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Ist male loneliness real?


Empfohlener Beitrag

vor 2 Stunden, schrieb TaliX:

Vielleicht ein paar mal laut lesen mit Silbenschwingen, dir sind da ein paar Nuancen entgangen;)

Hä? Da fehlt jetzt nur noch der erigierte Zeigefinger. dz dz dz ...

vor einer Stunde, schrieb Igel:

@Brighid, das lese ich im Beitrag von @Arasjal aber nicht. Sie fragt sich (und uns) da was. Oder übersehe ich da etwas?

Bin noch unterwegs. Aber das war der Kontext. Ich spreche vom Durchschnitt, also der breiten Masse und meine und erwähnte bereits ganz am Anfang noch viel früher das es immer Ausnahmen gibt.

Aber hier der Kernverlauf. Zum Rest äußer ich mich heute Abend wenn ich Zeit habe.

Arasjal:
"In der modernen Hirnforschung (z.B. durch das Forschungszentrum Jülich) ist man sich einig, dass sich diese Variationen bei Einzelpersonen stark überschneiden. Dank der sogenannten Neuroplastizität formen vor allem das individuelle Umfeld, Erziehung und Lebenserfahrungen unser Gehirn weitaus stärker als das biologische Geschlecht… veraltet 🤷‍♀️"

Ich:
"Einzelpersonen sind nicht der Durchschnitt. Da sind wir uns einig. Erziehung und Lebenserfahrungen ändern, aber nicht den Aufbau das Gehirns. Auch wird dadurch nicht die Nervenverbindungen gravierend verändert. Dazu gibt es von verschiedenen Universitäten herforgande Darstellungen die das bildlich verdeutlichen."

Arasjal:
"Gibt interessante Studien zu Veränderungen in Transgehirnen mit Einnahme von Hormonen und anderer Sozialisierung. Frag mich gerade wie es bei mir oder anderen Interpersonen ist? Wenn es typisch Männlich oder weiblich gibt… wird dann bei Zwittern gewürfelt?🤔😊😅"

Ich:
"Willst du jetzt sagen das Transgender mit Hormonen der Durchschnitt sind? Ich könnte mir schon vorstellen das Hormone eine Veränderung hervorbringen. Auf dem Körperbau hat es ja auch. Auch denke ich das Interpersonen und deren Gehirne etwas dazwischen sind. Allerdings denke ich auch, dass da die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen in den Kinderschuhen steckt. Wir werden sicher in den nächsten Jahrzehnten in der Forschung weiter voran kommen."

So, back to the roots, also zurück auf die Eingangsfrage, ob denn „male loneliness“ ein Thema sein für mich.

Zunächst einmal: Für mich ist es total müßig, ob denn Männer in der Birne anderser (oder schreibt man das „andersser“?) sind als Frauen und wenn ja, warm trans (mal ganz kurz zusammengefasst die letzten zwei oder drei Seiten hier). ICH fühle mich gefragt und ICH antworte jetzt. Aber Vorsicht: Textwand! Und nur für die, die es wirklich interessiert!

Also jetzt zu mir. Früher (da meine ich so ab 20 bis ca. 35 J) habe ich mich oft wirklich fürchterlich einsam gefühlt. Damals dachte ich noch, dass das richtige Leben so sein muss, wie es im Kino gezeigt wird: Mann und Frau treffen sich, finden sich gut, küssen sich dann und ab da ist das Leben dann gut. Hat bei mir aber nie so hingehauen. Ich hatte immer wieder Beziehungen angefangen, aus denen ich dann immer nach ein paar Monaten wieder ausgestiegen bin. Und in den Leerzeiten zwischen diesen Beziehungen war da diese gähnende Leere, diese fürchterliche Einsamkeit. Danach habe ich beruflich viel Gas gegeben, hab aber immer wieder gesucht und war mir dann mit Anfang 40 sehr, sehr sicher, mein gesuchtes Gegenstück, meine bessere Hälfte, gefunden zu haben. Heirat, Kinderwunsch - und nach fünf oder sechs Jahren wieder Trennung. Danach dann immer wieder solche „ein-paar-Monats-Beziehungen“, die sich aber ganz oft zu Anfang so anfühlten, dass es mein passendes Gegenstück war, was ich da gefunden hatte. War aber Murks.
Dann so mit Ende 50 / Anfang 60 wurde mir klar, dass ich für solche Beziehungen wie im Kino und mit „zwei-Zahnbürsten-jeden-Abend-ins-gleiche-Glas-reinstellen“ nicht gemacht bin. Mit Anfang 60 kann ich dann drauf, dass ich so ein Aspi bin wie es in keinem Buch beschrieben wird (weil: die sind ja alle unterschiedlich).

Jetzt wieder zurück zur „male loneliness“: seit dem ich von meiner Eigenart, meiner Besonderheit weiß, lassen sich all die Wirren und Irrungen aus meinem Leben sehr einfach entschlüsseln, erklären und deuten. Und ich bin jetzt ganz, ganz viel alleine, eigentlich fast nur noch (jetzt geht das auch, bin ja im Ruhestand). Und das, OHNE dabei einsam zu sein! Ganz im Gegenteil: endlich habe ich für mich die Erkenntnis und die Erklärung, dass für mich das Alleinsein so mit die beste Lebensform ist! Also nix mehr mit „male loneliness“, mir geht es echt super so! Allerdings werde ich dabei ein bisschen schrullig und unbedacht, aber da arbeite ich auch schon an Korrekturmaßnahmen.

All das, denke ich, konnte sich bei mir aber nur so entwickeln und wachsen, weil ich wirklich super gelernt habe, meine Gefühle wahrzunehmen, zu spüren und dann auch, wie ich mit denen umgehe. Sprich: Selbsterfahrung. Da bin ich wohl schon ziemlich anders als die Mehrheit, besonders andersser, als „die Männer“.

Alle, wirklich alle meine vielen Beziehungen habe ich durch Online-Kontakte (und früher durch Kontaktanzeigen) kennengelernt, weil ich für diese „Party-Geplänkel“, für dieses „Kennenlern-small-talk“ vollkommen inkompetent bin. Das ist halt der Apsi in mir, der mich so sein lässt. 

 

Das ist sicher eine ganz individuelle Geschichte, die ich hier erzählt habe, aber vielleicht ist sie ja an der einen oder anderen Stelle für jemanden Aufschluss- und hilfreich.

Liebe Grüße Igel

Also einerseits kenne und vor allem kannte ich dieses extreme Einsamkeitsgefühl (mittlerweile ist das eher etwas aus meiner Vergangenheit) auf der anderen Seite weiß ich nicht ob ich mich hier angesprochen fühlen soll da ich so überhaupt nicht dem Klischee des Mannes als sozialgesellschaftliches Identitätskonstrukt und so verstehe ich "männlich gelesen" entspreche ;)

Vor 7 Stunden, schrieb Brighid:

Männergehirne und Frauengehirne funktionieren unterschiedlich. Das ist Fakt. Daher ergeben sich unterschiedliche Verhaltensmuster. Ausnahmen gibt es immer. Aber im Durchschnitt wollen Frauen über Probleme sprechen. Von Anfang bis Ende und alles was sie so beschäftigt. Vera Birkenbihl bezeichnete es einmal als Sprechdenken. Der Durchschnitt der Männer möchte hingegen alleine über das Problem nachdenken und spricht erst wenn er einen Lösungsansatz hat,  oder wenn er gar nicht weiter kommt. Bestes Beispiel: Ich bin in zwei Foren. Eines überwiegend mit Frauen. Ihnen geht nie das Themengebiet aus. In dem wo überwiegend Männer sind ist es stumm, manchmal tagelang nichts. Geantwortet wird wenn eine Frage kommt, oder das eigene Projekt gezeigt wird, ansonsten Stille. Und selbst da ist es sehr einseitig.

Jein, die Forschung sagt zwar, dass Gehirne sich in Anatomie und Arbeitsweise unterscheiden, jedoch kann man nicht die Gruppen „Männergehirne“ und die Gruppe „Frauengehirne“ unterscheiden, sondern manche Gehirne arbeiten ähnlicher und manche weniger ähnlich im Vergleich zu anderen unabhängig des Geschlechts/Genders/etc.
Außerdem lassen sich viele Verhaltensweisen nicht isoliert von der Sozialisation betrachten, sondern sind immer ein Produkt aus Sozialisation, Umwelteinflüsse und Anatomie/Genetik.
Frau Birkenbihl hat viel Kluges gesagt, aber nicht alles davon entspricht dem Stand der Forschung.

Vor 7 Stunden, schrieb Brighid:

Einzelpersonen sind nicht der Durchschnitt. Da sind wir uns einig. Erziehung und Lebenserfahrungen ändern, aber nicht den Aufbau das Gehirns. Auch wird dadurch nicht die Nervenverbindungen gravierend verändert. Dazu gibt es von verschiedenen Universitäten herforgande Darstellungen die das bildlich verdeutlichen.

Tatsächlich haben Erziehung und sogar Ernährung und Lebensweise einen mess- und sichtbaren Einfluss auf das Gehirn.

vor 3 Minuten, schrieb Krypticon:

Frau Birkenbihl hat viel Kluges gesagt, aber nicht alles davon entspricht dem Stand der Forschung.

Wie auch die gute Frau ist tot... Wäre merkwürdig wenn sie auf dem heutigem stand ist, immerhin hat sich auch in 15 Jahren etwas getan bzw hat sie ja nicht bis zum tot so gearbeitet.... 

Vor 27 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Wie auch die gute Frau ist tot... Wäre merkwürdig wenn sie auf dem heutigem stand ist, immerhin hat sich auch in 15 Jahren etwas getan bzw hat sie ja nicht bis zum tot so gearbeitet.... 

Das weiß ich auch. Aber für die Männer-Frauengehirne-Aussage gab es auch zu Fr. Birkenbihls Lebzeiten keine wissenschaftliche Evidenz.

vor 28 Minuten, schrieb Krypticon:

 

Tatsächlich haben Erziehung und sogar Ernährung und Lebensweise einen mess- und sichtbaren Einfluss auf das Gehirn.

Es ging um die Vernetzung der Nervenzellen.

Mein Beitrag ist kein Bashing gegen Männer. Es ist sachlich von mir gemeint und kann man auch nachgoogeln.

Am 13.6.2026 at 21:58, schrieb Zis:

Lieber männlich Gelesende,

ist male loneliness tatsächlich ein Thema für Dich? Hast Du Ideen, warum es sich so entwickelt haben könnte und was helfen würde?
Ich habe immer wieder Zuschriften, die mit Verzweiflung und Frustration gespickt sind und frage mich, ob diese aus einem Einsamkeitsgefühl resultierten.
Bitte von Zuschreibungen absehen und eher aus der eigenen Perspektive berichten, in der vielmehr das eigene Verhalten betrachtet als über das Gegenüber gemault wird.

Hallo Leute, was diskutiert Ihr hier eigentlich über Hirne und was weiß ich noch alles? Es soll hier darum gehen, ob male loneliness tatsächlich ein Thema für männlich Gelesene ist, um Berichte aus der eigenen Perspektive und um Selbstbetrachtung. 

Dz dz dz ... 

vor 12 Minuten, schrieb Brighid:

So, jetzt habe ich Zeit dafür. Es ist komplett albern, hier darüber zu diskutieren, dass Männer und Frauen nicht unterschiedlich sind und alles nur an der Erziehung liegt.

@Tau08 sagte lediglich, dass es auch genetische und biologische Unterschiede gibt, die ein unterschiedliches Verhalten miterklären. Keine Wertung, kein Besser oder Schlechter, sondern einfach eine Tatsache. Ich bestätige dies ebenfalls ohne Wertung. Und dann beginnt hier ein Theater wie im Kindergarten.

Ich rede vom Durchschnitt (der Norm), also der Mehrheit der Masse, und man diskutiert über Minderheiten und deklariert sie als neuen Durchschnitt. Anschließend fängt ein Männerbashing sondersgleichen an.

Wir alle entsprechen dem Durchschnitt und zeitgleich auch nicht. So gibt es eine Durchschnittsschuhgröße, eine Durchschnittswohlfühltemperatur, eine Durchschnittsintelligenz usw. Es besteht daher überhaupt nicht die Notwendigkeit, Trans- und Intermenschen zum neuen Durchschnitt zu erklären, um Studien damit abzutun. Unsere Einzigartigkeit macht uns ja aus. Und mal nicht dem Durchschnitt zu entsprechen, ist doch auch was sehr Schönes. Zudem ist es der Wissenschaft egal: Es geht darum, Muster zu erkennen und zu erklären, also aus der Helikopterperspektive draufzuschauen und nicht auf jedes einzelne Individuum.

Nun zum aktuellen Stand: Die Gehirne von Frauen und Männern funktionieren auch nach heutigem Stand anders. Heute weiß man, dass Testosteron für die unterschiedliche Entwicklung des Gehirns verantwortlich ist, und das schon im Mutterleib. Das Testosteron ist für die grundlegende Vernetzung der Nervenzellen zuständig, also beispielsweise dafür, ob die Vernetzung überwiegend innerhalb der Gehirnhälften oder stark zwischen beiden Hälften verläuft. Das hat nichts mit Erziehung zu tun.

Ein weiterer spannender Punkt ist, dass sich diese Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn durch Hormontherapien verändern kann. Weiterhin wurde festgestellt, dass Transmenschen ihre Vernetzung irgendwo in der Mitte von Durchschnittsfrau und Durchschnittsmann haben und/oder sogar in die Richtung tendieren, welchem Geschlecht sie sich angehörig fühlen.

Dass es Trans- und Intermenschen gibt, sprach niemand irgendwann ab. Und auch die ploppten nicht plötzlich durch Erziehung auf, sondern existierten schon immer. Historische Nachweise reichen jahrtausendelang zurück, von den Beschreibungen des dritten Geschlechts im antiken Indien über Rollen im alten Mesopotamien bis hin zu den Mukhannathun in den Hadith-Sammlungen im Islam.

Es bringt niemandem etwas, anderen ihr Anderssein abzusprechen, außer Streit, wie man es hier mal wieder sah. So, und jetzt könnt ihr das gerne alles nachgoogeln.

Danke für den Beitrag und die neutrale, insbesondere objektive Sichtweise.

_

Ich möchte auch nochmal was dazu schreiben über das Thema Gefühle und wie Männer damit anscheinend umgehen, schließlich hört man es ständig (von Frauen, die keine Männer sind - und auch nicht wissen, wie man  als Mann fühlt - aber meinen zu wissen wie Mann sich verhalten soll), dass Männer nicht über Gefühle reden. Und deswegen Burnout und Depressionen bekommen. 

Natürlich ist es wieder das Patriachat! 

Es gibt eine ganze Menge Männer, sie lassen sich nicht von Gefühlen und Emotionen beherrschen.

Sie meistern sie.

So routiniert wie der Arzt der ständig Menschen sterben sieht. 

Über Gefühle reden, zulassen, weinen können...das sind immer wieder die Vorwürfe und Unterstellungen von Frauen, dass wir das nicht können. 

Dem ist nicht immer so.

Ich lasse mich von meinen Gefühlen und Emotionen nicht treiben und leiten. Ich habe Macht über sie  - und nicht umgekehrt. Entsprechend gibt es auch wenig das ich hier Freunden ständig mitteilen muss um emotional gesund zu bleiben. 

Frauen haben was Gefühle und Emotionen angeht ein anderes Verständnis und ein viel höheres Mitteilungsbedürfnis. Das wiederum ist für viele Männer störend und nervig - weil sie anders gestrickt sind. 

Übrigens ist mir aufgefallen, dass es Beiträge von Männern gibt, die mit ICH-Botschaften erzählen und es gibt auch welche, die ganz viel das Wörtchen "man" verwenden, die damit dann aber ganz schnell in diverse Verallgemeinerungen abrutschen. Wer Lust hat, möge sich das hier im Verlauf im Threads anschauen. 

vor 24 Minuten, schrieb Tau08:

Ich verstehe nicht was ihr euch mit diesen schwarz / weiß Betrachtungen erhofft, ihr sucht auf komplexe Themen einfachste Antworten. 

Das Patriachat ist die Ursache. Für den rechten sind Ausländer die Ursache. Für linke die rechten. Für Kommunisten die Kapitalisten, für Ökos die Autofahrer, für Veganer der Fleischfresser. 

Es ist der Versuch komplexe Themen verständlich, begreiflich zu machen. Es ist Selbstirrtum, manchmal Selbstbetrug. 

Aber da verstehe ich dann deinen Standpunkt nicht so ganz. 

Sehr oft hast du mit viel positivem Spirit, bei unterschiedlichsten Lebenslagen und unabhängig der jeweiligen Hindernisse propagiert, wie sehr man selbst sein Schicksal in die Hand nehmen und zum Positiven entwickeln kann, mehr muss. Egal was im Weg steht, man muss halt nur wollen. 
Und jetzt soll der Aufbau des Gehirns verhindern, dass man sich selbst hinterfragt, daran arbeitet was Partner*innen sich wünschen und ein Minimum an Hinwendung zu den Bedürfnissen des Herzensmenschen bedeutet? 

Das klingt für mich eher so, als wäre ein „Männergehirn“ eine unüberwindbare Beeinträchtigung, die das soziale Miteinander unmöglich macht. Ist das wirklich so?

Ich meine, viele haben Respekt vor Tieren, Höhenangst oder zumindest eine Abneigung gegen Abgründe und Klippen, Unwohlsein vor Schwimmen in Gewässern, in denen man den Grund nicht sehen kann und zig andere Blockaden im Kopf, an denen viele Menschen mehr oder weniger arbeiten, um trotzdem einen unbeschwerten Alltag leben zu können. Sie überwinden ihre innewohnenden Impulse, um mehr vom Leben zu haben.
 

Und wenn es darum geht beiderseitig aufeinander einzugehen gelingt sowas Männern dann nicht, wegen der Hirnstruktur?

Es mag bei jedem und jeder Tendenzen geben, wie ein Gehirn auf äußere Reize und Situationen am liebsten reagiert. Aber wir alle haben doch die Möglichkeit unser Verhalten zu reflektieren und dies notfalls zu ändern, falls unsere Zwischenmenschlichen Beziehungen darunter leiden, oder? 

Aber gut, wir sind, vermutlich, hier alle keine Neurowissenschaftler und online finde ich für verschiedenste Thesen zum Gehirn unterschiedliche Sichtweisen. 
 

Also komme ich zurück zum ursprünglichen Thema. Das dreht sich ja grundsätzlich um die als Belastung wahrgenommene Einsamkeit von Männern. 
Ich denke da an ein Zitat, das in etwa meint, Intelligenz äußert sich in der Fähigkeit auf Veränderungen zu reagieren. 
 

Bezogen auf die male loneliness epidemic sehe ich da in erster Linie eine Hausaufgabe bei Betroffenen, an ihrem Umgang mit eigenen Gefühlen, der Kommunikation selbiger und der Auseinandersetzung mit Bedürfnissen von Mitmenschen zu arbeiten. Es gibt, für mich, da keine Alternative dazu, es zu versuchen (sofern man unter der Einsamkeit, die einen ereilte leidet).

 

Unabhängig davon betrifft Einsamkeit natürlich alle Geschlechter und zieht sich quer durch soziale Schichten und Altersgruppen. Aber gemäß des Themas bezog ich mich nur auf diese eine Ausprägung. 

vor 8 Minuten, schrieb Toy4her:

Bezogen auf die male loneliness epidemic sehe ich da in erster Linie eine Hausaufgabe bei Betroffenen, an ihrem Umgang mit eigenen Gefühlen, der Kommunikation selbiger und der Auseinandersetzung mit Bedürfnissen von Mitmenschen zu arbeiten. Es gibt, für mich, da keine Alternative dazu, es zu versuchen (sofern man unter der Einsamkeit, die einen ereilte leidet).

Du bist also der Meinung der Betroffene hat sich zu ändern, nicht eine Gesellschaft die einem vorschreibt wie man zu sein hat?

 

In den ganzen Jahren wo ich mit Schatzi zusammen bin hatten wir keinen einzigen Streit. Er zwingt mir nichts auf und ich ihm nicht (zumindest nicht im Alltag). Wenn ich frage wie war deine Schulung und er sagt "nervig", dann weiß ich es war nervig und lasse das einfach so stehen, egal wie neugierig ich darauf bin weshalb es nervig war. Wenn mein Schatz mich fragt wie wars in der Schulung kaue ich ihm zwei Stunden das Ohr ab und er hört es sich an, egal wie gerne er sich jetzt seiner Börse widmen möchte. Wir beide akzeptieren die Eigenenheiten des anderen und achten deren Grenzen.

 

Ein introvertierter Mensch wird sich nie in der Rolle des extrovertierten wohlfühlen. Und solange eine Gesellschaft nicht akzeptiert das wir alle unterschiedlich sind und das dies wundervoll ist, solange wird es Menschen geben die unglücklich sind, weil sie ihren Platz in der Gesellschaft nicht finden.

(bearbeitet)

Früher hatte ich das Problem tatsächlich. 
Die jeweiligen Partnerinnen waren so ziemlich die Hauptansprechpunkte. Das gute Freunde Netzwerk, das sich ja vor allem Frauen aufbauen, die damit weniger betroffen sind (was nicht heißt, dass es das da nicht auch gibt), hatte ich nicht. 
Eher viele lose Bekannte. 
 
Allerdings war das ganz früher bei mir eh so, dass ich nach der Schule nicht wirklich viele gute Freunde hatte.
Ich war eher introvertiert und konnte mich dank überbordender Fantasie+ Wissensdurst ganz gut alleine beschäftigen. So dass es mir länger nicht auffiel. Ehrlich gesagt, hätte ich keine Freundin gefunden, hätte ich vermutlich nie gewusst, was mir dabei entging. 

Inzwischen habe ich mir ein soziales Netzwerk mit einigen guten Freunden/Freundinnen aufgebaut und es ist sehr viel besser geworden. Es war nicht einfach und ich werde nicht so tun, als sei "geht raus und findet Freunde" die leichte Antwort. 

Aber es war Teil des Prozesses, mit dem ich meine Alten Verhaltensmuster aufgebrochen habe, um aus der Depression wieder raus zu kommen. Ja es war schmerzhaft, ja ich habe Teile meines Wesens dafür drastisch neu konditionieren müssen, aber es war erfolgreich und ich bin noch da. 

Für alle, die also von Einsamkeit betroffen sind: Ihr könnt da raus, gebt nicht die Hoffnung auf, es ist möglich.  

bearbeitet von Aldursauge
Schreibfehler
vor 55 Minuten, schrieb Toy4her:


Und jetzt soll der Aufbau des Gehirns verhindern, dass man sich selbst hinterfragt, daran arbeitet was Partner*innen sich wünschen und ein Minimum an Hinwendung zu den Bedürfnissen des Herzensmenschen bedeutet? 

Das klingt für mich eher so, als wäre ein „Männergehirn“ eine unüberwindbare Beeinträchtigung, die das soziale Miteinander unmöglich macht. Ist das wirklich so?

 

Meine Wahrnehmung ist die, dass Männer in vielerlei Hinsicht anders funktionieren, in unterschiedlicher Ausprägung und z.B. das Patriachat allein reicht mir persönlich da als Erklärung nicht aus. Es ist eine Kombination vielerlei verschiedener Faktoren, auch sozial, biologisch - und natürlich gibt es in manchen Fällen besonders ausgeprägte Gründe, die im Wege stehen, sei es Kindheit oder eben auch ein stark patriarchische Einstellung. Aber es auf eines verallgemeinern würde ich nicht. 

Du z.b. bist durch vielerlei Faktoren - oder auch durch Entwicklung , vielleicht mit den sensibleren Antennen für das andere Geschlecht ausgestattet. Das kann für manche  Personen einen Vorteil bedeuten, du kannst besser und einfühlsamer auf sie eingehen als ich. 

Ich reagiere eher genervt, weil ich selbst anders funktioniere, fühle. Meine Gegenwart schätzen wiederum andere, nämlich die, welche auch nicht diese feinen Antennen haben. Den einen bin ich nicht einfühlsam genug und das ist nicht recht - die sind mir aber zu empfindlich und anstrengend - und das ist mir auch nicht recht. 

Passende Gegenstücke finden.

Und trotzdem versuchen soviel Verständnis für die "anderen" mitzubringen wie es geht. Klappt nicht immer 🙂

Und bei vielen Menschen eben auch gar nicht.

 

 

 

vor 2 Minuten, schrieb Brighid:

Du bist also der Meinung der Betroffene hat sich zu ändern, nicht eine Gesellschaft die einem vorschreibt wie man zu sein hat?

 

In den ganzen Jahren wo ich mit Schatzi zusammen bin hatten wir keinen einzigen Streit. Er zwingt mir nichts auf und ich ihm nicht (zumindest nicht im Alltag). Wenn ich frage wie war deine Schulung und er sagt "nervig", dann weiß ich es war nervig und lasse das einfach so stehen, egal wie neugierig ich darauf bin weshalb es nervig war. Wenn mein Schatz mich fragt wie wars in der Schulung kaue ich ihm zwei Stunden das Ohr ab und er hört es sich an, egal wie gerne er sich jetzt seiner Börse widmen möchte. Wir beide akzeptieren die Eigenenheiten des anderen und achten deren Grenzen.

 

Ein introvertierter Mensch wird sich nie in der Rolle des extrovertierten wohlfühlen. Und solange eine Gesellschaft nicht akzeptiert das wir alle unterschiedlich sind und das dies wundervoll ist, solange wird es Menschen geben die unglücklich sind, weil sie ihren Platz in der Gesellschaft nicht finden.

Da stimme ich dir zu 100% zu. Sowohl was deine Einblicke in eure Beziehungsdynamik anbelangt, als auch Persönlichkeitsaspekte, die jeder und jede von uns mitbringt. Das alles ist, für mich, valide und hat definitiv seine Berechtigung. 
 

Jeder und jede sollte so angenommen werden wie er oder sie ist (es sei denn man verletzt andere mit seinem Handeln, klar).

Nur, wenn man unter der Einsamkeit leidet gilt es, für mich, Verhaltensmuster zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen. 
Introvertierte werden da sicherlich nie glücklich, wenn sie sich verstellen sollen und ihre Persönlichkeit damit verleugnen. 
Vielmehr sind es häufig Extrovertierte, die sich Introvertierten annehmen, ob es alte Schulfreunde sind, jemand aus der Nachbarschaft, dem Kollegenkreis, der Familie oder über eine Verbindung aus dem Hobbybereich. 
Nur dazu ist es aus meiner Sicht wichtig, für andere Menschen zugänglich zu sein, sich auch für diese und ihre Themen zu interessieren, um Anknüpfungspunkte zu finden und bei Sympathie füreinander da zu sein. 
Das ist jetzt kein Hexenwerk oder die Quadratur des Kreises, sondern einfach ein Miteinander. 
 

Klar, kann man das für sich ablehnen, weil es nun mal nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, aber sich dann über Einsamkeit beschweren halte ich für völlig unangebracht. (Reminder, ich spreche einzig von der als Belastung empfundenen männlichen Einsamkeit.)

vor 9 Minuten, schrieb Toy4her:

Nur, wenn man unter der Einsamkeit leidet gilt es, für mich, Verhaltensmuster zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen. 

Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber es bedarf wie du schon sagst beide Seiten. 

 

Ein Beispiel einer meiner Mitarbeiter ist Autist. Top Arbeit immer zuverlässig und doch ging er in der Vergangenheit mehrfach auf Kollegen los. Um zu verstehen warum das so ist, ist es wichtig zu wissen wann man Grenzen überschreitet. Kollegen gingen auf ihn zu "das muss jetzt erledigt werden" er antwortet "geh weg" dann hält man es wieder hin und sagt "das ist dringend" er wird lauter und schreit "geh weg" usw. wird das lange genug ignoriert ging er früher nach vorne und packte die Kollegen am Kragen. Dies hat ihn isoliert, heute schlägt er sich auf den Kopf wenn man ihn wieder unter Druck setzt. Ich brauchte zwei Jahre um den Kollegen begreiflich zu machen, das sie ihn mit ihrer Art misshandeln. Er erleidet Schmerzen wenn man ihn drängt und er muss sich erst mental darauf vorbereiten. Zig böse Mails von mir an Vorgesetzte, Streitgespräche mit der GF wo ich Rückendeckung einforderte und ständige Aufklärungsarbeit bei den Kollegen brachten es soweit das er wieder Spass hat. Er erzählt Dinge die keiner Versteht, macht Witze die nicht lustig sind und agiert wieder fleißig mit seinen Mitmenschen. Doch statt sich wie früher wegzuwenden beziehen die Kollegen ihn nun ein. Er ist eben wie er ist. Und siehe da was niemand ahnte er kann den Kollegen alles erklären und kennt die Firmensysteme in- und auswendig, man muss einfach 30 Minuten bis eine Stunde warten, um auf die Frage eine Antwort zu bekommen.

Vor 2 Stunden, schrieb Tau08:

Ich verstehe nicht was ihr euch mit diesen schwarz / weiß Betrachtungen erhofft, ihr sucht auf komplexe Themen einfachste Antworten. 

Das Patriachat ist die Ursache. Für den rechten sind Ausländer die Ursache. Für linke die rechten. Für Kommunisten die Kapitalisten, für Ökos die Autofahrer, für Veganer der Fleischfresser. 

Es ist der Versuch komplexe Themen verständlich, begreiflich zu machen. Es ist Selbstirrtum, manchmal Selbstbetrug. 

Naja laut Wissenschaft ( Soziologie) ist das halt so? Die Gründe usw🤷‍♀️ da kann ich nichts für und das sind nunmal stehende Fakten. Ist ja nicht so das die Infos nicht frei zugänglich sind😉

@Brighid

Wo würde bitte geschrieben das trans /unter die norm ist? 

Oder hast du da nur so interpretiert, denn ich habe das nicht gelesen. 

Es wurde erwähnt das es ein weiterer aspekt ist und nicht die neue norm. Das es interessant wäre /ist... 

 

Wenn hier schwarz /weis nicht gewollt  dann verstehe ich immer noch nicht warum das Thema mit *Evolution * dann abgewiegelt wir obwohl genau von dieser Person sehr oft anderes gepredigt wird. 

Das Männer bashing wurde auch von fieser Person begonnen. Vorher wurde diskutiert und danach auch... 

Also wo war das bashing? 

Es wurde über eine tote Frau und Gehirne diskutiert, gerne zitieren wo bashing stattgefunden hat. 

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