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Nein ist Nein vs Nur "Ja" ist Ja.


Ei****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 16 Minuten, schrieb Diaperslave2507:

 

Die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz steht auf einem anderen Blatt, sehe ich aber erstmal kein Problem. Der Staat soll sich von mir aus, aus allem heraushalten von dem er keine Ahnung hat, oder was er zu Tode reguliert. Oder auch was unser Steuergelder vernichtet. Aber rechtliche Dinge wie dieses kann halt niemand anderes regeln. Aber schau doch einfach mal auf die Umsetzung der Regelung in Schweden, so wild wie es medial aufgebauscht würde ist es nämlich wirklich nicht. Niemand muss eine Unterschrift vor dem Geschlechtsverkehr einfordern. Und es stürmt auch niemand dein Spielziel um deine Sub zu fragen, ob sie freiwillig mitmacht. 😋

Irgendwie kannst Du meine generelle Perspektive nicht wirklich nachvollziehen. Völlig ok. Aber bringst es dann auf eine persönliche Ebene "Und es stürmt auch niemand dein Spielziel um deine Sub zu fragen, ob sie freiwillig mitmacht."

Nur damit liegst Du dann völlig daneben. Ich habe kein "Spielziel" mit einer Sub, sondern lehne die Verwendung des Begriffs "Spiel" für mich persönlich in einem BDSM-Kontext völlig ab.

Das nur mal so. Danke für den Austausch!

bearbeitet von SirTorben

„Reicht es wenn Top im Namen seiner Sub zustimmt?“ Wäre das nicht Sklavenhaltung?! Entweder Sub sagt ja oder nein bzw. befürwortet es in einer klaren Kommunikation oder sagt nein.
Wenn Sub nein sagt hat der Top das zu akzeptieren.
Hast du das bewusst geschrieben oder nur aus Versehen so formuliert.

Bdsm war, idt und bleibt immer eine Kommunikation Inder es um ja, nein und co geht.

Vor 4 Stunden, schrieb Einfach-Ich:

Mhh , Gegenfrage, wie willst, kannst Du dich absichern, dass der PartnerIn später nicht behauptet, er/sie hätte nie aktiv "Ja" gesagt?

 

Ich denke nicht, dass ich in solch eine Situation kommen würde, bevor ich mit BDSM loslege, lerne ich jemanden sehr intensiv kennen und baue eine Verbindung auf. Lose Spielereien a la ONS gibt es bei mir nicht.
Ich denke mir würde vorher auffallen, ob jemand etwas wirklich möchte oder das nur heiße Luft ist.
Zudem lasse ich mir Vorlieben, Grenzen und Tabus im Vorfeld gerne als Brief in Schönschrift übergeben. Da wird nicht nur drüber gesprochen, ich lese da gerne auch einmal nach (Gedächtnishilfen sind nie verkehrt). Da hätte ich also im Fall der Fälle was in der Hand.

vor 10 Minuten, schrieb Arasjal:

Auch nochmal nen schlauer Einwurf 😂 wir hatten immer Gesetze die das Regeln… ob Sex in Gesetz unter ehelichepflichten viel oder verg in der Ehe erlaubt war etc. das wurde immer reguliert und wer jetzt nur weil es mal in eine gesündere Richtung geht mit überegulierung kommt lässt echt tief blicken. peace

Das ist jetzt aber ein Eigentor, nicht wahr? Diese Gesetze wurden bereits abgeschafft, weil der Staat das nicht zu regeln hat.

Vor 3 Minuten , schrieb Windgust:

Das ist jetzt aber ein Eigentor, nicht wahr? Diese Gesetze wurden bereits abgeschafft, weil der Staat das nicht zu regeln hat.

Ach wirklich der Paragraf ist komplett weg? Oder nur der kleine Teil? Oder reguliert der Staat immernoch… zb Lebens und Wohngemeinschaft, Treuepflicht und Unterhalt und Fürsorge? Ist gibt und gab immer Regelungen dafür das sind nur neue 😉

Vor 10 Minuten , schrieb Windgust:

Das ist jetzt aber ein Eigentor, nicht wahr? Diese Gesetze wurden bereits abgeschafft, weil der Staat das nicht zu regeln hat.

* der Schutz der Grundrechte,
* die Gleichberechtigung der Ehepartner,
* der Schutz vor Gewalt und Zwang,
* gesellschaftlicher Wandel.

Sind die Gründe deiner ist zu pauschal.

Als allgemeine Begründung („weil der Staat das nicht zu regeln hat“) greift die Aussage aber etwas zu kurz. Der Staat regelt weiterhin Aspekte der Ehe – etwa Unterhalt, Sorgerecht oder den Schutz vor häuslicher Gewalt –, nur eben nicht mehr in derselben Weise das einvernehmliche Sexualleben von Ehepartnern.

ich finde diese Gesetzidee ist voellig daneben wie schon die Aenderung des 177StgB nach den Aktionen Sylvester 2015 in Koeln waren. Das Problem ist meiner Meinung nicht das Gesetz, sondern das bereits vorhandene Gesetze nicht angewandt wurden. Problem ist Gesetze durchsetzen benoetigt Personal und wenn man das nicht hat nutzt kein Gesetz etwas Dadurch das der 177StGB geaendert wurde gab es nicht weniger Uebergriffe, denn die Anzahl der Leute die Gesetze durchsetzen hat sich nicht geaendert. Ist aehnlich wie hier mit den unerwuenschten Schwanzbildern - ohne melden passiert nix, da kann man noch soviel regeln.

Für mich macht das ganze - völlig egal ob "Nein heisst nein" oder "Nur ja heisst ja"  nur dann in der Realität Sinn, wenn jeder bei zwischenmenschlichen Kontakten eine Body-Cam trägt und diese alles von Anfang bis zur letzten Sekunde aufzeichnet. Und selbst dann kommt noch das Thema KI mit ins Spiel, wo erst  einmal analysiert werden müsste, ob die Aufzeichnung der Realität entspricht, oder ob da jemand mit KI manipuliert hat... 

Von daher ist doch alles für die Katz. Wer kann im Nachhinein beweisen, dass "Ja" gesagt wurde, wenn der andere nach einer Weile plötzlich seine Meinung ändert, "you change your mind, like a girl changes its clothes"  ganz nach Katy Perry?  ;)  

Sollte diese Änderung kommen, heißt ein „Nein“ selbstverständlich weiterhin „Nein“. Wenn stattdessen der Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ gilt, bedeutet das vor allem, dass für jede sexuelle Handlung die Zustimmung aller beteiligten Personen erforderlich ist.

Ebenso wichtig ist, dass diese Zustimmung jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann. Ab dem Moment, in dem die Zustimmung entzogen wird, dürfen entsprechende Handlungen nicht fortgesetzt werden.

Wie sich ein solcher Grundsatz im Detail auf BDSM-Praktiken wie SSC, RACK, 24/7 oder TPE auswirken würde, hängt letztlich davon ab, wie ein entsprechendes Gesetz konkret formuliert und ausgelegt wird. Der Grundsatz der jederzeit widerrufbaren Zustimmung würde jedoch auch dort gelten.

Diaperslave2507
Vor 3 Stunden, schrieb SirTorben:

Irgendwie kannst Du meine generelle Perspektive nicht wirklich nachvollziehen. Völlig ok. Aber bringst es dann auf eine persönliche Ebene "Und es stürmt auch niemand dein Spielziel um deine Sub zu fragen, ob sie freiwillig mitmacht."

Nur damit liegst Du dann völlig daneben. Ich habe kein "Spielziel" mit einer Sub, sondern lehne die Verwendung des Begriffs "Spiel" für mich persönlich in einem BDSM-Kontext völlig ab.

Das nur mal so. Danke für den Austausch!

Sorry übrigens Spielziel war natürlich Spielzimmer. Ich wollte es damit auch nicht auf eine persönliche Ebene ziehen. Das "dein" war allgemein gemeint. Sorry, wenn du dich da persönlich angegriffen gefühlt hast. Und doch, ich kann deine Perspektive nachvollziehen, ich habe selbst lange so gedacht. Ich habe auch lange Zeit nur bar bezahlt, weil ich mich nicht kontrollieren lassen wollte. Und ja, ich kenne dieses Denken und es ist auch nicht ganz falsch, vllt. falle ich diesmal auch komplett rein, aber ich sehe einfach keinen Fehler an dieser Änderung.
Und genau, @Philgaidaros du hast schon Recht, für die Gerichte wird es nicht einfacher. Aber durch die Beweislastumkehr ist eben der Täter nicht mehr in der Situation es dreist bestreiten zu können, es muss schon eindeutig sein, dass das Opfer Ja gesagt hat. Das ist natürlich auch schon die Krux, bei zu einfacher Betrachtung eines Falles könnte es zu falschen Urteilen kommen. Aber hier vertraue ich doch auf die Justiz.
Am Ende wird es genauso viele Einstellungen geben wie jetzt auch und ja, die Diskussion ist in der Gesellschaft und ich finde, da gehört sie auch hin. Und ich wünsche mir, dass die Gesellschaft endlich wieder offen und vorurteilsfrei diskutiert.

(bearbeitet)

Hab jetzt nur ein paar Beiträge zu diesem Thema überflogen, denn diese Frage stellt sich mir mit meinen neurodivergenten Hirn nicht, für mich gibt es keinen Interpretations-Spielraum für „ja“ und „nein“. Eher so, dass ich bei einem „nein“ oder auch bei einem „ja“ gerne noch mal nachfrage. Das kann dann schon mal nervig sein, aber mit einem liebevollen Kuss lässt sich der Flow fast immer wieder in Gang bringen.

Also: Ein nein bedeutet ein nein, immer, und ein ja bedeutet ein ja, auch immer. 

bearbeitet von Igel
(bearbeitet)

Hab jetzt ein bisschen mehr gelesen, für mich sind manche Beiträge wirklich sinnbefreit. Was gibt es da zu deuten? „Nein“ ist ganz klar „nein“ und „ja“ ganz klar „ja“, weder das eine noch das andere ist als ein „Eventuell“, ein „Vielleicht“, ein „Möglicherweise“ oder sonst wie zu verstehen. 

Jetzt habe ich schon den Eindruck, dass durch solche Diskussionen wie diese hier diese wirklich klaren Grenzen aufgeweicht und ausgefranst werden.  

Fazit für mich: Vorsicht und Achtung vor den Neurotypischen! 
😠🤬😳😡😳😱😨😵‍💫🤐

bearbeitet von Igel

Es ist schon erstaunlich wie Bemühungen zum Schutz vor und die juristische Stärkung nach sexualisierter Gewalt für einige als eine Art lästiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte empfunden wird. So zu empfinden halte ich für höchst problematisch und sehr, sehr bedenklich. 
 

Natürlich bleibt auch bei der neueren Variante das Problem der Beweisführung. 
Aber ich präferiere diese Lösung trotzdem, weil so zumindest die Grundhaltung erst einmal eine Ablehnung gegen sexuelle Handlungen ist, solange kein „Ja“ oder eben zustimmende, erwidernde Gesten erfolgten. 
 

Bislang kann ein jeder auf milde Strafen hoffen, allein wenn das Opfer nichts sagte, schlief oder man beim Ehepartner davon ausging, dass sexuelle Handlungen per se schon gewollt sein würden.
 

Die Opfer müssen aktiv dagegen vorgehen, um eine faire Chance bei einem Prozess zu haben. Das finde ich grundsätzlich falsch und glaube, ein Debatte und Anpassung dieser Regel kann auch Grundstein für mehr Aufklärung, Prävention und Information sein, so dass Täter vielleicht nie Täter werden und Konsens weiter an Bedeutung gewinnt.
 

Was es vor allem braucht ist ein Umdenken in den Köpfen. Es sollte für mein Empfinden keine nervige Angelegenheit sein sondern einen hohen Stellenwert schon bei Erziehung und Bildungsarbeit haben. 
Aus meiner Sicht singt auch die Bereitschaft für sexuelle Übergriffe, wenn in Gesellschaften ein höheres Bewusstsein für entsprechende Gewalt existiert. Aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg, das zeigt auch die Diskussion hier. Wer selbst nichts zu befürchten hat ist zu oft extrem empathielos und gleichgültig bei diesem Thema. 
 

 

Vor 1 Stunde, schrieb Igel:

Hab jetzt ein bisschen mehr gelesen, für mich sind manche Beiträge wirklich sinnbefreit. Was gibt es da zu deuten? „Nein“ ist ganz klar „nein“ und „ja“ ganz klar „ja“, weder das eine noch das andere ist als ein „Eventuell“, ein „Vielleicht“, ein „Möglicherweise“ oder sonst wie zu verstehen. 

Jetzt habe ich schon den Eindruck, dass durch solche Diskussionen wie diese hier diese wirklich klaren Grenzen aufgeweicht und ausgefranst werden.  

Fazit für mich: Vorsicht und Achtung vor den Neurotypischen! 
😠🤬😳😡😳😱😨😵‍💫🤐

Es ist besonders erstaunlich in einem BDSM-Forum, indem Consent is key, nix ohne Einverständnis, gepredigt wird.

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