

Bei „Werner!“ muss ich meisten an diese eine spezielle Filmszene denken, in der die Lehrerin „Werner!“ in die Klasse ruft und alle Werners aufstehen.

Ich hatte ja soooo gehofft das jemand fragt: "Warum Werner?"

Ich hatte mir schon so eine geniale Antwort darauf zurechtgelegt, die da lautet:

Werner ist eine Comicfigur von Rötger Feldmann, alias Brösel, dessen Bücher im Semmel-Verlach erschienen sind

Na, ist das nix?

 

vor 14 Minuten, schrieb daisy-gaga:

Werner ist eine Comicfigur von Rötger Feldmann, alias Brösel, dessen Bücher im Semmel-Verlach erschienen sind

Die Comics fand ich meistens eher langweilig, ich hab da nur den ersten Werner Film geguckt (bestimmt schon 5- oder 6-mal) und den zweiten (zweimal), die anderen Filme stehen ungeguckt im Regal. Oder nee, meine Tochter hat die sich mal alle geliehen.

Aber Deine Antwort auf die potenziellen Fragen wirkt wohldurchdacht und zeugt von Sachverstand.

@daisy-gaga, jetzt lies Du mal nicht weiter in diesem meinen Beitrag.

@alle: könnt Ihr nicht mal Daisy fragen, was sie mit ihrer Werner-Aussage gemeint hat?

(bearbeitet)
vor 42 Minuten, schrieb Tau08:

Respekt und Anerkennung, ich finde das stark

Ja, das bekomme ich tatsächlich immer wieder, und das macht mich tatsächlich auch stolz (schulterklopf). Dabei ist es für mich eher leicht, wenn ich erst mal in einer Routine bin, nur die Anfänge sind für mich immer schwer. 

Ich glaube, dass ich (mit meinen Besonderheiten) eine andere Beziehung zum Lebensende habe als die meisten anderen. Vielleicht, weil ich ganz früher mal schon einen längeren Aussetzer hatte (kann mich aber nicht dran erinnern, weiß ich nur von Erzählung meiner Mutter)? Bind halt anders drauf als viele andere. 

bearbeitet von Igel
Dieses n war zu viel (Original per ausschneiden und einfügen))
Vor 1 Stunde, schrieb Igel:

Dann will ich das mal kurz und menschenfreundlich und lebensbejahend beschreiben. Also:

„Hospiz“ ist nicht ein Ort, sondern eine Haltung. Da möchte ich der Google-Aussage entschieden widersprechen, denn das, was Google zu Hospiz schreibt, ist eine stationäre Palliativ-Behandlung, die Hospiz nicht ausschließt, aber nicht das Gleiche ist. Und für mich und für uns alle ehrenamtlichen Hospiz-Begleiter (hab da noch über 100 Kollegen) ist unser Ziel (für die Begleiteten):

„Leben bis zuletzt!“ (⇐ mal wieder ein Spruch vom  🦔).

Meistens besuche ich diese mir zunächst wildfremden Menschen 1x pro Woche (eventuell auch öfters) zu Hause oder im Heim. Mein Ziel ist es, denen ganz einfach eine Freude zu machen: zuhören, vorlesen, füttern mit Lieblingsessen, gemeinsam Bücher oder Fotos anschauen, kleine Ausflüge (wenn es noch geht) - oder ganz einfach da sein (eventuell mit "Händchen halten").  

Wenn die Begleiteten mich bei der Begrüßung anlächeln und sich freuen, dann hab ich schon mal so einiges richtig gemacht. 
____________________

Warum ich das mache? Ich schenke diesen Leuten einfach ein bisschen meiner Zeit (bin ja in Rente und hab da reichlich davon), und wenn die sich darüber so freuen, kann ich meine Goldwaage auspacken, weil das mit Gold aufzuwiegen ist. 

Danke fürs Teilen lieber Igel und danke dass du das machst. Gab es, sofern es nicht zu persönlich ist, einen Anlass, der dich zu dieser ehrenvollen Aufgabe gebracht hat?
Die Endlichkeit meiner Lieben hab ich sehr lang sehr weit ausgeblendet und war umso erschütterter, als Vorstellung auf Realität traf; wie sehr dies, selbst das Abschalten von Maschinen, im Vorbeigehen geschieht. Auch dass der beste Plan, wie Einkehr im Hospiz, nichts nützt, wenn das Leben dazwischen kommt. Ich weiß dass viele Menschen zum „gehen“ einen Moment wählen, in dem sie allein sind, aber der Gedanke daran, dass sie vermeintlich einsam dabei sind, macht noch viel mit mir. Und wie du sagst, gibt es noch Leben bis zuletzt.

Der Nachbarsknödel verflucht mich heute bestimmt, nachdem ich sie grad zuhause abgeliefert hab, weil sie mit blutigen Füßchen durchs Fenster kam 😢

vor 30 Minuten, schrieb Igel:

Ja, das bekomme ich tatsächlich immer wieder, und das macht mich tatsächlich auch stolz (schulterklopf). Dabei ist es für mich eher leicht, wenn ich erst mal in einer Routine bin, nur die Anfänge sind für mich immer schwer. 

Ich glaube, dass ich (mit meinen Besonderheiten) eine andere Beziehung zum Lebensende habe als die meisten anderen. Vielleicht, weil ich ganz früher mal schon einen längeren Aussetzer hatte (kann mich aber nicht dran erinnern, weiß ich nur von Erzählung meiner Mutter)? Bind halt anders drauf als viele andere. 

Du begegnest Menschen in dieser Lebensphase mit Empathie. Woher diese stammt, kann eine Vielzahl an Ursachen haben. Echte Empathie ist authentisch, spürbar und entsprechend wird es meistens erwidert, je nachdem wie empathisch der andere Mensch ist bzw reagiert. Vielleicht ist es manchmal nur ein ganz leises Danke oder ein Augenkontakt, eine Geste. 

Und vermutlich hast du sie schon immer gehabt, früher jedoch anders eingesetzt, z.b. haben dann Kollegen, Kunden, Familie sie erfahren. Im Zuge der Zeit ändern sich dann Gegebenheiten. Man kann es auch Nächstenliebe nennen 🙂 und es ist gut, wenn man sie in sich trägt, bewahrt und vergibt. 

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