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Performance beim Kennenlernen - Nutzen und Schaden? Wie viel ist zu viel?


La****

Empfohlener Beitrag

Ich kann nur durch mein Wesen überzeugen. Come as you are. Ein gemeinsames Thema finden, über das man reden kann ist schon etwas besonderes im eintönigen und einsilbigen Blätterwald.

Performance klingt bisschen so als wolle man ne Show/Wettkampf gewinnen 😅
Ich mag es eher bei mir und anderen, wenn man einen guten Eindruck hinterlassen kann. Sich Mühe zu geben und das die andere Person auch wissen zu lassen. Aus Respekt bzw Wertschätzung.
Seien es Basics wie Körperpflege, ordentliches Outfit oder auch andere Dinge wie Wahl ein Orts/Tätigkeit oder sonstige Vorbereitungen und Entgegenkommen.
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Ich glaube es ist irgendwo etwas Ur-menschliches, dass man mehr Leistung bring, wenn man von anderen beobachtet wird. Deswegen find es voll normal nen guten Eindruck hinterlassen zu wollen. Aber aus Erfahrung ist das normal, dass die ersten Treffen etwas aufregender/stressiger oder auch "performativer" sind, als das 100 oder 1000ste.
Bin glaube ich insgesamt eher Team-pragmatisch und authentisch ;)

(bearbeitet)

Ich mag es Profile anzusehen und zu lesen. 

Das ist wirklich etwas was mich überzeugen könnte eine Person anschreiben zu wollen. Mit Erlaubnis darf ich es sogar. 

Ich sehe vorallem gerne schwarz-weiß Fotos. Weil meine Welt eben auch so ist, eine Einheitssuppe, wenn die See sich glättet. Dann gehe ich zum nächsten Foto des Profils, das ist dann meist in grellen Farbe und sofort weiß ich "nein das gefällt mir doch nicht".

Was ich damit sagen will, wenn jemand performt und danach sein wahres Gesicht zeigt und das überhaupt nicht der Performance entspricht die er mir vorgemacht hat - wäre ich sofort gelangweilt, desinteressiert und dann auch recht schnell weg. Menschen langweilen mich so schnell. 

Zeigt euch wie ihr seid. Was nutzt es wenn ihr Poser und Performer seid? Ihr solltet nicht mit geschönten Bildern, unwahren Profilen und einer Show blenden. 

Viele werden enttäuscht sein hier keine wahre Authentizität zu finden. 

Come as you are, wurde gesagt. Das sagte Papa am Anfang sehr oft zu mir, wenn ich ihn fragte "wie willst du das ich bin." 

Das war gar nicht einfach für mich ich selbst zu sein, ich wusste doch gar nicht wer ich überhaupt bin. Sehr schwierig.

 

bearbeitet von Rosenrot82

Die Frage ist doch: Was ist Performance?

Spiele ich eine Rolle, um möglichst meinem Gegenüber zu gefallen? Das wird nicht ewig funktionieren.

Oder zeige ich mich, wie @misanthropicalisland schrieb, von meiner „Schokoladenseite“.
Achte etwas mehr auf mein Äußeres? Auf meine Wortwahl? Mein Verhalten?
Das ist dann eben auch ein Mittel, um meinem Gegenüber zu zeigen, dass mir die Begegnung wichtig ist.
Das ich bereit bin, zu investieren.
Dass mein Gegenüber es wert ist.

Für uns entscheidet der Mensch, nicht die Performance. Natürliche Offenheit, Authentizität, kein aufgesetztes "zweites Ich", ein aussagekräftiges profil mit Gesichtsfoto sind Dinge die wirken und überzeugen können. Alles muss zusammenpassen und dem Menschen entsprechen der dahintersteckt.

vor 15 Stunden, schrieb LadyViolet_:

Wie ist es bei euch? Sucht ihr eine Performance, die euch vom Hocker haut, die euch den Atem raubt und beflügelt? Oder checkt ihr pragmatischer ab?

Ich verstehe das mit der Performance, ehrlich gesagt, nicht so richtig. Eine Performance ist doch noch eine Show, eine Aufführung, unter künstlerischem Aspekt gesehen und manchmal macht man das als junge Frau auch im Bett, keine Frage.
Ohne boomerig klingen zu wollen, habe ich mal wieder einen Trendbegriff verpasst? 

Gehen wir mal davon aus, dass mit Performance eine Art besonders aufwändige Aussendarstellung gemeint ist, mit der potentielle Beute angelockt werden soll. Wenn dem so ist: Bloß nicht, bitte.

Ich glaube, ich habe gerade so jemand kennengelernt. Es kam nicht zum Treffen, denn alles an ihm war so gekünstelt, immer gerade so ein bisschen übertrieben intellektuell, dass ich mich fragte, ob er eine kleine Truhe mit besonders ausgefallenen Worten hat, aus denen er sich für solche Anlässe bedient. Und auch das Kennenlernen sollte in einem ‚auserlesenen Restaurant‘ stattfinden, alles tres chic, einer wahren eleganten Lady angemessen. Alles war so steif und verkrampft 😭

Abgesehen davon, dass der alte Punk in mir plötzlich einen unbändigen Drang hatte, mit unflätigen Worten um sich zu schmeißen und aus Protest laut zu rülpsen, kam ich am wenigsten damit klar, wie sehr dieser Mann sich und das Bild, dass er von uns hatte, aufgeregt auf eine imaginäre Leinwand produzierte und sich so sehr bemühte, mich  zu überzeugen, dass er ganz vergas, sich selbst zu zeigen. 
 

Ich möchte das bitte nicht, so gar nicht. Es soll aber bitte auch nicht pragmatisch sein. Ich möchte mich ja nicht zum Parkplatzsex verabreden.

Darf es einfach etwas mehr romantisch sein, ja? Ein bisschen aufgeregtes Kichern und völlig unprätentiös alle fünf Minuten nachsehen, ob man eine Nachricht bekommen hat? Sich mit der Antwort Mühe geben, auf das eingehen, was der andere gesagt hat? Kein schlunziges Shirt fürs erste (oder zehnte!) Treffen anziehen, aber die ganz große Garderobe noch im Schrank lassen? Sich ein bisschen Mühe geben, dem anderen zu gefallen, ohne ihn zu überfallen?

Also nein, bitte keinen Pragmatismus (den ich sonst sehr schätze) im persönlichen Miteinander und auf keinen Fall rumperformen, wenn man sich nicht dazu verabredet hat.
Ein normales, freundliches Kennenlernen, bitte. Danke.

Ich bin ich. Das sieht man im Profil schon.
Wenn das meinem Gegenüber nicht passt, kommt man nicht auf eine Wellenlänge.

Was nützt das ewige verstellen, anpreisen usw. Lieber grade raus, als sich zu verbiegen. Lieber kein Match als 10 schlechte.

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