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Jahrzehnte der Freizügigkeit und Emanzipation


Dom_76

Empfohlener Beitrag

Hallo,

Auch in der Kinky Szene liest und hört man von Gentle Dom sowie alten Werten. Ich sehe einige kinky Paare, die an ihrer Beziehung lange festhalten und devote Frauen, die das Abenteuer voll auskosten. Frage mich aber, haben die vielen Möglichkeiten wie Gendern u.s.w. eher persönlich verwirrt oder bereichert? Das mag für jeden anders sein, weshalb ich mir vom Austausch hier einiges verspreche.

Danke

Was hat meine Beziehung und mein bdsm mit gendern zu tun? Ich bin verwirrt

In Bayern ist "gendern" ja verboten. Haha Sprachverbot...Nun werden trotzdem allen Personen Geschlechter zugeordnet, was ja auch ein gendern ist. 🤔 Mir persönlich ist es recht, wenn die Person sich ihr Geschlecht selbst aussucht. Allerdings sehe ich nur einen Grund, warum der Staat ein Geschlecht wissen müsste: die Kriminalstatistik. 

 

Mir persönlich ist das Geschlecht meiner Partner egal, ich stehe auf intelligente Menschen mit Bart und Penis, die letzteren auch mit mir verwenden wollen. Penis, nicht Dildo.

 

Was war eigentlich gleich noch mal die Frage? Alte Werte? Werte von wem? Ich halte mich an meine Werte, die ich elaborierter und ethischer finde, als vieles was anderes unter "alten Werten" verstehen. Ja, denken, bevor man Sachen raushaut und Empathie und vor allem auch Mitgefühl haben.

 

Ein Paar, ja bin ich Teil eines Paares, halte ihn fest, will ihn nicht verlieren, was war gleich noch mal die Frage dazu? Ob ich das Leben auskoste oder die Devotion? Ich hab noch tolle Hobbies und Geld nimmt man nicht mit in den Tod. Zähle gerade meine Zimmerpflanzen es sind über 100, also ja, koste meine Vorlieben voll aus.

vor 10 Minuten, schrieb Teaspoon:

In Bayern ist "gendern" ja verboten. Haha Sprachverbot...Nun werden trotzdem allen Personen Geschlechter zugeordnet, was ja auch ein gendern ist. 🤔 Mir persönlich ist es recht, wenn die Person sich ihr Geschlecht selbst aussucht. Allerdings sehe ich nur einen Grund, warum der Staat ein Geschlecht wissen müsste: die Kriminalstatistik. 

Innerhalb der Behörde aber nicht generell 🤔 

Verstehe auch nicht genau, was das mit Gentle Doms, (deren?) alten Werten oder den danach genannten Beispielen zu tun hat.

Ich habe schon immer versucht, fremde Menschen jeglichen Schlags gleich respektvoll zu behandeln. Betrifft mich doch nicht, wer wen liebt und mit welchem Geschlecht er/sie sich identifiziert. Die Frage ist eher, was hat es denjenigen gebracht, die unmittelbar von den Sensibilisierungsmaßnahmen profitieren sollen, was ich als "alter, weißer Mann" subjektiv nicht zu beurteilen vermag. Ich selbst kann lediglich berichten, dass ich über die Zeit neue Erkenntnisse über die betroffenen Personen gewinnen konnte und versuche, bestimmte Verhaltensweisen an diese anzupassen (z. B. gendergerechte Sprache). Ich seh sowas entspannt: Wandel bedeutet Weiterentwicklung und wer auf einem Status Quo beharrt, bleibt stehen.

vor 6 Minuten, schrieb Aberration:

Wandel bedeutet Weiterentwicklung und wer auf einem Status Quo beharrt, bleibt stehen.

Status quo ist

Kekse gehen immer je leckerer desto besser 😁 da bleib ich gern stehen 🤤 

Vor 5 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Status quo ist

Kekse gehen immer je leckerer desto besser 😁 da bleib ich gern stehen 🤤 

Kekse🤤? Wo👀?!

(bearbeitet)
Ja, ich halte an einer Beziehung lange fest, wenn du damit alte Werte meinst @Dom_76 Die Beziehung ist bei mir dem bdsm vorangestellt. 
 
Ich koste meine Neigung allerdings auch voll aus, die ich persönlich eher als "submissiv" betrachte. 
 
Heutzutage kann man selbstbestimmt leben. Ich kann mein Leben gestalten wie ich will. Gewisse Verpflichtungen mal ausgenommen, die man sich aber auch aussucht (oder aussuchen sollte). 
 
Du sprichst das Wort "Emanzipation" an. Ja, bdsm auszuleben, kann man als emanzipiert betrachten. Andererseits bezeichne ich Neigungen nicht als "emanzipiert". Wenn Selbstaufgabe das Ziel ist oder Entmündigung, stellt sich die Frage, worin da die große persönliche Entwicklung liegen sollte. Ist das dann wirklich "Selbstverwirklichung" oder eine Flucht und ein "Schönreden"?
 
Wir gehen in Machtgefällen immer Abhängigkeiten ein. Ich richte mich gerne nach meinem Herrn. 
Ich bezeichne mich nicht als emanzipiert. Ich bin wohl aber so emanzipiert, mir von "Emanzen" nicht sagen zu lassen, was als "emanzipiert" gilt. Ich habe eine eigene Meinung, die ich tatsächlich auch äußere und das ist auch meinem Herrn gegenüber der Fall. Gleichberechtigt sind wir dennoch nicht.
 
Ich treffe eine Wahl und die bewusst.
Gewisse Wahlen gehen dann zulasten der persönlichen maximalen Freiheit. Ich für mich, brauche die aber nicht. Ich bin gerne auch "unfrei". Damit meine ich allerdings nicht nur bdsm. Verschiedene Dinge können uns binden. 
 
Selbstverwirklichung sollte dennoch einen Platz haben, neben bdsm. Aber das möchten ja gar nicht alle außerhalb von bdsm. 
 
Alte Werte? Haben für mich noch Bestand. Wenn sie ehrlich gelebt wären. Das war früher manchmal auch mehr Heuchelei als Tatsache. Ja, ich mag alte Werte. Einige lehne ich strikt ab. Auch in der Geschlechterverteilung ("Männer dürfen nicht weinen" usw.), einige sind mir zu engstirnig, andere finde ich vom Prinzip her immer noch gut, wenn es nicht nur leere Worthülsen sind.👍
 
Neue Werte? Individualität geht für mich heutzutage teilweise auch auf Kosten der Gemeinschaft. Hauptsache jeder zuerst und individuelle Entfaltung ist das wichtigste Gut. Jeder kann alles sein usw. Ich hatte das schon mal geschrieben, dass ich da allgemein mehr Anpassung mag. "Korrektheit" wird heute in möglichst großer "Toleranz" vordiktiert. Da mache ich nicht mit. Ich mag allerdings auch einige neue Werte. Ja, auch eine individuelle Betrachtung, durch die Entwicklung besser möglich ist, als noch früher. 
 
Ich würde sagen, jeder bildet eigene Werte. Bei mir wäre das eine Mischung aus neuen und alten, wobei man die ja auch nicht strikt trennen kann und sich durch alle ja immer Werte bilden und auch verschieben. Individuell kann diese Verschiebung sicher immer anders sein. 
 
Gendern? Tue ich nicht. Ist mir zu doof und zu kompliziert. Ich bin gerne eine Frau und jeder soll sein, was er möchte. Mein Herr fand für alle einfach ein Geschlecht auch schon mal gut. Jeder ein "Es". 😅 Ist mir egal. Aber  ich muss mich nicht mit allen Dingen befassen, solange ich das nicht muss. 
 
Meine Neigung lebe ich nicht aus, weil es von mir gewünscht wird und die Gesellschaft bestimmte "Rollenbilder" erwartet. Ich habe nichts gegen dominante Frauen. Gleichberechtigung ist ohnehin logisch für mich. Die Verbissenheit, mit der teilweise zwanghaft in männlichen Kommentaren "Frauenfeindlichkeit" gesucht wird (zumindest wirkt das manchmal so auf mich), ist dann teilweise schon fast eher wieder das Gegenteil für mich, als dass das für Frauen was tut, anstelle einer gewissen "Gelassenheit" und Gleichberechtigung ohnehin zu leben und vorauszusetzen. Aber das wäre was anderes.
 
Am Ende mag ich auch Ironie & Sarkasmus. Rettet eigentlich immer. 👍😅 Zum Glück sind mein Herr und ich große Fans davon. 
bearbeitet von Bratty_Lo
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