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Diagnose: Borderline


Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)

Vorab: Du hast kein Borderline/ keine persönlichen Erfahrungen mit Personen, die diese Diagnose haben? Ich freue mich,  wenn du dann nichts posten möchtest in diesem Topic.

(Aber ich freue mich mit dir über deinen tollen Hund, Herren, Flugzeugträger, Fussball, Blumenstrauß, Sklaven, Arbeitsvertrag....(tbc.)).

 

Zur Sache: Eine Ex- Freundin von mir (ist gerade "auf Station")  hat mich eben von ihrer frischen Diagnose in Kenntnis gesetzt.

Ich muss feststellen, dass ich nicht viel mehr weiss, als (Achtung ! Stereotype und Vorurteile): Schlechte Mütter, toxische Partnerinnen, Bindungsunfähigkeit, LAUF!

 

Borderline hat wohl einen ähnlich guten Ruf wie Narzissmus. (Und wird in meinem Kopf weiblichen Personen zugeordnet, analog zu Narzissmus den Männern (aber ich weiss,  dass es auch weiblichen Narzissmus gibt; gibt es Männer mit borderline?)

Ich freue mich, wenn "Betroffene" Personen etwas Licht in mein Dunkel bringen können.

Wie wirkt sich diese Diagnose bei dir/ deinem Partnermenschen/ Sonstiges aus?

Wie gehst du im Alltag damit um?

Ist das Befinden linear oder gibt es Phasen?

Gibt es sowas wie eine Allgegenwärtigkeit,

wie ist es mit deiner Bewusstheit diesbezüglich?

Was hat deine Diagnose für dich geändert?

...

Rückblickend, perspektivisch?

Hat dir die Diagnose einen Umgang mit deinem Sein erleichtert/ erschwert?

 

Ich gehe davon aus, dass ich mir zuerst wohl  eine Retroperspektive meines Lebens reinziehen würde, verknüpft mit dem neuen Wissen und mein Leben in einem anderen Licht betrachten wollen würde/ müsste.

Bestenfalls voller Wohlwollen.

 

Ich habe wie gesagt keinen Plan, das möchte ich ändern, mit deinem Wissen, deiner Erfahrung.

 

Ich gehe stark davon aus, dass, wie auch  anderswo, Verallgemeinerungen fehl am Platze sind.

Dennoch kann ich mir gut vorstellen,  dass es 'Mechaniken' gibt, die wiederholt auftreten.

 

Danke.

 

P.S.: Mein Eingangswunsch hat noch immer Gültigkeit: Du schaffst das! 😍

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ich kann dir nur sagen dass meine EX Sub Borderline hat und das kann super anstrengend sein. Auf der eine Seite wollte sie harten Sex und Zuneigung haben, aber wenn du ihnen zu nahe kommst stoßen sie dich weg. Kurz es ist eine Achterbahnfahrt und man darf nicht aufgeben. Nur weil sie sagt es ist Schluß heißt es nicht dass sie es wirklich so meint, da es auch ein Schub sein kann, aber d.h. nicht dass man sie nicht ernst nehmen darf. Man muss sich auch mit Angstanfällen und anderen Problemen auseinandersetzen, was nicht alle können. Es gehört viel Vertrauen, Zuneigung und Ausdauer dazu. Bei uns ist es am Ende daran gescheitert dass sie ihren jetzigen Ehemann kennengelernt hat😅
Gerade eben, schrieb WereBahamut:

Das stimmt und jeder Mensch verdient Liebe und sollte seine Vorlieben ausleben dürfen

Für Sex sind wir gur genug - aber keiner lässt sich wirklich auf einen ein .

Vor 3 Minuten , schrieb f2mBondageToy:

Für Sex sind wir gur genug - aber keiner lässt sich wirklich auf einen ein .

Meine Ex Sub und ich sind noch Freunde und sie weiß wenn was ist kann sie anrufen. Habe ihr zu letzt erst geholfen. Aber ja leider sehen viele nur die eine Seite und nutzen das aus...

vor 32 Minuten, schrieb WereBahamut:

Meine Ex Sub und ich sind noch Freunde und sie weiß wenn was ist kann sie anrufen. Habe ihr zu letzt erst geholfen. Aber ja leider sehen viele nur die eine Seite und nutzen das aus...

Das ist leider wahr - deshalb bin ich schon über 30 Jahre Single -- nicht WIR sidn toxisch , sondern , die die uns so behandeln .

Vor 14 Minuten , schrieb f2mBondageToy:

Das ist leider wahr - deshalb bin ich schon über 30 Jahre Single -- nicht WIR sidn toxisch , sondern , die die uns so behandeln .

Die Welt ist insgesamt einfach nur noch toxisch und es wird immer schlimmer wenn du mich fragst. Gerade deshalb sollten wir zusammenhalten

(bearbeitet)

Ganz lieben Dank für Eure Rückmeldungen und danke an die meisten für Eure Disziplin.

Für mich konkret wichtig sind die  Hinweise auf Achtsamkeit mit meinen eigenen Grenzen.

Danke auch für die PMs, die werde ich nicht verlässlich heute  noch lesen können, dies zur Info.

(...did it...uhhhh. Ich bin  berührt von Eurer Offenheit und Euren klaren und liebevollen Worten, vorab: 💙!)

 

 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ich hatte eine BL mit SVV als Sub. Wenn Du hier mehr wissen möchtest, weil das ggfs. relevant für Dich ist, schreibe mir einfach direkt.
VG Lorenz

Eine Studie hat belegt , dass die meisten weiblichen Borderliner masochistisch veranlagt sind , also oft Subs sind .

vor 24 Minuten, schrieb jackXjacqueline:

Eines vorab: ich kann verstehen, wenn du Wert darauf legst, dass man zu einem Thema nur beiträgt, wenn man etwas zu dem Thema zu sagen hat und dass die Diskussion darüber nicht, wie so oft hier, vom Thema abgleitet. Aber die in meinen Augen subtil beleidigende Art und Weise wie du das machst (was dir vielleicht nicht bewusst ist), finde ich auch nicht gerade toll. Das kann man auch sachlicher formulieren, Ironie nach dem Motto "du schaffst das" ist nicht unbedingt besser als ein themenfremder Beitrag.

Zum Thema. Da halte ich mich kurz: Ich wäre immer vorsichtig mit irgendwelchen Diagnosen und die Menschen nach diesen zu beurteilen bzw. vorschnell seinen Umgang danach auszurichten. Ich hatte in meinem Leben einfach schon mit ein paar Menschen zu tun, die Diagnosen bekommen haben, die nach meiner Kenntnis des Betroffenen, bei näherer Betrachtung oder nach Konsultation eines anderen, genauer hinsehenden Thera-peuten, falsch waren und sich nicht nur einmal hinterher als nichtig erwiesen haben. Gerade Borderline wird gerne angedichtet, wenn es sich bei näherer Betrachtung eigentlich "nur" um eine (K-)PTBS handelt und ich finde das auch fahrlässig, weil es oft in Situationen geschieht, in denen man den Menschen einfach gar nicht genug kennt um aus ärztlicher Sicht zu diesem Schluss zu kommen, dem Betroffenen damit aber sofort ein Stigma verpasst, dass er unter Umständen nicht mehr so einfach los wird. Gerade "auf Station" macht man es sich oft sehr einfach, und in geschlossenen besteht die Lösung des Problems dann ohnehin nicht in Diagnostik und Therapie sondern in Sedierung. Letztlich haben sich die meisten Diagnosen, die ich von anderen mitbekommen habe, über die Zeit als fehlerhaft herausgestellt, in einem Fall war es von vornherein aus meiner Sicht geradezu lächerlich, weil ich die Betroffene gut kannte und es, schaut man sich die Definition der Diagnose an, selbst für einen Laien völlig absurd und daneben war.

Mag sein, dass mein Beitrag nur von anekdotischer Natur ist. Aber generell wäre ich vorsichtig wenn es um Diagnosen geht. Die wenigsten Ärzte haben nach meiner Einschätzung die diagnostische Kompetenz, oder einfach nicht die Zeit, um bei psychischen Problemen auf Anhieb richtig zu liegen. Da wird innerlich auf die Schnelle nur eine Checkliste an Symptomen abgearbeitet und das war es. Von daher wäre ich etwas zurückhaltender was die Frage angeht, "wie verhalte ich mich jetzt als Angehöriger". Und auch den vermeintlich Betroffenen würde ich raten, vorsichtig zu sein was das Preisgeben von eventuell intimen Details in einem öffentlichen BDSM-Forum angeht.

Das verantwortungsvolle Wesen mit Wissen, Studium, manchmal auch mit beruflicher Erfahrung und auch Lebenserfahrung, ist keine fiktive Gestalt einer anekdotischen Fantasie. Es gibt sie wirklich.

Auch wenn gerade (teil-) stationäre Einrichtungen qua Ausbildungs- und Zulassungsstandards ein Sammelbecken von wenig praktisch erfahrenen Ther*ape*uten sind.

Es existieren ebenso Menschen dieser Spezie mit genug Methodenkompetenz um eine Differenzialdiagnose vorzunehmen. Mag dich verwundern. Aber es gibt Profis. Und denen sollte man es überlassen. Da gehe ich auch mit dir mit, dass dieses Forum nicht eine Diagnose, ein Erstgespräch, eine Beratung, probatorische Sitzungen oder Behandlung ersetzen oder unterstützen kann oder sollte. 

Denn es gibt viel zu viel Halbwissen. 

Und gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.

Was vor allem passieren wird ist, es wird sich an sich nichts Ändern. Borderline ist ja nicht Krebs, was man auf einmal hat und sich dann ausbreitet. Das hatte sie auch schon vor der Diagnose und dementsprechend ist es ziemlich wahrscheinlich dass du schon ganz genau weißt wie sie ist.

Und noch einmal danke für weitere PMs, (und auch diese werde ich heute nicht mehr beantworten, ich schaue,  dass ich es morgen angehen kann, wenn der Tag das hergibt.

Es ist mir wichtig, noch einmal zu verdeutlichen, dass es sich um eine verflossene Partnerin handelt, wir also nicht in einer aktuellen (Liebes-) Beziehung (o.ä.) stehen.

Wir leben ein paar hundert km voneinander entfernt und ein persönliches Treffen (oder gemeinsamer Fachpersonalbesuch) stehen auf keiner Agenda!

Von meiner Seite besteht diesbezüglich keinerlei Leidensdruck, ich habe in der Vergangenheit bereits lernen können, dass ich in Hinsicht auf sie sehr auf meine Ressourcen aufpassen muss und kann derzeit fröhlich davon ausgehen, dass ich das auch weiterhin zu beherzigen weiss.

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