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Kontroversen zum Thema Lack und Leder


Dom_76

Empfohlener Beitrag

Ich bin kein Club-Gänger, aber bitten die Vlubbetreiber nicht meist selbst darum, in Alltagskleidung zu kommen und sich vor Ort umzuziehen?
(bearbeitet)

Ich wusste nicht das wir als BDSMler und Fetischliebhaber in einem Wettbewerb mit anderen stehen...was meinst du mit überholen? Was gibt es da zu befürchten? 

Verbindest du Lack, Leder und Latex mit Freizügigkeit? 

Für mich hat es nichts mit "sich trauen" zu tun. In Berlin läuft jeder rum wie er mag und Omma Trude in der Kittelschürze lässt sich am Späti durchaus auch von Latexpaul auf ein Bier einladen. 

Für mich hat es lediglich damit zu tun das ich selbst meine Neigungen und Vorlieben nicht jedem aufzwingen möchte. Zudem definiere ich meine Neigung und Vorlieben nicht über Kleidung oder darüber sie jedem unter die Nase zu halten. Lederkleidung tragen ist allerdings schon lange nichts Außergewöhnliches mehr und auch Lackelemente haben schon lange Einzug in die "Vanilla" Modewelt Einzug gehalten. 

Warum ich mich erst im Club umziehe...mache ich gar nicht weil ich jetzt nicht unbedingt einen Faible für Lack und Latex habe. Mein Sub hingegen zieht sich erst im Club um...oder besser gesagt aus. Es wäre selbst für Berliner Verhältnisse schon merkwürdig wenn er quasi nackt in der S Bahn sitzen würde.^^

 

 

 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
vor 19 Minuten, schrieb Bondage_Dom1985:

Ich bin kein Club-Gänger, aber bitten die Vlubbetreiber nicht meist selbst darum, in Alltagskleidung zu kommen und sich vor Ort umzuziehen?

Nicht, daß ich wüsste und habe es noch nirgends erlebt.

vor 14 Minuten, schrieb BettyBlaze:

Also auf den letzten Parties die ich besucht hab, hat sich so gut wie niemand vor Ort umgezogen. Vielleicht Nikes gegen Pleaser getauscht.
Allerdings sieht das im Winter ein wenig anders aus. Viele ziehen sich dann erst im Club um, oder zumindest aus. Weil bloses Latex auf der Haut ist ab gewissen Temperaturen ja nicht so toll. Oder was Ärmelloses und nippelfreies😂

Okay, gutes Argument.

Wir sind auch schon mal zu dritt im Fetisch-Outfit ins Kitkat gefahren - mit der Bahn. War schon lustig, aber die Berliner sind sowas ja gewohnt 😁
vor 15 Minuten, schrieb NoDoll:

Ich wusste nicht das wir als BDSMler und Fetischliebhaber in einem Wettbewerb mit anderen stehen...was meinst du mit überholen? Was gibt es da zu befürchten? 

Verbindest du Lack, Leder und Latex mit Freizügigkeit? 

Für mich hat es nichts mit "sich trauen" zu tun. In Berlin läuft jeder rum wie er mag und Omma Trude in der Kittelschürze lässt sich am Späti durchaus auch von Latexpaul auf ein Bier einladen. 

Für mich hat es lediglich damit zu tun das ich selbst meine Neigungen und Vorlieben nicht jedem aufzwingen möchte. Zudem definiere ich meine Neigung und Vorlieben nicht über Kleidung oder darüber sie jedem unter die Nase zu halten. Lederkleidung tragen ist allerdings schon lange nichts Außergewöhnliches mehr und auch Lackelemente haben schon lange Einzug in die "Vanilla" Modewelt Einzug gehalten. 

Warum ich mich erst im Club umziehe...mache ich gar nicht weil ich jetzt nicht unbedingt einen Faible für Lack und Latex habe. Mein Sub hingegen zieht sich erst im Club um...oder besser gesagt aus. Es wäre selbst für Berliner Verhältnisse schon merkwürdig wenn er quasi nackt in der S Bahn sitzen würde.^^

 

 

 

Nicht nur mit Freizügigkeit, sondern auch mit offener Gesellschaft. Nebenbei wurde ich auf dem Weg zur Kinly Galore, hier in Hamburg sogar mehrmals positiv angesprochen, übrigens wider erwarten. Und die Party im Cat war wieder der Hammer. Beispiel, wir Devotees liebten es fast, uns gegenseitig auf der Straße zu erkennen, zu grüßen oder zu reden. Doc Martens, freundliches Schwarz und die Wahrscheinlichkeit war einfach groß. Das meinte ich mit Erkennbarkeit von Gleichgesinnten, denn auch da habe ich hervorragende und durchweg freundliche Erfahrungen. Dein nackter Subbie, nun ja halbnackt ginge sogar in Hamburg. Warum also nicht in meiner zweiten Heimat Berlin?

LG

O.

Gerade eben, schrieb Dom_76:

Dein nackter Subbie, nun ja halbnackt ginge sogar in Hamburg. Warum also nicht in meiner zweiten Heimat Berlin?

Weil ich es nicht als nötig erachte fremden Menschen meinen nackten oder auch halbnackten Sub vor die Nase zu halten. Wozu sollte das gut sein?

Bei Bedarf präsentiere ich ihn den Leuten die selbst auch etwas damit anfangen können und mit denen, zum Beispiel beim Besuch einer entsprechenden Veranstaltung, ein Konsens besteht. 

 

vor 2 Minuten, schrieb Dom_76:

Nicht nur mit Freizügigkeit, sondern auch mit offener Gesellschaft

Und denkst du in einer offenen Gesellschaft ist es dennoch ok wenn nicht jeder so offen sein möchte? 

 

vor 2 Minuten, schrieb Dom_76:

hier in Hamburg sogar mehrmals positiv angesprochen,

Das ist zum Beispiel ein Punkt auf den ich gar keinen Bock habe. Ich will gar nicht von Hinz und Kunz angesprochen werden, egal ob positiv oder nicht. 

 

Versteh mich nicht falsch, dein Wunsch alle Welt möge so offen sein und seine Kinks in der Öffentlichkeit präsentieren können ist dein Wunsch und es gibt einfach Menschen die das gar nicht wollen. 

Wie offen soll denn die Gesellschaft werden? Wo endet das höher, schneller, weiter? 

 

(bearbeitet)

Ich würde da auch aufpassen mit falschen Schlüssen. Die Gothic Leute haben sicher keinen Bock ständig angemacht zu werden. Und ich würde auch nicht gern das irgendwas an mir als Einladung verstanden wird und ich mich dann überall vor "Hallo Herrin" in Hut nehmen müssen. Selbst wenn mal ein z.B. Schlüssel an meiner Halskette zu sehen ist, ist das kein Angebot für irgendwas.

 

Vielleicht dachten die Leute dort auch einfach du bist schwul, da gibt's auch ganz ähnliche Outfits

bearbeitet von MissCurious

Man muss da auch unterscheiden zwischen Kinky Parties wie Kitkatclub oder Kinky Galore auf der einen und BDSM-Spielpartys auf der anderen Seite. Erstere finden fast immer in eher liberalen Großstädten statt, wo das alles nicht so eng gesehen wird. Letztere hatten zumindest früher oft Probleme mit empfindlichen Nachbarn , weswegen meist darum gebeten wurde, sich erst im Club umzuziehen.  Und selbst hier im ach so offenen Köln habe ich einige Male ( u.a. beim CSD) selbst erlebt, dass es mit der Toleranz gegenüber LLL-Trägern nicht so weit her ist

vor 58 Minuten, schrieb Paddelparty:

Wir sind auch schon mal zu dritt im Fetisch-Outfit ins Kitkat gefahren - mit der Bahn. War schon lustig, aber die Berliner sind sowas ja gewohnt 😁

Wir finden es halt total okay wenn Menschen von außerhalb sich einfach mal gut fühlen können und sein können wie sie mögen. 🫶

vor 16 Minuten, schrieb papertiger:

Und selbst hier im ach so offenen Köln habe ich einige Male ( u.a. beim CSD) selbst erlebt, dass es mit der Toleranz gegenüber LLL-Trägern nicht so weit her ist

Hm das ist vielleicht die große Frage bei allem was wir so treiben. Zum einem, bist du sicher das es am LLL lag und nicht vielleicht an dem was Menschen damit, auch aus Unwissenheit, damit verbinden? Und ist es ok den Anspruch zu haben von allen Toleranz zu erwarten und zu fordern ohne selbst tolerant gegenüber anderen zu sein? Also die Erwartung das jeder mich so akzeptieren muss wie ich bin und das jeder damit klar kommen muss wie ich mich kleide und es dann auch tolerieren muss. Schränke ich damit andere nicht irgendwie auch ein die das was ich mache und anziehe halt auch einfach scheiße finden dürfen? 

Habe keine Kommentare gelesen.
Ich habe aber eine Frage: Gibt es einen Freizügigkeitswettbewerb? Und da auch noch Teams (Kinky und Vanilla)?
vor einer Stunde, schrieb NoDoll:

Hm das ist vielleicht die große Frage bei allem was wir so treiben. Zum einem, bist du sicher das es am LLL lag und nicht vielleicht an dem was Menschen damit, auch aus Unwissenheit, damit verbinden? Und ist es ok den Anspruch zu haben von allen Toleranz zu erwarten und zu fordern ohne selbst tolerant gegenüber anderen zu sein? Also die Erwartung das jeder mich so akzeptieren muss wie ich bin und das jeder damit klar kommen muss wie ich mich kleide und es dann auch tolerieren muss. Schränke ich damit andere nicht irgendwie auch ein die das was ich mache und anziehe halt auch einfach scheiße finden dürfen? 

Da  haben wir uns mißverstanden. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass man überall für das offene Ausleben seiner Vorlieben angegangen werden kann und die positiven Erfahrungen von Dom_76 nicht allgemeingültig sind. Das LLL habe ich nur genannt, weil es ihm ja um das Tragen solcher Sachen in der Öffentlichkeit ging. Und natürlich toleriere ich, dass nicht jeder meine Vorlieben teilt, ich trage diese Sachen auch nicht auf der Straße. Ich denke, dass seine positiven Erlebnisse einfach daran liegen, dass in Städten wie Hamburg "Paradiesvögel" mehr Freiheiten genießen als in eher ländlichen oder generell konservativeren Gegenden

vor 1 Minute, schrieb papertiger:

Da  haben wir uns mißverstanden. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass man überall für das offene Ausleben seiner Vorlieben angegangen werden kann und die positiven Erfahrungen von Dom_76 nicht allgemeingültig sind. Das LLL habe ich nur genannt, weil es ihm ja um das Tragen solcher Sachen in der Öffentlichkeit ging. Und natürlich toleriere ich, dass nicht jeder meine Vorlieben teilt, ich trage diese Sachen auch nicht auf der Straße. Ich denke, dass seine positiven Erlebnisse einfach daran liegen, dass in Städten wie Hamburg "Paradiesvögel" mehr Freiheiten genießen als in eher ländlichen oder generell konservativeren Gegenden

Ah verstehe. Danke fürs aufklären des Missverständnisses. 😊

vor 4 Minuten, schrieb BD_Couple:

Leider verstehen manche Menschen, die überdurchschnittlich häufig über einen Penis verfügen, Kleidung als "Einladung" reist man zb mit den Öffis an, begibt man sich uu sogar in Gefahr, wenn man schon umgezogen ist. Der Club, das Event, das Treffen, ist ein Safespace, der Weg dahin hält leider nicht...
.
Wir haben in der Cosplayszene leider ähnliches. Dass dann gerade die "Mädels" zt übel angemacht oder gar belästigt werden und Crossdressern zt körperliche Gewalt zuteil werden kann(!).
Deshalb ziehen sich viele erst auf der Veranstaltung um.
.
LG, Sue

Das ist mit Sicherheit ein sehr guter und wichtiger Punkt. 

Wenn ich überlege in dem Outfit das ich auf entsprechender Veranstaltung trage dann auch nachts allein nach Hause fahren muss, mit den Öffentlichen, ja es hat einen Grund warum ich immer einen Mantel/Sommermantel trage und immer eine dicke Leggings in der Tasche habe  zwischen Rohrstock und Hundepeitsche. ^^

Was ich aber auch weiß, zu bestimmten Events kommen Menschen oft auch von außerhalb und treffen sich vielleicht vorher noch irgendwo zum Essen oder Vorglühen. Da macht es wohl auch Sinn sich erst im Club umzuziehen.

Ich habe auch schon erst mal meine Monster bei ihrem anderen Elternteil abgegeben und bin dann direkt von dort weiter zur Party. Auch hier hätte es mehr Sinn gemacht sich erst dort umzuziehen wenn ich einen Faible für bestimmte Kleidung hätte. 

Warum sich Menschen also erst im Club umziehen kann so viele Gründe haben und muss nicht zwangsläufig mit Angst zu tun haben. So ist das mit den Büchern und den Umschlägen...

..."normale Vanillas die Szene von rechts überholen"....
Verstehe ich nicht und warum dass schade sein soll. Was ist ein normaler Vanilla? Was ist ein"in normaler?"
Kleide dich wie du möchtest. Als gebürtiger Hamburger würde ich nicht unterschreiben wollen, dass Freizügigkeit immer funktioniert. Die schönen Regenbogen Aufkleber an den Supermarkt Eingängen sind schließlich auch kein Garant dafür dass die Belegschaft minimum tolerant ist...
(bearbeitet)

Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, in Berlin kann man unbeschadet überall und zu jeder Zeit rumlaufen wie man will.

Ich habe mich zwar nie im Club umgezogen und als Mann fahre ich auch mit Nietenhose mit den Öffis. 

Aber als Frau in Rock, Halterlosen und vlt. sogar Heels fahre ich mit Taxi ins Kitty. Nachts um eins mit der U-Bahn über Kottbusser Tor zu fahren war vor ein paar Jahren und ich denke noch heute nicht wirklich sicher.

Ich sehe hier auch auf den Straßen keine Paradiesvögel oder DragQueens rum laufen.

bearbeitet von last_of_us
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