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Züchtigung/Bestrafung Ideen zum mindset


Bratty_Lo

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Tagesform hin oder her:
Wenn ich als Dom solche Strafen nutze, die ich mir forciert heranführen muss, um solch Strafen durchzuführen, würde sich meine Sub denken "Was soll das denn"??
Sich solche "aus dem Ärmel geschüttelte" Strafen zu überlegen, sei es selbst oder "spielerisch", machen für mich persönlich, keinen Sinn und unterliegen keinerlei Sinnhaftigkeit und Zielführung!!
Geschrieben
Vor 2 Stunden, schrieb dominusmagnus:

Hier sind viele Interessante Punkte angesprochen worden... dafür erstmal vielen Dank an alle - auch wenn die Sache nicht von mir angestoßen wurde!

Ich finde auch, dass man die Eingangsfrage nicht pauschal beantworten kann, da es immer davon abhängt, was Top und Bottom individuell vereinbart haben. Für mich gilt hierbei folgendes:

1. Auch ich neige dazu "kleine Frechheiten" mal zu tolerieren oder gar selbst darüber zu lachen und mal abzustrafen. Der Grund dafür ist meine jeweilige Tagesform. Ein Dom ist auch nur ein Mensch und genauso wie Sub - völlig zu Recht - von mir verlangt, dass ich ihre Tagesform berücksichtige, muss sie damit leben, dass ich mich gelegentlich divergent verhalte... Sie hat sich mich ausgesucht - wie man sich bettet so liegt man!

Aus dem selben Grund gibt es auch Tage an denen ich "einen Grund" brauche um meinen Sadismus auszuleben und andere, wo ich völlig aus der kalten Küche heraus sage: "nackt ausziehen und bücken, ich habe gerde Lust Dir den Hintern zu versohlen". Und dann gibt es noch die Tage, wo ich dann nicht zuschlage, sondern sage: "Du kannst DIch wieder anziehen, ich wollte nur sehen ob Du brav bist", mich umdrehe und gehe. Aber ich schweife ab...

Unterm Strich bleibt es in erster Linie meine Verantwortung, dass es Sub gut geht! Wenn Sie mit der Ungewissheit wie ich gerade reagieren werde überfordert ist, dann braucht es eine Lösung wie etwa die Warnung die bereits angesprochen wurde. Allerdings muss Sub dafür ja erstmal den Anfang machen, dann muss ich warnen und erst dann kann sich Sub entscheiden ob sie weitermacht oder es lieber gut sein lässt. Um diesen Weg abzukürzen habe ich einen Ring mit einer Triskele, den ich nur an Tagen trage, an denen ich mich streng, dommig fühle.

2. Strafen (ernsthafte) müssen auch für mich ein Ziel verfolgen. Sie sollen eine Verhaltenskorrektur herbeiführen. Wenn ich ein Strafmittel wählen würde, dass Sub im metakonsensualen Sinne anspricht, wird sie deshalb kaum ihr Verhalten für die Zukunft ändern. Wenn ich Sie also losschicke um den 9V Block (nach ihrer Aussage ganz klar "bäh-Schmerz") zu holen, dann weiß sie, dass sie mich wirklich verärgert hat.

3. Strafen (zur Beruhigung meines schlechten Gewissens - im Endeffekt läuft es ja darauf hinaus) verfolgen ebenfalls ein Ziel. Diesmal geht es um beiderseitigen Lustgewinn. Also wähle ich Mittel, die auch ihr gefallen und mir persönlich reicht das auch völlig zu um meinen Sadismus zu befriedigen... "Oh schade... die Striemen sind nicht rechtwinklig, da müssen wir statt dem Quadrat wohl ein Pentagramm draus machen".

Als Dom ist es hier meine Aufgabe "Gründe" zu finden um zu strafen. Und ich liebe es, das Nützliche mit dem Angenehmen zu kombinieren! Ein Beispiel: Dom evaluiert Bereiche in denen Sub etwas dazulernen möchte... nehmen wir an Englisch. Dann kauft er ein Lehrbuch dafür und schenkt es ihr. Er lässt ein oder zwei Wochen vergehen und beginnt dann Vokabeln abzufragen oder lässt Sie andere Übungen aus dem Buch machen. Als Dom muss ich hier natürlich damit leben, wenn sich Sub als kleine Streberin herausstellt, denn für "alles Richtig gemacht" kann ich dummer Weise nicht bestrafen - jedenfalls nicht, wenn ich "logisch nachvolziehbar" bleiben will. Aber wenn mir sowas passiert, muss ich beim nächsten Versuch eben die Messlatte entsprechend höher legen.

Eine Alternative, die sich schneller realisieren ließe wäre eine "ungewöhnliche Aufgae im Haushalt" zu verteilen. Wenn Sub das nicht hinbekommt oder es einfach nicht hübsch wird, habe ich auch hier den Grund den ich brauche. Als Dom weiß ich doch um die Stärken und Schwächen meiner Partnerin. Das muss ich eben ausnutzen.

Zu guter Letzt: Wenn mein schlechtes Gewissen noch größer ist, dann kann ich eine Vase nehmen, mir... sagen wir 24 Aufgaben einfallen lassen, die sie nicht so hinkriegt, dass ich zufrieden bin... auf Zettel schreiben und klein zusammenfalten und einen Zettel dazutun wo ne richtige Belohnung für sie draufsteht... wenn sie dann ein "Los" mit ner Aufgabe zieht, die sie nicht hinkriegt... "selber Schuld!... Was ziehst Du auch ne Niete, alleine dafür gehörst Du schon bestraft!" - Da hab ich dann als Domm schon fast gar kein Problem mehr... ich erfülle ja nur einen höheren Willen ;-)

So, jetzt hab ich genug gequatscht... schönes Wochenende Euch allen!

Wenn es Aufgabe eines Doms ist, Gründe für eine Strafe zu finden, dann frage ich dich, was noch die Aufgabe eines Doms ist??

Geschrieben

Nun, mein Post bezog sich nunmal in erster Linie auf die Eingangsfrage!

Am 24.11.2023 at 09:25, schrieb Bratty_Lo:

Wie kann er aber sein Mindset haben = "verdiente" Züchtigung statt nur so? Ohne dass mich das "verdienen" zu sehr beschäftigt  und manchmal doch den Reiz überschattet... Ich mag Züchtigungen! Es geht eher ums Wie!

Er will Mindset, Sie möchte es nicht selbst "provozieren" müssen. Beide Positionen kann ich nachvollziehen, also teile ich meine Gedanken / Lösungsansätze dazu. Das diese nicht für Jeden und Jede zielführend sind ist nur logisch.

 

vor 2 Stunden, schrieb NoDoll:

Warum denkst du es ist Aufgabe eines Doms Gründe für eine Strafen zu finden?  Geht es da um funishment?

Gute Frage @Funishment, ich würde "eher nein" antworten. Mehr generelle Einstellung. Zunächsteinmal ist meine Sub außerhalb des BDSM Themas meine Lebenspartnerin, die ich liebe und die mich liebt und diese Tatsache kann und will ich auch im BDSM Kontext gar nicht ausblenden! Nun stellt sich die Frage wie kombiniert man das und mein persönlicher Ansatz sieht so aus, dass ich als Dom mir ihre Hingabe und Unterwerfung "verdeinen" möchte. Sie soll mir gehorchen und dienen wollen!

Wenn jetzt also Ihre Aufgabe darin besteht sich duldsam, demütig und dankbar meiner Führung hinzugeben, sie nicht anzuzweifeln und somit meine Autorität vorbehaltlos zu akzeptieren... weil sie selbst das Ziel verfolgt mich zufrieden zu stellen...

...Dann muss es meine Aufgabe sein sie zu führen, und hier liegt der Haase im Pfeffer. "Führung" ist auch Arbeit und Verantwortung. Sie erfordert Kreativität und Rücksicht. Ohne diese Attribute wird es für Sub langweilig. Darüber hinaus: Ich muss ihr das Gefühl vermitteln... nein, "das Gefühl" reicht nicht... sie muss erkennen, dass das was ihr passiert, wenn sie mir die Kontrolle überlässt, gut für sie ist - zumindest im metakonsensualen Sinne.  Dazu muss ich die Kontrolle dann aber auch ausüben, sie also "beschäftigen". Ich kann nicht erwarten, dass sie mir folgt und es gleichzeitig ihr überlassen, ob sie mir einen Grund liefert bestraft zu werden oder nicht.

vor 1 Stunde, schrieb Teaspoon:

Warum sollte ich überhaupt noch etwas tun, was Dom mir dann sagt? Dann doch lieber gleich "nö" sagen, dann ist er zufrieden, weil hat einen Grund aua zu machen und ich muss mich nicht mit Aufgaben abgeben

Wie ich ganz am Anfang meines Beitrags schrieb und wir ohnehin alle wissen, ist jedes BDSM anders. Bei mir ist es so, dass da ganz viel im Kopf passiert. Dazu kommt jetzt noch dass ich sehr viel mehr dominant als sadistisch bin. Zuzusehen wie sie sich an einer Aufgabe abmüht und am Ende doch scheitert ist für mich schöner, als sie anschließend für ihr Scheitern zu bestrafen. In diesem Zusammenhang erwarte ich aber auch, dass eine Aufgabe die ich stelle ausgeführt wird - ganz egal wie schwierig oder schwachsinnig sie ist. Wenn ich ihr sage: "Hüpf auf einem Bein und bell dabei wie ein Hund", dann erwarte ich, dass sie genau das tut! Der Moment in dem sie "nö" sagt... würde mich also keineswegs zufriedenstellen, sondern wäre im Gegenteil der, wo sie den 9V Block holen dürfte.

Geschrieben
vor 13 Minuten, schrieb Teaspoon:

@Top-mit-Tiefgang wie du schon sagtest, jedem das seine. Meins ist dein Vorgehen nicht.

Kleine Anmerkung dennoch: zusehen zu wollen, wie sie sich abmüht und es doch nicht schaffen kann, ist nicht dominant, sondern sadistisch. Und es ist gut, wenn du in der führenden Rolle diesen Unterschied kennst. Sonst macht sich auf Dauer deine Sub dabei kaputt, wenn ihr innerer Antrieb ist, zu gefallen und dein innerer Antrieb ihr Leiden ist. Und wenn sie nicht springt, wenn du es von ihr willst, dann aber trotzdem den 9V Block holt, dann ist sie nicht devot, sondern masochistisch. Und auch den Unterschied solltest du kennen.

Sehe ich anders!

Was mich erfreut, wenn sie sich an Aufgaben versucht, die ihr nicht liegen und dementsprechend scheitert, ist die Tatsache, dass sie es eben tut, nicht weil sie es will, sondern weil ich es will. Sie macht das um mir zu gefallen. Kurz: sie ordnet sich meinem Willen unter... ich dominiere sie!

Und Masochismus ist per Definition: Lustgewinn durch Schmerz... Der 9V Block bereitet ihr keine Lust! Sie holt ihn dennoch weil sie mir gegenüber devot ist - sich meinem Willen unterwirft.

Geschrieben
vor 19 Minuten, schrieb Teaspoon:

Kleine Anmerkung dennoch: zusehen zu wollen, wie sie sich abmüht und es doch nicht schaffen kann, ist nicht dominant, sondern sadistisch.

Das kenne ich aber auch! Gewisse Challenges, bei denen die Sub sich abmüht, aber doch scheitert...🤣🤣🤣

Bzw. nicht ganz. Es gibt eine "mögliche" Chance zu bestehen. 

Im Idealfall mühe ich mich aus Angst vor der Strafe ab und scheitere dennoch völlig verzweifelt... Ja und dann?😂😂😂 

Man kann sich aber auch etwas "erarbeiten" und zumeist schafft man Teile der Aufgabe. 

Kann aber auch sein, wenn bestimmte Sekunden abgelaufen sind, dass man komplett versagt hat... oder teilweise. Oder man Sekunden, wenn man merkt man schafft es nicht mehr gegen Hiebe "eintauschen" kann...

Ach, das ist immer unterschiedlich.

Aber das finde ich super spannend @Teaspoon👍😉

Wie gesagt wenn mans denn zuordnen kann als gezielte Challenge! 

Und manchmal möchte ich ja auch nett sein. 

Beispiel: ich bringe ihm jeden Morgen gerne den Kaffee. 

Wir haben außerhalb genächtigt und im Schlafzimmer durfte ich während der Tage nur auf allen Vieren laufen.

Am nächsten Morgen kam: "bring mir bitte einen Kaffee..."

Ich bin aufgestanden und wollte ihm lieb den Kaffee bringen. Auf zwei Beinen. Ich hatte die Regel komplett vergessen und wollte wirklich gefallen. Zumal ich das 1. jeden Morgen GERNE mache und 2. total spontan der Befehl kam...

Um den Kaffee gings ihm aber nie. Ich war in die "Falle" getappt. Meine Fußsohlen mussten nun bestraft werden, da diese ja nicht den Boden berühren durften...

Er hat sich vielleicht nichts bei gedacht, aber ich fand den Zusammenhang da ich es echt gut meinte nicht so toll...🙈🙈🙈

Aber sonst: ich mag das Fiese!!!

War ja die Frage nach "besserer" Abgrenzung! 😉

Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb Top-mit-Tiefgang:

Sehe ich anders!

Was mich erfreut, wenn sie sich an Aufgaben versucht, die ihr nicht liegen und dementsprechend scheitert, ist die Tatsache, dass sie es eben tut, nicht weil sie es will, sondern weil ich es will. Sie macht das um mir zu gefallen. Kurz: sie ordnet sich meinem Willen unter... ich dominiere sie!

Und Masochismus ist per Definition: Lustgewinn durch Schmerz... Der 9V Block bereitet ihr keine Lust! Sie holt ihn dennoch weil sie mir gegenüber devot ist - sich meinem Willen unterwirft.

Also ich wäre dauerfrustriert, wenn ich Aufgaben nicht hinbekomme, egal ob sie absichtlich so gestellt wurden.  Ich möchte nicht nur meinem Herrn gefallen, sondern habe auch den Anspruch alles perfekt hinzubekommen. Und Aufgaben sollten einen Sinn haben, finde ich. Aber gut, jedem das seine.

Masochismus ist nicht nur Lustgewinn durch Schmerz. Masochistisch ist jemand der durch Schmerzen oder allgemein durch Leiden/Qualen sexuelle Befriedigung oder andere Befriedigung erfährt.

 

Geschrieben

Nun @Jacqueline89 sagen wir es mal so: bei meinem Herrn soll sich die Sub schon Mühe geben alles perfekt zu machen... 

Aus Angst in erster Linie aber und nicht um IHM zu gefallen. In der Regel zumindest. 

Es wird auch honoriert, wenn die Sub sich wirklich abmüht und allein das ist ja schon ein Genuss für ihn...👍

Also sie kann da schon harte Behandlungen umgehen. Es muss ja "fair" bleiben...😜

Macht sie mal was nicht so perfekt, ist das auch nicht sooo schlimm...🤣🤣🤣

Leider, leider, war es dann nicht ganz so perfekt. Das kann auch Versehen beinhalten. Aber das erregt mich total. Für kleinste Fehler bestraft zu werden. Oder eben auch aus Angst immer an Dinge denken zu müssen, die wie gesagt auch mal spontan aufgestellt werden... 

Aufgaben können auch den Sinn haben den Dom zu belustigen! 😜 Ich soll mit dem Mund einen Turm aus irgendwas aufbauen und bin schon so zittrig, dass ich es kaum hinbekomme noch einen Stein draufzusetzen. 

Sagen wir es sollen 20 Ebenen werden. Ich habe eine bestimmte Zeit dafür. 

Ich kann nach 10 Ebenen abbrechen. Und dafür noch 10 Hiebe nehmen. 

Ich kann auch den ganzen Turm versuchen zu schaffen. Fällt der in vorletzter Sekunde um, war halt alles umsonst.... 

Aber es sind auch viele "psychische" Spielchen. Was meine ich noch zu schaffen? Wie sehr strenge ich mich an? Was ertrage ich lieber um einen Teilerfolg zu haben oder gehe ich aufs Ganze? Was will ich vermeiden, was nehme ich in Kauf? usw. Es wird immer variiert. 

Es kann sein, dass ich gefesselt bin und mich befreien kann. Dafür muss ich mir aber selbst Schmerzen zufügen. Sub ist extrem verzweifelt und da die Schmerzen stark sein werden, kann sie sich kaum überwinden... Ich weine dann schon vorher, wenn ich weiß wie ich mich befreien kann... 

Zieht sie es direkt durch und überwindet sich, ist sie sofort frei. Oder ist sie erst 4 Stunden in Verzweiflung gefangen?🤷‍♀️ Sicher, irgendwann interveniert er, aber sie wird dann sicher nicht komplett frei kommen. 

Sie kann vielleicht weniger Schmerz wählen, bleibt aber gefesselt, da sie den Schmerz aber ertragen hat, nicht mehr so restriktiv... 

Ach, es gibt ganz viele Spiele die da nicht unbedingt logisch sind...🤷‍♀️

Geschrieben

Ds stimmt so genau @NoDoll.

Aber wenn ich drum weiß, dann finde ich auch diese fiesen Challenges, die man nicht unbedingt schaffen muss, richtig gut! 😄👍 

Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb NoDoll:

Diese Abgrenzung ist vielleicht für andere schwierig. Für mich gehört sie aber schon zu einer D/S Verbindung. Wenn @Bratty_Lo hier schreibt das soe mit diesen "Launen " nicht so zurecht kommt, dann vielleicht weil ihr die Abgrenzung fehlt. 

Du hast das sehr schön auf den Punkt gebracht. So klar und strukturiert. 
 

Der Background spielt dann letztlich auch bei der/ dem Sub eine große Rolle. Schmerzen spüren/ ertragen, mit einem Gefühl der „Willkür“ oder des Versagens, ist aus meiner Sicht einfach herausfordernder/ belastender.
 

Wohingegen erlebter Sadismus der Femdom/ des Dom aus ihrer/ seiner Lust heraus an sich bereits schon Glücksgefühle freisetzt, weil man selbst der/ die Auserwählte ist, welche/r zum Ausleben dieses Verlangens herangezogen wird. Da kann ich Schmerzen ohne eigenes Vergnügen viel hingebungsvoller annehmen, weil mein Kopf frei für die Situation ist, aufnahmefähig, weil Gedanken rund um Selbstzweifel oder das „Warum“ für Schmerzen nicht auftreten.
 

Wobei wirkliche Strafen nicht Teil meiner/ unserer Welt sind. Bratiges Verhalten liegt mir nicht und jeder Schmerz ist ja immer auch eine besondere Form der Aufmerksamkeit, der gemeinsamen Interaktion, die mir, ohne das ich sie selbst planen/ einfordern oder starten könnte zu Teil wird. 

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb NoDoll:

Also doch funishment. Wenn du schreibst du musst sie beschäftigen damit es ihr nicht langweilig wird. 🤔

Ich unterscheide da für mich zwischen Dominanz und Sadismus. Meine Dominanz Beweise ich nicht durch Strafen und auch nicht dadurch möglich unlösbare Aufgaben zu stellen. Meine Dominanz ist mein Auftreten, meine Stimme, ein bestimmter Blick. 

Wenn ich als Dom Strafen "muss" habe ich als Dom etwas falsch gemacht denn Sub kann immer nur so gut sein wie Dom führen kann. 

 

Wieso soll Dom etwas falsch gemacht haben wenn er strafen muss- das schreibt Sub so absolut ihre Eigenverantwortung für eigenes Verhalten ab- als wäre sie ein programmierbares Püppchen, bei dem der fehler dann einfach vor dem Gerät sitzt, wenn es nicht funktioniert.

Nein, wenn mein Mann mich bestätigt, dann weil ICH eine falsche Entscheidung getroffen habe - in der Regel bei der Bedürfnisabwägung.

Er möchte nicht, dass ich einen Orgasmus habe. Ich möchte seinem Wunsch nachkommen, aber auch einen haben. Diese beiden Pole befinden sich in meinem Gehirn in einem Spannungsfeld. Meistens gewinnt das Bedürfnis seinen Wunsch zu folgen - manchmal gewinnt eben auch das andere Teufelchen. Also muss man dem Teufelchen seine Grenzen zeigen und das Engelchen stärken.

Er möchte, dass ich annehme - nicht für ihn, sondern für mich, weil es nur gerade nicht gut geht so wie es ist. Das ist reine Fürsorge für mein körperliches und psychisches Wohlbefinden. Aber Zucker ist nunmal ein Suchtmittel und da kann es schonmal passieren, dass ich schwach werde- trotz verbot und prinzipieller einsicht. Da hat er mit seinem Verbot gar nichts falsch gemacht, im Gegenteil. Ich brauche nur ab und an den Tritt in den hintern- den ich dann auch bekomme.

Ich treffe die Entscheidung gegen seine Anweisung  in meinem kopf- nicht um ihn zu ärgern, sondern weil ich ein bisschen ein Problem mit Selbstdisziplin habe. Da kann er gar nichts dafür und hilft mir mit Bestrafung eher unser Ziel schneller und direkter zu erreichen

Geschrieben
vor 19 Minuten, schrieb Toy4her:

Der Background spielt dann letztlich auch bei der/ dem Sub eine große Rolle. Schmerzen spüren/ ertragen, mit einem Gefühl der „Willkür“ oder des Versagens, ist aus meiner Sicht einfach herausfordernder/ belastender.

Das ist natürlich sehr individuell. Mit dem Hintergrund das Menschen im Leben gute wie auch schlechte Erfahrungen machen, mit oder ohne BDSM, ist eine ehrliche Kommunikation einfach unerlässlich. Den Background des anderen zu kennen und sich daran zu orientieren. 

Und ja, @Top-mit-Tiefgang hat Recht, auch ein Top ist nur ein Mensch und hat seine Launen, Höhen und Tiefen. Unfehlbarkeit ist keinem Menschen gegeben. Das macht es in meinen Augen noch wichtiger zu reden. Auch da setze ich auf klare Worte. "Ich habe heute wirklich einen Scheißtag und meine Laune ist übel". Das ist eine Ankündigung für Sub. Er hat jetzt die Gelegenheit zu sagen, "okay, lass deine Laue raus" oder "okay soll ich dir ein Bad einlassen und uns was schönes kochen damit du dich von deinem Tag erholen kannst?"

So oder so, er weiß woran er an diesem Tag ist. 

Was mir eben etwas aufstößt ist die Aussage das Dom Gründe für Strafen finden muss. Genau das ist ein großes Problem wenn hier Neulinge reinstolpern und das lesen auch wenn ich glaube das Tiefgang es so nicht gemeinthat. "Aha, wenn ich Dom sein will muss ich Bestrafen." Und dieser Fehlglaube spiegelt sich dann in einigen PNs wieder die Subs so bekommen. 

Geschrieben
vor 13 Stunden, schrieb Jacqueline89:

Also ich wäre dauerfrustriert, wenn ich Aufgaben nicht hinbekomme, egal ob sie absichtlich so gestellt wurden.  Ich möchte nicht nur meinem Herrn gefallen, sondern habe auch den Anspruch alles perfekt hinzubekommen.

Wenn sie ständig nur unlösbare Aufgaben bekommt, dann wäre das natürlich sehr frustrierend! Aber will man denn Sub immer nur strafen? Ich jedenfalls nicht! 

An der Stelle bietet es sich an auch mal die Kehrseite der Medaille zu betrachten. Bei dem ganzen Aufgabenthema geht es mir in erster Line ums Führen und Folgen. Und es geht auch wieder um das Thema Verantwortung. Aufgaben sind nämlich auch eine tolle Möglichkeit Sub aufzubauen! Wenn sie von der Arbeit kommt, da einen stressigen Tag hatte weil irgendwas nicht geklappt hat merke ich das doch und kann mit einer leichteren Aufgabe ein Erfolgserlebnis schaffen, über dass ich mich dann als Dom auch ehrlich freuen - sie loben und dadurch aufbauen kann.

 

 

vor 3 Stunden, schrieb NoDoll:

Also doch funishment. Wenn du schreibst du musst sie beschäftigen damit es ihr nicht langweilig wird. 🤔

Hm... im ersten Impuls wollte ich Dir widersprechen, aber da ich ja selbst "die unlösbare Aufgabe" ins Spiel gebracht habe - weil es an der Stelle darum ging Gründe für Strafen zu schaffen... hast Du wohl recht!

Widersprechen wollte ich Dir, weil es mir persönlich eben meist nicht darum geht strafen zu können - die Strafe also nicht das eigentliche Ziel der Aufgabe ist - quasi "fun" ohne "ishment".

 

vor 4 Stunden, schrieb NoDoll:

Ich unterscheide da für mich zwischen Dominanz und Sadismus.

Finde ich super interessant und kann ich so klar gar nicht trennen! Ich überlege bis heute, ob ich wirklich sadistisch bin, oder ob es eher eine gesteigerte Form von Dominanz ist. Mir geht es gar nicht so sehr darum sie leiden zu lassen, ich bin eher "fasziniert" davon, dass sie um mir zu gefallen auch bereit ist zu leiden... nicht optimal formuliert, aber besser wirds gerade nicht... egal, eh offtopic.

Geschrieben
vor 13 Minuten, schrieb NoDoll:

"Aha, wenn ich Dom sein will muss ich Bestrafen."

Ach du liebe Zeit... habe ich mich so unklar ausgedrückt?

Was diesen Punkt angeht sind wir 100% dacor! Natürlich ist Strafe kein Selbstzweck. Als Dom muss ich führen und Strafen sind dabei ein Werkzeug, genauso wie Lob und allem voran Gespräche in denen erstmal festgestellt wird, was Dom von Sub überhaupt erwartet. Meine Aussage, dass Dom Gründe für Strafen finden muss, war eher so gemeint, dass ich den Eindruck habe, dass manche Doms sich ihren Job ein bisschen zu einfach machen.

Und dann kommt noch dazu, dass ich eben einen klaren Unterschied mache, zwischen Strafen an denen beide Spaß haben und echten Strafen, die eine Verhaltensänderung herbeiführen sollen.

Ich kann hier nur noch einmal betonen: es ging in meinen Posts um die von @Bratty_Lo geschilderte Ausgangslage. Da haben wir einen Dom der gerne straft und eine Sub die an sich gerne bestraft wird, aber einen "vernünftigen Grund" für die Strafe haben möchte.

Geschrieben
vor 22 Stunden, schrieb Top-mit-Tiefgang:

Als Dom ist es hier meine Aufgabe "Gründe" zu finden um zu strafen. Und ich liebe es, das Nützliche mit dem Angenehmen zu kombinieren! Ein Beispiel: Dom evaluiert Bereiche in denen Sub etwas dazulernen möchte... nehmen wir an Englisch. Dann kauft er ein Lehrbuch dafür und schenkt es ihr. Er lässt ein oder zwei Wochen vergehen und beginnt dann Vokabeln abzufragen oder lässt Sie andere Übungen aus dem Buch machen. Als Dom muss ich hier natürlich damit leben, wenn sich Sub als kleine Streberin herausstellt, denn für "alles Richtig gemacht" kann ich dummer Weise nicht bestrafen - jedenfalls nicht, wenn ich "logisch nachvolziehbar" bleiben will. Aber wenn mir sowas passiert, muss ich beim nächsten Versuch eben die Messlatte entsprechend höher legen.

also forcierst du ne situation, in der sub nur 'versagen' kann, um damit eurer beider neigung zu 'rechtfertigen'-

wieso stehst du nich einfach dazu? wieso 'schlechtes gewissen'  wegen was denn?

 

oder kickt euch das rollenspiel?! das könnt ich persönlich zwar nu nich nachvollziehn, aber das hätte noch ne gewisse logik

Geschrieben
vor 15 Stunden, schrieb Top-mit-Tiefgang:

Und Masochismus ist per Definition: Lustgewinn durch Schmerz

nope! auch wenn das bei wiki zu lesen iss, so gehts nich jedem maso um 'lustgewinn'!

 

und strafe iss strafe..da gibts kein echt oder zum spaß-

wieso nennt man es dann aber so?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden, schrieb NoDoll:

Naja da bleibt eben die Frage Funishment oder Punishment? 

Was genau wird bestraft und warum? Ein Orgasmusverbot würde ich persönlich bei Funishment einordnen und da ist eben wieder das Ding mit den vielleicht unlösbaren Aufgaben und dem Mindset.

Selbstdisziplin ist eine andere Sache und da sehe ich auch die Verantwortung nicht beim Dom allein. Hier kann unterstützt und gefördert werden, die Antrieb muss aber von Sub kommen.

Mein Sub möchte fitter werden und geht regelmäßig zum Sport. Manchmal überkommt ihn aber doch der innere Schweinehund und er sucht Ausreden nicht gehen zu müssen. Ich unterstütze ihn diesen inneren Schweinehund zu überwinden indem ich ihm klare Ansagen mache was ihn erwartet wenn er nicht zu Sport geht und es fürs Schwänzen keinen triftigen Grund gibt. Was er dann macht ist natürlich seine eigene Entscheidung und die Konsequenzen wird er tragen müssen. 

Zuletzt bleibt aber die Führung und darauf wollte ich hinaus. Wenn ich mich nicht klar genug ausdrücke, Sub macht etwas nicht so wie ich es wollte dann ist die Kommunikation das Problem. Genau da muss ich mich ebenso selbst hinterfragen wie Sub. Wenn ich sage ich möchte Tee, aber nicht sage welchen Tee, wird er fragen welchen ich möchte. Bin ich dann genervt und verpasst ihm eine Ohrfeige? Nein ich korrigiere meine Ansage, ich möchte Pfefferminze. 

 

Wenn ich nur halbherzig bei der Sache bin und Sub das Gefühl hat Narrenfreiheit zu haben. 

Wenn ich etwas verspreche und nicht halte oder immer wieder aufschiebe.

Wenn ich etwas ankündige, eine Kosequenz für Fehlverhalten zum Beispiel, dies dann aber vergesse oder nicht auch wirklich konsequent durchführe. Das alles sind Sachen wo ich in diesem Moment als Top den Fehler mache und nicht Sub. 

 

Aber er ist konsequent. Also im Grunde ist die Frage, ist es die Strafe die den Lerneffekt erzielt oder sein konsequentes Handeln? Er hat eine Ansage gemacht, dir ist klar was erwartet wird und du weißt das eine Zuwiderhandlung eine Strafe zur Folge hat.

Der Fall ist also klar.

Nehme nwir aber an es gäbe zum Beispiel kein ausgesprochenes Orgasmusverbot, du hast einen und dann wirst du dafür bestraft. Da sieht das schon anders aus. Ist es nun dein Versagen oder seins? 

Ich merke gerade, ich bin vielleicht ein bisschen zu Detailverliebt. 😆

Orgasmusverbot: Nee hier kein Funishment. Hier definitiv Punishment so hart wie sonst nur selten. Weil es sich sehr positiv auf unsere Beziehung und mein Verhalten auswirkt, wenn es gelingt und negativ, wenn ich da scheitere.

Tee: Klar, aber wenn du vorher schon fünfmal erklärt hast, dass du eigentlich nur Pfefferminztee trinkst, dürfte die Sache klar sein .

Nachlässigkeit/ Fehler von Top:Ja das sehe ich auch so. Aber die Aussage war ja: wenn top strafen muss, hat er /sie was falsch gemacht.Dem kann ich so nur manchmal zustimmen . Ich kenne diese "Fehler" von Top, die du hier aufzählst gut. Und tatsächlich sind das auch die Probleme, die am häufigsten zu ungehorsam führen bei mir- ABER: Auch wenn top hier nicht gut agiert, hat sub immer noch die Möglichkeit zu entscheiden, wie er/sie darauf reagiert. Und ein "ich esse meine Suppe nicht" ist dann auch nicht unbedingt die Reaktion, die vernünftig ist. Insofern auch hier: beide tragen Verantwortung dafür, dass es soweit gekommen ist .

 

bearbeitet von devo_conse
Geschrieben
vor 28 Minuten, schrieb devo_conse:

Hier definitiv Punishment so hart wie sonst nur selten. Weil es sich sehr positiv auf unsere Beziehung und mein Verhalten auswirkt, wenn es gelingt und negativ, wenn ich da scheitere.

Interessant. Also ist ein Orgasmusverbot eine Strafe für ein Vergehen oder wird es eingestzt um dich auf die Probe zu stellen, respektive dein Verhalten zu beeinflussen? Was passiert wenn es dir nicht gelingt? Erfolg dann eine weitere Strafe? 

Unabhängig von Verantwortung und Selbstverantwortung. Ich stelle mir immer die Frage, muss ich strafen oder will ich strafen. Und wenn gestraft werden muss, wie kam es dazu? 

Ich finde deine Einstellug dazu im Grunde gut und auch bis zu einem gewissen Grad richtig. 
Da wir aber auch alle die Dinge unterschiedlich empfinden, wird es da kein richtig oder falsch geben. Die Dynamiken sind nun einfach sehr unterschiedlich. 
Für mich persönlich ist ein Strafen "müssen" etwas negatives. Es macht mir keinen Spaß und im Großen und Ganzen ist mein Sub ein gefestigter Mensch der in der Lage ist gute Entscheidungen zu treffen. Er kann abwägen ob sein Verhalten richtig oder falsch ist. Er kann entscheiden ob er gegen Regeln verstößt oder nicht. Wenn er es tut, hinterfrage ich den Grund. Kann er mir keinen plausiblen Grund nennen, war es eine fixe Idee sich mal ein bisschen aufzulehnen? Habe ich ihm den Eindruck vermittelt es nicht ernst zu meinen?
Wenn Sub ohnehin eher in der Bratecke zu verorten ist, mag das noch eine andere Sache sein. Da würde ich perse ganz anders an die Dinge herangehen. Hauptsächlich weil ich weiß wie sie ticken. Mein Sub ist aber meinlenweit enfernt von Brat, daher muss ich dann wirklich hinterfragen wo es hakt. 

 

 

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