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An die Doms und Herren/Herrinnen: Wie geht ihr mit Fehlern um?


Na****

Empfohlener Beitrag

Vor 8 Minuten , schrieb Wolfspaar3101:

ich habe dafür eine einfache lösung gefunden: sie bekommt einen wunsch nach freier wahl. das zeigt wie sehr man sie schätzt und es zeigt das du verantwortungsbewußt bist

Interessant.

Und für diesen Wunsch gibt es keinerlei Limits? Oder findet er die Grenzen schon in den Grenzen eurer Rollenverteilung? Das heißt du entschuldigst dich dann nicht dafür, sondern gewährst als unausgesprochene Entschuldigung diesen Freiwunsch?

Es kommt auf die Situation an... TPE ist nicht gleich TPE. Es unterliegt dennoch regeln, die ihr euch selbst auferlegt habt.

Grundsätzlich bin ich eher auf deiner Seite und würde ihr ein "spezielles Treatment" geben.
Also ein Goodie, das sie sonst nicht bekommen würde.
Zumindest wenn es klar mein Verschulden wäre.

War es aber ungenau beschrieben bzw. gemeldet, dann wäre die Strafe zwar gerechtfertigt aber der Grund ein anderer.
Dann sollte man das Gespräch suchen und erklären.

Was richtig und was falsch ist, kann dir da keiner genau sagen. Es kommt auf dein Bild von dir als Dom an und welcher Art TPE du ausführst.
Sry, dass ich keine genaue Antwort geben kann, denn die gibt es nicht.

Was sich hier aus den versch. Äußerungen zeigt, wie abhängig eine Entschuldigung/Schuldeingeständnis von der jeweiligen Dynamik ist.
Da ich mich fern ab von Master/slave bewege und TPE für mich nur 3 Buchstaben sind bzw. zum Abdichten dienen, hier meine subjektive Antwort.
Mir als Top ist vorallem eines wichtig und das ist Authentizität. Sich wirklich dafür grade zu machen und zu seinen Fehlern aufrichtig stehen, ist unangenehm, aber zeugt von mentaler Größe. Ich erwarte ja auch Ehrlichkeit und Transparenz von meinem (devoten) Gegenüber und gleiches darf/hat diese Person von mir zu erwarten. Mit ist das Vertrauen zueinander wichtiger als irgendein Machtgefälle. Mache ich einen Fehler und die habe ich gemacht und werde sicher auch neue machen, spreche ich das an, fühle mich schlecht und entschuldige mich mehrfach auch in versch. Form je nach Schwere meines Fehlers und fühle mich dadurch in meiner dominanten Rolle bestärkt und keineswegs untergraben.

Sich als Top selbst zu reflektieren, zu wissen, dass man ein Mensch ist, der immer Fehler macht und sich das eingesteht, strahlt für mich mehr Selbstsicherheit und Führungsstärke aus als ein/e "Herr/-in", welche ihr Fehlverhalten hinter ihrem kleinen Ego verstecken und es auf ihre Untergebenen abwälzen.

Vor 1 Stunde, schrieb Milkfarmer:

Es kommt auf die Situation an... TPE ist nicht gleich TPE. Es unterliegt dennoch regeln, die ihr euch selbst auferlegt habt.

Grundsätzlich bin ich eher auf deiner Seite und würde ihr ein "spezielles Treatment" geben.
Also ein Goodie, das sie sonst nicht bekommen würde.
Zumindest wenn es klar mein Verschulden wäre.

War es aber ungenau beschrieben bzw. gemeldet, dann wäre die Strafe zwar gerechtfertigt aber der Grund ein anderer.
Dann sollte man das Gespräch suchen und erklären.

Was richtig und was falsch ist, kann dir da keiner genau sagen. Es kommt auf dein Bild von dir als Dom an und welcher Art TPE du ausführst.
Sry, dass ich keine genaue Antwort geben kann, denn die gibt es nicht.

Alles gut, kein Problem. Ich bin ja auch nicht auf der Suche nach der "richtigen" Antwort, mich interessiert einfach wie es andere Tops so sehen und handhaben. Ich hatte mich bei den beschriebenen Gedanken ertappt, mich aber ja bewusst entschieden mich sofort zu entschuldigen und ich fühle mich auch gut mit dieser Entscheidung. Aber es gibt ja immer mehr als eine Perspektive oder mögliche Lösung, wie du schon richtig sagst.

Vor 38 Minuten , schrieb Nazarah:

Alles gut, kein Problem. Ich bin ja auch nicht auf der Suche nach der "richtigen" Antwort, mich interessiert einfach wie es andere Tops so sehen und handhaben. Ich hatte mich bei den beschriebenen Gedanken ertappt, mich aber ja bewusst entschieden mich sofort zu entschuldigen und ich fühle mich auch gut mit dieser Entscheidung. Aber es gibt ja immer mehr als eine Perspektive oder mögliche Lösung, wie du schon richtig sagst.

An sich ist es gut, dazu in den Austausch zu gehen und die richtigen Fragen zu stellen - hast du denn selbst auch Antworten darauf? Warum sollte eine Entschuldigung eine Autorität untergraben? Warum sollte mit Autorität ein anderer Umgang mit Fehlern einhergehen? Welche Erwartungshaltung ging damit einher, als du dich entschuldigt hast und was hat es mit dir gemacht, als du nicht sofort die Reaktion dazu im Außen erhalten hast? Warum steht es deiner Partnerin nicht zu, dass das was geschieht, auch was mit ihr macht und es eben nicht immer einen Schalter für das Umlegen eines Gefühls gibt? Wie präsent ist die Unsicherheit zu vertrauen und Ehrlichkeit tatsächlich, wenn es hier direkt am Ruder war? Das sind u.a. ja Themen hinter den Themen, die nicht automatisch gelöst sind, weil man einen Stempel auf das Miteinander drückt. Dazu bedarf es keine Antworten hier, außer du möchtest etwas dazu teilen.

Hui! Hier geht es ja schon richtig rund, in gerade mal zwei Stunden so viele Kommentare! Hab die jetzt noch nicht alle gelesen, kann also sein, dass mein Beitrag nicht in den Flow passt. Also jetzt direkt zum ET:
 

vor 2 Stunden, schrieb Nazarah:

Hi Zusammen,

Diese Frage geht vorallem an Die Doms und Herren / Herrinnen unter euch, aber auch an die Subs und Sklaven (mehr dazu am Ende).

Wie geht ihr mit Fehlern um, die euch in eurer Rolle als dominanter Part passieren? Gleitet ihr darüber hinweg? Sprecht ihr sie aktiv an? Entschuldigt ihr euch vielleicht sogar?

Hintergrund ist: Ich habe meiner Sklavin (24/7-TPE) neulich eine ziemliche Standpauke gehalten, weil ich das Gefühl hatte, dass sie eine Aufgabe nicht ernst nimmt und nicht ehrlich in diesem Kontext ist. Sie war leider in der Vergangenheit öfter nicht ganz ehrlich, und hat mit Haarspaltereien und weglassen von Informationen etwas gelogen. Ich habe ihr damals gesagt, dass Lügen für mich so ziemlich der einzige Grund ist, sie als meine Sklavin aus meinen Diensten zu entlassen. Das Thema hat also eine gewisse Brisanz.

Als ich ihr diese Standpauke gehalten habe, habe ich darauf Bezug genommen "Ich habe dir gesagt, wie wichtig Ehrlichkeit ist und trotzdem etc etc.." Es stellte sich aber schnell raus, sie hatte die Aufgabe erfüllt und mir auch einen Beweis geschickt, ich hatte ihn schlicht übersehen, weil ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz wach war. Es hat sie verletzt, ich hab es sofort gespürt und es war mir wirklich unangenehm, weil ich besser hätte prüfen müssen, bevor ich so etwas sage.

Ich habe den Fehler also sofort eingeräumt und mich bei ihr entschuldigt. Ein ungewöhnlicher Vorgang für uns beide, weil wir eine sehr intensive und strikte Machtverteilung leben. TPE eben. Sie hat es nicht gleich voll akzeptiert und hat kurz geschmollt, kam dann aber doch schnell zu sich.

Gedanken die mir in dem Moment durch den Kopf schossen waren: Untergräbt es meine Autorität, wenn ich mich entschuldige? Muss ich mich überhaupt bei meiner Sklavin? Hat sie ein Recht darauf?

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sie zwar kein Recht darauf hat, ich es aber trotzdem immer wieder tun würde, weil ich finde, dass das eingestehen von Fehlern kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke ist.

Aber mich interessiert, wie ihr das seht, hattet ihr schon ähnliche Situationen? Wie habt ihr sie gelöst und wie sind sie ausgegangen? Und falls eine Sub/Sklavin bis hier gelesen hat, was wünscht ihr euch in so einer Situation von eurem Dom/Herrn/Herrin?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Viele Grüße

Nazarah

Für mich gäbe es diese Frage eigentlich gar nicht. Alles, was wir machen, hat irgendwelche Konsequenzen, so auch das, was ich mache. Und wenn ich etwas verbockt habe, dann stehe ich dazu. Ich könnte sonst nicht mehr ruhigen Gewissens in den Spiegel sehen, das heißt, mein Gewissen wäre damit belastet. Und da stellt sich mir nicht die Frage, wem gegenüber ich meine Schuld zugebe, ob Azubi, Kollege, Chef, Familie, Freund, und natürlich auch sub. 

Ich meide übrigens die Redewendung „mich entschuldigen“, die ist zwar recht gebräuchlich, aber im echten Wortsinn kann man sich nicht selber entschuldigen. Es gab dazu sogar vor Kurzem einen Thread, Link s.u. Besser finde ich „um Verzeihung bitten“, „Sorry, da habe ich einen Fehler gemacht“, „tut mir leid“ oder ähnliches. Ich versuche, mit der Auswahl der Formulierung meinem Schuldbekenntnis eine angemessene Form zu geben und hilft mir auch, den Wert, die Schwere meines Fehlers besser einzuschätzen. 

Diese Unterscheidung zwischen „sich entschuldigen“ und „um Entschuldigung bitten“ geht schon ein bisschen in die Richtung Erbsenzählerei, aber ich Korinthenkacker mag solche Unterscheidungen und wende sie sehr gerne an. Ist so meine Natur, die Natur des 🦔s.

Und hier noch der Link:

@ allen noch einen schönen Rest-Sonntag!

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