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Vaginismus :( keine Penetration ?


At****

Empfohlener Beitrag

vor 1 Stunde, schrieb TiefenwärmeR:

Das sehe ich nicht so. Bei Vaginismus geht es ganz stark um (fehlendes) Vertrauen - das Vertrauen in sich selbst und das Vertrauen in das Gegenüber. Und das ist etwas, womit BEIDE Seiten irgendwie klarkommen müssen. Zu erleben, sie möchte es, aber es geht nicht. Das verunsichert beide Seiten gleichermaßen. Und darum, das einzige was das jetzt zumindest aus meiner Sicht wirklich suggeriert ist, dass diese Herren wenig überraschend in einem ähnlichem Alter wie die TE waren und schlicht nicht damit umgehen konnten, NICHT der Mann für sie sein zu können, der ihrem eigenen, noch nicht ganz ausgereiften Selbstbild entspricht.

Jede Wette, das hat diese Herren zunächst mal genauso verunsichert wie die TE. Das dann noch in Kombination mit einem durch die körperliche Nähe zwar erweckten aber dann nicht richtig befriedigten Sexualtrieb und überschießenden Hormonen... Also ohne irgendwas schön reden zu wollen (eine Verge.walt.igung ist schlicht eine Straftat) aber ich sehe in der Situation genauso eine Überforderung der männlichen Partner:

Er merkt, sie hat Angst, und obwohl sie es vom Kopf her gerne möchte, blockiert ihr Körper. Er registriert, sie/ihr Körper traut ihm nicht. Er wird unsicher. Diese Unsicherheit reflektiert dann wieder zurück: Sie merkt, er ist unsicher. Das verunsichert sie dann noch weiter. Und so blockiert sie dann noch mehr, ob sie es will oder nicht. Was auch ihn weiter verunsichert, zu unkontrolliertem Verhalten und/oder in die Flucht treibt. Das ist für beide Seiten schwierig. Nur dass die eine Seite eine Wahl hat, und die andere nicht. Und ja, natürlich ist da ein Leidensdruck. Sie schreibt ja selbst, dass sie sehr gerne sexuell aktiv sein möchte. Aber da hilft es auch nicht, ein Feindbild aufzubauen mit 'Herren, die nur ihren Schwanz reinstecken wollen' und mit einer Deutung im Sinne von 'nicht wichtig genug' oder 'es nicht wert sein'. Das scheint mir eher eine subjektive Einordnung zu sein, womöglich basierend auf eigenen schlechten Erfahrungen und negativen Gefühlen, projiziert auf die Situation der TE. Das finde ich zwar nachvollziehbar, aber nicht hilfreich. Weil es noch weitere negative Konnotationen zur ohnehin bereits ausreichend belastenden Situation der TE hinzufügt. 

Zielführender und wichtiger finde ich hier, den Zusammenhang zum Vertrauen aufzuzeigen: Ich vertraue mir, daher kannst auch du mir vertrauen, und weil du das kannst, kann ich auch dir vertrauen, dass du dir selbst vertraust. Und das ermöglicht dann: Du vertraust dir, daher kann auch ich dir vertrauen, und weil ich dir vertraue und merke, du vertraust mir, darum kann auch ich mir vertrauen. Wenn das gefestigt ist, wenn dieses Vertrauen da ist, dann kann man als nächstes auch den Körper davon überzeugen, dass er in Sicherheit ist. Und das ist auch nötig (und möglich), denn das sind schließlich teilautonome Nervenbahnen, die aber schlicht eine andere Sprache sprechen als die, in der wir sonst verbal kommunizieren. Man muss einfach nur wissen wie es geht. So kann dann der Körper die Erfahrung machen, dass es sich gut anfühlt. Das ist die Weise, wie der Körper vertraut. Dadurch macht dann der Kopf die Erfahrung, dass der Körper das tatsächlich kann. Dass der Körper vertraut. Dadurch kann dann auch der Kopf dem Körper vertrauen. Und blockiert ihn nicht mehr. Zumindest nicht grundlos. Hat man einmal gelernt, wie es sich anfühlen muss, dann weiß man das nächste Mal intuitiv, wenn es sich wieder richtig anfühlt. Und kann das ganz gezielt wiederholen, üben, festigen und genießen.

Ich hoffe, das war hilfreich. Nur Mut. Das ist wirklich machbar. Und es lohnt sich :) 

Sehr nachvollziehbar erklärt und treffend beschrieben.

Ich wünsche der TE, dass sie eines Tages diese angespannte Spirale angehen und lösen kann.

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