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Der Besuch


Empfohlener Beitrag

  • 1 Jahr später...

***

«Und, wie war deine Nacht?»

Nesa klang noch etwas verschlafen, als sie das Spielzimmer betrat. Ich hörte, wie sie sich streckte, sich auf den Boden setzte und sich an den Käfig lehnte. Verschlafen klang ihre Stimme, und lieb. Gar nicht die Domme vom Vorabend. Ich war schon lange wachgelegen.

«Es geht so.» In Wahrheit hatte ich nicht gut geschlafen. Der enge Käfig, die Fesseln… aber noch mehr störte mich, dass mir Nesa keine Decke gegeben hatte. Ohne Decke schlief ich einfach nicht gut. «Ich schlafe nicht so gut ohne Decke», wagte ich mich zu sagen. «Ich weiss. Ein Bett ist schon gemütlicher… ich habe super geschlafen. Kuschlig und weich ist es im Bett! Manchmal wundere ich mich, dass du dir das alles antust.» Ich sagte nichts dazu. Ich hatte mich ja wirklich freiwillig in die Sklaverei begeben. Aber die Nacht im Käfig war dennoch hart gewesen. Nicht alles machte Spass als Sklave, und das sollte es auch nicht.

Nesa war in guter Stimmung. «Es war so toll gestern.», schwärmte sie. «Du hast mir echt eine riesige Freude gemacht. Ava war begeistert!» - «Den Eindruck hatte ich auch…» - «Nicht wahr? Sie hatte sich nie für Bondage interessiert – und jetzt will sie auch einen Sklaven! Wir haben noch lange telefoniert gestern. Wer weiss, vielleicht leihe ich ihr versuchsweise mal meinen Sklaven aus? Sie konnte gar nicht aufhören, von meinem gesichtslosen und hilfsbereiten Diener zu schwärmen…» Nesa schwatzte lange und begeistert, während ich immer noch gefesselt und mit Maske im Käfig eingesperrt war. Schliesslich wies ich Nesa schüchtern darauf hin.

«Ah ja», lachte sie «möchtest du nicht noch ein bisschen bleiben? Du gefällst mir so! Oder willst du echt schon raus?» - «Ich hätte nichts dagegen. Wie lange bin ich denn schon da drin?» - «Hm, vielleicht zwölf Stunden? Nicht so eindrücklich, um ehrlich zu sein. Andere Dommes halten ihre Sklaven über Tage oder Wochen in solchen Käfigen. Aber OK, du darfst wieder raus.» Endlich machte sie sich am Schloss zu schaffen, und schliesslich öffnete sich die Tür wieder. Ich kroch aus dem Käfig. «Du wirst jetzt erst mal duschen», erklärte mir Nesa den Plan. «Ich nehme dir deine Ketten ab, damit du die Kleider ausziehen kannst.» Sobald ich nackt war, legte sie mir die Ketten wieder an. Nun fesselte sie mir die Hände auf den Rücken. «Heute ist Sonntag, da musst du nicht arbeiten!»

Nesa führte mich ins Badezimmer und löste endlich das abgeschlossene Halsband über der Latexhaube. «24 Stunden hast du die Haube nun getragen – das ist dein Rekord! Wenn du willst, kannst du sie nun ausziehen. Natürlich würde ich es dir auch erlauben, sie noch länger zu tragen, wenn du lieb fragst.» - «Es wäre OK für mich, sie auszuziehen. Es juckt schon überall. Und ich möchte dich auch gern wieder mal sehen! Danke, dass ich die Haube so lange tragen durfte. Es tut mir gut», sagte ich ergeben, obwohl ich es kaum erwarten konnte, wieder sehen zu dürfen. Doch als die Haube endlich weg war, sah ich, dass Nesa selbst eine trug: eine weisse Latexhaube mit perforierten Löchern anstelle der Augen. Meine Vorfreude auf ihren Anblick war vergebens gewesen, auch wenn sie selbst in dieser Maske, die ihre Gesichtszüge entstellte, recht toll aussah.

Nur mit meinen Ketten und dem Peniskäfig bekleidet, stellte ich mich unter die Dusche. Mit einer weiteren kurzen Kette befestigte Nesa meine Handfesseln an einem Metallgriff, der in der Dusche angebracht war. Dann drehte sie den kalten Wasserstrahl auf. Seit ich Sklave war, durfte ich nicht mehr warm duschen. Noch hatte ich mich nicht daran gewöhnt. Ich zuckte zusammen, als das eisige Wasser auf meinen Körper traf. Nach ein paar Minuten schäumte mich Nesa mit Shampoo ein. Weitere zehn Minuten später – ich begann schon fast zu zittern – schaltete sie die kalte Dusche endlich aus.

«Es gibt eine Neuerung», verkündete Nesa. «Ab heute sind für den Sklaven auch die Frottiertücher verboten.  Du wirst ja auch so trocken. Ich komme in einer Stunde wieder – und bringe dir deine Maske für heute!» Nesa liess mich zurück, nass und hilflos in der Dusche stehend. Ich versuchte, das kalte Wasser abzuschütteln, aber es dauerte dennoch sehr lange, bis ich endlich trocken war.

«Ich habe eine Überraschung für dich», kündigte Nesa an, als sie lange später endlich zurückkam. Sie löste die Kette, die mich an die Dusche fesselte, und ich durfte mich auf die Kloschüssel setzen. Sie hatte eine Plastiktüte mitgebracht.

«Schau mal», sagte sie freudig, «Das ist eine Sinnesentzugsmaske, auch als Isolationsmaske bekannt. Ich wollte die schon immer ausprobieren!» Nesa zog eine weisse Ledermaske mit vielen Riemen aus der Tüte. «Die Maske hat dicke Polster an der Stelle der Augen und Ohren. So kann der Träger nicht nur nichts sehen, sondern er hört auch fast gar nichts. Anstelle des Mundes gibt es nur dieses Loch» - sie deutete auf ein mit einem Metallring eingefasstes Loch von etwa 1.5 cm Durchmesser. «Damit wird der Träger mit Wasser und Nahrung versorgt – Nahrung natürlich nur in flüssiger Form. Wenn die Riemen schön festgezurrt sind, lässt sich der Mund ohnehin kaum mehr öffnen, was dem Träger auch das Sprechen stark erschwert. Das Loch ist seine einzige Verbindung zur Aussenwelt – nicht einmal Nasenlöcher gibt es, damit der Träger auch nichts riechen kann. Wie gefällt sie dir?»

Mir graute vor dem Teil. Aber ich wusste, dass ich dies besser nicht sagen sollte. «Das sieht ziemlich… intensiv aus.» - «Und das ist es auch! Total intensiv, sage ich dir! Das Beste daran: Die Maske ist sehr komfortabel zu tragen – weich und bequem. Und sie ist aus Leder. Damit kann man sie viel länger tragen als Latex, ohne dass es juckt. Das ist darum so, weil sie für eine lange Tragedauer konzipiert ist. Ein paar Tage in dieser Maske sind gar kein Problem. Die Riemen sind alle abschliessbar. So dass der Träger überhaupt nicht in Versuchung kommt, sich zu befreien. Genau so, wie du es am liebsten magst!» «Hmm… und wie lange hast du im Sinn, dass ich sie tragen soll?» fragte ich mit trockener Stimme. Ich mochte ja Bondage, aber ich hatte gerade einen ganzen Tag ohne Sicht verbracht und war gar nicht scharf auf einen weiteren. Darum fügte ich schüchtern hinzu «Ich war ja schon gestern den ganzen Tag blind…»

«Du warst nicht blind, du kannst ja durchaus sehen! Du hast nur mir zuliebe darauf verzichtet, ermöglicht durch deine tolle Latexhaube mit Sichtschutz. Und heute musst du sogar noch auf weitere Sinne verzichten. Ich bin ja so aufgeregt, ich wollte das schon immer mal ausprobieren! Für wie lange, fragst du? Das weiss ich noch gar nicht. Sicher bis heute Abend, oder? Sonst lohnt es sich ja gar nicht. Und wenn du es gut machst, villeicht sogar länger? Ich bin mir sicher, wenn du mal drin bist, willst das gar nicht mehr raus.»

Ich war etwas skeptischer, aber mittlerweile auch ein wenig neugierig geworden. «Ich bin gespannt… ich hatte keine Ahnung, dass du so ein Teil hast. Das wirkt ja schon ziemlich wie aus einem Horrorfilm…»

«Ja total! Ich habe sie diese Woche gekauft – zuvor hatte ich ja nie einen Sklaven gehabt, der sowas für mich tragen würde. Aber jetzt bin ich auch gespannt… wollen wir mal?» Ich nickte ergeben. «Möchtest du noch etwas sagen, bevor dein Kontakt zur Aussenwelt für längere Zeit auf diese kleine Öffnung reduziert wird?» - «Nein. Ausser – Danke für die Möglichkeit, diese Maske tragen zu dürfen und dass du so gut für mich sorgst.» - «Mit Vergnügen! So, nun kommen als erstes Pfropfen in deine Ohren. Trotz Polsterung ist die Maske nämlich nicht vollständig geräuschdicht. Zusammen mit den Ohrenpfropfen kannst du dann aber wirklich praktisch nichts mehr hören – Gespräche etwa, oder den Fernseher – ausser jemand spricht sehr laut. Wichtige Dinge kann ich dir also schon mitteilen. Aber den Rest bekommst du nicht mit.»

Nesa setzte mir die Ohrenpfropfen ein. Dann verschwand mein Kopf in der dick gepolsterten Maske. Einen letzten Lichtstrahl erhaschte ich durch die Mundöffnung, doch sobald die Maske richtig sass, war ich komplett im Dunkeln – es gab nicht einmal Nasenlöcher, durch die ein Lichtschein hätte dringen können. Nesa brauchte mehrere Minuten, um die Schnürung am Hinterkopf festzuzurren. Als sie endlich sass, zog sie die vier Riemen an und ich spürte das Klicken der Vorhängeschlösser. Ich war nun komplett orientierungslos, hörte nun auch keine Geräusche mehr und begann, durch den Mund zu atmen, was noch gewöhnungsbedürftig war. «Mitkommen» hörte ich Nesa wie aus weiter Ferne rufen, also stand ich auf und liess mich von ihr – immer noch nackt – ins Wohnzimmer führen, wo sie mich aufs Sofa setzte. «Alles gut?» rief sie, und ich nickte, so gut es ging. Dann passierte nichts mehr. Ich wusste nicht, ob Nesa noch im Raum war oder nicht, und was sie überhaupt tat. Ich hätte aufstehen können, doch ohne Sinne und mit auf den Rücken gefesselten Händen wäre die Orientierung schwierig gewesen. Und überhaupt, was hätte ich tun sollen?

Eine Weile lang erregte mich das Gefühl, so hilflos zu sein. Mein Penis pulsierte in seiner engen Metallhülle. Ich liess nochmals den vergangenen Tag Revue passieren und dachte an Ava. Nesa hatte davon gesprochen, mich an sie auszuleihen! Das hörte sich aufregend an. Nur zu gern würde ich sie näher kennenlernen. Und vielleicht auch mal sehen! Doch nun war ich wieder in einer Maske gefangen, die mich blind machte. Nach einer Weile wurde es mir langweilig. Tatsächlich war die Maske bequem, drückte nirgends, juckte nicht. Aber sie tat ihren Job und isolierte mich von allem, was mich in irgendeiner Form unterhalten hätte. Es gab keine Möglichkeit, sie loszuwerden. Mit drei Vorhängeschlössern hatte Nesa die Riemen abgeschlossen – die ich nicht mal berühren konnte, da meine Hände auf den Rücken gefesselt waren.

Ich resignierte und legte mich hin. Ich versuchte, ein wenig Schlaf nachzuholen, was mir auch gelang. Doch plötzlich weckte mich ein Zug an meinen Fussketten. Ich gab dem Zug nach, worauf mir die Füsse zurückgeklappt wurden, hin zu den Handfesseln. Dann spürte ich ein Klicken, ein Tätscheln auf meinem Po. Ich versuchte, mich wieder auszustrecken, war aber wenig überrascht, dass dies nicht mehr ging: Hand- und Fussfesseln waren nun miteinander verbunden, ich war in einer Hogtie-Position fixiert.

Nun spürte ich, wie sich Nesa neben mich auf Sofa setzte. Sie begann, meine Füsse zu kitzeln. Normal bin ich keine besonders kitzlige Person, doch meiner Sinne beraubt, glaubte ich sofort zu explodieren. Es war völlig unerträglich, zu intensiv. Ungewollt zerrte ich mit aller Kraft an meinen Ketten, natürlich erfolglos. Eine gefühlte Ewigkeit zog sich die Tortur hin und es gab nichts, was ich tun konnte, um Nesa zu stoppen.

Endlich liess sie von mir ab. Nun spürte ich in der Mundöffnung meiner Maske einen Trinkhalm. Ich sog daran und war erleichtert, als Wasser floss. Durstig trank ich, doch nach einigen Schlucken wurde mir der Halm schon wieder entzogen. Nesa fasste nun meine Maske mit beiden Händen und drückte einen Kuss auf die Mundöffnung. Dann tätschelte sie meinen Kopf, meinen Po und dann spürte ich lange nichts mehr.

Wieder lag ich alleine und ohne jeden Reiz auf dem Sofa, im Hogtie gefesselt, ohne Sicht und Gehör. Nach Nesas kurzer Visite war dies nun noch viel schlimmer. Obwohl sie mich geplagt hatte, sehnte sich jede Fiber meines Körpers nach ihr, nach ihren Berührungen. Ich versuchte, sie zu rufen, doch brachte ich kaum einen Laut hervor und vernahm nicht den Deut einer Reaktion. Verzweifelt sträubte ich mich in meinen Fesseln, die aber unnachgiebig waren wie eh und je

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