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Ageplay eher im Geheimen?


Dom_76

Empfohlener Beitrag

Wie sich eine Beziehung gestaltet geht grundsätzlich niemanden etwas an, im Gegenteil fühlen sich viele Menschen unwohl wenn ihnen ungefragt Details „aufgedrängt“ werden.

Sehr guten Freunden gegenüber kann man sich offener verhalten, aber auch hier sollte man vorsichtig sein, über gewisse Offenbarungen sind schon Freundschaften zerbrochen.

Anders verhält es sich im geschützten Rahmen unter Gleichgesinnten, hier kann durchaus mehr von sich preisgeben.

 

Die entscheidende Frage ist „Warum“?
Warum will, soll, muss jemand seine Beziehungsform oder sexuellen Vorlieben anderen zeigen?

Am 15.6.2026 at 05:01, schrieb Dom_76:

Und vermeidet man eher familiär die offene Konfrontation

Vermeiden muss ich gar nichts, aber warum sollte man konfrontieren? Das ist für mich privat und intim.

Ich erwarte kein und erhoffe kein und brauche kein Verständnis von Außenstehenden. Wozu sollte das gut sein und woher sollte das auch kommen?

Ich bin keine Little und keine Mommi. Dennoch lebe ich mein inneres Kind aus, das schockt die meisten "Normalos" gar nicht. Als mein Sohn noch klein war sahs ich häufig abends mit Freunden im Wohnzimmer. Während die auf dem Sofa sahsen, saß ich am Boden und spielte mit Duplo während wir uns unterhielten und Kind schon im Bett war. Wenn mir danach war hüpfe ich auch mit meinen Sohn ihn Pfützen. Mittlerweile ist er erwachsen und da es ja sein Spielzeug war durfte er es natürlich auch verkaufen. Tja, weg wars. 😔 Ich hab mir dann neues Duplo gekauft. Und natürlich auch Lego Friends (ich finde die Figuren so süß 😍). Mein Lebensgefährte findet das mittlerweile ganz normal, dass ich abends mit Duplo oder Lego spiele. Wenn Bekannte mich fragen wofür ich soviel Duplo brauche antworte ich, für mein zukünftiges Enkelkind. Letztes Mal fragte man mich "oh wie schön, wann kommt es denn?" Und ich antwortete "weiß nicht, gerade ist er Single. Aber wenn es irgendwann mal kommt, bin ich vorbereitet." 🤣

Wir haben doch alle irgendeinen Knall und dafür haben andere ja auch Verständnis. Allerdings würde ich nicht empfehlen mit Windel und Schnuller dazusitzen, ich könne mir vorstellen das dies dann doch für viele Menschen zu viel des Guten ist.

Montag um 21:01, schrieb DevoteVorführung:

Ist das eigentlich auch ein Fetisch, wenn man allen und jedem die eigene Sexualität aufs Auge drücken muss?

Meine Geschwister haben alle Kinder und Enkel. Selbstverständlich weiß ich wie die grundsätzlich entstanden sind. Aber es interessiert mich nun wirklich nicht, wann und in welcher Stellung die Kids entstanden sind. Das Sexleben meiner Familie ist für mich grundsätzlich Tabu. Auch sonst drücke ich niemanden meine Sexualität auf. 

Und ja, Ageplay wird schonmal kritisch gesehen. Es gibt Leute, die Ageplay und Pädophilie in einen Topf werfen - was es nicht ist. Ich muss die aber nicht überzeugen, dass es das nicht ist. Auch nicht wenn es Familie und Freunde sind. 

Insofern mein Lösungsansatz: Man muss nicht im Babystrampler Freunde und Familie besuchen und dem "Kind" Fläschchen oder Brust geben, man muss bei Freunden nicht im Latexanzug und Ponygeschirr oder Hundemaske auftauchen. Oder man sucht sich nur Freunde, die ähnliche Kinks haben.

Was man nicht verheimlichen muss, ist Homosexualität - spätestens wenn man einen gleichgeschlechtigen Partner vorstellt wissen Familie und Freunde Bescheid. Auch Transsexualität sollte niemand verstecken (müssen), auch wenn ich da von einigen Betroffenen mitbekommen habe, dass sie gerade in der Familie oft abgelehnt werden. Die eigentlich unterstützen sollte.

Im Übrigen: Kuscheln und Disneyfilme sind kein Indiz für Ageplay. Ich mag nicht nur Disney, sondern auch Pixarfilme - und oft genug heule ich am Ende. Tränen können unglaublich befreiend sein und tun der Seele genausogut wie Lachen. 

Ich würde schon einen unterschied machen zwischen nicht sexuellen Lebensweisen und offen ausgelebter Sexualität. Transexulalität ist eine sexuelle Identität. Homosexuell eine Lebensweise… oder so Trans ist als wer du mit wem ins Bett gehst. Homosexuell mit wem … ageplay was du da machst. Und das kann wirklich problematisch werden wenn das zb Menschen mit bekommen dessen Entwicklung nicht so Vortage schritten ist. Aber das ist ja Geschmacksache. Ich gehe offen mit meinen Kinks um habe von daher aber auch wenig Kontakt mit meiner Familie… was gut ist🤷‍♀️

(bearbeitet)
Am 15.6.2026 at 11:48, schrieb Little_Oro:

Ich empfinde das nicht als "Eltern-Kind-Beziehung".. Nur weil der eine Part sich gerne mehr kümmert und der andere Part es mag, wenn man sich mehr kümmert, heißt das in meinen Augen noch lange nicht, dass es sich um eine "Eltern(teil)-Kind-Beziehung" handelt.. Es ist eine spezielle Form der Beziehung! Ich habe einige Freundinnen, die vermeintlich "kindliche" Dinge mögen, wie Disney, Kuscheltiere und/oder andere Dinge.. Die Beziehungen können aber (trotzdem) auch oft ganz "normal" sein. Nur weil also jemand vermeintlich kindliche Dinge mag, macht es diese Person nicht automatisch zu einem Kind und nur weil sich jemand gerne kümmert, macht es diese Person nicht automatisch zu einem "Elternteil"... Ich persönlich finde sogar, dass man sich nicht "wundern" braucht, wenn die eigene Lebensart auf Ablehnung bei anderen stößt, wenn man solche Begrifflichkeiten benutzt. Wenn es Freunde gibt, die grds "Bescheid" wissen, ist es ja nicht schlimm, wenn der Partner "Mommy" oder "Daddy" genannt wird.. Aber ich finde, man sollte auf die Außenwelt ein bisl Rücksicht nehmen und zwar ganz generell im BDSM Bereich.. Man muss sich schließlich auch mal in die Lage versetzen von Menschen, die ausschließlich was mit Blümchensex anfangen können, wie verstörend manche Dinge für die dann wirken können.. Ich denke, wir als BDSMler allgemein, aber auch im MD/DD/LB/LG Bereich haben da schon eine besondere "Verantwortung" unseren Mitmenschen gegenüber. Und in meinen Augen gehört auch dazu, Begrifflichkeiten "richtig" zu verwenden.

@Little_Oroich dachte, kam klar heraus, dass nur die Gesellschaft draußen diese Begrifflichkeit denkt oder sagt, wir natürlich nicht! Deshalb auch die Frage danach, soll man milde drüber lächeln? Und vorallem, wie soll man den Spagat zwischen Privat und Öffentlich hinkriegen? Wir leben nun mal nicht im luftleeren Raum, auch wenn wir uns klar sind und es macht eben etwas mit einem. Ich für mich komme damit klar! Ob sie allerdings mit Unverständnis und mangelnder Akzeptanz klar kommt, steht in den Sternen. Natürlich versuchen wir gar nicht erst zu erklären, was Ageplay ist! Bleibt der Altersunterschied und bleiben die oberflächlichen Klischees. 
 

LG

O.

bearbeitet von Dom_76
vor 19 Stunden, schrieb MenueSurprise:

Wie sich eine Beziehung gestaltet geht grundsätzlich niemanden etwas an, im Gegenteil fühlen sich viele Menschen unwohl wenn ihnen ungefragt Details „aufgedrängt“ werden.

Sehr guten Freunden gegenüber kann man sich offener verhalten, aber auch hier sollte man vorsichtig sein, über gewisse Offenbarungen sind schon Freundschaften zerbrochen.

Anders verhält es sich im geschützten Rahmen unter Gleichgesinnten, hier kann durchaus mehr von sich preisgeben.

 

Die entscheidende Frage ist „Warum“?
Warum will, soll, muss jemand seine Beziehungsform oder sexuellen Vorlieben anderen zeigen?

@MenueSurprisefalsch verstanden! Wir selbst outen überhaupt nicht aktiv! Vielmehr werden ungefragt Meinungen und Vorurteile manch anderer laut und das macht eben etwas mit der Beziehung. Die Frage ist doch, wie soll oder kann man sich davor schützen?

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